Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

[Blog] Mögliche Fehler und Versäumnisse
  • ungeBILDedungeBILDed April 2011

    @Bernhard schrieb (#906)
    12. April 2011 um 22:55

    So sollen doe dramatischen Stunden nach dem Erdbeben abgelaufen sein. Man kann sich nur ungläubig die Augen reiben.

    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110411004567.htm

    Was ich mir nicht erklären kann, warum die TEPCO-Verantwortlichen das Überdruckventil nicht öffnen wollten.


    @H.H.Herzog schrieb (#908)
    12. April 2011 um 23:25
  • ungeBILDedungeBILDed April 2011
    TMI ist vielleicht nicht ganz unser Thema, aber Anrie Gundersen von Fairwinds hat in
    http://fairewinds.com/content/fukushima-accident-severity-level-raised-7-gundersen-discusses-lack-us-radiation-monitoring-
    auf seinen Vortag über TMI verwiesen http://fairewinds.com/content/nuclear-engineer-arnie-gundersen-discusses-radiation-releases-tmi-accident
    In dem Vortrag spricht er darüber, ab wann eine Evakuierung notwendig gewesen wäre und über die strittige Höhe der Radioaktivität
  • ungeBILDedungeBILDed April 2011
    Hier was zum Level des Unfalles
    ===
    “Some foreigners fled the country even when there appeared to be little risk,” he said. “If we immediately decided to label the situation as Level 7, we could have triggered a panicked reaction.”
    ===
    aus http://www.nytimes.com/2011/04/13/world/asia/13japan.html?pagewanted=1&_r=2&ref=asia
    archiviert unter:http://www.webcitation.org/5xw12mr5L
  • Es ist immer leicht den Fehler in einer Entscheidung zu finden, wenn man lange nach der Entscheidung die Auswirkung sehen oder erfassen kann.

    Es ist eine ganz andere Sache die Entscheidung zu treffen auf Basis der Daten die einem zu dem Zeitpunkt vorliegen.

    Und es ist eine miese Art Journalismus Fehler bei Menschen zu suchen und nur die Ergebnisse zu beleuchten und nicht die Daten erwähnen die zur Entscheidung geführt haben. Vorallem wenn man wie in unserem Fall Daten aus halb zerstörten Einrichtungen auswerten muss wo man weder weis ob sie richtig sind noch bekommt man völlständige Daten weil Messgeräte kaputt sind.

    Nicht falsch verstehen, in den Links von ungebilded steckt guter und schlechter Journalismus. Aber eine Rubrik wie diese wird schnell an der Masse an Einschaltquotenjournalismus ersticken und die guten Infos gehen unter. Deswegen denkt bitte mal über meine Worte nach, bevor ihr einen Link postet...ob es nicht einer der "ich habs doch gewusst" Artikel ist. Die brauchen wir nicht wirklich.
  • engeng April 2011
    Völlig egal zu welchem Zeitpunkt welcher Level - es hätte an der Situation vor Ort auch nichts geändert.
    Und bei Anrie Gundersen bitte beachten das seine Aussagen auch nicht frei von Eigeninteressen sind.
  • TMI ist vielleicht nicht ganz unser Thema, aber Anrie Gundersen von Fairwinds hat in
    http://fairewinds.com/content/fukushima-accident-severity-level-raised-7-gundersen-discusses-lack-us-radiation-monitoring-
    auf seinen Vortag über TMI verwiesen http://fairewinds.com/content/nuclear-engineer-arnie-gundersen-discusses-radiation-releases-tmi-accident
    In dem Vortrag spricht er darüber, ab wann eine Evakuierung notwendig gewesen wäre und über die strittige Höhe der Radioaktivität



    Es wird ausschliesslich die technische Seite beleuchtet. Denk du doch mal nach wie du das persönlich siehst: 10 Minuten nachdem du das hier liest kommt jemand zu dir mit amtlichen Papieren und sagt dir: du hast 30 minuten Zeit zu packen. Du kannst nur das mitnehmen was du problemlos tragen kannst und wann du zurück kommst wissen wir nicht. Auf deine frage: wieso das? bekommst du die Antwort: es besteht die Möglichkeit das eine Fabrik im Ort kontaminierende Substanzen freisetzt. Erwarte nicht, das irgendwer auf dein Hab und Gut aufpasst....den jeder Wachmann würde sich der selben Gefahr aussetzen wie du...und wenn die Strahlung gefährlich ist....sorry, da wird es keine Wachleute mehr geben. Aber ich könnte mir vorstellen das Kriminelle dort ausräumen und denen ist es scheiss egal ob sie mit 35 an Krebs oder mit 30 an Überdosis sterben.

    Es ist leicht von oben runter sowas anzuordnen, aber schon wenn du dir für dich selbst versuchst vorzustellen, was das für dich bedeutet....wirst du dann diese Entscheidung immer noch treffen? Dein ganzes Hab und Gut aufgeben ohne das du im Verlustfall Ersatz bekommst. Du musst also entscheiden zwischen Arm leben oder Reich sterben. Und nein...weder in Japan noch in Deutschland wird ein solcher Schaden ersetzt. Das wird schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich sein. Den das Geld was die Stromkonzerne auszahlen holen sie sich über den Strompreis wieder zurück...und jetzt redet die gesamte Bevölkerung an diesem Punkt mit. Glaubst du wirklich, das 81 Millionen Deutsche zustimmen, Strom 3 cent teurer zu machen um den 1 Millionen Geschädigter ihren Verlust zu ersetzen? Krankenhaus, Gesundheitsvorsorge, Strahlenbehandlung....ja. Das ausgeraubte Haus? nein.

    Und du meinst also man sollte sowas einfach mal anhand irgendwelche Daten irgendwelcher Messgeräte profilaktisch anordnen und 100.000 Menschen vor einem eventuellen Gesundheitsgefährdung in einen sicheren wirtschaftlichen Ruin schicken. Scheinbar denkt jeder nur über diese anonyme Masse nach und keiner über die Bedeutung für den einzelnen.

    So...und meine nächsten Kommentare kommen dann nach meinem Wochenendurlaub....vieleicht zeige ich euch dann ein paar Bilder aus der Zeit als man noch garnicht wusste das es Atome gibt :)
  • ungeBILDedungeBILDed April 2011
    @Chefin 10:19 h

    Das sind natürlich interessante Aspekte in Sachen Evakuierung, über die ich mir bislang nicht so recht Gedanken gemacht habe und die mir in Radio und Flimmerkiste vermutlich auch noch nicht präsentiert wurden.

    Man müsste glatt die Nationalgarde auffahren und das Gebiet weiträumig und lückenlos absperren.

    Und wie haben denn die Planer sich das eigentlich so vorgestellt?
    Etwa:
    1. Anruf bei der Nuklearaufsicht
    2. Anruf beim Insolvenzgericht
    ???

    Was sagen den deutsche Notfallpläne für AKW-nahe Orte?

  • MatthiasMatthias April 2011
    @ungeBILDed
    Na ja, man schließt Fenster und Türen, hört Radio und setzt sich dann ganz gelassen ins Auto oder wartet auf die Mitfahrgelegenheit, um sich über die bekanntgegebenen Evakuierungsrouten zu entfernen.

    http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/was-wuerde-ein-atomunfall-fuer-suedbaden-bedeuten--42659874.html
    http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1305491/rpf-ref14-ch-notfallbroschuere.pdf
  • engeng April 2011
    Also gerade in Deutschland gibt es Pläne für fast alles. Aber je mehr Menschen betroffen sind werden sich Theorie und Praxis immer weiter voneinander entfernen. Es fängt damit an das der erste bei Evakuierungsmaßnahmen sagt: ich gehe hier nicht weg ...
    Oder einer dreht auf der Evakuierungsstrasse sein Auto nach dem Motto: Ich habe noch etwas vergessen - baut natürlich einen Unfall und blockiert alles. Dann die Leute von der Sorte: von Dir lasse ich mir doch nicht sagen was ich machen soll.
    Lückenlos absperren? Straßen ja, aber jeden Feld-, Wald- und Wiesenweg? Einen Wald auf seiner ganzen Länge? Höchstens wenn man einen Elektrozaun zieht und genug Selbstschussanlagen reaktivert werden. Und selbst da sind zu DDR Zeiten noch einige Durchgekommen - und das war schon nahezu perfekt.
    Fehlerquelle Mensch in der Masse ist immer ein unberechenbares Problem.
  • TimTim April 2011
    World critical of Japan's failure to disclose info
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110415004983.htm

    ---
    Since Areva has already operated nuclear fuel reprocessing plants, it is expected to provide TEPCO with the technology to remove contaminated water from the reactors.

    Yet according to a TEPCO official, Areva has been unable to act. "It is unsafe for workers because radiation levels [near the nuclear reactors] are too high," he said.

    Anne Lauvergeon, chief executive officer of Areva, described the situation as both complicated and unprecedented. She noted the outlook for the plant seemed dismal and that the top priority was to find out what was going on.
    ---

    Gibt dort öfters ma gute Details und Hintergrundinfos, die man sonst nirgends ließt.
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/index.htm
  • Zu deutsch heist das: wir haben zwar die Technologie dieses radioaktive Wasser zu dekontaminieren, aber keine Sau will da hin um sich verstrahlen zu lassen.

    Eine scheiss Situation.
  • AnonymousAnonymous April 2011
    Tja, die Franzosen sind halt abgeblitzt bei den Russen und den Finnen. Aber "Atomic Annie" im Verbund mit dem französischen Gockel kann ja bei der Krise punkten und in zwei Jahren mehrere AKWs nach Saudi-Arabien verkaufen....
  • TimTim April 2011
    > TEPCO ignored tsunami warnings for years
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110416002672.htm

    > Safe on higher ground, another worker turned to look at the ocean and noticed a huge bowllike object floating out at sea. It was the fuel tank for the emergency diesel generators, he realized.

    > The Fukushima plant survived the enormous shaking caused by the magnitude-9.0 temblor because of earthquake safety measures put in place long before. Against the tsunami, however, the nuclear power station was almost defenseless.

    > Most of the power plant sits on ground about 10 meters above sea level. But most of the 13 emergency generators were in the basements of reactor buildings close to the ocean, with only three aboveground. The only generator that survived the tsunami--which are believed to have reached heights of 14 meters or 15 meters--was the one for the No. 6 reactor, which was about 3 meters aboveground.


    > Asked in court why the nuclear plant did not need to prepare for a situation in which all equipment had stopped operating, including emergency power sources, he said: "There needs to be a line drawn somewhere. It'd be impossible to design [a nuclear plant] if engineers had to consider every single possibility."


    > As of Monday, the firm still had the following statement on its Web site: "We have confirmed the safety [of our nuclear plants] by assessing the impact of a tsunami stronger than the largest ever reported using a numerical simulation."


    Sehr lesenwert der Artikel.
  • SileneSilene April 2011
    It'd be impossible to design [a nuclear plant] if engineers had to consider every single possibility.

    Diese Aussage wird der PR-Abteilung sicher nicht gefallen.
  • AnonymousAnonymous April 2011
    Diese Aussage wird der PR-Abteilung sicher nicht gefallen.

    Der von Greenpeace vermutlich schon.
  • engeng April 2011
    Nun ja, einen Kometen-Einschlag können die Techniker nun wirklich nicht berücksichtigen - oder den Angriff von Außerirdischen. ;)
  • TimTim April 2011
    > From Chernobyl to Fukushima
    http://www.joewein.net/blog/2011/04/27/from-chernobyl-to-fukushima/

    Faked pressure test

    Yet in the most serious case of all, Tepco officials are alleged to have faked a pressure test designed to test the integrity of the containment building. The test involves pumping nitrogen gas into the building to increase the pressure to about three times atmospheric pressure, then taking pressure readings to measure the leak rate.

    Regulations state that the leak rate must be less than 0.45% per day. However, at Fukushima I-1 in 1992, the company conducted its own tests before the government inspectors turned up, and discovered that the building might not pass the test. One source quoted in the Daily Yomiuri said that leak rates fluctuated from 0.3% to 2.5% per day.

    Documents found at Hitachi by Tepco’s own investigative team describe a method to fake the test by secretly pumping in extra air from the main steam isolation valve. At the time, Hitachi had a contract to check Tepco equipment. It is alleged that Tepco officials followed this procedure when the government inspectors were checking the leak rate.


    In der Mitte des Posts etwa. Geht um Reaktor 1 - bei dem sie gestern gerade versucht haben mehr Wasser zuzuführen und abbrechen mussten, weil der Druck zu stark sank und die Gefahr bestand Umgebungsluft einzusaugen (unter anderem Sauerstoff der mit dem Wasserstoff reagieren könnte).

    Ein Vorhaben was kritisch von japanischer Aufsichtsbehörde und im Vorfeld auch von amerikanischen Stellen gesehen wurde hinsichtlich möglicher Überbelastung des Containers.
  • TimTim Mai 2011
    > Nuclear Agency Is Criticized as Too Close to Its Industry (über die NRC aus den USA)
    http://www.nytimes.com/2011/05/08/business/energy-environment/08nrc.html
  • TimTim Mai 2011
    Schönes Zitat von Seite 3:

    The agency has little choice but to tolerate violations, said Mr. Lochbaum, who heads the Nuclear Safety Project with the Union of Concerned Scientists, an environmental and nuclear watchdog group based in Cambridge, Mass. “Otherwise, nearly all the U.S. reactors would have to shut down,” he said.


  • vosteivostei Mai 2011
    Das gilt nicht nur für US-Reaktoren. Es nützt nur wenig, wenn aus der Wissenschaft heraus nur gegrummelt wird. Die Vereinigung besorgter Wissenschaftler ist zwar pfiffig genug auf Basis des Rechts, Zugang zu Dokumenten der US-Regierung zu verlangen,
    http://www.ucsusa.org/news/press_release/internal-nrc-documents-reveal-doubts.html, aber wer hört drauf?
  • engeng Mai 2011
    Ich frage mal so provokativ: hat die Vereinigung besorgter Wissenschaftler keine Beraterverträge bekommen? Wenn man der einen Seite Verharmlosungen vorwerfen will, kann man der anderen Seite Übertreibungen vorwerfen. Also ich mag weder das eine noch das andere. Hilft nämlich beides nicht wirklich weiter.
  • TimTim Mai 2011
    eng wie wäre es dich mit denen genauer zu beschäftigen als solche unpassende Sätze los zu lassen?
  • vosteivostei Mai 2011
    @eng. Solche freiwilligen, weiß nicht wie ich es sonst ausdrücken soll, Nichtregierungsorganisationen sind es, die auf unserer Seite, die Seite des Bürgers stehen. Damit meine ich jetzt NICHT das Meinungsbild, sondern den evtl. Kontroll- bzw Einflussmechanismus.
    Man MUSS ja nicht einer Meinung sein dazu, aber es liegt an jedem einzelnen einer Zivilgesellschaft, ob er innerhalb einer Demokratie quasi zwischengeschaltete Ebenen will oder nicht.
    Wenn nicht, bräuchte keiner jammern, das Politik, Lobbyimus usw über Hand nimmt.
  • engeng Mai 2011
    @Tim + @vostei: Es gibt hier kein 'die eine Seite ist Gut und die andere Seite ist Böse'. Der Satz: meines Feindes Feind ist mein Freund ist doch völliger Blödsinn. Ich habe extra geschrieben: provokativ. Und meinte damit das man Behauptungen von allen Seiten nicht ungeprüft übernehmen kann, auch wenn Sie angeblich die Guten sind und man es gerne glauben möchte. Oder noch anders gesagt: auch bei Greenpeace gibt es leider Leute die keine Ahnung haben und sich profilieren wollen. Übereifrige und Weltverbesserer lassen wir mal ganz außen vor.
    Wir sollten für dieses Thema aber besser eine eigene Diskussionrunde eröffnen wenn Bedarf besteht.
  • vosteivostei Mai 2011
    Ja nun, Greenpeace oder die Profs ua. entstehen nun mal als Reaktion auf Interessensverbände, die diejenigen, die fürs Allgemeinwohl gewählt wurden, durchsetzen. Technische Kontrollinstanzen sind auch beeinflusst. Medien sowieso. Gut, Böse? Bei Tepco getrost letzteres. :)
  • TimTim Mai 2011
    @eng
    Die Pauschalisierung hilft uns nicht weiter. Konkrete Kritik ist sinnvoll, Verallgemeinerung nicht.

    ---

    Das Thema haben wir auch in anderen Threads, jedoch passt es hier gut:

    > In Japan Reactor Failings, Danger Signs for the U.S.
    http://www.nytimes.com/2011/05/18/world/asia/18japan.html

    Eine gute Zusammenfassung der Probleme des Lüftens - technisch, wie auf der Entscheidungsebene, sowie Lehren und deren mögliche Konsequenzen.

    Der Part gibt nochma konkrete Einblicke zu dem Abläufen am ersten Tag:

    ...

    The government became rattled enough that it ordered Tokyo Electric to begin venting. But even then, Tokyo Electric’s executives continued to deliberate, according to a person close to government efforts to bring the reactors under control. The exchanges became so heated, the person said, that the company’s nuclear chief, Vice President Sakae Muto, and the stricken plant’s director, Masao Yoshida, engaged in a “shouting match” — a rarity in reserved Japan.

    Mr. Yoshida wanted to vent as soon as possible, but Mr. Muto was skeptical whether venting would work, the person said, requesting anonymity because he is still an adviser to the government and is not permitted to comment publicly. “There was hesitation, arguments and sheer confusion over what to do,” he said.

    The executives did not give the order to begin venting until Saturday — more than 17 hours after the tsunami struck and 6 hours after the government order to vent.

    ...


  • TimTim Mai 2011
    > Japan gov't to revise nuclear design safety guidelines
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20110519p2a00m0na018000c.html
  • engeng Mai 2011
    @Tim 11.11: Das mit den Pauschalierungen habe ich jetzt nicht verstanden. Mit meinem Satz: "Es gibt hier kein 'die eine Seite ist Gut und die andere Seite ist Böse'" habe ich doch wohl ausrücklich darauf hingewiesen das es hier keine Pauschalierungen gibt. (Wenn es da noch Klärungsbedarf geben sollte bitte die interne Nachrichtenübermittlung nutzen).
  • vosteivostei Mai 2011
    @eng: Vielleicht ist Tim der Meinung, dass es am Kern der Sache vorbei geht Kritik als Bewertung zu verstehen. Tepco hat sicherlich nicht vor gehabt das Land zu versauen und ihre Investititionen zu zerstören. Die Ursachen und Wirkungen liegen in Betriebsblindheit und Sparsamkeit begründet und vielen Dingen mehr. Das zu hinterfragen dient also nicht dazu Tepco als Böse zu charakterisieren, sondern höchstens als doof.... ^^

    Dieses "die konnten ja dann während der Kaskade sich manifestierender und auftretender Risiken nichts anderes machen" wäre zu einfach, finde ich. Man würde nichts draus lernen. Risikenbewerter wären dann arbeitslos. :o

    Außerdem muss man leider konstatieren, dass es hier wie dort durch diverse Kommunikationsbremsen durchaus statthaft ist auf die Freiheit des Informationsflusses zu pochen. Da ist einiges passiert und passiert immer noch und ich bin durchaus geneigt dieses hier, als ein bißchen arg lapidar zu charakterisieren , womit ich der BfS allerdings nicht Bösartigkeit unterstelle, sondern Interessensschutz.

    WWWW - Wer Wann Wo Warum (wie oft und war's schön;), das sind die simpelsten Grundregeln einer Erklärung.
    "Anlässlich der aktuellen Entwicklung in Japan erklärt ein Sprecher des BfS: Blablablaaa"

    Wie frech ist das denn? Welcher Sprecher, wieso, wann und warum. Das fehlt schlicht und einfach.
  • engeng Mai 2011
    @vostei: gesucht wird also wie immer der goldene Mittelweg. ;)
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • engeng Mai 2011
    @cab196: (wie schon in der Diskussionsrunde 'wieviele redundante Systeme' erwähnt)
    Das mit der Steckdose ist falsch rübergekommen. Es war kein falscher oder fehlender Stecker, sondern die Schalteinrichtungen die den Strom der externen Notstromaggregate hätten weiterleiten sollen waren durch den Tsunami nicht mehr einsatzbereit.

    Das der Standort falsch ist bzw. die ganze Anlage nicht ausreichend gegen einen Tsunami gesichert ist hat selbst Tepco in Person der Konstrukteure bereits kurz nach dem Tsunami eingestanden.
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  • engeng Mai 2011
    cab196: Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Es hat nicht an fehlenden Kabeln oder falschen/fehlenden Steckern gelegen. Das war alles da. Aber große Teile der elektrischen Schaltanlagen (Trafos, Verteiler, Schaltschränke) waren nicht mehr einsatzbereit. Und wenn das nicht funktioniert, würde auch eine Tsunami sichere 'Steckdose' nicht weiterhelfen.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • vosteivostei Mai 2011
    Mit der Einspeisung über das Feuerlöschsystem, über den deutschen Ausdruck "Feuerlösch" lässt sich übrigens streiten, ist aber eigtl. mehr der Weg, als das System selbst gemeint.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • vosteivostei Mai 2011
    Welcher Zeitpunkt genau?
    Was ich weiß, ist, dass es u.a. auch Kompetenzgerangel gab, bzw diejenigen, die für spez. Arbeitsprozesse zuständig waren, erst kontaktet wurden, man ist dort etwas eigen - auch die Abstimmung diverser Krisenstäbe hakte anfangs, bzw die mussten erst zusammengestellt werden.
    Naja - und später standen die mobilen Einheiten schlicht im Verkehrsstau. Warum man das nicht mit Hubis machte ist mir hierbei immer noch ein Rätsel. Alternative: Das Zeug auf Schlepper packte...
  • engeng Mai 2011
    cab196: Was da immer als Feuerlöschleitungen bezeichnet wird sind Notkühlleitungen, an denen bei totalem Stromausfall einfach ein Feuerlöschfahrzeug (Pumpenfahrzeug) angeschlossen wird und das Kühlwasser mit der Fahrzeug-Pumpe in den Reaktor gepumpt werden kann.
    Es sollen kurzfristig (welcher Zeitraum da allerdings mit kurzfristig gemeint ist kann ich nicht sagen) mehr als 50 mobile Generatoren vor Ort gewesen sein, die allerdings wegen der nicht funktionsfähigen elektrischen Einrichtungen (Trafos, Verteiler, Schaltschränke) nicht angeschlossen werden konnten.
  • TimTim Juli 2011
    > Eine Frage der Sicherheit
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1501969/

    Was Wasser in einem Kernkraftwerk anrichten kann, zeigt das Beispiel Fukushima auf eindringliche Weise. Nach dem Unglück in Japan läuft eine sehr grundlegende Debatte über die Lehren aus der Vierfach-Havarie - und die rüttelt an den Grundlagen bestehender Sicherheitskonzepte.


    5 Minuten Audiobeitrag
  • ProsperoProspero Juli 2011
    Danke für den Wasserbeitrag
    ich poste auch hier noch einmal den wichtigen Artikel, damit es nicht untergeht

    „....Katsumi Naganuma, 70, a former worker at Tokyo Electric Power Co., feels particular guilt because he knows that a 35-meter-high, tsunami-safe, bluff overlooking the sea was shaved down to build the Fukushima plant closer to sea level more than 40 years ago.....Tepco, assuming tsunami 3.1 meters or higher would never hit the coast, cut down the bluff by some 25 meters and erected the plant on artificially prepared ground only 10 meters above sea level.....Tepco further dug below the surface 14 meters more to create underground floors, including those for the turbine buildings, where the emergency diesel generators were installed....seawater pumps used to provide coolant water needed to be set up on the ground up to 10 meters from the sea, and extremely heavy equipment, including the 500-ton reator pressure vessels, were expected to be brought in by boat.
    In fact, Tepco decided to build the plant on low ground based on a cost-benefit calculation of the operating costs of the seawater pumps, according to two research papers separately written by senior Tepco engineers in the 1960s.
    If the seawater pumps were placed on high ground, their operating costs would be accordingly higher....“
    Engineers at Tohoku Electric Power Co., on the other hand, had a different take on the tsunami threat when the Onagawa nuclear plant was built in Miyagi Prefecture in the 1980s.Like Fukushima, the plant was built along the Tohoku coast and was hit by tsunami as high as 13 meters on March 11.Before building the plant, Tohoku Electric, examining historic records of tsunami reported in the region, conducted computer simulations and concluded the local coast could face tsumani of up to 9.1 meters.Tohoku Electric had set the construction ground level at 14.8 meters above sea level — which barely spared the Onagawa plant from major damage from 13-meter-high tsunami that hit in March.
    http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110712x2.html

    Schade, dass nur noch so wenig diskutiert wird...aber das Faktensammeln ist sehr wichtig und nützlich!
  • TimTim Juli 2011
    Aktuell gibt es nur wenig neue technische Informationen oder neue Erkenntnisse aus den ersten Tagen des Unfalls. Selbst zur Dekontaminationsanlage ist es bruchstückhaft.
    Gibt nicht so viel zu diskutieren oder an was denkst du zum Beispiel Prospero ?

    Viel Interessantes gibt es weiterhin zu Lesen bei den japanischen Zeitungen und ex skf.
    Von Silene dankenswerterweise weiterhin mit hohen Engagement hier im Forum zusammengefasst!
  • engeng Juli 2011
    Zur Zeit haben in der Tat eindeutig die sehr komplexen Bereiche Physik/Chemie/Biologie die Oberhand. Es ist unglaublich was Silene & Co da an Informationen zusammentragen, vielen Dank nochmals an dieser Stelle dafür. Leider sind diese Themen aber etwas schwer verdaulich, gerade für einen Techniker. Und Diskussionen über diese Themen sind nun mal realtiv schwierig.
  • engeng Juli 2011
    Und die Amerikaner waren gar nicht auf dem Mond ...
  • TimTim Juli 2011
    Die Headline dieses Artikels scheint sehr unglaubwürdig.
    Was jedoch bei ex-skf zu finden ist, scheint dagegen schon glaubwürdig eng.

    Die Firma hat auch eine "beautiful history" vorzuweisen.

    Solltest du ma lesen eng, bevor du mit so Statements um dich wirfst.
  • engeng Juli 2011
    Ich lese da immer nur Gerücht und dementiert ...

    @Tim: Ich habe das schon mal gesagt: ich glaube erst mal grundsätzlich weder der einen noch der anderen Seite bevor das nicht von mindestens einer zusätzlichen unabhängigen Quelle bestätigt wird.
  • SileneSilene August 2011
    Mögliche Fehler und Versäumnisse... da passt vielleicht auch die folgende Nachricht:

    [AP] Japan utility knew of tsunami threat: government
    Japan's nuclear regulator says the operator of a damaged nuclear plant knew it might be hit by a far bigger tsunami than it was designed to withstand.

    The Nuclear and Industrial Safety Agency says the operator informed it just four days before Japan's massive March 11 earthquake and tsunami that waves exceeding 10 meters (33 feet) could hit the Fukushima Dai-ichi nuclear plant.

    The plant was only designed to withstand a tsunami about half that height.

    Agency officials said Wednesday they recommended that Tokyo Electric Power Co. take measures to prepare for a bigger tsunami but did not give specific instructions.

    The March tsunami hit the plant with waves bigger than 15 meters (49 feet), even higher than the operator's estimate.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • TimTim September 2011
    > PM's office failed to use data predicting Fukushima power loss, meltdowns - The Mainichi Daily News
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20110903p2a00m0na012000c.html

    ...

    However, the government did not use the data in its disaster response measures. Yoshinori Moriyama, NISA deputy director-general for nuclear accident measures, told a news conference on Sept. 2, "The data were not used because they were not based on facts."

    Based on assumed amounts of radioactive substances inferred from the predictions for the No. 1 reactor, NISA also projected the diffusion of nuclear substances using a system known as SPEEDI, or the System for Prediction of Environmental Emergency Dose Information. The agency did not, however, release the predictions immediately, and were in the end not used at all. NISA had previously said that SPEEDI was not functioning after the quake because of a complete loss of power.


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