Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Radioaktivität in der Nahrung - Gefährliche Verharmlosung eines ernsten Problems
  • MechthildMechthild Mai 2011
    Marco Kaltofen bietet (für uns hier) nicht viel Neues.

    Die Teilchen fliegen aufgrund ihrer Grösse teilweise rund um die Erde und nach seinen Aussagen gibt es einige Isotope, die bereits in USA gemessen werden, und auf Fukushima zurückgehen.


    Bereits am 22.3. hat die CTBTO, die Organisation zur Überwachung des Atomwaffen-TestStopp-Abkommens, die Daten ihrer Luftmonitor-Stationen veröffentlicht. Der Link in meinem Kommentar vom 24.3. führt inzwischen auf eine andere Seite der BfS-Messtelle, auf der die Messtechnik beschrieben ist. Die Aerosol-Charts sind jetzt hierher umgezogen. Die bis Anfang April noch zugänglichen Werte für Xenon-Isotope sind verschwunden ;-(
    Auf der Karte 12.3.-9.4. wurde deutlich, dass es (auf der Nordhalbkugel) keine atmosphärischen Grenzen der Ausbreitung von radioaktiven Partikeln und Edelgasen gibt (am 17.3. Kalifornien, am 20.3. Island, am 24.3. Deutschland) Am 27.3. ist mit dem Eintreffen in der Mongolei die Erdumrundung vollzogen. Interessant war damals, dass sich die Australier (über die Luftausbreitung) weniger Sorgen machen mussten als Europa, da die Strömung auf die Nordhalbkugel beschränkt war. Weitere Fakten:
    1. nur an wenigen Messtationen gingen nach der ersten Erhöhung die Werte wieder zurück.
    2. der Verdünnungseffekt während der globalen Ausbreitung war nicht so stark, dass Messwerte im Hintergrund anderer schon vorher vorhandener Quellen untergingen
    3. es brauchte weder Großbrand noch Atompilz für den Transportvorgang in die oberen Atmosphärenschichten, wie auch hierzulande manche "Fachleute" vorhersagten
    4. die durch diese messtechnisch nachweisbaren Aktivitäts-Spuren hervorgerufene äußerliche Strahlendosis ist gering gegenüber anderen lokalen Strahlungsquellen

    Pu spart auch er aus, aber schwere Kerne wie, U und Bi kommen vor.

    Dass MK auch Spaltprodukte nachgewiesen hat, die z.T. schwerer flüchtig sind, ist nicht weiter überraschend. Die Spurenanalyse der Waffentest-Leitisotope J131, Cs137 und Xe133 zielt auf die leicht flüchtigen Spaltprodukte, doch lagert sich insbesondere das Jod beim Transport gern an Staubteilchen an (als sog. Aerosol), die die Eigenschaft haben, lange zu schweben. Auch MK nutzt "Air sampling stations" , zu deutsch Hochleistungsstaubsauger, um die Partikel einzufangen, wo sie soweit auf dem Filter angereichert werden, so dass eine quantitative Spurenanalyse möglich wird.

    Auch er bemängelt indirekt, daß keine Daten publiziert werden, denn Gefahrensabschätzungen können nicht getätigt werden und das wäre mehr als angebracht.

    Ich habe bereits im o.g. Blog vor hysterischen Reaktionen gewarnt, die solche Spurendaten auslösen können, wenn man sie nicht fachgerecht erklärt.
    Dass dies nun mit vielwöchiger Verzögerung von Arnie´s Frau als breaking news dargestellt wird, sehe ich eher als politische Kampagne an, die vor allem darauf zielt, dass die US-Behörden recht schnell das Monitoring abgestellt haben, anstatt Grenzwerte zu erlassen und pazifische Importe nur nach Chargenprüfung reinzulassen. Auch Arnie hat in anderen Videos mehrfach dazu aufgerufen, man solle doch "seinen Abgeordneten Druck machen".
    MK hat zwar recht, dass es bei zusätzlichen low-level Dosen keine Denktabus geben darf, weil es keine Schwellendosis gibt, unterhalb der keine Gefahr besteht. Offen bleibt aber, wie MK die Gefährdung in ihrer Höhe einschätzt. Das ist das mindeste, was ich von einem "Fallout-Experten" erwarten würde.
    An dieser Stelle wird MK sehr vage und versteigt sich in plakative Aussagen, z.B. dass man ein eingeatmetes Staub-Partikel sein ganzes Leben mit sich herumträgt....
    Schwebstoff-Partikel können leicht eingeatmet, das ist wahr. Dass die Verweildauer im Körper je nach Chemie und Biologie sehr lang werden kann, haben wir hier schon lang und breit diskutiert. Auch der Umstand, dass eine niedrige externe Dosis des Staubs auf der Haut noch kein Garant für niedriges Schadensrisiko nach Aufnahme desselben in den Körper, ist für die aufgeklärten Europäer nicht neu, muss aber offenbar einem eingelullten amerikanischen Volk drastisch vor Augen geführt werden, damit es ankommt. Man darf nicht vergessen, dass für die Amerikaner das Thema "Leben im Fallout" ein verdrängtes Trauma ist, wurde es doch zu Zeiten des kalten Kriegs in den Medien schöngeredet (Das berühmte Zitat ""müssen wir uns dann nicht eine Papiertüte über den Kopf ziehen ? coole 50-Jahre Tipps zum Überleben nach einem Atomangriff)

    Auch gibt er gegen Ende des Interviews sinnvolle einfache Verhaltensmassregeln mit.

    ROFL
    Meinst Du "Schuhe vor der Tür ausziehen" oder "Hände waschen vor der Essenszubereitung ?"
    Wie wäre es damit: Klimaanlage abschalten und das Luftfilter an den Abgeordneten schicken zur Strahlenkontrolle. Am besten mal ein 3monatiges Moratorium mit einer breiten gesellschaftlichen Debatte über den Ausstieg aus der stromfressenden flächendeckenden Kühlung von nur teilzeit bewohnten Räumen, bei der nicht nur japanische, sondern auch amerikanische Strahl-Partikel unkontrolliert angereichert und zusätzliche AKWs benötigt werden -
    Die Luftfilter von AirCondition und Geländefahrzeugen können in Japan schnell zum Strahlenkontrollbereich werden, zu einem Ort, an dem (je nach Gegend) auch die einfachen Geigerzähler anschlagen.

    Die wertvollste Verbraucherinfo in Marco Kaltofen´s Interview aus meiner Sicht: "Geigerzähler in die Luft zu halten bringt nichts. Dafür braucht es aufwändigeres Equipment, das sich Privatleute nicht leisten können".

    Hot Particles haben danach eher eine kleine Reichweite

    Man spricht davon, dass 90 % der Tschernobyl-Kügelchen in einer 30km Zone liegen, aber 10% sind eine Riesenmenge Becquerels. Wir haben nach Tschernobyl ein einzelnes Hot Particle auf einem deutschen Luftfilter gefunden, das überwiegend aus strahlendes Ruthenium enthielt und etwa 2000 mal schwerer war als die zweitschwersten Staubteilchen auf dem Filter - Das hat uns sehr überrascht, dass so ein dickes Ding so weit kommt...damals blieb unklar, ob das ein Kondensat war oder in der Form schon in die Stratosphäre aufgestiegen ist. Hot Particles in den USA sind wahrscheinlich eher nationalen Ursprungs.

    über das komplexe Verhalten von Plutoinum in der Umwelt http://www.zsr.uni-hannover.de/arbeiten/drbising.pdf
    Viel Spaß beim Lesen, eine gute Arbeit nebenbei bemerkt.


    Ja, da stimme ich voll zu. Tanja Bisinger hatte ich hier schon zitiert Ihre Diss beschreibt die messtechnisch recht anspruchsvolle Ermittlung des Verhältnisses (Pu239 / Pu240), mit der man klären kann, ob ein Plutoniumfund das Erbe von Tschernobyl, Nagasaki &Co ist oder aus Fukushima. Mit dem Vergleich von Pu-Isotopen läßt sich sogar klären, ob das Pu aus einem teilabgebrannten Corium stammt oder aus einem vollabgebrannten Abklingbecken.

    Der Herkunftsnachweis für Plutonium ist ein Thema von wiederkehrender Relevanz, ob auf Tepco-Gelände oder in der Elbmarsch.
  • vosteivostei Mai 2011
    Respekt.
    Ich trau mich fast gar nicht zu fragen, aber es gibt ja auch viel Flugverkehr auf unserer Wohnkugel und in irgendeinem Flugforum haben Mechaniker über die Belastung von Triebwerken und Einströmern, Verdichter, sinniert, ebenso über die Verfrachtung von Partikeln...
  • @ Mechthild

    Danke für den Kommentar, aber Eines ist mehr als wichtig in Sachen Pu.

    In Fukushima läuft derzeit das Inventar ganz langsam aus und es wird massiv Pu ins Meer geleitet. Die lokale Ausbreitung ist minimal zunächst und die Folgen der Kontamination sind schwer absehbar. TMI gibt uns Indizien keine Frage, aber hier haben wir es mit einer anderen Dimension zu tun.

    @ vostei
    Ganz locker bleiben, Pu ist ubiquitär mittlerweile, und an jeder Stelle, an der grosse Mengen an Luft filtriert werden fangen Pu Partikel ein. Das Flugzeug als Transportvehikel spielt keine Rolle.
  • SileneSilene Mai 2011
    [NHK] Disposing of tainted tea leaves
    Farmers in Kanagawa Prefecture have begun disposing of tea leaves that were tainted by radioactive material from the troubled Fukushima Daiichi nuclear plant, more than 250 kilometers away. [...]

    The prefectural government asked the municipalities and local farmers' cooperatives to voluntarily halt shipments of tea leaves. [...]

    The prefectural government has asked farmers to place the harvested leaves as far as possible from the trees until it decides with the central government how to dispose of them.

    One farmer says he wants to get rid of the contaminated leaves as soon as possible to protect the entire plantation.
    Seit einem Monat liegt der Fallout auf den Feldern, aber es gibt noch immer keine Konzepte, damit umzugehen. Warum werden die Besitzer der Teeplantagen nicht von Fachleuten beraten? Zumindest sollte man herausfinden, ob die Kontamination auf oder in den Blättern steckt.
  • Der Fallout muss erst einmal sauber analysiert werden, sonst kann niemand beurteilen, wie groß das tatsächliche Potential ist. Und damit meine ich nicht eine Summenbestimmung der Strahlung, sondern eine Analyse der Kerne und Mengen, inkl. Sr und Pu.
  • SileneSilene Mai 2011
    Die Funde von mit Cs-134 und Cs-137 belasteten Nahrungsmitteln nehmen zu. Hier ein paar Meldungen der letzten Tage:

    Tee
    Odawara‐shi, Kanagawa (11. Mai) -> 1550 Bq/kg Radiocaesium
    Aikawa‐machi, Kanagawa (11. Mai) -> 1340 Bq/kg Radiocaesium
    Kiyokawa‐mura, Kanagawa (11. Mai) -> 1430 Bq/kg Radiocaesium
    Minamiashigara‐shi, Kanagawa (12. Mai) -> 3000 Bq/kg Radiocaesium
    Yugawara‐machi, Kanagawa (12. Mai) -> 680 Bq/kg Radiocaesium
    Manazuru‐machi, Kanagawa (12. Mai) -> 530 Bq/kg Radiocaesium
    Iruma‐shi, Saitama (13. Mai) -> 469 Bq/kg Radiocaesium
    Daigo‐machi, Ibaraki (14. Mai) -> 570 Bq/kg Radiocaesium
    Sakai‐machi, Ibaraki (15. Mai) -> 894 Bq/kg Radiocaesium

    Petersilie aus Ibaraki (12. Mai) -> 1110 Bq/kg Radiocaesium

    Bambussprossen
    aus 7 verschiedenen Orten in Fukushima (9. Mai) -> 650-2400 Bq/kg Radiocaesium
    aus 3 verschiedenen Orten in Fukushima (12. Mai) -> 840-1000 Bq/kg Radiocaesium

    (Spargel scheint dagegen kein Caesium zu akkumulieren!)

    Shiitake-Pilze
    aus 5 verschiedenen Orten in Fukushima (12. Mai) -> 620-2500 Bq/kg Radiocaesium

    Auch in Rindern und Schweinen steigen die Werte, sind aber noch immer unter dem "Grenzwert"
    (das Fleisch verbleibt deshalb im Handel):
    Schweinefleisch aus Fukushima (12. Mai) -> 187-260 Bq/kg Radiocaesium
    Rindfleisch aus Fukushima (10. Mai) -> 377-395 Bq/kg Radiocaesium

    Bei Meeresfischen hangelt sich das Caesium so langsam die Nahrungskette hoch:
    Japanischer Stint (Hypomesus nipponensis) aus Fukushima (10. Mai) -> 870 Bq/kg Radiocaesium
    Ayu (Plecoglossus altivelis)) aus Fukushima (8. Mai) -> 720 Bq/kg Radiocaesium
    (Bei Plattfischen wurden Werte über 300 Bq/kg gemessen, also noch unter dem "Grenzwert")

    Quelle: Ministry of Health, Labour and Welfare
  • @ Silene

    Danke für die Daten, es ist interessant, denn es kumuliert sich wie erwartet, aber das Thema in Fukushima ist m.E. ein völlig Anderes.

    Wieviel Strontium und Plutonium sind mittlerweile ausgelaufen und wie verteilt sich das vor Ort?

    Pu wird nach der Freisetzung nicht weit kommen, sich sedimentieren und dann verteilen. Also Strömung - Nahrungskette, Strand - Verdunstung/ Staub. Und das ist der grosse Unterschied zu Tschernobyl, da wurde 80 % in die Stratosphäre transferiert und hier bleibt es lokal.

    Aber nun bissig, sorry, was ich nicht messe - gibt es auch nicht!
  • SileneSilene Mai 2011
    @hobbyphysiker
    Mit der Forderung nach mehr Information über Strontium und Plutonium rennst Du bei mir offene Türen ein. Ich verstehe genauso wenig, warum sich bisher niemand Gedanken über Uran macht.

    Die Situation in Fukushima entspricht nicht dem klassischen Szenario eines GAUs, bei dem Radioaktivität ausschließlich atmosphärisch freigesetzt wird. Durch das andauernde Spülen des Coriums mit Kühlwasser wurden aller Wahrscheinlichkeit nach auch Stoffe freigesetzt, die sonst nur schwer flüchtig wären. Indem sie sich lösen oder als kleine Teilchen weggeschwemmt werden.

    Im übrigen traue ich weder TEPCO noch dem MEXT zu, dass sie einfach "vergessen" haben, gelöstes bzw. feinpartikuläres Plutonium, Strontium und Uran in den Wasserproben zu messen. Das wäre geradezu kriminell inkompetent.
    Wenn man nach der Messung allerdings "vergessen" hat, die Daten zu veröffentlichen, dann nenne ich das Vertuschung.
  • SileneSilene Mai 2011
    Autoradiographie von Löwenzahnblättern:

    image

    Quelle: Professor Bin Mori, Tokyo University Graduate School of Agricultural and Life Sciences

    Der Film wurde nicht belichtet, sondern durch die Radioaktivität in den Blättern geschwärzt, im wesentlichen durch Caesium, das über die Wurzeln aufgenommen wurde. Bei den schwarzen Punkten könnte es sich um "hot particles" handeln, die auf der Oberfläche der Blätter liegen.
  • SileneSilene Mai 2011
    About 20,000 livestock farmers in seven prefectures have been asked to refrain from grazing cattle for the time being because radioactive substances in excess of safety limits have been found in pastures, the Agriculture, Forestry and Fisheries Ministry said Tuesday.
    [...]
    Besides Chiba Prefecture, radioactive substances have been found in grass in excess of safety limits in Iwate, Fukushima, Ibaraki, Gunma, Tochigi and Saitama prefectures.
    Quelle: Yomiuri Shimbun
  • SileneSilene Mai 2011
    Das hätte ich wirklich vorhersagen können:
    The Health, Labor and Welfare Ministry has been trying to restrict shipments of tea leaves from the prefecture about 300 kilometers from the Fukushima No. 1 nuclear power plant due to health concerns. The Agriculture, Forestry and Fisheries Ministry, however, has claimed that despite the high levels of radioactive material, drinking tea made from the leaves would be safe because the radioactive material would be diluted.
    Quelle: Yomiuri Shimbun

    Übersetzung: Tee mit bis zu 3000 Bq/kg ist nach Meinung des Landwirtschaftsministeriums ungefährlich, weil man ihn ja mit Wasser verdünnt.
  • TimTim Mai 2011
    Zu Strontium gibt es doch schon einige Messungen - bisher nicht so im Detail ja..
    Hatte die Tage eine Tabelle mit Werten für diverse Regionen um das Kraftwerk gesehen. Wenn ich es wieder finde, poste ich es.

    Ansonsten google sagt zB:

    > Strontium-90 Detected in Waters Near Fukushima Power Plant
    http://allegedlyapparent.wordpress.com/2011/05/16/strontium-90-detected-in-waters-near-fukushima-power-plant/

    > Fukushima: Wieder radioaktives Strontium in Bodenproben nachgewiesen
    http://roerijk.wordpress.com/2011/05/09/fukushima-wieder-radioaktives-strontium-in-bodenproben-nachgewiesen/

    > Fukushima: Strontium-90 detected outside 30 km zone
    http://crofsblogs.typepad.com/h5n1/2011/04/fukushima-strontium-90-detected-outside-30-km-zone.html

    (Datum siehe Links)
  • SileneSilene Mai 2011
    Von Strontiumfunden im Boden (Nachweis durch Gammaspektroskopie?) hatte ich auch gelesen, wusste aber nicht, dass es auch Messungen im Wasser gibt. Danke, Tim!
  • TimTim Mai 2011
    Das könnte dich/euch auch interessieren:

    > Scientists Will Track Fukushima Radiation To Study Ocean Currents
    http://blogs.forbes.com/jeffmcmahon/2011/05/17/scientists-will-use-fukushima-radiation-to-study-ocean-currents/
  • TimTim Mai 2011
    > Grazing rights lost over 'radioactive' grass
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110517005442.htm

    > Ministries divided over radioactive tea
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110517005835.htm

    Zwei weitere interessante Artikel zum Thema.
  • @ Silene @ Tim
    Danke für die Quellen! Die Autoradiographie ist wirklich heftig und die Hypothese der hotspots mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch richtig.

    Vielleicht noch zur Info, Sr wird bei jeder gamma-Analyse mitbestimmt, daher sollten diese Werte jederzeit verfügbar sein. Man erinnere sich an die ersten Messprotokolle, Kerne wie, Ag, Co, Zr, Ru, Te, La, Ba, Mo wurden gemessen, neben Cs und I plus Isotope davon. Wie auch immer...
    Pu zu messen ist hingegen deutlich aufwendiger.

    Dass man Tee durch kochen und Wasserzugabe verdünnt ist trivial, liegen auf dem Tee aber hotspots wie auf den gezeigten Blättern, dann ist dass vollkommen irrelevant, Diese Partikel wandern 1:1 in den Körper und je nach dem Ursprung werden sie verstoffwechselt.

    Warten wir auf die Analysen von Greenpeace....
  • TimTim Mai 2011
    > Shizuoka governor snubs central gov't request to check steam-dried tea leaves for radiation
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20110519p2a00m0na002000c.html

    ...

    awakatsu announced on May 18 that his prefecture -- the nation's largest tea producer -- will not comply with the Ministry of Health, Labor and Welfare's request that local governments in tea-growing regions check steam-dried green tea leaves, called "Aracha," for any radioactive substances.

    "Checking (the radioactivity levels in) raw tea leaves and tea for drinking is enough," said Kawakatsu.

    Aracha weighs about one-fifth normal tea due to water evaporation and tends to have a higher level of radioactive substances than raw green tea leaves.

    ...


    Ma schauen wie es hiermit weiter geht.
  • SileneSilene Mai 2011
    Nicht nur beim Tee werden neuerliche Grenzwertüberschreitungen gemeldet, sondern auch bei Meeresprodukten:

    Japanischer Stint (H. nipponensis) aus Kitashiobara, Fukushima (17. Mai) -> 780 Bq/kg Radiocaesium
    Wakame Seetang aus Iwaki, Fukushima (16. Mai) -> 1200 Bq/kg Caesium + 380 Bq/kg Iod
    Miesmuscheln aus Iwaki, Fukushima (16. Mai) -> 650 Bq/kg Radiocaesium
    Biwa-Lachs (Oncorhynchus masou) aus Date, Fukushima (17. Mai)-> 990 Bq/kg Radiocaesium

    Vor der Küste von Ibaraki sind die Werte bei kleinen Fischen ("white bait") und Garnelen deutlich angestiegen, bleiben aber noch unter den Grenzwerten. Das ist insofern von Bedeutung, als diese gut fressbaren Organismen die Kontamination an Raubfische und Meeressäuger weiterreichen.
    Quelle: Ministry of Health, Labour and Welfare
  • TimTim Mai 2011
    > Results of the inspection on radioactivity level in fisheries products
    http://www.nuclearfreeplanet.org/news/2011/05/18/results-of-the-inspection-on-radioactivity-level-in-fisheries-products.html

    Die beiden PDFs könnten interessant sein.
  • SileneSilene Mai 2011
    Die stammen ursprünglich vom Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries und werden laufend aktualisiert.
    Ähnliche Listen gibt es auch für Milch bzw. Fleisch und Eier.
  • SileneSilene Mai 2011
    Auf der Website vom Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries gibt es auch eine interessante Argumentation, dass Radionuklide sich nicht in der marinen Nahrungskette anreichern. Diese kann man jetzt gut mit der Realität abgleichen.
  • SileneSilene Mai 2011
    [NHK] Asian leaders visit Fukushima
    hey then moved to a gymnasium in Fukushima City that now serves as a shelter for residents forced to evacuate due to the accident at the nuclear power plant.

    Wen and Lee were greeted there by the Japanese prime minister.

    At the shelter, they ate cherries and cucumbers grown in Fukushima to demonstrate the safety of the local produce. [...]

    The Chinese and South Korean leaders will attend a dinner party hosted by Kan in Tokyo featuring dishes prepared with ingredients from the affected areas.


    image

    [NHK] Asian leaders dine safely
    Chinese Premier Wen Jiabao and South Korean President Lee Myung Bak are making their first visits to Japan since the March 11th earthquake and tsunami. [...]

    They dined on dishes made with ingredients from the disaster-hit areas, such as Maezawa beef from Iwate Prefecture and abalone from Miyagi Prefecture, and washed it down with sake from Fukushima Prefecture. [...]

    The Japanese prime minister hopes to demonstrate the safety of agricultural products from Japan through his counterparts' visits.


    Haben die wirklich nichts besseres zu tun als öffentlich Gurken (aus dem Treibhaus), Rindfleisch und Abalone (aus Regionen, die mehrere hundert Kilometer von Fukushima entfernt sind) und Sake (aus dem Reis der letzten Ernte) zu konsumieren?
  • vosteivostei Mai 2011
    ^^ komische Ohren...
  • Radioactive sea water simulation

    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/21_22.html

    Eine interessante Graphik zur Ausbreitung der Isotope entlang der Küste und der Weg in die Nahrungskette.
  • SileneSilene Mai 2011
    Hier findet man alternative Darstellungen, sowohl für die atmosphärische als auch die marine Ausbreitung. Übrigens im Auftrag der IAEA modelliert.
  • TimTim Mai 2011
    > ACRO: Contamination from Fukushima meltdown is very large and comparable to environment of Chernobyl
    http://enenews.com/lab-contamination-fukushima-meltdown-very-large-comparable-environment-chernobyl

    The contamination is very large and comparable to the environment of Chernobyl. [...]

    Iodine contamination is the largest and it is better to evacuate the population.

    Regarding the results expressed in Bq/kg of soil, most of them are higher than the limit fixed by the Japanese authorities at 5 000 Bq/kg for agriculture. Rice cannot be cultivated.

    The data expressed in Bq/m² can be compared to the definition of the zones in Byelorussia after the Chernobyl disaster (law of 1991) :

    185 000 – 555 000 Bq/m²: migration allowed
    555 000 – 1 480 000 Bq/m²: right to rehousing

    Most of the results are higher than one of these limits.


    Kann die Ergebnisse und die Organisation nicht einschätzen; vielleicht sagt euch das mehr:
    http://www.acro.eu.org/OCJ_en.html
  • SileneSilene Mai 2011
    [AFP] Greenpeace warns of radioactive sea life off Japan
    Environmental activist group Greenpeace warned Thursday that marine life it tested more than 20 kilometres (12 miles) off Japan's stricken Fukushima nuclear plant showed radiation above legal limits.

    The anti-nuclear group, which conducted the coastal and offshore tests this month, criticised Japanese authorities for their "continued inadequate response to the Fukushima nuclear crisis" sparked by the March 11 quake and tsunami.

    Greenpeace said it detected seaweed radiation levels 50 times higher than official limits, which it charged raised "serious concerns about continued long-term risks to people and the environment from contaminated seawater".

    It also said that tests, which it said were independently verified by French and Belgian laboratories, showed above-legal levels of radioactive iodine-131 and caesium-137 in several species of fish and shellfish.
  • @Silene
    Dieses Zitat wollte ich noch hinzufügen, denn es beschreibt die Lage nur zu gut, und jeder auf der Welt weiss das. Was das intern für einen Druck aufbaut, sollte auch jedem klar sein.

    "Vande Putte accused Japan of doing to little to measure and share data on marine life contamination and said "Japan's government is mistaken in assuming that an absence of data means there is no problem."
  • Nun ja, die Iodwerte sind erwartungsgemäß hoch, da Algen das auch gut akkumulieren.

    Aus Te129m -> Te 129 -> 129 Iod und das hat eine HWZ von 1.6 e7 a, damit strahlt es nicht sehr heftig, aber dafür sehr lange wenn es mal in der Schilddrüse ist.

    http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/pdf/BMU-RS-20061213-KF-A002.1.pdf
  • SileneSilene Mai 2011
    Sehr interessante Daten.

    Dass sich Iod in Braunalgen (Seetang) anreichert, ist nichts Neues. Dass aber jetzt noch Werte von über 100000 Bq/kg in einigen Arten zu messen sind (bei Werten von unter 5 Bq/l im umgebenden Wasser!) ist doch eine ziemliche Überraschung. Einige der untersuchten Algen (Laminaria sp. = "Kumbu", Undaria pinnatifida = "Wakame") werden in Japan als Lebensmittel verwendet.

    Die Caesiumwerte, die Greenpeace in Fischen und Muscheln ermittelt hat, liegen deutlich über den Werten, die bisher von der Japanischen Fischereibehörde gemeldet wurden. 1200 Bq/kg Radiocaesium bei Anchovis sollten uns zu denken geben (im umgebenden Wasser waren laut TEPCO-Angaben weniger als 70 Bq/l messbar).

    Sogar in Tiefseeorganismen hat sich das Caesium schon stark angereichert. Physiculus maximowiczi ist ein Fisch, der in 100-500m Wassertiefe vorkommt. Wenn ein Tier, dass in diesen Tiefen lebt, bereits über 850 Bq/kg Radiocaesium aufweist, sollten wir uns ernste Sorgen machen.
  • @ Silene

    Wir haben ein dreidimensionales Problem vor uns, und Cs neigt zur Sedimentation, obwohl es ein Alkalielement ist. Damit ist neben der flächenhaften Ausbreitung ein weiterer Gradient vorhanden in Richtung Seeboden. Falls man die Seeproben nun an der Oberfläche nimmt, dann sind diese natürlich in keinster Weise aussagekräftig. Sinnvollerweise würde man Proben ziehen in unterschiedlicher Tiefe und diese dann entweder separat auswerten oder zusammenmischen und dann analysieren.

    Daher die Frage, wie werden die Proben gezogen, gibt es da Videos, Bilder, Details?
  • SileneSilene Mai 2011
    @ hobbyphysiker
    Daher die Frage, wie werden die Proben gezogen, gibt es da Videos, Bilder, Details?

    Das würde mich auch brennend interessieren.

    Was die Sedimentation angeht: diesen Faktor hat man, genau wie die Anreicherung über die Nahrungskette, leider nicht bedacht, als man vorhersagte, dass sich die Radioaktivität weiträumig verteilen und auf harmlose Werte verdünnen würde.

    Nun liegt das ganze Caesium (und vermutlich noch das eine oder andere Isotop, über das man bisher noch nicht spricht) vor der Küste am Meeresboden. Genau da, wo solche Stoffe langfristig gesehen den meisten Schaden anrichten können.
  • http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu11_e/images/110526e16.pdf

    Nun ja, man beginnt damit über das sprechen. Die Fragen, die sich hier ergeben sind eigentlich folgende:

    1. Wieviel ist N.D. oder was ist die Nachweisgrenze der Methode und welche Methode wurde hier angewandt?
    2. Warum wurde nicht der normale Satz an Proben gezogen und analysiert?
    3. Wurde die Proben an der Wasseroberfläche genommen oder im Sediment?

    Ohne Kenntnis dieser Randbedingungen hat diese Analyse leider keinerlei Aussagekraft.
  • SileneSilene Mai 2011
    Wieviel ist N.D. oder was ist die Nachweisgrenze der Methode
    Siehe Nachbar-Thread "Kühlwasserauslauf wo?":

    Im Gegensatz zu TEPCO gibt das MEXT die Messgrenzen sauber an:
    "The detection limits for radioactivity concentration in sea water are approximately 4Bq/L for iodine, approximately 6 Bq/L for cesium-134 and approximately 9Bq/L for cesium-137."
    bzw. für Sediment
    "It is described that“Not detectable” when falling below detection limit of radiation level of marine soil (Iodine about 12Bq/kg) in this analysis."

    Besonders empfindlich sind die Messgeräte also nicht. Vermutlich sind Messkammer und Integrationszeit nicht sehr groß.

  • http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu11_e/images/110526e17.pdf

    Kashiwazaki liegt auf der westl. Seite Japans, die gefundenen Werte sind dann das Grundrauschen. Auf jeden Fall aber eine gute Nachricht, dass diese Region nicht betroffen ist.
  • SileneSilene Mai 2011
    Nicht nur im Meer, sondern auch im Süßwasser nimmt die radioaktive Belastung von Fischen zu. Das japanische Gesundheitsministerium hat gerade gemeldet, dass im Sagami-Fluss westlich von Tokyo ein Ayu mit fast 200 Bq/kg Radiocaesium gefangen wurde. Dieser Wert liegt zwar klar unter dem behördlich festgelegten "Grenzwert" von 600 Bq/kg, zeigt aber, dass es auch 350km von Fukushima entfernt noch zu deutlichen Anreicherungen radioaktiver Isotope in der Nahrungskette kommt.
  • @Silene

    http://www.suite101.de/content/fukushima-100000-tonnen-atomare-bruehe-bedrohen-meeresfruechte-a113440

    Dieser Artikel gibt einen interessanten Aspekt wieder, die 10000 t leicht kontaminiertes Abwasser sollten zu max. 0.6 mS/a führen durch die Nahrungskette aus der Region. Nimmt man nun die ausgelaufene Aktivität nur aus unit 2, so ist da ein Faktor 30000 erwähnt. Es geht nicht um die exakten Werte, aber um die Dimension.
  • SileneSilene Mai 2011
    [AFP] Hong Kong finds radioactive iodine in fish
    A SMALL amount of radioactive iodine-131 has been found in a sample of fish taken from a wholesale market in Hong Kong, the Government said today.

    Hong Kong has been monitoring radiation levels in the city's food and water supply and atmosphere in the wake of the crisis at Japan's Fukushima nuclear power station.

    The level of radiation found in the sample of grey mullet by Hong Kong's Agriculture, Fisheries and Conservation Department - 7.7 becquerels a kilogram - was well below the Government guideline of 100 becquerels a kilogram. [...]

    The statement did not say whether the iodine could be traced to the Fukushima plant, which released radioactive material into the air and water after it was badly damaged in Japan's earthquake-tsunami disaster.
  • SileneSilene Mai 2011
    Neue Funde von radioaktiv belasteten Algen:

    Meersalat (essbare Alge, Hizikia fusiformis), Fukushima (21. Mai) -> I-131 2200 Bq/kg, Radiocaesium 1100 Bq/kg
    Meereiche (essbarer Schotentang, Halidrys siliquosa), Fukushima (21. Mai) -> I-131 1100 Bq/kg, Radiocaesium 970 Bq/kg

    Vermehrt werden radioaktiv belastete Fische aus dem Süßwasser gemeldet:

    Ayu aus Flüssen nahe Tokyo -> Radiocaesium 59-175 Bq/kg
    Ayu aus Flüssen in Fukushima (21-23. Mai) -> I-131 bis 18 Bq/kg, Radiocaesium 141-620 Bq/kg
    Biwa-Lachs (Oncorhynchus masou), Abukuma-Fluss, Fukushima (20. Mai) -> Radiocaesium 990 Bq/kg
    Biwa-Lachs (Oncorhynchus masou), Akimoto-See, Fukushima (23. Mai) -> Radiocaesium 640 Bq/kg
    Tribolodon hakonensis, Surikami-Fluss, Fukushima (20. Mai) -> Radiocaesium 800 Bq/kg

    Quelle: Japanisches Gesundheitsministerium
  • SileneSilene Mai 2011
    [Kyodo News] Experiment to decontaminate farmland begins in Fukushima
    An experiment to remove radioactive materials from farmland by growing plants and using a mineral began Saturday in Iitate, Fukushima Prefecture.
    The farm ministry and the prefectural government have secured 3 hectares of rice paddies, vegetable fields and grassland for the program in which they plant sunflowers and amaranths in the fields to see their capabilities for absorbing radioactive cesium in the soil, they said.

    In the paddies, they will use a mineral called zeolite to see its effect in absorbing cesium in mud, they said.

    Zeolithe können andere Substanzen an sich binden, aber sie entfernen sie nicht. Dass man radioaktiv belastete Flächen damit so sanieren kann, dass sie wieder landwirtschaftlich nutzbar werden, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wurzelhaare von Pflanzen sind darauf spezialisiert, Mineralien aus dem Boden heraus zu lösen. Vermutlich wird man massiv mit Kalium nachdüngen müssen, um die Caesiumaufnahme zu verringern.
  • SileneSilene Mai 2011
    [NHK] Radioactive materials found off Miyagi and Ibaraki
    Professor Takashi Ishimaru of the Tokyo University of Marine Science and Technology says plankton most probably absorbed the radioactive substances carried by the current near the sea surface, and then sank to the seabed.

    He said monitoring must be stepped up over a larger area, as radioactive materials in the seabed do not dissolve quickly, and can accumulate in the bodies of larger fish that eat shrimp and crabs that live on the seafloor.
  • @ Silene

    Das mit dem Zeolith im Boden sehe ich ähnlich kritisch, aber man kann es versuchen. Vor allem kann man die paddies wieder einsammeln und dann einfach nachsehen was man erreicht hat. Aber ich würde andere Dinge anpflanzen von denen man weiss, dass sie viel an Radioaktivität kumulieren, wie z.B. Pilze, und diese dann vernichten.

    Die Kontamination des Meeres ist kritischer, und die Ausmasse sind noch nicht abzuschätzen, da die Kontamination zunehmen wird!
  • SileneSilene Mai 2011
    [AsahiShimbun] Potatoes may be more dangerous than other vegetables
    Potatoes may be more liable to be contaminated by radioactive materials released by the stricken Fukushima No. 1 nuclear power plant than other types of fruits and vegetables, according to a study by Japan's agriculture ministry.

    Researchers looked at the absorption rates of 17 types of vegetables and four fruits and found that sweet potatoes and potatoes were significantly more likely to take in radioactive materials than other fruits and leafy vegetables. [...]

    The ministry has already banned rice planting in some areas, but has no plans for similar embargoes on the planting of vegetables and fruits.

    Instead, it plans to stop shipments if agricultural products are found to exceed safety standards for radioactive materials when they are harvested.
  • SileneSilene Mai 2011
    [AsahiShimbun] Plan drafted to provide compensation for radiation rumors
    A government panel has drafted a plan that would compensate food producers for damages caused by "harmful rumors" about radioactive fallout from the Fukushima No. 1 nuclear power plant, The Asahi Shimbun has learned.

    The plan would cover all produce from all parts of Fukushima, Ibaraki, Tochigi and Gunma prefectures and from three municipalities in Chiba Prefecture.
    Das sind klare Prioritäten: Das Geschäft ist schützenswerter als die Gesundheit der Bevölkerung. Geschäftsschädigende Warnungen werden deshalb als "bösartigen Gerüchten" betrachtet. Folgerichtig kann man wirtschaftliche Schäden auf Staatskosten kompensieren, während die Risiken für die Bevölkerung vertuscht werden. Schöne neue Welt.
  • SileneSilene Mai 2011
    Die "Association for Community-Based Whaling" hat gerade drei Minkwale (Zwergwale) dran glauben lassen. Das ist eigentlich schon schlimm genug. In einem der Tiere (gefangen am 17. Mai vor Kushiro, Hokkaido, also rund 700 km von Fukushima entfernt!) wurde eine radioaktive Belastung von 31 Bq/kg Radiocaesium festgestellt. Für ein Tier dieser Größe ist das ziemlich erschreckend...
    Auch ein Biwa-Lachs, der am 9. Mai vor Hokkaido gefangen wurde, zeigte erhöhte Radiocaesiumwerte (76 Bq/kg).

    Quelle: Japanische Fischereibehörde
  • @Silene die Sandaale sind besonders heftig betroffen und nach Wikipedia sind diese Bestandteil der Nahrungskette,.....

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sandaale

    Dass es die Tiere erwischt, die bevorzugt am Boden leben, zeigt halt auch wo das eigentliche Problem ist.
  • SileneSilene Mai 2011
    @ hobbyphysiker
    Bei den Sandaalen war nicht nur der Lebensraum und das Nahrungsspektrum ausschlaggebend für die hohen Radiocaesiumwerte. Es handelt sich bei ihnen nämlich um Fische, die besonders jung gefangen werden. Diese Tiere haben praktisch ihr ganzes Leben in einer radioaktiv belasteten Umwelt verbracht und die Isotope somit von Anfang an inkorporieren können.

    Bei den gefangenen Lachsen, Stinten, Makrelen etc. handelt es sich dagegen um größere und ältere Tiere, die nur über einen kurzen Abschnitt ihres Lebens hinweg Radioaktivität aufnehmen konnten. Bei ihnen reichern sich die radioaktiven Isotope derzeit noch im Gewebe an. Wir sollten damit rechnen, dass die Caesiumaktivitäten auch bei pelagisch lebenden Arten in den nächsten Wochen ansteigt.
  • TimTim Mai 2011
    > Mehr Jungs durch radioaktive Strahlung
    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313582.html

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