Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Der GAU, die Medien und das Internet
  • SileneSilene April 2011
    Die Berichterstattung über Fukushima leidet darunter, dass manche Informationen zuückgehalten werden. Die japanische Regierung möchte eine Panik vermeiden, für TEPCO geht es schlicht um die wirtschaftliche Existenz.
    Makiko SEGAWA beschreibt die Situation und findet deutliche Worte: Die japanischen Medien sind bestechlich. Internet-Provider, Telekommunikationsfirmen und Kabelsender seien bereits zur Zensur aufgefordert worden, um die "Verbreitung verantwortungsloser Gerüchte" einzudämmen.

    The government charges that the damage caused by earthquakes and by the nuclear accident are being magnified by irresponsible rumors, and the government must take action for the sake of the public good. The project team has begun to send “letters of request” to such organizations as telephone companies, internet providers, cable television stations, and others, demanding that they “take adequate measures based on the guidelines in response to illegal information. ”The measures include erasing any information from internet sites that the authorities deem harmful to public order and morality.

    Der gesamte Artikel findet sich hier:
    Fukushima Residents Seek Answers Amid Mixed Signals From Media, TEPCO and Government. Report from the Radiation Exclusion Zone

    Meine Meinung: Irgendwie erinnert das doch alles sehr an 1986.
  • AndiHAndiH April 2011
    So traurig es mich auch stimmt: In gewisser weise kann ich das Bemühen nachvollziehen. Eine (fiktive) Bild-Titelschlagzeile »Letale Dosen in Japan. Wird auch Deutschland verstrahlt?« macht eben schon etwas aus… Das habe ich gemerkt, an der Qualität der Fragen, die ich von Verwandten und Bekannten beantworten mussten (»Der Heilpraktier hat ihr gesagt, die Migräne kommt von der Strahlenbelastung. Wegen Japan.«).

    Trotzdem: Ich bin der Meinung, durch Zensur solchen Quatsch einzudämmen ist der falsche Weg. Absolut der Falsche. IMHO sollte man eher in die Gegenrichtung agieren: Viele Informationen, der Wichtigkeit nach geordnet. Am besten noch laienverständlich erklärt, so dass selbst ein Bild-Titelgenerator durchblicken kann.
    Jaja, und Ponys aus Zuckerguss, ich weiß ;).
  • SamSam April 2011
    Panik vermeiden wollen ist ja grundsätzlich nicht falsch.
    (Auf mich persönlich bewirken derartige Versuche allerdings meist das exakte Gegenteil,
    es heizt mein Misstrauen und Phantasie erst so richtig an.)

    Ich hoffe nur, daß die Entscheidungsträger noch in der Lage sind zu erkennen
    wo "Panik vermeiden wollen" aufhört
    und schwere fahrlässige Körperverletzung, ggf. Tötung anfängt.

    Unterm Strich jedenfalls wurde mein Restglaube an die 'Freiheit und Unabhängigkeit' der Medien
    in den vergangenen Wochen von einem Tsunami aus sklavenartig unterwürfigem vertuschen, verheimlichen, verniedlichen, herunterspielen und ablenken auf nimmerwiedersehen hinweggespült.

    Pressefreiheit und kritischer Journalismus scheinen mit Atom-, Finanz- und/oder Kriegswirtschaft
    leider nicht kompatibel zu sein.
    Dabei sind doch gearde das die WIRKLICH interessanten, weil entscheidenden Themenbereiche.

    ....ach, ich hoffe man findet bald einen guten Nachfolger für den Eisbär Guido
    und Knut kann noch ne Weile Außenminister bleiben. Wobei eigentlich wurscht,
    Hauptsache Dr. zu Gutenberg darf wieder als Arzt praktizieren.
  • RolandRoland April 2011
    @sam, ich kann Deinen Pessimismus teilen. Allerdings solltest Du einfach mal in die Blogs bei SPON, etc. schauen. Da wird in einem einfachen Interview ein Doktorant, der in Reaktorsicherheit promovierte, genauso persönlich angegriffen wie seinerzeit ein deutscher Erstsemestler, der seine Erfahrungen nach vierzehn Tagen an der Uni in Nacy preisgab. Wer ist da noch bereit, eine dezidierte, vielleicht auch vom Mainstream abweichende Meinung preiszugeben.

    Schaue Dir einfach mal die Forum an. Da diskutieren fünf Millionen Bundestrainer wie nur sie die Niederlage im Endspiel hätten vermeiden können. Da kann es schon mal passieren, dass ein Thread sachlich anfängt und dann bekommt man Pest, Cholera und Krebs an den Hals gewünscht, nur weil man nicht der Meinung von Geisteswissenschaftlern folgt, die die Erhaltungssätze per Ausdruckstanz ausser Kraft setzen wollen.

    Und welche Pressefreiheit meinst Du? Fakt ist, dass jede Zeitschrift versucht, Anzeigen und redaktionellen Inhalt zu trennen. Aber jede Zeitschrift, jeder Verein - auch Green Peace - ist ein Wirtschaftlichsunternehmen, das seine Interessen vertritt. Und auch der investigative Journalismus kocht sein eigenes Süppchen. Beim Focus sind gerade wieder einige Planstellen zu besetzen. Und auch Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung ist auf Informanten angewiesen, die ihrer eigenen Interessenlage folgen.

    Trotzdem gibt es Pressefreiheit und kritischen Journalismus. Allerdings wird bei der Vielzahl der Themen jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben - mal der Schadstoff der Woche oder der GAU des Monats gekürt. Danach ebt das Interesse der Leser ab. Und die Zeitschrift folgt dem Mainstream. Knallige Überschriften und bunte Bilder tragen zur Täuschung bei.

    Wenn Du also etwas gegen die landläufige Verdummung beitragen möchtest, so beteilige Dich hier an der Diskussion. Trage Dein Scherflein dazu bei, dass etwas mehr Wahrheit an Licht kommt. Die Schwarmintelligenz wird Dich besser informieren als es alle Zeitschriften tun (mit einem Tag Verspätung steht es dann im SPON ;-)
  • engeng April 2011
    Dank der vielen Teilnehmer im phsyikblog haben wir hier sehr umfangeiche, detaillierte und zeitnahe Informationen erhalten. Auch wenn jetzt einige über mich herfallen: die Informationen die Tepco im technischen Bereich nicht veröffentlicht hat würde sowieso kaum einer verwerten können.

    Also mehr hätte ich in dieser Situation auch nicht weitergegeben. Oder könnte jemand zum Beispiel mit der Aussage irgendetwas anfangen: auf der 15,3 Meter Bühne im Feld B-C/3-4 (so werden tatsächlich die einzelnen Gebäudeabschnitte bezeichnet, damit die Techniker wissen worum es geht) ist an der 300er Rohrleitung für Kühlwasser von Süd nach Nord ein Flansch beschädigt.

    Außerdem sollte man eines nicht vergessen: selbst Tepco kennt nicht den genauen Schadensumfang in den Gebäuden und auch die weiteren Vorgehensmaßnahmen schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel. Die Roadmap von Tepco ist jedenfalls richtig gut, da waren kompetente Leute am Werk.

    Es gibt ganz andere Probleme warum immer alle glauben das die betroffene Firma nicht die Wahrheit sagt. Wir haben hier wie gesagt die Informationen aus erster Hand. Dadurch können wir Beurteilen was die Presse daraus gemacht hat.

    Und? Was hat Sie daraus gemacht? Ich habe in den Nachrichten manchmal gedacht es muß noch ein zweites Fukushima geben. Meldungen kamen Tage zu spät und waren schon gar nicht mehr zutreffend, es gab falsche Schlussfolgerungen, Meßwerte wurden durcheinandergeworfen, es gab falsche Kommentare zu den richtigen Bildern oder umgekehrt, technische Vorgänge wurden haarsträubend falsch erläutert, usw. usw.

    Ja und wenn die Redakteure Tage später irgendwie mitbekommen das es "nicht ganz richtig" war was sie da veröffentlicht haben, dann sagen sie doch nicht wir haben das falsch verstanden, sondern sie wurden natürlich unvollständig infomiert.

    Ich komme mir schon blöd vor wenn ich mit Freunden und Bekannten die Nachrichten anschaue und zu Fukushima immer sagen muss: 'Das ist so nicht ganz richtig'.
    'Das ist totaler Blödsinn' sage ich schon gar nicht mehr, sonst habe ich wieder ein abendfüllendes Erklärungsprogramm. (Wenn ich Zeit habe werde ich sowieso eine Power Point Präsentation erstellen und ständig mit mir führen, damit ich sie bei solchen Gelegenheiten abspielen kann).

    Und natürlich kommt immer wieder die Aussage: die halten da in Japan ja alle Informationen zurück. Und dann zeige ich denen die Internetseiten von Tepco, JAIF, IAEA, NISA, MEXT, METI, GRS usw. usw. mit den Pressemitteilungen, Statusberichten, Diagrammen, Meßergebnissen, Fotos usw. Als absoluter Trumpf kommt dann zum Schluß der pysikblog - und dann sind alle ruhig gestellt.

    Und dann noch ein weiteres Problem: wo kommen eigentlich diese ganzen sogenannten Experten her die vorher keiner gekannt hat und die auch hinterher keiner kennt? Die aber mit getragen Worten widersprüchlichen Blödsinn von sich geben.

    Nächstes Problem: genauso wie Tepco versucht das alles etwas herunterzuspielen versucht z.B. Greenpeace daraus den Weltuntergang zu machen. Die sind so weit auseinander - und doch so ähnlich. Fazit: alles was man nicht selbst erlebt oder durch mehrere unabhängige Quellen überprüft hat kann man nicht mehr glauben.

    Und zum Schluss mein Lieblingsproblem:
    Der Vorteil einer Demokratie: jeder kann sagen was er denkt.
    Der Nachteil einer Demokratie: jeder kann sagen was er denkt.
    Für dieses Problem habe ich keine Lösung (jedenfalls keine wirklich machbare).
    ;)

  • TimTim April 2011
    eng hast du den verlinkten Artikel gelesen?
  • engeng April 2011
    @Tim: Also um ehrlich zu sein: der Bericht von Makiko SEGAWA in Fukushima liest sich so, als wenn eine höchstens zweitklassige Reporterin nicht so erstklassig behandelt wurde wie sie es gerne hätte (ich will nicht sagen das es so ist - aber es liest sich so).

    BTW: Reporter/innen sind nicht der Mittelpunkt der Erde und haben auch nicht immer so ehrenwerte Absichten wie oft geglaubt wird. Ich habe da so einiges erlebt, bis hin zu nachträglich verfälschten Interviews für das Fernsehen.
  • RolandRoland April 2011
    @eng Makiko Segawa ist eine freiberufliche Journalistin und als solche wird sie auch behandelt. Wer beispielsweise in der Bundespressekonferenz nicht akkreditiert ist (freiberuflich oder nicht), bekommt auch keinen Zugang, wenn gerade mal etwas Exklusives passiert. In Japan, USA und anderen Ländern ist dies nicht viel anders. Wenn Unternehmen oder auch Ministerien Medienveranstaltungen im Ausland abhalten, so sorgen sie in der Regel auch für Transport und Unterkunft. Jüngstes Beispiel siehe zu Guttenberg und Afghanistan. (Oder glaubt jemand J.B.Kerner kommt mit einem Touristenvisum in der Bretterklasse angeflogen?). In dem beschriebenen Bericht kann ich keine ungewöhnliche Benachteiligung feststellen. Hüben wie drüben gibt es A-, B- und C-Medien. Und Freelancer gehören meist zur dritten Kategorie - ausgenommen feste Freie, aber die haben ja fast einen Arbeitnehmerstatus.

    Ansonsten erinnert mich der Bericht - wie Silene schon sagte - an den April/Mai 1986. Deutsche Medien spielten die Strahlengefahr genauso herunter wie jetzt die japanischen. Ich weiß es deswegen so genau, weil ich damals für zwei Monate in einer Bildagentur arbeitete. Als am 28.4. die Meldung aus Schweden über einen Reaktorunfall in Tschernobyl über den Ticker ging, hatten wir entsprechende Bilder von Pripjat und dem Kraftwerk, vor der Zerstörung - zwei Tage später dann die Bilder vom Hubschrauber und dem zerstörten Block. Der Stern machte mit diesen Bildern auf und erschien zeitgleich mit dem Spiegel an einem Montag. Ich hätte mir damals gewünscht, dass außer dem Unfallbericht noch weitere Verhaltensempfehlungen erschienen wären, so wie Silene und Mechthild dies hier tun. Das kam erst mit der Zeit über NGO wie die Strahlenlupe oder Eltern für unbelastete Nahrung. Stattdessen wurde genau wie in Japan beschwichtigt. Am 1. oder 2. Mai gab es in Bonn "Rhein in Flammen" mit mehreren 100.000 Besuchern. Keine Warnung vor dem Fallout. Und es goß damals in Strömen.

    Und noch etwas sollte zu denken geben: Im Spiegel stand vor Kurzem eine Notiz, dass sich Ärzte in einem Krankenhaus geweigert hätten, ein achtjähriges Kind aus der Evakuierungszone zu operieren, obwohl der Termin schon lange feststand. "es könne ja strahlen". Dies scheint ein japanisches Trauma zu sein. Lies einfach mal den "Schwarzen Regen" von Masuji Ibuse oder die Berichte der "Kinder von Hiroshima". Dort wird genau das Stigma der Überlebenden beschrieben. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Einwohner in der Evakuierungszone wieder an ihre alten Plätze begeben. Hier haben sie wenigstens Gleichgesinnte. Woanders sind sie Fremde. Und wenn Du Dir die verzweifelten Proteste vor der Tepco-Zentrale anschaust, so weißt Du, dass hier niemand einen Cent Unterstützung, Entschädigung geschweige denn einen neuen Job bekommt. Und dies ist die tiefe Tragik in dem ganzen Konflikt.

    Ich hatte neulich einen Notiz der Zeitschrift Maschinenmarkt auf dem Tisch. Darin meldet Mitte März eine japanische Maschinenbaufirma, die eine Fertigungsstätte 80 km vom Kernkraftwerk entfernt hat, allen Ernstes, dass ihre Maschinen und Ersatzteile sicher seien und keine nach Europa ausgelieferte Komponente strahlen würde.

    Ich gehe mal davon aus, dass sich die Welt nach Fukushima grundlegend verändern wird. Fangen wir damit an, über unseren Stromverbrauch nachzudenken. (Wenn wir alle Server und Infrastruktur für das Internet abschalten, könnten wir 20% aller Kernkraftwerke weltweit stilllegen - der Wert für Deutschland ist 31 GWh). Wäre doch mal eine Überlegung wert.
  • SileneSilene April 2011
    Ich hatte neulich einen Notiz der Zeitschrift Maschinenmarkt auf dem Tisch. Darin meldet Mitte März eine japanische Maschinenbaufirma, die eine Fertigungsstätte 80 km vom Kernkraftwerk entfernt hat, allen Ernstes, dass ihre Maschinen und Ersatzteile sicher seien und keine nach Europa ausgelieferte Komponente strahlen würde.

    Hm, ehrlich gesagt hätte ich da auch keine großen Bedenken.
  • RolandRoland April 2011
    Dies sollte auch nur die Gedankenlosigkeit oder Hysterie des Produzenten aufzeigen. Wie gesagt, die Meldung erschien eine Woche nach dem GAU. Ich bin aber sicher, dass wir noch mehr dieser Nachrichten sehen werden.
  • TimTim Mai 2011
    Ohne Frage ist es nicht einfach so eine außerordentliche Situation gut zu handhaben;
    man kann auch über verscheidende Maßnahmen und Verhaltensweise unterschiedliche
    Meinungen haben oder besser diese offen mit Argumenten und Fakten diskutieren; auch darf man nicht die kulturelle und gesellschaftliche Situation außen vor lassen - trotzdem von außen und weit weg scheint die japanische Öffentlichkeit eher verwirrt, verunsichert und zumindest vom Gefühl her sich schlecht informiert zu fühlen.

    Beispiele:
    * Japanische Regierung erlässt 20km Sperrzone - Amerikanische NRC/Regierung empfiehlt 50km
    * Mehrere Staaten haben ihre Staatsbürger zu Anfang der Krise dringend empfohlen das Land zu verlassen
    * Konfuse Angabe der Messwerte, fehlende/unzureichende Relation der Angaben
    * Sicherlich im Vorfeld auch fehlendes Informieren der Bevölkerung zur Thematik
    * Fehlendes Wissen über Verhaltensweise im Atomunfall (im Gegensatz zu anderen Katastrophen)
    * Aussperren der internationalen Nachrichtenagenturren und (japanischen) Bloggern aus den 2x täglichen Besprechungen von TEPCO und Regierung (nur 1x die Woche für diese)

    usw usw

    Aktuelle Beispiele

    > #Fukushima I Nuke Plant: Ishikawa of JNTI Talks about Reactor Core Conditions
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/04/fukushima-i-nuke-plant-ishikawa-of-jnti.html

    > #Fukushima I Nuke Plant: Japan Nuclear Technology Institute Senior Advisor Says "Reactors 1, 2, 3 All Had Complete Meltdown"
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/04/fukushima-i-nuke-plant-japan-nuclear.html

    Oder der Rücktritt des Sonderberaters in Protest für das Handhaben der Schulen, Kindergärten, Strahlenlimits für Kinder.


    Man muss sich nur fragen, wenn man selbst und seine Verwandtschaft und Bekanntschaft in der Situation wäre, wie man auf solche Meldungen reagieren würde.

    Nur durch sinnvolles Informieren der Öffentlichkeit kann man Vertrauen gewinnen und schaffen und besser grundsätzlich eine informierte, gebildete, wissende Gesellschaft anstreben.
    Stattdessen sieht man Unwissenheit, krude Theorien, Angst- und Panikmache.


    Dazu auch "Fukushima Facts and Fantasy" (25 Minuten Radiopodcast)
    http://209.217.209.33/~esorg/downloads/nuclear/ES_110429_Fuku_Fantasy_LoFi.mp3
  • WalterWalter Mai 2011
    Das System wird geschützt aus dem Glauben, man kann ja so weitermachen. Hat ja 40 Jahre lang prächtig funktioniert.
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Dass die Medien jetzt jeden Störfall aufgreifen, ist klar und mE auch völlig in Ordnung. Der SpOn-Artikel über Tsuruka ist aber mal wieder ein gefundenes Fressen für die Leute vom Fach: „Bei Tsuruga II handelt es sich um einen Siedewasserreaktor. Das durch Brennelemente erhitzte Kühlwasser eines ersten Beckens erhitzt über Rohre Kühlwasser eines zweiten Beckens...“
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,760130,00.html
  • RolandRoland Mai 2011
    @Walter So einfach ist es auch wiederum nicht. Jeder hatte bisher auch vom System profitiert. Doch das aktuelle Beispiel zeigt, dass unserer Wohlstand der letzten 40 Jahre nicht kostenlos zu haben ist.
    Wir müssen wir unser Denken neu justieren: Wer kann schon komplexe Ereignisse überblicken, die vielleicht auch noch exponentiellen Charakter haben oder verkettet sind. Mechthild hatte hierzu ein gutes Beispiel mit der Geschichte der beiden japanischen Zwillingsschwestern geliefert. Wir leben mit Wahrscheinlichkeiten und der Hoffnung, dass Ereignisse nicht eintreten. Wir schätzen bei Reihenentwicklungen das Restglied ab und hoffen, dass es bei endlichen Iterationen nicht plötzlich zu groß wird. Wir wissen, dass jeder Mensch sterblich ist und leben trotzdem weiter. Wir schützen schon unser Leben durch den Glauben. Warum sollen wir uns nicht auch vor unserer Technik durch den Glauben schützen?

    @Matthias Bei Reuters und dpa sitzen keine Leute vom Fach. Tsuruga 2 ist ein Druckwasserreaktor und das beschriebene Verfahren deutet auch auf einen zweiten Kreislauf hin. Also betrachte das Ganze als einen Versuch auf einer Welle zu reiten.
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    So wars gemeint.
  • WalterWalter Mai 2011
    @Roland
    Ja es ist nicht so einfach. Jeder hat vom System profitiert. Wer ist "Jeder":
    Die Grossindustrie hat mal 90% profitiert. Billiger Atomstrom, Umwälzung der Schadstoffe auf den Staat. Die Kosten der Endsorgung trägt nicht der Verursacher.

    Ich bezahle je Kilowatt Strom mittlerweile 18 Cent. MAN nicht einmal 2 Cent als Grossabnehmer. Dabei ist es völlig wurst, wie der Strom erzeugt wird.

    Es ist mittlerweile ein unglaublicher Filz entstanden, den ein Unabhängiger von außen nicht bewerten kann.

    Und das globale "Wir" soll das Problem jetzt lösen. Wer ist das "Wir"? Im Bezug auf Kosten jeder Einzelne. Im Bezug auf Entscheidung nur eine elitäre Gruppe.
  • WalterWalter Mai 2011
    Übrigens bin ich kein Grüner und Greenpeace-Aktivist. Die Grünen haben durchaus ihre Berechtigung. Die politische Macht sollten sie aber nie erreichen. Die irrigen Forderungen aus den späten 80ern haben sie ja bald erreicht. Mittlerweile kostet der Sprit ja 3.00 DM (für die Alten) Na und die ALU-Dosen waren ja durch Jürgen Trittin
    abgeschafft worden...lach.

    Das Einzige, was ich von allen Entscheidungsträgern momentan sehe ist: Mund halten,
    Sparen und Abwarten.
  • vosteivostei Mai 2011
    Erstmal: Meine Wenigkeit ist Kernkraftgegner. Aber ein etwas seltsamer ^^. Ich könnte sehr wohl mit Kerntechnik leben, bin extrem technikfreundlich. Aber ich traue den Betreibern nicht über den Weg und der Politik erst recht nicht.
    Energie ist wichtig, u.a. entscheidend für Standortvor- und nachteile. Fuk ist eins der Resultate davon. Nehmen wir Europa. Vernünftig lässt sich das nur im Verbund von Nord bis Süd und West nach Ost lösen. Davon sind wir weit weg, obwohl im Grunde genommen mit der EU schon eine gewisse Basis geschaffen wäre, wenn nicht das Ding mit dem "Geld machen" wäre. Für letzteres ist Kernkraft zu heikel, wie ich finde.

    Der GAU und die Medien, die Art der Berichterstattung ist dadurch bedingt. Bedingt durch Interessen, Abhängigkeiten usw.

    Ihr dürft mich ruhig naiv nennen, aber spätestens seit dieser seltsamen Finanzkrise ist für mich zumindest klar, dass soziale Marktwirtschaft out ist, dass grenzenloses Wachstum irgendwie doch seine Grenzen findet, und, dass eine funktionelle Energiewirtschaft nur geschaffen werden kann, wenn man einiges, was BWL und Gier betrifft über Bord wirft und vor allem etwas nüchterner an die Sache ran geht. Wissenschaft und wissen schaffen ist eine Möglichkeit dazu, dann hätte auch Kernkraft durchaus ihre Chance. Die großen und kleinen Energieunternehmen haben es in der Hand sich zu entwickeln und der Bürger hat die Möglichkeit entsprechend Druck aufzubauen. Damit meine ich nicht nur den sog. Ökostrom, sondern eben auch, dass man die Politik dazu bringt diese besch****** Lobbyarbeit über Bord zu schmeißen.

    Evtl. bin ich zu alt, aber zB die Frechheit der RWE Aktionäre offen darüber zu mosern, dass man mehr Kohle mit Kohle ^^ ohne Biblis machen kann - früher hätte sich das keiner offen getraut, huch, allein schon wg. Ruf der Firma... ;) Heute ist das selbstverständlich und keinen juckts.
  • WalterWalter Mai 2011
    @ vostei:
    Ich stimme Dir in vielen Bereichen zu. Es gibt Hoheitsbereiche, die ein Staat nicht privatisieren und in geldgierige Hände legen darf. Die Kernenergie gehört auf jeden Fall dazu. Eine soziale Marktwirtschaft haben wir längst nicht mehr. Sie wurde mal so in den 50ern geplant, ist aber seit den späten 70ern längst unterlaufen worden.
  • engeng Mai 2011
    Na ja, staatliche Unternehmen sind ja nun auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Stichworte Telekom, Deutsche Bahn ...
  • thowabuthowabu Mai 2011
    ...die nun (teil)privatisiert wesentlich besser für die "Kunden" sind !?

    Staatlich -> Bürger.
    Privat -> Kunde.

  • vosteivostei Mai 2011
    Staatlich im Sinne von Non Profit. Als Teil der Infrastruktur einer produktiven, zutiefst demokratischen, bürgernahen Zivilgesellschaft, kontrolliert von eben auch non-profit Nichtregierungsorganisationen - keine verknöcherte Beamtenkultur. Das ist allerdings in D nicht machbar. Warum? Weil es gelebt werden müsste mit Mut zum vormachen. Stattdessen scheint hier (in D) jeder Scheff zu sein, oder glaubt es, ab Meisterebene aufwärts... ^^ - und - weil die politische Kultur von "macht mal liebe Politiker" und "ich bin Fan von Partei XYZ" und MUSS deshalb für oder gegen dies oder jenes sein. ;) (Schlimmer wie beim Fussi!)
    Und btw. - wir haben / hätten hier in D eine der besten Demokratien unserer Wohnkugel, aber sie hat sich nicht sonderlich entwickelt.

    Das ist auch der Grund weshalb alles und jedes nach Proporz geht, sogar eine zu einem kleinen Teil natürliche Katastrophe wird instrumentalisiert. Dann kommt noch Betriebsblindheit und verknöcherte Betriebsstrukturen dazu. Alles absolut tödlich, wenn modern und zukunftsorientiert produziert werden soll und es noch jemanden geben soll, der's kaufen kann.
  • HenningHenning Mai 2011
    At around 6:50am May 14, a worker who belonged to a subcontractor became sick when he was carrying out water discharge related work (equipment delivery work) in the Radioactive Waste Treatment Facilities of Fukushima Dai-ichi NPS. The worker became unconscious and was not breathing on his own, so he was taken to J-Village. After receiving a medical examination, he was taken by ambulance to Sogo Iwaki Kyoritsu Hospital. After surveying his body, it was confirmed that there was no radioactive contamination.
    http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110514-3-1.pdf

    Der Mann ist kollabiert und gestorben. Tepco und NISA sind wirklich Meister im Understatement.
  • engeng Mai 2011
    @Henning: siehe Diskussion Arbeitsbedingungen.
  • katze13katze13 Mai 2011
    Hallo,
    über youtube kann man theoretisch hier
    http://www.youtube.com/user/tbsnewsi?feature=feedlss#p/l/-ZPYlazljME
    eine Live-Kamera auf das Kraftwerk betrachten.

    "Theoretisch" deshalb, weil diese Kamera aus mir nicht begreifbaren Gründen aus dem deutschen Internet nicht sichtbar ist, statt dessen bekommt man einen aufgenommenen Videoclip zu sehen.

    Wenn man über einen anonymen Proxy über Amerika die Seite öffnet, sieht man sehr wohl das Livebild der Kamera.

    Zum einen wollte ich die Frage aufwerfen, warum youtube diesen Livestream zensiert, zum anderen wollte ich diesen Umstand ein wenig publik machen.

    Vielleicht weiss jemand etwas dazu zu sagen.
  • hamham Mai 2011
    @katze13: Das wurde in einer anderen Diskussion schon diskutiert. Ich kann das bestätigen, über US-Proxy live, sonst nur Film.
    Keine Ahnung wer da wo und was zensiert, aber ich stimme zu, dass ich das sehr interessant finde. Soweit ich weiss haben wir in DE noch keine Zensurgesetzgebung.
    Aus diesem Grunde würde ich gerne erfahren, bei welchen Providern die I-Net-Verbindungen sind. Da das natürlich pers. Daten sind, bitte per Nachricht und nicht im Forum. Ich werde keine Nutzernamen usw. verwenden, aber ich würde gerne Daten haben um evtl. eine, bzw. die Ursache zu suchen.
  • dirkdirk Mai 2011
    Ich gehe über drei verschiedene ISP ins Netz. Erfolg maximal bei 3%. Man müsste das ganze mal tracen.
  • katze13katze13 Mai 2011
    Vermutlich findet das selbe Verfahren Anwendung, das uns seit einigen Monaten auch die allseits bekannten "Dieses Video enthält Content.....nicht verfügbar" Meldungen beschert, wobei, zur grossen Verwunderung des Proxy-Benutzers, diese Videos in vielen anderen Ländern durchaus "verfügbar" sind. Dürfte vom ISP relativ unabhängig sein, zumindest jeder größere Provider dürfte auf Youtubes Blacklist stehen.

    Übrigens scheint der Stream in Frankreich ebensowenig betrachtbar sein. In den Niederlanden hingegen funktioniert er.

    Übrigens konnte man über die Live-Cam im Lauf der letzten Woche mindestens 3x schlagartiges Auftreten dunkler Qualmwolken beobachten; in dem Medien (auch nicht in den japanischen) wurde das nirgendwo erwähnt.
  • hamham Mai 2011
    In der Schweiz funzt er auch!
  • TimTim Mai 2011
    Würde vorschlagen ma den YT Support anschreiben und schauen was zurückkommt.
  • hamham Mai 2011
    Ich finde das nicht wirklich lustig, dass man über deutsche Server was vollkommen anderes dargestellt bekommt, als über einen nichtdeutschen. Die Frage ist wo wird da was gefiltert. Ich bekomme ja keine Fehlermeldung, nur anderen Inhalt. Darin sehe ich schon ein "kleineres" Problem. Da wird eine Web-Seite verändert ohne dass der User das mitbekommt! Er bekommt einfach anderen Inhalt! WO wird das manipulliert? Wenn das in DE passiert, ist das nach meinem Dafürhalten, illegal! Das halte ich für eine recht fundamentale Frage!
  • vosteivostei Mai 2011
    Youtube MUSS filtern aufgrund nationaler Urheberrechtsbestimmungen. Evtl. läuft die Zensur ja über diese juristische Winkelschiene.

    Öhm, also bei dem oben geposteten youtube-link kommt bei mir irgenwas japanisches, aber keine webcam.

    Könntet ihr den link nochmal checken und posten, welcher gemeint ist?
    http://www.timog.com/nihonzaru/youtube-tbs-news-fukushima-daiichi-live-camera
    ein Fehler ist aufgetreten, versuche es später noch einmal...^^
    http://news.tbs.co.jp/newseye/tbs_newseye4726114.html
    wahrschl. die gleiche Fehlermeldung auf japanesisch.. :o
    http://www.ianbradshaw.co.uk/multimedia/fukushima/webcam.html
    diese Video ist nicht verfügbar :/
  • vosteivostei Mai 2011
    Ich weiß nicht genau welcher Thread am Besten wäre, deshalb probiere ichs hier:
    http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13372006/Deutsche-Techniker-ermitteln-eklatantes-Versagen.html

    Der Vorstand von EON Johannes Teyssen (ein gelernter Volkswirtschaftler und Jurist) argumentiert, dass Fuk in Gänze ein Versagen der dortigen Ordnungs- und Aufsichtsbehörden darstellt.

    Auf den ersten Blick bestechend - man kann Fuk nicht auf D übertragen, weil hier alles besser ist, sozusagen.
    Ich finde, es ist eine Steilvorlage. Die hiesigen Ordnungs- und Aufsichtsbefassten könnten sich also aufgefordert sehen, dass man von den Betreibern verlangt, nach dem JETZIGEN Stand von Wissen, Wissenschaft und Technik umzubauen - nicht nach dem Stand von vor 30 Jahren auf den es Merkel zurücksetzte kurz vor der Laufzeitverlängerung. Ob sich das dann lohnen würde, bliebe den Betreibern überlassen... ^^
  • hamham Mai 2011
    @vostei: Mit einer Fehlermeldung oder Hinweis auf eine rechtlich bedingte Filterung könnte ich leben, aber nicht mit vollkommen anderem Inhalt ohne einen Hinweis darauf!
  • vosteivostei Mai 2011
    Ich finds auch verdächtig, vor allem weil es so umfassend zu sein scheint und nicht nur auf YT beschränkt ist.
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Noch mal zum Thema staatlich/privatisiert: die EDF (Électricité de France) ist zu über 80 Prozent in Staatsbesitz. Das sorgt aber auch nicht gerade für mehr Transparenz/Vertrauen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Tricastin
  • engeng Mai 2011
    In der DDR war alles in 'Volkes Hand'. Hatte man da mehr Transparenz/Vertrauen? Es ist einfach so und bleibt auch so, wenn Außenstehende etwas nicht verstehen dann ist sofort Kungelei und Vertuschung im Spiel.
  • SileneSilene Mai 2011
    Deshalb ist es besser, wenn die Begriffe "Kontrolle" und "unabhängig" nebeneinander stehen... Man sollte niemals den Bock zum Gärtner machen.
  • engeng Mai 2011
    @Silene: Kontrolle und unabhängig. Die Firmen müssen die Kontrolleure bezahlen (TÜV, Dekra, Prüfstatiker, Gutachter usw.). Ist das unabhängig genug? Gibt es überhaupt andere Möglichkeiten?
  • SileneSilene Mai 2011
    @eng: Ich habe weder gegenüber dem TÜV noch gegenüber der Dekra irgendwelche Vorurteile. Mein Kommentar bezog sich auf die Zustände in Frankreich und der DDR.
  • engeng Mai 2011
    Na, na, Du stellst doch nicht etwa Frankreich auf eine Stufe mit der DDR? ;)
  • SileneSilene Mai 2011
    Jetzt wird's gefährlich, ich mache lieber von meinem Schweigerecht Gebrauch. ;-)
    Nein, im Ernst: Nicht nur in totalitären Systemen kommt es vor, dass Staatsinteressen eine sorgfältige und unabhängige Kontrolle behindern.
  • TimTim Mai 2011
    @eng

    Es gibt noch mehr als Staat und Industrie. Zudem kommt es immer auf die konkrete Struktur und Auslegung an. Deine unpassende Verallgemeinerung hilft nicht weiter.

    Selbst die Statuten der IAEA schreiben eine strikte Trennung zwischen staatlicher Aufsicht (zB NRC) und staatlicher Förderung von Atomenergie vor (zb ERDA).

    Details: http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_Atomic_Energy_Commission
  • vosteivostei Mai 2011
    Mich wunderts eh langsam, warum RWE und Co nicht gleich Tepco verklagen oder Japan wg Geschäftsschädigung... :D

    Stichwort Anstalt des öffentlichen Rechts - THW BfA usw gehören dazu. Sie erfüllen mehr oder weniger ^^ kostendeckend öffentliche Aufgaben. Wenn man anderseits das Theater um die Krankenkassen sieht und ich ein paar Orte weiter den Marmorfußboden der AOK nebst 16 vollwertigen modernen PC-Arbeitsplätzen, die lediglich halbtags doppelt und ansonsten einfach besetzt sind, ist auch diese Variante mit gewissen Risiken verbunden... *grübelt*

    Ich meine, die Konzerne haben es tatsächlich geschafft, sichs mit der Politik ein wenig zu vershicen. Gänzlich verblödet sind aber beide nicht - werden also was bieten müssen, da die Öffentlichkeit ziemlich heftig sensibilisiert ist. Die Art der Sensibilisierung ist dabei allerdings eine etwas seltsame. Sie pendelt zwischen Histerie und lmaA, es ist doch eigtl. nicht viel passiert...

    Es muss mehr von uns allen kommen, dass man genau hinschaut und sich vor allem locker macht von irgendwelchen Überzeugungen.
    Ich hab wenig Hoffnung, dass sich was wirklich vernünftiges entwickelt. Dazu ist das Schwarzweiß-Denken zu sehr drin in unseren Köpfen, man weiß eigtl. nicht mal, welche Macht man als Bürger hier in D hätte.
    Ne gewisse Grundbildung wäre dazu das A und O. Dazu ist aber zu wenig Zeit. Schule, Ausbildung - Hochschulen, das Ganze wird immer mehr hauruckartig, nicht wenige Berufsbilder werden immer verwaschener - eine ganz komische Sache das. Ich hab als Sklave ^^ viel mit Lehrlingen zu tun und oft mit Junginschenöres, wir haben ein riesiges Eisen-Kohlenstoff-Diagramm im Labor hängen. Damit kommen noch am ehesten die frischen Lehrlinge klar. Das sind aber Roots, wenn jemand was mit Metall zu tun hat. Im Prinzip hetzt also jeder seinem speziellen Ding hinterher, macht evtl. sogar ab und zu sein Kreuzchen auf dem Stimmzettel und ist Fan. ;)
  • clancy688clancy688 Mai 2011
    So ganz nebenbei:

    SPON geht mir erheblich auf den Keks. Die Idioten titeln seit einigen Tagen dass in Block 1 auch ohne den Tsunami die Kernschmelze erfolgt wäre...

    Beispiel: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,763053,00.html

    Die haben fundamental ihre Informationen nicht verstanden.
  • TimTim Mai 2011
    SPON/Spiegel - es wird auch das ehemalige Nachrichtenmagazin genannt. :-)
  • SileneSilene Mai 2011
    @eng @Tim
    [NHK] Kan suggests severing NISA from industry ministry
    Japan's Prime Minister Naoto Kan says the country's nuclear regulatory agency must be independent from the industry ministry.

    Kan told reporters in Tokyo on Wednesday evening that it is inappropriate for the Nuclear and Industrial Safety Agency to belong to a ministry promoting nuclear power generation.

    Gut, dass einige wichtige Entscheidungsträger hier mitlesen. ;-)
  • Der Gau, die Medien und das Internet,

    zunächst mal an denjenigen, der dieses Forum gegründet hat meinen Glückwunsch.

    Der Informationsgehalt hier ist deutlich höher, als in jeder anderen Berichterstattung. Darüberhinaus kann ich nur sagen, dass diese Foren auch in Japan gelesen werden.

    Auch ich bin ein Verfechter einer offenen Kommunikation, denn man kann WISSEN zu Zeiten des WWW einfach nicht mehr geheim halten und die Leute haben ein Recht auf freie Information. Was wir hier tun ist nichts anderes als angewandte Wissenschaft und jeder kann sein Beitrag leisten, und das ist auch gut so. Wir leben alle auf einem kleinen Planeten und dieses Thema ist ein globales Thema.

    "Das war dann das Wort zum Sonntag"
  • @hobbyphysiker
    Kurz zur Historie:
    Die "Gründung" dieses Forums, war eine sehr sehr notwendige Antwort auf den ursprünglichen über-und-Überbordenden Blog:
    http://www.physikblog.eu/2011/03/21/eine-zusammenfassung-der-probleme-bei-fukushima-i/

    Wie so etwas sich ohne Forumsstruktur sich entwickeln kann, ist z.B. hier zu sehen:
    http://www.physicsforums.com/showthread.php?t=480200&page=489

  • katze13katze13 Mai 2011
    Tim said:

    Würde vorschlagen ma den YT Support anschreiben und schauen was zurückkommt.


    Erstmal können, vor lachen. Youtube hat weder eine Support-Emailadresse, noch ein nach deutschem Recht valides Impressum. Brauchen Sie auch nicht, weil die Server in den U.S. stehen. Ich habe am Montag an die Presseabteilung gemailt (press@youtube.com) und heute erneut eine Email geschickt, bisher keinerlei Reaktion.
  • PaulPaul Mai 2011
    Dies war die offizielle Kinder-Info-via-Internet:


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