Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Der GAU, die Medien und das Internet
  • SileneSilene Mai 2011
    TEPCOs Betrug – die Lehren aus Fukushima/ Greenpeace veröffentlicht Bericht über Super-GAU in Japan
    Greenpeace präsentiert heute eine bislang unveröffentlichte Studie, die die Desinformationspolitik des Nuklearkonzerns TEPCO und der japanischen sowie internationalen Atombehörden als gefährlich und verantwortungslos entlarvt. Schon wenige Stunden nach dem japanischen Erdbeben vom 11. März hat TEPCO von den Kernschmelzen in Fukushima gewusst und die radioaktive Verseuchung seiner Angestellten, der umliegenden Region und des Meerwassers in Kauf genommen. Auch die deutsche Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) übernahm kritiklos die verharmlosenden Darstellungen. Die neuen Erkenntnisse haben nach Meinung der Umweltschützer auch Konsequenzen für die technische und ethische Bewertung der Atomkraft in Deutschland. Greenpeace übergibt deshalb die Studie heute der Ethikkommission, die am kommenden Samstag ihre Empfehlungen an die Bundesregierung geben wird.
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Außerdem legt Greenpeace der Ethikkommission einen ausführlichen Kommentar zum RSK-Bericht mit eigenem Ranking der deutschen AKWs vor:
    http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Sicherheitsbewertungen_des_RSK-Berichts_23052011-neu.pdf
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Hoffentlich ist die Kommission dann noch wach.
  • SileneSilene Juni 2011
    Nachdem der Fernsehsender NHK die radioaktive Belastung von Grüntee aus Shizuoka gemeldet hatte, wird er jetzt vom Gouverneur der Präfektur beschuldigt, Rufschädigung zu betreiben:

    [Yomiuri Shinbun] (Übersetzung ins Englische von EX-SKF
    Concerning the detection of radioactive cesium exceeding the national provisional level from the "seicha" (final blend tea) in Shizuoka, Governor Kawakatsu held a press conference on June 14 and harshly criticized NHK for creating the "baseless rumor" [on Shizuoka's tea].

    Governor Kawakatsu breathlessly accused the press, "The culprits for the baseless rumor are right here [he means the press]. On June 9, on the 9 o'clock national news [on NHK], they reported 'some tea in Shizuoka exceeded the provisional safety limit for radioactive materials.' What nonsense! They report as if the teas in entire Shizuoka Prefecture are radioactive. It is truly unconscionable."

    He continued, "Be responsible as the public media. People who read the newspaper headlines or watched NHK News now think all Shizuoka teas are radioactive. I demand that you apologize for having exaggerated. You will be held responsible, do you understand?"

    NHK's Nagoya Station said "We reported the facts and we stand by our report. We have no comments on the governor's remarks."
  • SileneSilene Juni 2011
    [CNN] David McNeill: Who's telling the truth on the Fukushima meltdown?
    One of the more striking aspects of the local media coverage of Fukushima was the missing word -- “meltdown.” [...]

    Some will argue that Japanese reporters had a heavy responsibility to avoid creating panic in the world’s most populated metropolis. Twenty-eight million people rushing for the highways, airports and train stations might have caused more deaths than radiation.
    But does this responsibility mean simply not exaggerating, or does it also include concealing or delaying information or even outright deception?

    Japan’s press club system means the big newspapers and TV companies channel and amplify information directly from the government, TEPCO and The Nuclear Industrial Safety Agency. That meant they were admirably disciplined, descriptive, somber and focused on the facts.

    They were also discouraged from speculating on what might be going on inside the stricken plant, although many reporters must have privately concluded the worst. [...]

    Japan’s power-supply industry, collectively, is Japan’s biggest advertiser, spending ¥88 billion (US$1 billion) a year, according to the Nikkei Advertising Research Institute.

    TEPCO’s ¥24.4 billion alone is roughly half what a global firm as large as Toyota spends in a year. Finding out what that money buys is the job of all journalists, regardless of where they come from.
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    @paul

    Puuh, irgendwie rührend das Video, danke dafür.

    Einerseits finde ich das eine gute herangehensweise, Kindern (und auch Erwachsenen) das geschehene nahe zu bringen. Andererseits zeigt das Video gerade Kindern gegenüber die Arroganz, die auch gegen den Bürger an den Tag gelegt wird: Wenn ich es euch genauer erklären würde, ihr würdet es sowieso nicht verstehen.

    Ich bin kein Physiker. Ich bin ein eher durchschnittlich gebildeter Ingenieur, Trotzdem habe ich so viele Informationen wie möglich über den Atomunfall gesammelt, sonst könnte ich erst recht nicht ruhig schlafen (weil ich mit den Menschen vor Ort fühle). Ich habe sogar im Rahmen meiner Möglichkeiten hier ein paar Tage mit diskutiert, obwohl die meisten hier viel kompetenter sind.

    Meiner Tochter, die gerade fünf Jahre alt ist, erkläre ich die Dinge so wie sie sind. Kompliziertes wird nicht vereinfacht, sondern genau erklärt. Die Einzelheiten werden dann mit bekannten, auch einfacheren Dingen verglichen. Aber warum sollte man so tun, als wäre Atomkraft leicht zu durchschauen!

    Wir haben ein Recht auf differenzierte Berichterstattung. Wer es nicht kapiert, merkt dann wenigstens, dass er vielleicht nicht genug über die Materie weiss und sich erstmal informieren sollte.
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    @silene

    Ich dachte zuerst wirklich, die Information würde bewusst zurückgehalten, um Panik zu vermeiden. Die Infrastruktur einer Metropolregion ist sehr sensibel für Störungen. Eine Massenflucht wäre gar nicht infrage gekommen, da für solche Ereignisse die Kapazität nicht zur Verfügung steht.

    Erst später ging mir auf, dass die Politik in Japan wirklich so naiv (=unwissend) mit dem Unfall umgeht, wie es aus den Medien hervorgegangen war.
  • engeng Juni 2011
    Tja, das Problem ist, man kann zwar viel wissen bzw. viele Informationen bekommen, aber deshalb muß man nicht zwangsläufig alle Vorgänge verstehen. Das gilt hier im Forum und das gilt auch für die Politiker.
    Je mehr ich hier z.B. über das Thema Radioaktivität lese, desto mehr wird mir klar wie Komplex das Ganze ist und desto weniger könnte ich ein sinnvolle Entscheidung über ein notwendiges weiteres Vorgehen treffen. Und irgendwann macht man dann dicht. Man liest zwar alles, nimmt es aber nicht mehr wirklich auf.
    Und wenn man als Politker dann Experten um Rat fragt, muss man feststellen: Frage 10 Experten und du bekommst 11 Meinungen. Also auch Leute die alles verstehen sind selten einer Meinung wie es weitergehen soll.
  • TimTim Juni 2011
    Bezogen auf was eng?
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    @eng

    Ich fühle mich angesprochen :I Habe es aber anders gemeint. Die Politik in Japan hat anfangs offensichtlich versucht, Informationen zurückzuhalten. Sie hat es aber nicht getan, um die Menschen vor einer Massenpanik zu schützen, sondern weil sie den Experten geglaubt hat, die Lage sei nicht so schlimm.

    Wahrscheinlich hört man von den 10 Experten sowieso nur das, was man hören will.
  • TimTim Juni 2011
    > Fukushima 'still a ticking time bomb'
    http://inthearena.blogs.cnn.com/2011/06/21/fukushima-still-a-ticking-time-bomb/

    Famed physicist Michio Kaku says Japanese officials still don't have control of the Fukushima Daiichi nuclear disaster.


    Die Interviewerin war zwar nicht schlecht, jedoch hat sich auch nicht wirklich Ahnung so scheint es. Dazu alles sehr auf Sensation getrimmt. Anderseits kann man bei CNN mehr erwarten?

    Zudem diese fünf Minuten Interviews erzwingen eine zu starke Verkürzung; damit bleibt auch nicht genug Raum um alles ganz korrekt darzulegen.
    Nicht schlecht - nur schade, da es besser ginge. Ein längeres Interview mit Michio Kaku dazu mit einem besseren Interviewpartner wäre interessant.



  • SileneSilene Juni 2011
    [Asahi Shimbun] It's official! Lady Gaga proclaims that Japan is safe now
    To demonstrate, Gaga kissed a tea cup in front of the assembled media and promised to auction it to raise money for quake-affected areas.
  • TimTim Juni 2011
    Würde ma gerne eure Meinung/Gedanken zu "den" Medien erfahren.

    NHK hat mich die ersten Wochen sehr beeindruckt. Besonders die Reportagen zum Erdbeben und Tsunami waren eindrucksvoll und immer sehr aktuell.
    Die NHK Nachrichtenseite jedoch enttäuscht schon sehr. Dort werden zwar im Vergleich mehr Meldungen rein gestellt, doch der Umfang und die Qualität der anderen japanischen Nachrichten scheint mir viel besser.
    Wobei man berücksichtigen muss, dass wir in erster Linie nur die englischen Übersetzungen/Zusammenfassungen mitbekommen, statt dem japanischen Original. Da sieht man ganz gut im Blog von ex-skf, der oft viel mehr Details bringt.
    (davon ab ist die technische Umsetzung der Webseite von NHK grottig)

    Die NYT wird ihrem exzellenten Ruf gerecht und hat öfters top Hintergrundberichte. Wobei eine tagesaktuelle Berichterstattung dort auch nicht vorhanden zu sein scheint.

    Die meisten deutschen Medien sind gewohnt auf Sensation getrimmt, sowie oberflächlich, mit Falschinformationen und Sammelnews durchsetzt. Positive Ausnahme könnte ich jetzt keine nennen. Schaue in die jedoch auch kaum mehr rein. Was sagt ihr dazu? Deutsches TV sehe ich auch schon lange Jahre nicht mehr - wie ist da die Berichterstattung?
    Davon ab gibt es ja noch einige wenige gute Sendungen die, für deutsche (schwache) Verhältnisse, noch ordentliche Hintergrundberichte bringen.

    ARTE hat öfters auch sehr gute Dokus und Diskussionsrunden.

    Was meint ihr? Wie sind eure Erfahrungen und Eindrücke?
  • engeng Juni 2011
    @Tim: Deine Meinung zu den deutschen Medien muss ich leider aus meiner Sicht voll und ganz bestätigen. Sehr selten gute und ausreichende Hintergrundinformationen, und dann noch meistens sehr spät.
    Deshalb bin ich auch ein ganz großer Gegner von Volksbefragungen. Wenn die Bevölkerung nicht umfassend und neutral über ein Thema informiert wird kann keine vernünftige Entscheidung getroffen werden. Aber das ist eine andere Baustelle.
  • MatthiasMatthias Juni 2011
    Die großen Tageszeitungen, in meinem Fall die FAZ, hatten und haben eine für meine Begriffe wesentlich differenziertere Berichterstattung. Nicht zuletzt, weil das Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven (Innen-, Außen- und Regionalpolitik, Wirtschaft, Technik, Feuilleton) angegangen wird. So gab es in ein und derselben Ausgabe durchaus konträre Aussagen, was einem stimmigen Gesamtbild ja eher zuträglich ist.
  • SileneSilene Juli 2011
    [Guardian] Revealed: British government's plan to play down Fukushima
    British government officials approached nuclear companies to draw up a co-ordinated public relations strategy to play down the Fukushima nuclear accident just two days after the earthquake and tsunami in Japan and before the extent of the radiation leak was known.

    Internal emails seen by the Guardian show how the business and energy departments worked closely behind the scenes with the multinational companies EDF Energy, Areva and Westinghouse to try to ensure the accident did not derail their plans for a new generation of nuclear stations in the UK. [...]

    On 7 April, the office for nuclear development invited companies to attend a meeting at the NIA's headquarters in London. The aim was "to discuss a joint communications and engagement strategy aimed at ensuring we maintain confidence among the British public on the safety of nuclear power stations and nuclear new-build policy in light of recent events at the Fukushima nuclear power plant". [...]

    Tom Burke, a former government environmental adviser and visiting professor at Imperial College London, warned that the British government was repeating mistakes made in Japan. "They are too close to industry, concealing problems, rather than revealing and dealing with them," he said. [...]

    The government last week confirmed plans for eight new nuclear stations in England and Wales. "If acceptable proposals come forward in appropriate places, they will not face unnecessary holdups," said the energy minister, Charles Hendry.
  • clancy688clancy688 Juli 2011
    Die Medien reagieren doch alle gleich...

    "So, dort hat es also einen kerntechnischen Unfall gegeben. Dann lasst uns mal Fakten zusammen suchen und einen objektiven Bericht- argl, Strahlung, Hilfe, PANIK!!!! *Logik über Bord schmeiß*"
  • MatthiasMatthias Juli 2011
    @clancy688
    Den Vorwurf finde ich auch sehr pauschal. Umgekehrt hieße es doch »interessiert keinen mehr«, »wird völlig verharmlost«, »alles totgeschwiegen«. Und fairerweise sollte man zugeben, dass viele Fachleute zwar in objektivem Ton, aber bisweilen zwangsläufig mit falschen Zahlen und Voraussetzungen operiert haben. Man denke nur an die diversen Bq/cm3-Bq/l-Fehler in den Übersetzungen. Oder an Arnie G., der uns ja auch mehrfach in Unruhe versetzt hat. Das Reißerische kann man mit etwas Sensibilität filtern, Scheinobjektivität ist vielleicht tückischer.
  • SileneSilene Juli 2011
    clancy688 said:

    Die Medien reagieren doch alle gleich...

    "So, dort hat es also einen kerntechnischen Unfall gegeben. Dann lasst uns mal Fakten zusammen suchen und einen objektiven Bericht- argl, Strahlung, Hilfe, PANIK!!!! *Logik über Bord schmeiß*"


    Beziehst Du dich auf den Artikel im Guardian?
    Falls ja: bist Du jetzt der Meinung, dass (a) der Sachverhalt verfälscht dargestellt wird, also keinerlei Absprachen bestehen, oder (b) dass es diese Absprachen durchaus geben könnte, sie aber kein Grund zur Aufregung sind?

  • SileneSilene Juli 2011
    [Guardian] Fukushima spin was Orwellian
    What the emails shows is a weak government, captured by a powerful industry colluding to at least misinform and very probably lie to the public and the media. [...]
    These guys were not just cosy. They were naked, in bed and consenting. Their closeness now raises questions such as what influence could the industry have had on the chief nuclear inspector's report on Fukushima, and whether speeches by David Cameron, Chris Huhne and other ministers were informed or even written by the industry. Can we ever trust government to tell us the truth on nuclear power, or should we just accept that the industry and government are now as one.

    Ein ziemlich bissiger Kommentar.
  • TimTim Juli 2011
    > "Science Advice in a Crisis" - with English interpretation



    Professor Sir John Beddington, the UK's Government Chief Scientific Adviser spoke on the provision of science advice in emergencies to a packed audience at the National Graduate Institute for Policy Studies in Tokyo on Monday 30 May.


    und die Q&A Session:



    ---

    Man sollte die Diskussion unter den geleakten Infos gepostet durch Silene betrachten.

    Das sind schon einige üble Schnitzer mit drin was der Professor Sir John Beddington, UK's Government Chief Scientific Adviser, von sich gibt.
    In den Fragen an ihn ist er auch alles andere als souverän (in der Sache) - in Kommunikation ist er natürlich hervorragend geschult.

    Die Aussagen der japanischen Regierungsvertreter aus den diversen Ministieren sind auch sehr schwach.
  • TimTim Juli 2011
    > Fukushima nuclear crisis an exhibition of panic by the elite
    http://mdn.mainichi.jp/perspectives/news/20110706p2a00m0na001000c.html

    Ein Kommentar von 'By Michio Ushioda, Expert Senior Writer'.

    Zwei Highlights:

    ...

    Politicians and other elite individuals must not view ordinary citizens as lost sheep. Excessive paternalism by the elite could cause themselves to panic and is highly harmful. A lesson that should be learned from panic by the elite observed in the ongoing Fukushima nuclear crisis is that politicians and other elite individuals should trust citizens and not cover up information.

    ...

    For instance, one cannot help but wonder whether the way media outlets covered large-scale runs on banks during the financial crisis in the 1990s was appropriate. Almost all newspapers refrained from playing up the case for fear that their massive coverage could fuel panic among depositors.

    This is also the case with the coverage of the latest disaster in Japan. It would be out of the question to report the disaster in a way that it could spur panic, but if media outlets imposed excessive self-restraint, it would also be a problem. Newspaper editors need to regularly check if they too are panicking.


  • TimTim Juli 2011
    > Kyushu Electric bid to manipulate public opinion on reactor restart a colossal mistake
    http://mdn.mainichi.jp/perspectives/news/20110708p2a00m0na001000c.html
  • SileneSilene Juli 2011
    [Mainichi News] Symposium critical of media coverage on nuclear plant crisis
    The symposium, held at a civic hall in Tokyo's Shinjuku Ward on July 19, discussed how the domestic media reported on the nuclear crisis and how the social climate has changed since the accident.

    While there has emerged a movement to break away from nuclear power generation in the wake of the March 11 Great East Japan Earthquake, panelist Shigenori Kanehira, a TBS newscaster, warned that the recent trend of the public rapidly losing interest in the Fukushima nuclear accident would be hard to stop.

    "I wonder if it's because of the physical distance (from the accident site), but I get the feeling that the public's concern with the accident is rapidly on the wane," said Kanehira, who has covered workers struggling to bring the crippled nuclear power plant under control.

    "Although members of the general public became painfully aware of the absurdity of nuclear power plants following the quake-disaster, they're apparently hoping to leave the issue behind as soon as possible," Kanehira said.
  • HenningHenning Juli 2011
    Aus Welt-Online heute:

    Verbraucher haben Fukushima schon vergessen

    Das Gedächtnis der Stromkunden ist kurz. Der Anteil grüner Energie ist wieder auf das Niveau vor der AKW-Katastrophe in Japan abgesackt.

    http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article13511177/Verbraucher-haben-Fukushima-schon-vergessen.html

    Ich habe den Wahrheitsgehalt der Meldung nicht überprüft. Vielleicht will die "Welt" das auch nur gerne so sehen.
  • JorindeJorinde Juli 2011
    @Henning
    Es geht ja nicht um die Bestandskunden, sondern um die Wechselbereitschaft. Die, die schon zu Ökostrom gewechselt haben, fragen logischerweise nicht mehr an. Die Überschrift des Artikels ist irreführend, die Informationen in Text und Grafik wahrscheinlich richtig.
  • SileneSilene Juli 2011
    [Yomiuri Shimbun] Nuclear safety agency's reputation on rocks / Industry regulator faces credibility crisis after cozy ties with electric utility firms exposed
    Revelations of attempts to misrepresent public opinion raise fundamental questions about the Nuclear and Industrial Safety Agency's reason for existing.

    The agency, which operates under the Economy, Trade and Industry Ministry and is in charge of overseeing the safety of nuclear power plants, attempted to distort public opinion to project support for nuclear power at government-sponsored symposiums.

    The latest scandal comes after another involving Kyushu Electric Power Co., in which the utility asked its own employees and staff of subsidiaries to send e-mails expressing support for the restart of reactors at its Genkai nuclear power plant in Saga Prefecture.

    The incidents shed light on the cozy relationships between those who produce nuclear power for commercial gain and those who are supposed to regulate it. The incidents have inevitably damaged public trust in the nuclear power industry.

    They also raise questions about why, if it does not fulfill its function as regulator, the safety agency should exist at all. Decisions over whether currently idled nuclear reactors should be reactivated are sure to be influenced by the scandals.

    At a press conference Friday afternoon, Economy, Trade and Industry Minister Banri Kaieda said: "The situation is extremely serious. The government will investigate the matter thoroughly." [...]

    The sense of urgency within the nuclear industry over this situation led to the attempts to twist public opinion, industry sources said.

    The economy ministry, faced with the challenge of coping with possible electricity shortages, has been keen to promptly resume operations at idled nuclear reactors once stress tests are complete. These plans have been dealt a heavy blow by the scandalous revelations.

    Public trust in nuclear power has collapsed, adding to the already considerable confusion over if and when the reactors will be reactivated.
  • SileneSilene August 2011
    [AFP] Japan denies censorship over nuclear crisis
    Japan on Friday denied that a government project to monitor online news reports and Twitter posts about the Fukushima nuclear crisis was an attempt to censor negative information and views.

    Some Western online reports have charged that Japan had passed a law with the intent of "cleansing" the Internet of negative reports and commentary about the accident at the tsunami-hit Fukushima Daiichi atomic plant. [...]

    Ogami said the agency had set aside funds in the nation's disaster reconstruction budget for a project to monitor "inaccurate" online information that may lead to harmful rumours against residents of Fukushima.
    "But we will never ask Internet providers or web masters to delete such information or pin down the senders," Ogami said. "We will simply explain our thoughts on our own website and our own Twitter account."
    Umgerechnet fast eine Million Dollar wurden für diese Maßnahme bereitgestellt.
  • SileneSilene August 2011
    [NHK] Nuclear agency's meddling revealed again
    Another case of questionable conduct by Japan's nuclear regulator has come to light. A former official of the nuclear safety agency has admitted asking a regional utility to mobilize its people for a government symposium on nuclear power 5 years ago. [...]

    The former section chief said he pushed the utility to take part actively in the event by posing questions and expressing opinions. He said he wanted its participation because opponents of nuclear power had prevented constructive debate at a similar symposium the previous year.
    The former section chief denied that his aim was to manipulate public opinion. Still, Shikoku Electric mobilized retired employees and people from its affiliates, providing some of them with samples of the desired questions and opinions.

    The theme of the symposium was the planned use of mixed uranium-and-plutonium fuel at the utility's nuclear plant in the prefecture. Back then, the company was waiting for local approval to start this method of power generation.
  • SileneSilene August 2011
    [Kyodo News] Nuclear agency asked 2 more utilities to send staff to symposiums
    A former senior official of Japan's nuclear safety agency acknowledged Wednesday that he asked two more power companies to mobilize their employees for government-sponsored symposiums on nuclear energy, in the latest revelations of alleged attempts to manipulate opinions at the events.
    The official, who headed the public relations section at the Nuclear and Industrial Safety Agency, told Kyodo News that he made such requests to Kyushu Electric Power Co. ahead of an October 2005 symposium on the Genkai nuclear power plant in Saga Prefecture, and to Tohoku Electric Power Co. over the Onagawa plant in Miyagi Prefecture.

    While the official could not specify when the Onagawa symposium was held, it is believed to be the one held in October 2006. The official also said he could not recall to whom and where he made the requests.

    Meanwhile, Kyushu Electric dismissed the claim, saying it has found no record of such requests from the government after double checking with its staff and reviewing documents at the time.

    A Tohoku Electric official said the company was looking into the matter and declined to comment.

    Wednesday's revelations came after the official told Kyodo News a day earlier that he asked senior officials at Shikoku Electric Power Co. to make its employees attend a symposium in June 2006.

    The nuclear safety agency said a third-party panel to be created shortly will look into the allegations.
  • SileneSilene August 2011
    [Mainichi News] Saga governor apologizes over remark on Genkai power plant
    Saga Gov. Yasushi Furukawa apologized Tuesday for making a remark that could be interpreted as having prompted Kyushu Electric Power Co. to solicit e-mails in support of restarting reactors at the Genkai nuclear plant for a government-sponsored television program. [...]

    Furukawa said he cited e-mail and the Internet as ways of expressing opinions about the nuclear plant at a meeting with senior officials of the Fukuoka-based Kyushu Electric on June 21, prior to the live broadcast of the local TV program on June 26.

    Furukawa told Kyushu Electric's senior officials at that time that there were people who supported the restart of the reactors in the business community and that there was a need to air such opinions.

    But he reiterated Tuesday that he did not ask Kyushu Electric to stage the symposium by giving a false picture of public opinion, and said he would wait for the outcome of an investigation by a third-party panel established by Kyushu Electric before addressing the question of his own responsibility.
  • TimTim September 2011
    > Debunking The BBC And Jim Al-Kahlili | SimplyInfo
    http://houseoffoust.com/group/?p=3227

    The BBC recently aired this segment on Horizon (science programme) that was quite shocking in some of the outrageous claims it made and the cavalier handling of the subject matter.

    Many of the claims made by Al-Kahlili go against established scientific knowledge, made all the worse as it belittles the disaster in Japan.

    Jim Al-Kahlili made this statement on his Twitter account grouping anyone who disagrees with him as “conspiracy theorists”.
    “Interested to see how many watch #Horizon tonight and think I’m in pay of nuclear industry. Impossible to convince conspiracy theorists.”

    Ian Goddard gives some of the claims in the BBC segment a good debunking:




  • MatthiasMatthias Oktober 2011
    [FTD] Wie die Atomlobby versuchte, eine Wahl zu beeinflussen
    Pro-Atom-Beiträge von Prominenten, wissenschaftliche Studien und versuchte Einflussnahme sogar in Frauenzeitschriften: Erstmals werden Details bekannt, wie sich die Atomlobby vor der Wahl 2009 bemühte, die Stimmung zu drehen. Viele Medien fielen darauf rein.

    http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kaempfer-fuer-die-kernkraft-wie-die-atomlobby-versuchte-eine-wahl-zu-beeinflussen/60122801.html
  • JorindeJorinde Oktober 2011
    Komplette Story unter
    http://www.taz.de/taz-enthuellt/!80743/
    und die pdfs kann man runterladen von
    http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/10/28/die_geheimpapiere_der_atomlobby/

    Ja, und es hat ja geklappt mit der Lobbyarbeit!!
    Die Süddeutsche bestreitet allerdings, einen Artikel über eine neue Kinderkrebsstudie aufgrund der Einflussnahme verschoben zu haben...

  • JorindeJorinde November 2011
    Oh, es dürfen alle mal gucken:

    Media to tour Fukushima nuclear plant

    Nuclear crisis minister Goshi Hosono says he will allow media into the Fukushima Daiichi nuclear power plant on Saturday next week, for the first time since the March 11th disaster.

    Hosono spoke to reporters on Tuesday about the government plan to achieve cold shutdown, maintaining the temperature of reactors at less than 100 degrees Celsius, by the end of the year.

    He said work is underway and in order to confirm the process, he will visit the plant on November 12th and exchange views with people directly involved in the operation.

    Hosono said the situation at the plant is gradually settling down so he will allow a fixed number of journalists to accompany him.

    Tuesday, November 01, 2011 13:08 +0900 (JST)


    Quelle: http://www3.nhk.or.jp/daily/english/01_22.html
  • JorindeJorinde November 2011
    und es gibt noch eine Präsentation für die AmerikanerInnen:

    http://www.fairewinds.com/content/marco-kaltofen-presentation-apha

    Dr. Kaltofen stellt fest, dass eine Evakuierungszone von 10 Meilen unzureichend ist. Wer hätte das gedacht...
  • JorindeJorinde November 2011
    Am Samstag wird's interessant:


    TEPCO is also opening the crippled power plant to the media for the first time on Saturday.


    meldet NHK
  • dirkdirk November 2011
    Haben wir genug Webspace für die ganzen Fotos die es dann gibt?;)
  • dirkdirk November 2011
    Kann nicht mal einer ein App schreiben das alle Nachrichten sammelt?
  • JorindeJorinde November 2011
    Kurzes Video auf NHK:
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/12_20.html

    Man sieht leider nicht viel.
    Da geben sogar TEPCOs Bilder mehr her.
    Anscheinend wurden die Journalisten nur mit dem Bus einmal rund gefahren...


    Fukushima plant opened to journalists

    The Fukushima Daiichi nuclear power plant has been opened to reporters for the first time since the accident occurred 8 months ago.

    On Saturday, 36 reporters and cameramen from Tokyo and Fukushima and from other countries put on protective gear and full face masks, and accompanied nuclear crisis minister Goshi Hosono to the site of the accident.

    They stayed on a bus during the one-hour tour that started around 11 AM to minimize exposure to radiation.

    The crew saw reactor buildings that were severely damaged by hydrogen explosions and vehicles hit by the tsunami that remain on the site.

    A facility to clean contaminated water and a number of tanks to store cleansed water have been set up, and rubble has been removed from roads.

    However, the reporters could finally see first-hand the intensity of the explosions and the overwhelming power of the tsunami.

    The head of the plant, Masao Yoshida, told the reporters that he had thought he would die several times during the week that followed the accident.

    He said he had thought he would not survive when the No.1 and No.3 reactors exploded, and when his team was unable to inject water into the No.2 reactor.

    Sunday, November 13, 2011 01:13 +0900 (JST)

  • TimTim November 2011
    Zensurversuch bei Fukushima-Besichtigung durch Journalisten:

    Erstmalig seit dem Unglück vom 11. März wurde es einer ausgesuchten Gruppe von Journalisten am Wochenende gestattet, dass so genannte “J-Village”, in dem die Fukushima-Arbeiter leben zu besichtigen und sich einen visuellen Überblick über die Anlage zu verschaffen. Begleitet wurde die Gruppe vom Minister für das Fukushima Krisenmanagement Goshi Hosono.

    Die Besuche im “J-Village” zeigten dabei offenbar das typische Bild: Aufenthaltsräume mit Ermutigungsschreiben an den Wänden. Im Gespräch mit dem Leiter des Atomkraftwerks erklärte dieser, neben neuen Kräften würden immer noch Angestellte der ersten Stunde dort arbeiten und er überlege wie man sie “revitalisieren” könne.

    Zudem hätten sich die Arbeitsbedingungen und Versorgungslage für die Arbeiter stetig gebessert. Waren zur Akutzeit der Krise lediglich Notrationen wie Zwieback vorhanden gewesen, habe es später Mikrowellen zum Aufwärmen von Mahlzeit und nun eine Kantine gegeben. Auch die Arbeitsmoral der Arbeiter sei hoch.

    Während die Bilder der Anlage, die von einem Aussichtspunkt gemacht werden konnten, zwar die Folgen des Reaktorunglücks dokumentieren, jedoch ein vergleichsweise harmloses Bild zeigen, ist die Realität für Arbeiter, die sich stetig der unsichtbaren Gefahr der Radioaktivität gegenüber sehen eine andere.

    Das durften dann auch Journalisten selbst erfahren: Als sich die Busse dem Reaktor 3 näherten, lösten einige der Dosimeter einen Alarm wegen der Strahlungswerte aus. Eine Nachmessung durch einen Angestellten von TEPCO ergab eine Belastung von einem Milisievert (1000 Mikrosievert) pro Stunde.

    Doch nicht nur die Aufnahme wirken harmlos – auch die scheinbare Medienfreundlichkeit von Regierung und Unternehmen könnte aus mehr Schein als Sein bestehen, berichtet die Asahi Shimbun.

    Keine freien Journalisten: Lediglich 36 Reportern war eine entsprechende Erlaubnis erteilt worden. 19 der zugelassenen Gruppen gehörten dabei regulär dem Presseclub des Parlaments an und sieben dem Presseclub der Präfekturverwaltung Fukushima. In den zehn verbliebenen Journalistengruppen waren auch Reporter aus dem Ausland vertreten. Freie Journalisten und Internet-Berichterstattern waren für die Besichtigung nicht zugelassen worden.

    Zensurversuch gegen Medien: Ursprünglich hatte das Kabinettssekretariat mitgeteilt, werde TEPCO die dort von den Journalisten gemachten Foto- und Videoaufnahmen sichten und falls nötig, um Löschung des Materials bitten, falls eine Terrorismusgefahr durch die Aufnahmen bestehe.

    Dies stelle einen absoluten Sonderfall dar, erklärte die Asahi Shimbun, denn üblicherweise werde bei der Besichtigung von Nuklearanlagen lediglich die Aufnahme bestimmter Bereiche untersagt. Dass dagegen die Medien im Nachhinein gesichtet würden, sei ein Novum und stelle Zensur dar, was einen Verstoß gegen die japanische Verfassung bedeuten würde. Schliesslich gab das Kabinettssekretariat nach und folgte der üblichen Regelung, lediglich ein Verbot für bestimmte Bereiche zu ermöglichen.



    Leiter des AKW Fukushima stellt sich Fragen:

    Verbunden mit der Besichtigung der Anlage war es Journalisten am Samstag erstmals möglich, Fragen an Masao Yoshida, Leiter des Unglückskraftwerks Fukushima Daiichi zu stellen. Dabei wurde auch die Frage nach der für ihn belastendsten Situation während der Fukushima-Krise gestellt.

    Seine Antwort bezog sich erwartungsgemäß auf die erste Woche nach dem Unglück. Er hatte, so seine Aussage, zu diesem Zeitpunkt “keine Ahnung was als nächstes passieren würde” und man habe alles nur vorstellbare getan. “Um es wirklich sehr freimütig zu sagen: Wir dachten mehrmals, dass wir nun sterben würden“.

    Der Bitte, die Umstände der Wasserstoffverpuffung und der damit verbundenen Explosion sowie seine persönlichen Gefühle hierzu zu schildern kam Herr Yoshida nach. Zuerst habe man ein Geräusch gehört, das man nicht habe einordnen können. Dann erst habe man von zurückkehrenden Personen erfahren, es sehe so aus, als ob Reaktor 1 explodiert wäre. Die folgenden Explosionen der Reaktoren 3 und 4 habe man ebenfalls gehört jedoch selbst nicht ausmachen können, ob sich die Detonationen an Reaktor 2 oder Reaktor 4 ereignet hätten

    Zu den nächsten Problemen die es in naher Zukunft zu klären gilt, nannte Yoshida die Strahlung, der die Arbeiter ausgesetzt seien und auch ein besserer Rotationssystem der Arbeitsschichten sei besonders wichtig.

    Befragt, wie er die momentane Situation einschätze führte Yoshida – fast erwartungsgemäß – aus, er sei der Ansicht, dass die Reaktoren stabil seien. Allerdings, so schränkte er ein, stabil bedeute nicht, dass sie sicher wären. Die Strahlung sei nach wie vor hoch und die tägliche Arbeit weiter gefährlich. Der Status der Reaktoren sei jedoch soweit stabilisiert, dass sich Personen die in der Umgebung wohnen, nun entspannter fühlen könnten.

    Eine Antwort auf die Frage der Dosis welche er selbst insgesamt ausgesetzt gewesen sei, wollte er unter Verweis auf die persönliche Art der Information nicht geben, sie habe jedoch “ein gewisses Maß erreicht“.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-fukushima-pressematerial-sollte-zensiert-werden/1117299/
  • TimTim Januar 2012
    > Fukushima lays bare Japanese media's ties to top | The Japan Times Online
    http://www.japantimes.co.jp/text/fl20120108x3.html

    good read
  • TimTim Januar 2012
    > March 12, 2011 NHK News at Noon: "Reactor 1 Fuel Rods Are Exposed..." - "Oops, We're Not Supposed to Say That..." | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2012/01/march-12-2011-nhk-news-at-noon-reactor.html
  • TimTim März 2012
    > Japan - Japaner lieben Zeitungen
    http://wissen.dradio.de/japan-japaner-lieben-zeitungen.36.de.html?dram:article_id=15464

    Zeitungen sind in Japan die Informationsquelle Nummer eins. Hier erscheinen die fünf auflagenstärksten Titel der Welt. Denn die Zeitungen wissen, was japanische Leser wollen: Fakten.

    Der Tsunami und die Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Japan verändert. Doch während in deutschen Medien sehr schnell über umfassende Konsequenzen wie den Atomausstieg diskutiert wurde, hielten sich die japanischen Kollegen zurück. Sie berichteten sachlich über die Fakten. Grundsätzliche Fragen zur Sicherheit der Kernenergie werden erst jetzt, ein Jahr nach Fukushima, gestellt.

    Andere Form von Journalismus

    Diese zurückhaltende Berichterstattung ist symptomatisch für Journalismus in Japan, sagt Jochen Legewie, der seit mehr als 20 Jahren in dem Land lebt. Denn die Titel der Qualitätspresse zeichnen sich durch reine Faktenwiedergabe aus. Sie berichten detailliert, aber reserviert. Ihre Informationen beziehen sie aus erster Hand, denn ihre Vertreter sitzen in speziellen Presseclubs der öffentlichen Behörden.

    Spitzen-Auflagen durch pure Fakten

    Bei der Bevölkerung kommt das gut an, diese Haltung erzeugt Glaubwürdigkeit. Deswegen erscheinen auch 2012 noch die fünf auflagenstärksten Tageszeitungen der Welt in Japan - allein die Morgenausgabe von "Yomiuri Shimbun" wird mit zehn Millionen Exemplaren aufgelegt.

    Investigativ und spekulativ

    Doch natürlich gibt es auch die andere Seite. Zeitungen und vor allem Wochenzeitschriften, die nicht in den Presseclubs sitzen und da auch gar nicht rein wollen. Sie wollen sich nicht den Bedingungen der Behörden beugen. Stattdessen arbeiten sie investigativ, interpretierend und oftmals spekulativ. Das System hat Vor- und Nachteile - auch in Bezug auf die Pressefreiheit.


    10 Minuten Audiobeitrag
  • TimTim März 2012
    > Fukushima #4 Spent Fuel Pool, if it leaks it's "THE END" ! ~MUST SEE~ - YouTube



    Sehr bizarr die Wortwahl :D
  • TimTim April 2012
    > UK's The Observer: "And the nuclear power station at Fukushima very nearly suffered a meltdown" | EXSKF
    http://ex-skf.blogspot.de/2012/04/uks-observer-and-nuclear-power-station.html

    Den Spin lohnt sich eigentlich nicht zu lesen. Die Zustimmungsraten der Parteien in Japan sind jedoch eindrucksvoll:

    Jiji Tsushin shows the numbers for March 2012 as follows:

    DPJ: 9.2% (February 10.1%, January 11.6%)
    LDP: 11.7% (February 12.3%, January 13.3%)
    Komei Party: 3.9% (February 3.4%, January 3.7%)
    Japan Communist Party: 1.3% (February 1.6%, January 0.8%)
    Not supporting any: 70% (February 68.2%, January 67%)

  • TimTim April 2012
    > New Zealand Herald: "Only Way Is Full Steam Ahead" With Nuke Plants Including Thorium Reactors | EXSKF
    http://ex-skf.blogspot.de/2012/04/new-zealand-herald-only-way-is-full.html

    Die Comments sind lesenswert.
  • togglertoggler März 2013
    Eins vorneweg, den Blog hier habe ich von Anfang an verfolgt und ist einer de besten Blogs zu Fukushima. Schade das er etwas eingeschlafen ist.
    Hab noch einen TV Tip von Arte
    FUKUSHIMA - CHRONIK EINES DESASTERS

    Japanische Medien haben versucht zusammen mit einigen Experten,die freigegeben Unterlagen und die bekannten Abläufe zu einer Chronik zusammenzufassen.
    Für mich war neues dabei, z.B. die Problematik mit dem Wärmetauscher des Notkühlsystems
  • dirkdirk März 2013

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