Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Kernkraftwerke abschalten? Wie geht es dann weiter?
  • dirkdirk Mai 2011
    vieleicht fängt man grad in Franken an den Strom zu rationieren^^
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Die Rache der Guttenberger.
    Oder eine alte Tradition: Nach einhelliger Meinung der Südbadener ließ 1974 der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Filbinger bei Freiburg während einer WM-Übertragung den Strom abstellen, um den Gegnern des AKW Wyhl seine energiepolitische Vision zu demonstrieren („Ohne das Kernkraftwerk Wyhl werden zum Ende des Jahrzehnts in Baden-Württemberg die ersten Lichter ausgehen.“).


  • Ich möchte noch mal auf
    cab196 said:

    zurückkommen.

    Sagen wir mal wir verdreifachen die Windenergie- was sicher keine illusorische Annahme sein dürfte:
    14 Dez.: 3 x fast nix ist immer noch fast nix
    25 Dez.: 3 x 20 = 60, der Verbrauch liegt aber nur zwischen 40 und 50 GW

    Wenn wir verzehnfachen dann haben wir in den Tagen um den 14. nur zwischen ca 5 und 10 GW, und am anderen Ende, sprich 25 Dez., 200 GW. (Bei Verbräuchen zwischen ca. 35 und 75 GW)

    Gut man kann die Teile ja abschalten und aus dem Wind drehen. Das wäre nicht das Problem. Aber WELCHE Windräder müssen dran glauben und WER soll das bezahlen? BZW.. wenn wir das NICHT bezahlen würden, dann würde kaum ein kommerzieller Investor noch zusätzliche Windräder bauen wollen,

    Zugegeben, meine obigen Ausführungen sind wohl spätestens beim Faktor 10 möglicherweise fern der zu erwartenden Zukunft. Dies soll auch keine glasklare und umfassende Analyse sein, aber das Problem bleibt.

    Es geht mir eher um die zahlreichen "Milchmädchenrechnungen" die in den "veröffentlichten Meinungen" so gerne präsentiert werden und durch die nicht nur einfacher gestrickte Mitbürger oft genug in die Irre geführt werden.


    Wie schauen denn derzeit die Lösungen für den Energiemix der Zukunft aus?
    Welche Probleme sind zu erwarten und wie will man die lösen?
    Inzwischen ist ja seit der "Ausstiegsankündigung" einige Zeit vergangen und so sollte man wenigstens erwarten dürfen, müssten sich doch genug Leute Gedanken gemacht haben. Was hat man bislang ausgeknobelt und wie sauber haben die geschätzt und gerechnet?


  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Ein interessantes Projekt der FH Frankfurt: 75 Gemeinden im Rhein-Main-Gebiet wurden auf mögliche Flächen für regenerative Energie untersucht. Fazit ist ungefähr: Die Region kann zumindest den privaten Stromverbrauch realistisch aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse decken.

    In den Großstädten reichen die Flächen nicht aus, in Frankfurt zum Beispiel wären nach heutigem Stand der Technik maximal 74% des Privatstromverbrauchs abdeckbar, realistisch wären eher 35%.

    Dagegen könnten die Umlandgemeinden ein Vielfaches ihres Eigenbedarfs erzeugen - was ja auch angesichts der klammen Gemeindebudgets nicht uninteressant ist.

    Ein PDF zum Projekt: http://www.fh-frankfurt.de/de/.media/fb1/Forschung_Institute/erneuerbar_komm/erneuerbarkomm_leitfaden_web.pdf

    Ein Online-Rechner, mit dem man das Potenzial für die einzelnen Gemeinden darstellen kann: http://erneuerbarkomm.de/rechner/index.html
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    @ungeBILDed
    Hätte ich ein bisschen loses Kapital rumliegen, würde ich in Speichertechnik-Firmen investieren, das wird das next big thing. Gespannt bin ich insbesondere, was die Hochtemperatursupraleitung betrifft, und ob es da durch Massenproduktion zu erheblichen Kostensenkungen kommen könnte. So gibt es wohl die Möglichkeit, Strom in Endlosschleifen – in supraleitenden magnetischen Energiespeichern (SMES) – fast verlustfrei „zwischenzulagern“, eine andere Methode sind Schwungräder mit HTS-Magnetlager.
  • thowabuthowabu Mai 2011
    Zu den Elektroautos möchte ich noch zu bedenken geben :

    - Aktuelle El. Drives können nicht rückspeisen.
    - Aktuelle El. Drives laufen einphasig.

    Beispiel Smart ED.
    - 230V Ladekabel
    - 8h Ladezeit
    - 16,5 KWh
    - 115km Reichweite.


    Um das Stromnetz stützen zu können müsste man schon dreiphasig einspeisen.
    Man bedenke bitte das wir Verluste für

    - verluste durch Laderegelung
    - verluste im Akku beim laden
    - "Standverluste" - Selbstentladung / Kapazitätsverlust
    - verluste beim entladen (abhängig vom Entladestrom)
    - verluste Wechselrichter für Rückspeisung

    haben.
    Das drückt den Gesamtwirkungsgrad je nach Umsetzung bis in den Bereich von 60%.
    Das heisst aus 1 KWh werden 0,65 KWh.


    Wie schauts den mit der Verfügbarkeit aus ?

    Hängen alle Fzg gleichzeitig am Netz ?
    Was sagt der Fahrer dazu wenn er gerade nach einer "Rückspeisung" zur Arbeit fahren muss ?
  • TimTim Mai 2011
    Kommentar von egghat:

    > FDP will Speicher für Ökostrom fördern
    http://egghat.tumblr.com/post/5795290581/stromspeicher-deutschland-fdp-f-rderung-solarstrom

    Bei allem Gemeckere (und Gelästere, immer auf die Kleinen) über die FDP, will ich diesen sinnvollen Vorschlag mal explizit herausheben. Denn im Bereich erneuerbare Energien ist in wenigen Jahren nicht mehr die Erzeugung des Stroms das Problem, sondern die Verteilung. Verteilung dabei sowohl zeitlich (über den Tagesverlauf) wie auch geographisch (windreicher Norden, sonnenreicherer Süden). Und die ganz große Hilfe zur Lösung der meisten Probleme in diesem Bereich ist die Speicherung der Stroms. Sei es über Akkus, über Druckluft, über Umwandlung in Gas oder Wasserstoff oder wie auch immer.

    Für das Ingenieursland Deutschland sind das alles ziemlich spannende Herausforderungen und mit den Lösungen ließe sich durchaus die Weltspitze erobern.

    Ganz im Gegensatz zur schnöden Solarzellenproduktion, die die Chinesen schon lange besser (weil billiger) hinbekommen …

    (Die Solarzellen können wir ja ruhig weiter fördern, nur sollten wir die in den Club Med Staaten installieren. Bringt dort einfach viel mehr Ertrag (weil die Sonne mehr und intensiver scheint). Außerdem schafft es dort Arbeitsplätze (kurzfristiges Konjunkturprogramm) und wir bekommen im Gegenzug die CO2-Zertifikate, die die Club Med Staaten über den Solarstrom einsparen.)

    > Die FDP plant ganz neue Anreize: Besitzer von Solaranlagen sollen Stromspeicher kaufen, um ihren Strom für den Eigenverbrauch zu speichern. “Wir brauchen ein 100.000-Speicher-Programm als Aufbruchssignal für eine industrielle Batterieproduktion”, sagte FDP-Energiepolitiker Meierhofer der FTD. Im Gegenzug könne man die Vergütung für die Einspeisung ins Stromnetz senken. “Das könnte einen Investitionsschub auslösen und das Stromnetz entlasten”, so Meierhofer.


    http://www.ftd.de/politik/deutschland/:erneuerbare-energien-widerstand-gegen-roettgens-solarplan/60056191.html
  • RolandRoland Mai 2011
    Es gibt sie schon - die guten Dinge:

    Wildpoldsried im Allgäu simuliert: tut einfach mal so als schrieben wir schon das Jahr 2020 und als wäre Klimaschutz schon selbstverständlich…die Allgäuer Gemeinde stellt die klimafreundliche atom- und fossilfreie Stromsituation 2020 nach. Mit schlauen Stromzählern. So einen guten Geist bekommt jetzt jeder Wildpoldsrieder Haushalt von den Allgäuer Überlandwerken gestellt. Der passt darauf auf, dass Strom geschickt dann fließt, wenn – sagen wir – gerade viel Wind weht…
    Die Wildpoldsrieder sind bekannt für ihre engagierte Vorreiterrolle beim Nutzen erneuerbarer Energien von vor der Haustür…zum Beispiel auch Jutta Moseberg.
    „Bei uns kommt der Strom aus dem Kuhstall – mit mehr als 60 Kühen, 3 Enten, 5 Katzen und einem Hund. Man hat das Gefühl autark zu sein – so ein bisschen wie bei Asterix – Gallien. Da muss man unserem Bürgermeister doch ein dickes Lob aussprechen, der die Ideen hat, der auch den Mut hat neue Sachen anzugehen.“
    Smart Grid – das schlaue Netz der Zukunft in Wildpoldsried im Allgäu. Kostet 800 000 Euro und dauert jetzt erst mal zwei Jahre lang.
    http://www.radio7.de/index.php?id=277&tx_ttnews[pointer]=4&tx_ttnews[tt_news]=57369&tx_ttnews[backPid]=27&cHash=6cd4c61652
    http://www.br-online.de/bayern1/mittags-in-schwaben/stromnetz-wilpodsried-irene-ID1302537616876.xml

    Zur Zeit befinden sich alle Rückspeiseeinheiten in Elektroautos im Testbetrieb in verschiedenen Teilen in Europa, um genau die Fragen von thowabu zu klären. Interessant wird es nach einer Studie von Frost & Sullivan sowieso erst ab einer Zahl von 250.000 Elektroautos.

    @UngeBild - Und ansonsten gibt es noch einen kritischen Regelungs-Papst aus Braunschweig, dessen Gedanken man nicht immer folgen muss, der aber zumindest zum Nachdenken anregt. (Hessen ohne Biblis?) http://www.ifr.ing.tu-bs.de/forschung/downloads/papers/Hessen_ohne_Biblis_8.pdf
    Ausgleich von Windenergieschwankungen mit fossil befeuerten Kraftwerken –
    wo sind die Grenzen? http://www.ifr.ing.tu-bs.de/forschung/downloads/papers/Ausgleich_Windenergie_2002.pdf

  • @Roland

    Ich "will" aber keine fossilen Kraftwerke (CO2). Wie wäre es mit Kuhdung ;-) oder Bio-Gas?
    Prof. W. Leonhard (Bibils-PDF) führt das ja aus und hat da auch seine "Bedenken"!

    (mehr Speicher, mehr Generatoren, weniger Betriebsstunden, etc.)

    Im Windenergie-PDF wird auch kein schönes Bild gezeichnet.

    Aber die PDFs sind ja "uralt" (2007 Biblis bzw gar 2002)

    Was sagt man denn nun (April/Mai 2011) zu der Problematik?

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    http://www.wildpoldsried.de/index.shtml?Energie
    Artikel dazu
    http://www.siemens.com/press/de/pressemitteilungen/?press=/de/pressemitteilungen/2011/power_distribution/epd201104057.htm
    http://www.kreisbote.de/lokal_nachrichten/wildpoldsried/1/1/Intelligentes+Stromnetz-1303200654/

    Nichtsdestotrotz fehlt mir bislang die Darstellung und Bewertung des Zusammenspiels der einzelnen Elemente der dörflichen Energieversorgung, mal abgesehen von der Grafik dass man wesentlich (etwa 3x) mehr Energie erzeugt als verbraucht.


    Falls das jemand etwas gefunden hat ...

  • SileneSilene Mai 2011
    [Reuters] Solar Panels for All New Buildings in Japan?
    "Taking [Fukushima] as a lesson, we will lead the world in clean energy such as solar and biomass, as we take a step toward resurrection," Kan told reporters last month. He wasn't joking.

    The plan to make it compulsory to put solar panels on all new buildings is expected to be unveiled at the upcoming G8 summit in Deauville, France as part of a broader plan to increase renewables and energy conservation. On the first day of the summit, Prime Minister Naoto Kan is also expected to announce the country's plans to continue operating nuclear plants. Of course, after "confirming" their safety.
  • SileneSilene Mai 2011
    IPCC author: Solar power will reach grid parity in EU by 2017
    Solar power in the EU is very close to reaching "grid parity" - the same cost price as fossil fuels such as oil and coal - according to renewable energies expert Sven Teske. For that reason, stable feed-in tariffs are needed to ensure market certainty, he told EurActiv in an exclusive interview.
  • RolandRoland Mai 2011
    @UngeBilded
    Es gab einen VDE-Kongress zum Thema Elektromobilität im November in Leipzig.
    Hier einige Informationen zur Session: "Potenziale und Chancen durch Innovationsunterstuetzung - Elektrisch mobil ohne Grenzen - EU-Projekte und nationale Projekte weltweit" und zum Projekt Edison (SmartGrid und Elektroautos auf Bornholm / DK #09:45)
    http://www.techcast.com/events/vde/26/
    und weils so gut geht, noch etwas zur Kommunikationsinfrastruktur zum Elektroauto
    http://www.ikt-em.de/
    oder noch weitere Informationen zu diesem Kongress
    http://www.ikt-em.de/1108.php
    Ansonsten kann ich immer wieder auf die Studie des Fraunhofer Instituts verweisen. Allerdings konnte keiner der Diskussionsteilnehmer Fragen zur Fluktuation der Energieumwandlung (es wird ja keine Energie erzeugt) und zum wechselnden Bedarf beantworten. http://www.wind-energie.de/fileadmin/dokumente/Themen_A-Z/Potenzial%20der%20EE/IWES_Potenzial_onshore_2011.pdf
  • JorindeJorinde Mai 2011
    aktuell: gestern (25.05.) speisten die deutschen Photovoltaikanlagen mit 120 Mio kWh so viel ein wie vier AKWs
  • Jorinde said:

    aktuell: gestern (25.05.) speisten die deutschen Photovoltaikanlagen mit 120 Mio kWh so viel ein wie vier AKWs


    Ich habe mal ausgerechnet, wie viel Strom man mit Erneuerbaren (Wind und Sonne) in der Sperrzone in Fukushima potentiell produzieren könnte, es sind über 200 TWh/a. Die vier havarierten Reaktoren produzierten im Durchschnitt 15 mal weniger:
    http://kaesespaetzle.blogspot.com/2011/05/die-sperrzone-um-fukushima.html

  • RolandRoland Mai 2011
    @Jorinde Leider ist diese Leistung nicht über den ganzen Tag gleich. Wir kommen wieder an den Punkt, dass man bisher den regenerativ-erzeugten Strom nicht ausreichend speichern kann. Hier mal die gesamte Tageskurve.
    http://www.sma.de/de/news-infos/pv-leistung-in-deutschland.html
    Hier ein Artikel aus der Süddeutschen vom vergangenen Jahr
  • SileneSilene Mai 2011
    Wir kommen wieder auf den Punkt, dass man bisher den regenerativ-erzeugten Strom nicht ausreichend speichern kann.
    Noch nicht. Im Gegensatz zur sicheren Endlagerung von Kernbrennstoffen ist das ein Problem, das technisch lösbar erscheint.
  • RolandRoland Mai 2011
    Die einfachste Lösung ist immer noch die Reduzierung des Verbrauchs, danach kommt eine intelligente und dezentrale Verteilung des Stroms (Smart Grids, virtuelle Kraftwerke, etc.). Hierzu etwas von unseren Nachbarn:
    "Derzeit wird Oberösterreich flächendeckend mit intelligenten Stromzählern ausgerüstet, wobei diese Zähler sogar bereits aktiv Stromverbraucher schalten können. Die Energie AG Oberösterreich als Versorger sowie Netzbetreiber hat bereits in mehr als 20.000 Haushalten Zähler installiert, und in jedem dritten Haushalt können mittels sogenannter Lastschaltmodule große Verbraucher vom Netz gesteuert werden. Bis 2012 soll die Zahl der installierten Zähler auf 100.000 steigen. So kann die Energie AG bei ihren Kunden Verbraucher schalten, die mit 260 Megawatt rund ein Drittel ihrer Kraftwerksleistung entsprechen."
    http://www.industry.siemens.com/topics/global/en/fairs/hannover-messe/energy/press/Documents/de/Projektvorstellung-Smart-Grid-der-Energie-AG_de.pdf
    http://www.nachhaltigwirtschaften.at/edz_pdf/broschuere_smart_grids_pioniere.pdf
  • RolandRoland Mai 2011
    Hier findet sich eine interessante Auflistung der Speichertechniken in der DPG-Studie "Elektrizität - Schlüssel zu einem nachhaltigen Energiesystem" (ab Seite 132)
    http://www.dpg-physik.de/veroeffentlichung/broschueren/studien/energie_2010.pdf
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    @Roland
    Vielen Dank, da ist die Urlaubslektüre ja gesichert.
  • TimTim Mai 2011
    > Notnagel, wenn die Sonne nicht scheint
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1467578/

    General Electric stellt in Paris neuen Kraftwerkstyp vor

    "The power of flexibility " - mit diesem Slogan bewirbt General Electric seinen neuen Kraftwerkstyp: ein Gas-und Dampfkraftwerk. In einem System, das auf erneuerbaren Energien basiert, soll es eine Lösung bieten für das Problem, dass Strom aus Sonne oder Wind nicht rund um die Uhr gleichmäßig zur Verfügung steht.


    4 Minuten Radiobeitrag.

  • MatthiasMatthias Mai 2011
    [FAZ] Schweizer AKWs sollen nach 50 Jahren Laufzeit vom Netz gehen - Ausstieg bis etwa 2034 / Protestbewegung wird stärker
    http://www.faz.net/artikel/C32436/kernkraftwerke-die-schweiz-plant-den-atomausstieg-30370249.html
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    [FAZ] Umweltminister: 7 ältere AKWs sollen nicht mehr ans Netz / Keine Einigung auf konkreten Ausstiegstermin / Bundesnetzagentur warnt vor Stromlücke im Winter
    http://www.faz.net/artikel/C32436/bundesnetzagentur-im-winter-droht-stromluecke-30387552.html
  • TimTim Mai 2011
    > The World Nuclear Industry Status Report 2010–2011. Commissioned by Worldwatch Institute, Washington, D.C. (USA) April 2011.

    Publications by Mycle Schneider
    > http://www.rightlivelihood.org/?id=583

    Table of Contents

    Executive Summary
    Introduction
    General Overview Worldwide
    Overview of Operation, Power Generation, Age Distribution
    Overview of Current New Build
    Potential Newcomer Countries
    Power Plants Under Construction
    Contracts Signed
    Decisions Announced by Industry and Governments
    Nuclear Economics
    Reactor Licensing and Economics
    Implementation Costs of Nuclear Power Plants
    Developments in 2010
    Conclusion on Economics
    Nuclear Power vs. Renewable Energy Development
    An Economic Comparison
    Rapid and Widespread Deployment
    Are Nuclear and Renewables Compatible?
    Post-3/11 Developments in Selected Countries (as of 8 April 2011)
    Annex 1. Overview by Region and Country
    Annex 2. Status of Nuclear Power in the World (1 April 2011)
    Annex 3. Nuclear Reactors in the World Listed as “Under Construction” (1 April 2011)


    80 Seiten PDF

    Gute Übersicht zu existierenden Atomkraftwerken, den in Planung und in Bau.
    Sowie Investitionen und Forschung in nukleare, regenerative, weitere Energieerzeugungsformen gegenübergestellt.

  • vosteivostei Mai 2011
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/0,2828,763773,00.html

    Ist das mit den Gaskraftwerk schon angekommen hier im Forum?
    http://www.br-online.de/wissen/umwelt/gud-kraftwerk-irsching-erdgas-ID1306155386677.xml
    Es handelt sich um Irsching 4, bei Ingolstadt.
  • thowabuthowabu Mai 2011
    ...und wenn man jetzt noch 30% Abwärme in ein Fernwärmenetz pumpt wäre es perfekt.
  • TimTim Mai 2011
    Anders Østervang, First Secretary, Economic Affairs, Danish Embassy:

    In Denmark, we have decided that we do not want to be in that energy race. We want to insulate ourselves from future peaks in energy prices and disruptions in supply, and to invest our money in green, long-term, sustainable sources of energy. Our government has announced its ambition that Denmark should become fully independent of fossil fuels by 2050, and instead meet its energy needs with renewable energy. A detailed, comprehensive strategy for how to get there, “Energy Strategy 2050”, was launched a few months ago—the first of its kind in the world.
    The journey toward a low-carbon and energy-efficient society actually started decades ago, during the oil crises of the 1970s. We took it up as a serious challenge to reform our energy model. At the peak, we stopped driving our cars on “car-free Sundays,” and after the crises we kept gas prices high.

    We went into the 1973 oil crisis almost 95 percent dependent on foreign oil imports for meeting our energy needs. Since those days, we have broken this spell of dependence by focusing heavily on energy efficiency and energy savings (in industry as well as households); by exploring domestic oil and gas; by diversifying our energy mix; and, increasingly, by investing in renewable energy sources.

    As a result, Denmark is now one of the most energy-efficient countries in Europe and a net exporter of energy. We have reduced our oil consumption substantially so that today oil accounts for less than 40 percent of the energy we use overall. Renewables now account for 23 percent of the energy we consume, and for 30 percent of the electricity. Our many wind farms deliver two-thirds of that energy.

    Importantly—and with a bearing on the current debate in the United States—we did this while securing economic growth. Since 1980, the Danish economy has grown by almost 80 percent while our energy consumption has remained more or less flat and CO2 emissions have fallen. We have also seen the development of a strong and globally competitive energy efficiency and sustainable energy industry.

    A recent report commissioned by WWF shows that Denmark earns the world’s largest share of its national revenue from the clean tech industry, at 3.4 percent of GDP. This is far ahead of China, in second place at 1.4 percent. The clean tech industry now also accounts for more than 13 percent of our exports. Denmark is now a world leader in wind turbine production, and Vestas alone holds a 12 percent share of the global market.

    On the end-user side, we focused heavily on strict building and appliance efficiency standards, public awareness campaigns about savings in households, and taxes on energy consumption that result, in a way, in the price of energy including the environmental costs of production, use, and disposal.

    On the production side, cogeneration of electricity and heat (combined heat and power [CHP]) and district heating have been critical. CHP uses approximately 30 percent less fuel than separate heat and power plants producing the same amount of heat and power. Almost 53 percent of Danish electricity is cogenerated with heat, concentrating emissions at CHP-plants that are equipped with efficient emission-reduction equipment.

    As in Austria, individual communities have helped drive this development. One example is the pioneering island of Samsoe, home to 61,000 inhabitants. In 1997, Samsoe entered a Danish government challenge along with four other islands to cut its carbon footprint and increase production of renewable energy—and won. Afterward, Samsoe decided to continue what it had started and is now entirely self-sufficient. It is even selling surplus energy generated by windmills. It has cut its carbon footprint by 140 percent (carbon emissions are now in effect negative, since Samsoe is selling clean power to other communities).

    Samsoe owes much of its success to a model of strong public participation and local ownership. …


    More at:
    http://blogs.worldwatch.org/revolt/denmark%E2%80%99s-road-to-a-low-carbon-energy-efficient-economy/

  • TimTim Mai 2011
    > From Wind and Sun to Gas: Fraunhofer’s “Renewable Methane” Energy Storage Technology
    http://blogs.worldwatch.org/revolt/is-%E2%80%9Crenewable-methane%E2%80%9D-energy-storage-an-efficient-enough-option/

    Klingt sehr gut der Ansatz.
  • @tim “Renewable Methane”

    Wirkungsgrade laut link:
    Strom -> Methan 60% (Pilotanlage 40%)

    Strom -> Methan -> Strom 36% (Ich hoffe ich habe den Text richtig verstanden)

    Aber das mache alles nix, man könne ja genug Strom produzieren und speichern.

    Na ja, damit wäre der "Reproduzierte" Strom wohl um mindestens die 1/36% also Faktor 2,8 Teurer als der Ursprungsstrom. Im Endeffekt noch mehr, da die Kosten für Umwandlungen noch dazukommen.

    Ich will mich jetzt nicht komplett durch http://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie quälen,
    aber man spricht für Windstrom von 7 oder 9 ct /kwh
    und "Grundlaststrom 2005 zu 4,6 ct/kWh"

    Laut http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom bekommt man Spitzenstrom für ca. 8 ct/kwh

    Das alles klingt in Summe nicht sehr effektiv!


    Amüsant sind auch
    http://www.kwh-preis.de/strom/strompreise
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis
  • TimTim Mai 2011
    @ungeBILDed
    Man braucht Technologie für jetzt, die nahe Zukunft und die ferne Zukunft.
    Die Vorteile und Nachteile sind genannt. Den Wirkungsgrad werden sie bestimmt
    versuchen zu verbessern. Wie erfolgreich wird man sehen.

    ---

    > Von der Kläranlage in den Tank
    http://www.tagesspiegel.de/wissen/von-der-klaeranlage-in-den-tank/4235454.html

    Sauberes Abwasser und Energie: In Neuseeland wird aus den Algen in einem Klärteich Rohöl gewonnen. Das Algen-Rohöl unterscheidet sich praktisch kaum von dem im Persischen Golf oder im Golf von Mexiko geförderten Erdöl.


    Ohne die genauen Details, wie zB Energieverbrauch, schwer zu beurteilen.
    Hört sich auf jeden Fall spannend an.

  • MatthiasMatthias Mai 2011
    [FTD] Zu viel Strom von der grünen Wiese
    Solaranlagen häufen sich dort, wo das Stromnetz am »dünnsten« ist. Stadtwerke müssen entscheiden, ob sie jetzt Kupfer verlegen oder auf smartere Technik warten.
    http://www.ftd.de/wissen/technik/:ueberlastete-leitungen-zu-viel-strom-von-der-gruenen-wiese/60057675.html?v=2.0

    Vielleicht hülfe es, wenn man den Solidaritätszuschlag in einen Energieinfrastrukturzuschlag umwidmete?
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  • ungeBILDedungeBILDed Juni 2011
    @cab196
    cab196 said:


    Direktmethan-Brennstoffzellen mit KWK schaffen 90%


    Wie setzten sich die 90% zusammen?
    Hast du Link's?

    Äh und was macht die KWK-Komponente beim Wirkungsgrad im Hochsommer?


  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • ungeBILDedungeBILDed Juni 2011
    @cab196
    RMD-Consult

    Die sparen aber sehr mit ihren Daten und Beschreibungen!
    "Gesamtwirkungsgrad: > 90 %" beim Erdinger Weißbräu
    und fertig.

    Na ja.

    Wobei
    http://www.wab.ihk.de/index.php?id=19622
    Daraus 50% Strom 40% Thermisch

    Wobei es stimmt schon "Eine Brauerei ist ein ideales Einsatzgebiet für eine Brennstoffzelle"
    (aus http://www.forum-brennstoffzelle.de/files/braustoffzelle_090716.pdf)

    Zu den Kosten
    "Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das zukunftsweisende Energieprojekt mit dem Höchstsatz von 50 Prozent der Investitions- und Betriebskosten während eines dreijährigen Zeitraums."
    (aus http://www.bierspot.de/news/erdinger_weissbraeu_mit_europaweit_erster_brauerei-brennstoffzelle_362.html)


    Rechnen wir mal
    24 h x 365 d x 30 a * 0,05 ct/kwh x 237 kW = ca 3 Mio = Anschaffungskosten
    Dazu noch jede Menge Wärme für's Bierbrauen

    Das ist sicher OK.

    =============
    Aber wir sprechen doch unter anderem von Stromerzeugung für für "schattige Flautetage", wo die Wärme sicher nicht so relevant ist bzw. man auch an anderen Tagen Wärme aber halt nicht immer den Strom braucht.

    Und wir sprechen von der Stromspeicherung an sonnigen, windreichen Tagen ..

    Damit wären wir wieder bei 60%*50% ... (oben waren es noch *60%)

    Fazit:
    Ich suche immer doch das schlüssige GESAMTKONZEPT!
  • engeng Juni 2011
    Also wenn ein Gaskraftwerk einen Wirkungsgrad um 60% hat dann wäre es gut, aber 90% ist zumindest kurzfristig unrealistisch.
  • ungeBILDedungeBILDed Juni 2011
    Kam gerade am TV:

    im Winter könnte man Aluminiumschmelzöfen (gegen Bezahlung versteht sich) bei Bedarf für 1 max. 2 Stunden vom Stromnetz nehmen.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • JorindeJorinde Juni 2011
    @cab196
    Sicher ein sinnvoller Baustein, aber der Wirkungsgrad ist leider nicht berauschend. Mit (schätzungsweise) maximal 70% in jede Richtung halbieren wir die nutzbare Strommenge (0,7*0,7=0,49). Ich finde das Konzept der Redox-Flow-Batterie vielversprechend:
    http://www.ict.fraunhofer.de/kernko/AE/Batterien/Redoxflow-Batterie/index.jsp
    Da liegt der Wirkungsgrad lt. Fraunhofer bei bis zu 80%. Auf der Hannovermesse stand ein Prototyp für 10 kWh mit geschätzt 200 l rum. Noch ein bisschen dran rumforschen...
  • TimTim Juni 2011
    > Energiewende bringt Schub für Wüstenstrom - Desertec-Geschäftsführer: Dezentrale Stromerzeugung reicht nicht aus
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1479817/

    15 Prozent des europäischen Strombedarfs könnten die geplanten Solaranlagen des Projekts Desertec in der nordafrikanischen Wüste decken, sagt Paul van Son, Geschäftsführer des Konsortiums. Die Unruhen in der Region hätten auf das langfristig angelegte Vorhaben keine Auswirkungen.


    7 Minuten Audiobeitrag

    Nicht sehr überzeugende Worte des Geschäftsführers..

    Das Projekt klang bisher nie sehr überzeugend.


    Ein paar ältere Links dazu:

    > 400 Mrd. für Solarstrom aus der Wüste (Juni 2009)
    http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2009/06/400-mrd-fur-solarstrom-aus-der-wuste.html

    Übersicht von egghat mit vielen Links und guten Kommentaren.


    > DESERTEC - Grab für hunderte Milliarden Euro (August 2010)
    http://aristo.excusado.net/comments.php?y=10&m=08&entry=entry100801-152828

    Sehr kritischer Beitrag mit vielen Links und Zitaten.


    ---

    > Per Mikrokredit finanzierte Solarenergie in Entwicklungsländer (Nov 2009)
    http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2009/11/per-mikrokredit-finanzierte.html
  • SileneSilene Juni 2011
    Ein Schritt in die richtige Richtung:

    [NHK] Japan develops standby energy-free chip
    An energy-efficient semiconductor for home appliances will soon be available.

    NEC and Tohoku University have developed the semiconductor, following moves to save electricity in the wake of the Fukushima nuclear power plant accident.

    Electronic devices, such as computers and televisions, consume energy even when they are switched off.
    This so-called standby power consumption accounts for about 6 percent of household electricity use.

    But the new chip can cut it to zero, as it uses a small magnet, instead of power, to retain data.

    NEC aims to have the semiconductor on the market in a few years.

    It says the chip will not only reduce household power consumption, but it will also help large users, like data centers, cut electricity use by as much as 25 percent.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • SileneSilene Juni 2011
    cab196 said:

    moderne Geräte brauchen weniger als 1 Watt im Standby, das ist alles kein Thema mehr. Ein zusätzlicher Microcontroller für power supply kostet wenige Cent, aber bei dem Preiskampf in der Unterhaltungselektronik, versucht man das natürlich einzusparen. Hier müsste es ein europäisches Gesetz geben.


    Ich stimme Dir zu. Jedes Gerät im Haushalt sollte auf der Vorderseite einen mechanischen Ein/Aus-Schalter besitzen, der es primärseitig vom Netz trennt. Punkt.

    Bei einer Serverfarm bringt das natürlich wenig. Deshalb verbrauchen unzählige Rechner 24 Stunden am Tag Energie, selbst wenn sie gerade nichts sinnvolles tun.
    Laut Wikipedia wurden im Jahr 2003 in Deutschland etwa 6,8 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Strom für den Betrieb des Internets benötigt, für das Jahr 2010 gehen Schätzungen von einem Energiebedarf des Internets von 31,3 Milliarden Kilowattstunden nur in Deutschland aus.
    Keine Ahnung, wieviel an der Aussage "the chip [...] will also help large users, like data centers, cut electricity use by as much as 25 percent" dran ist. Aber der Ansatz erscheint mir sinnvoll.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • engeng Juni 2011
    Also ich habe unter anderem einen hochgerüsteten Gaming-PC mit 700 Watt Netzteil und insgesamt 10 Lüftern - aber da ist alles komplett geregelt. Im Normalbetrieb liegt der auch nur bei knapp 100 Watt und ist fast geräuschlos.

    Wichtig wäre im Zusammenhang mit Stromverbrauch vor allem die Überprüfung von alten Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen und Geschirrspülern. "Ich habe eine 20 Jahre alte Miele, das ist Qualität, die hält ewig" - diese Leute hätten sich in der Zeit mindestens 2 neue, moderne Waschmaschinen kaufen können mit der daraus resultierenden Einsparung an Strom und Wasser.
  • JorindeJorinde Juni 2011
    Ein guter Ansatz wäre auch eine ernsthafte Förderung des Austauschs alter (nicht regelbarer) Heizungspumpen. Die fressen in der Heizperiode 24 h täglich Strom, von dem 80% eingespart werden könnten.
  • TimTim Juni 2011
    > "Es ist unfasslich, wie viel Kraft in so einer Kilowattstunde steckt" - Naturwissenschaftler fordert Energie-Effizienz-Revolution
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1481132/

    Ernst Ulrich von Weizsäcker im Gespräch mit Katrin Heise

    In Wirklichkeit gibt es keinen wachsenden Energiebedarf, ist der Naturwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker überzeugt: Die Effizienzpotenziale werden einfach nicht genügend genutzt und es gibt regelgerechte Verschwendung von Energie.


    Faktor Fünf: Die Formel für nachhaltiges Wachstum
    http://www.amazon.de/Faktor-F%C3%BCnf-Formel-nachhaltiges-Wachstum/dp/3426274868

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