Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Kernkraftwerke abschalten? Wie geht es dann weiter?
  • RolandRoland Juni 2011
    @Jorinde Der Klassiker zum Energiesparen ist immer der Antrieb. Der ZVEI rechnet dazu vor, dass durch den intelligenten Einsatz elektrischer Antriebstechnik mit elektronischer Regelung oder Energiesparmotoren sich in Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen 38 Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen lassen. Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Austausch zu beschleunigen. Ab 16. Juni 2011 dürfen Wechselstrom-Universalmotoren im Dauereinsatz nur noch dann verbaut werden, wenn sie mindestens der Effizienzklasse IE2 entsprechen. IE2 entspricht dem ehemaligen Standard EFF1 des europäischen Dachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie CENEP.
  • dirkdirk Juni 2011
    Es würde eine Menge bringen wenn die Hersteller von weisser und brauner Ware verpflichtet würden, bei ausgeschaltetem Gerät, keinen Strom zu verbrauchen.
    Teilweise ziehen Waschmaschinen bis zu 40Watt, AUSGESCHALTET wohlgemerkt!
  • MatthiasMatthias Juni 2011
    Die weiße Ware sollte außerdem Strom speichern und wieder einspeisen können.

    Hier ein Artikel zum Thema Elektroautos als Zwischenspeicher (cooler: v2g) - ein dänisches Projekt. Ganz interessant sind Aspekte wie Nutzungsvergütung für die Autobesitzer oder auch Detailfragen wie die Herstellergarantie.

    https://www.greentechmedia.com/articles/read/can-nuvve-make-v2g-work-in-the-real-world/
  • engeng Juni 2011
    @dirk: Danke für den Tip mit der Waschmaschine.

    Hab meine sofort durchgemessen. Die zieht ernsthaft knapp 10 Watt wenn sie nur rumsteht. Das sind 87 kW im Jahr oder ca. 20 Euro für nichts. Unglaublich. Wieso zieht die überhaupt noch Strom? Der Trockner hat übrigens 0.
  • dirkdirk Juni 2011
    Gute Frage... Könnte u.a an der Schlauchüberwachung liegen. Ich hatte den Tipp vom Kollegen. Seine zieht 60W.Bei E-Klasse 1.
    Die Trocker sind scheinbar alle bei 0.
    Hast du eine Senseo? Miss die mal, nimm dir aber vorher einen Stuhl
  • hamham Juni 2011
    Wofür wird der denn gezogen? Gibt es dafür einen erkennbaren Grund?
  • FirehorseFirehorse Juni 2011
    Hallo in die Runde,
    ich lese seit geraumer Zeit bei euch mit, ungeschönte Infos zu Fukushima & drumherum, angenehmer Umgang, sehr symphatisch.
    Bin überhaupt nicht technisch/ physikalisch/ rechnerisch begabt, aber sehr interessiert an unserer (Energie-)Zukunft.
    Was haltet ihr hiervon: www.aqualibre.at
    Und- wäre es nicht möglich, unseren ganzen Abfall- vom Müll bis zu Fäkalien in Energie umzuwandeln? Eine schier unerschöpfliche Quelle...
  • FirehorseFirehorse Juni 2011
    ...und dies zum Thema tanken...http://www.green-motors.de/autonews/110311344
  • engeng Juni 2011
    @Firehorse: Wir werden in Zukunft unsere Energie aus vielen Quellen beziehen. Strömungskraftwerke können dazu gehören, allerdings in geringem Umfang. Es muss schon eine gewisse Strömung und Wassertiefe vorhanden sein, daher sind nicht alle Flüsse geeignet. Und auf größeren Flüssen ist es mit der Schifffahrt ein Problem. Gezeitenkraftwerke (Strömung duch Ebbe und Flut) gehen in eine ähnliche Richtung.
    Beim Müll hat auf jeden Fall Müllsortierung und Wiederverwertung ganz klar Priorität. Da bleibt dann so viel Material auch nicht übrig, ist und bleibt aber eine der kleineren Quellen. Ebenso das Faulgas (Biogas) in Klärwerken. Unerschöpfliche Quelle, aber auch nur in geringem Umfang.
  • heinerheiner Juni 2011

    @ham


    Da meist ein Bürstenmotor verbaut ist, braucht man ein Entstörglied zwischen Stecker und Einschalter. Das hat Kondensatoren. Die sind im ungünstigsten Fall aufgeladen, wenn man den Stecker zieht. Deshalb sind die Kondensatoren mit Widerständen gebrückt. Wie so oft: Der Sicherheitsonkel hat mal wieder gewonnen, der Performance-Onkel hat Pech gehabt.


     Jeder PC-Arbeitsplatz zieht ausgeschaltet ca. 5-20W. Eine Master/Slave-Steckdose (mit Blitz-/Überspannungsschutz- den sollte man sowieso haben) kostet ~13€ und rechnet sich nach einem Jahr UND man muss sich nicht umgewöhnen.


    Auch meine Überzeugung ist: Mit einsparen geht's am schnellsten: man spart nicht nur den Steckdosenstrom, sondern auch die Verluste bei der Erzeugung und Übertragung!


    Einsparen heißt zuerst: Vergeudung beenden (Waschmaschine s.o., PC, Licht, Heizung, Lüftung..), dann Effizienzsteigerung durch Technik.


    Was mich z.B. unheimlich ankotzt ist, wenn aus Strom (Wirkungsgrad im Mix 30%) Wärme gemacht wird, z. B. E-Herd, Boiler, Wasserkocher... Es ist doch pervers, wenn 1kW/m² Sonne scheint, die 100W el ergeben, und mit 20m² PV betreibe ich dann meinen Wasserkocher von 2kW.


    Besser ist da, Solarthermie aufs Dach, und sowohl Waschmaschine als auch Geschirrspüler an Warmwasser (ggf. mit speziellem Vorschaltgerät-rechnet sich auch schnell) anschließen! Falls jemand einen effizienten Brennwertkessel oder Holzheizung hat, geht's natürlich auch.


    Und wenn aus Fossilstrom eine Wärmepumpe betrieben wird: Das ist bloß eine Verlagerung des Schornsteins ins Kraftwerk.


    Fazit: Jeder sollte seine bescheidenen Möglichkeiten ausschöpfen und drüber kommunizieren. Könnte sich bei dem einen oder anderen doch positiv auswirken- und dann...


  • hamham Juni 2011
    @Heiner: Danke für den Versuch der Erklärung. Ich habe in der Zwischenzeit meine Waschmaschine (4 Jahre alt, auf Energieeffizienz geachtet) vermessen, die zieht nichts, wenn Sie aus ist.
    Natürlich häng mein Computersystem einschließlich Router an abschaltbarer überspannungsgeschützten Dosen und auch bei den sonstigen Geräte achte ich auf tatsächliche Ausschalter oder nehme sie über schaltbare Dosen vom Netz. Ja, aber ich war halt recht überrascht, dass selbst bei eng die Maschine 10 W nimmt ;-). Ich werde mal bei Bekannten und Verwandten nachmessen. Denn Stromsparen lässt sich immer noch am besten über den Geldbeutel verkaufen.
  • engeng Juni 2011
    @ham: ich war auch überrascht. ;) Da habe ich praktisch das ganze Haus durchgemessen - aber auf die Waschmaschine wäre ich nie gekommen.

    Große Stromfresser sind natürlich auch alte Kühl- und Gefrierschränke. Da lohnt sich das Messen ganz besonders.

    Und wer T-Home Entertain hat: der Rekorder zieht im Stand-By noch 18 Watt. Das sind ca. 35 Euro im Jahr Stromkosten. Auch da die Steckerleiste mit Schalter verwenden. Dann ist zwar jedesmal das erneute Hochfahren nervig, aber man spart Geld.

    Computer auf jeden Fall mit automatisch regelbarem Netzteil, CPU-Kühler und Lüftern ausstatten. Im Normalbetrieb wird dadurch der Stromverbrauch erheblich reduziert.

    Für eine Sache habe ich noch keine vernünftige Lösung: wir haben mehrere Funktelefone im Haus, dazu Modem, Router, Switch (müssen 24 Stunden in Betrieb sein, lässt sich auch nicht ändern), mit den dazugehörigen Steckernetzgeräten. Die Problematik ist ja bekannt. Kann man diese Steckernetzgeräte irgendwie sinnvoll ersetzen?
  • hamham Juni 2011
    @eng: Deshalb der Satz ;-). Das mit dem Durchmessen war in den ersten Blogs ja schon mal Thema.

    Also nehmen wir auf den nächsten Besuchen bei Familie, Freunden usw. mal das Meßgerät mit!
  • dirkdirk Juni 2011
    Bei DSL Komponenten wird es schwierig; die brauchen ja nun doch ein wenig wenn sie neu booten bzw syncronisieren müssen.
    Die neuen Gigaset Ladeschalen brauchen so gut wie keinen Strom, wenn das Handgerät geladen ist. Option Handgerät nicht ständig reinstellen.
    Ersetzen von den Netzteilen ist nicht so einfach da u.U. unterschiedliche Spannungen.
    Beim Messen von Ladegeräten bitte dran denken: nach Ausstecken und wieder rein, laden die erst die angeschlossenen Akkus immer nach bis sie erkennen das er voll ist.
  • engeng Juni 2011
    @ham: das haben wir ja überstanden ;)
  • MatthiasMatthias Juni 2011
    Die FAZ zum Thema Transmutation:
    http://www.faz.net/-01xxc9
  • SileneSilene Juni 2011
    [Mainichi News] Exclusive use of LED lights would shave 9 percent off Japan's energy consumption: researchers
    The IEE, a foundation supervised by the Ministry of Economy, Trade and Industry, estimates that 92.2 billion kilowatts of electricity -- worth the output of 13 nuclear reactors -- would be saved if all the fluorescent and incandescent lights in use in the country were replaced with LED lights.
  • MatthiasMatthias Juni 2011
    [Spiegel] Maroder Stahl verzögert Start neuer Kohlekraftwerke
    Neue Kohlekraftwerke sollten für mehr Stabilität in den Stromnetzen sorgen, doch ihre Inbetriebnahme verzögert sich - nach SPIEGEL-Informationen sogar um Jahre: Grund ist ein fehlerhafter Stahl, der in den Dampfkesseln der Kohlemeiler zu Rissen führt. Die Branche rechnet mit höheren Strompreisen.

  • engeng Juni 2011
    Toyota ... Hitachi ... Gibt es in Japan einen Systemfehler?
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  • engeng Juni 2011
    @cab196: Kannst Du bitte Deinen Tipp: "Keine Geräte mit Trafo-Netzteil kaufen bzw. solche Geräte ersetzen oder das Netzteil tauschen" für die Allgemeinheit noch etwas detaillierter ausführen? Danke.

  • MatthiasMatthias Juni 2011
    Vielen Dank für die Anregungen! Reichen für solche Messungen eigentlich die handelsüblichen Strommessgeräte, die es so um die 20 EUR gibt, aus, oder nutzt ihr Profitools?
  • MatthiasMatthias Juni 2011
    [FAZ] Energieversorgung – Die Kohle wird die Hauptlast tragen

    Bis zum Ende des Jahrzehnts will Deutschland weitgehend auf Kernenergie verzichten. Doch dazu muss der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden. Um „Stromlücken“ zu schließen, wird man mehr Kohle, Öl und Gas verbrennen müssen.
  • JorindeJorinde Juli 2011
    Auf die Gefahr hin, Polemik auf mich zu ziehen:
    Die Begleitgesetze zum Atomausstieg sind alles andere als geeignet für einen schnellen Umbau der Energieversorgung. Dafür sind sie meines Erachtens auch nicht gemacht worden. Der Ausbau der momentan billigsten Stromversorgung (Windkraft an Land) wird durch erneute Kürzung der Vergütung und Erschwerung des Repowering (Ersatz alter Windkrafträder durch modernere, leistungsfähigere Generatoren) gebremst. Durch die Hintertür werden Kleinbetreiber aus der Erzeugung gedrängt, da sie aus Gründen der Netzstabilität Fernzugriff auf ihre Anlagen einrichten müssen, damit diese sich binnen 30 Sekunden (!!) herunterregeln lassen. Auch die Photovoltaik muss bluten (sehe ich nicht so dramatisch, da gemessen an der Stromerzeugung sehr hohe Förderung erfolgt ist). Gewinner dieser "Energiewende" sind die großen Vier, die für die Offshore-Windkraft, die Geothermie und den Betrieb großer Biomassekraftwerke hohe Vergünstigungen erhalten. Und darum geht es auch: bloß keine dezentrale Energieerzeugung in Bürgerhand; dann lieber so lange weiter auf Kernkraft und Fossile setzen, bis auch die Unerschöpflichen fest in der Hand der Konzerne sind.
  • MatthiasMatthias Juli 2011
    @Jorinde
    Einen Hoffnungsträger gibt es noch: die Stadtwerke. Wenn sich die Kommunen ein bisschen ins Zeug legen und ihr Potenzial gemeinsam nutzen, könnte ein Gegengewicht zu den Big Four entstehen. Voraussetzung wäre aber sicher eine hohe Investition in Smart Grids.
  • JorindeJorinde Juli 2011
    @Matthias
    Danke für die mentale Unterstützung!
    Wir haben vor Ort einen Energiekreis gegründet, um zusammen mit den Stadtwerken nach Möglichkeiten zu suchen, lokal "grüne" Energie zu erzeugen und zu speichern. Mal sehen, was dabei rumkommt...
  • MatthiasMatthias Juli 2011
    Dann noch mal der Verweis auf das Projekt der FH-Frankfurt für Rhein-Main. Vielleicht gibt es etwas Ähnliches auch für eure Region: http://fukushima.physikblog.eu/discussion/comment/2145#Comment_2145
  • JorindeJorinde Juli 2011
    super, danke! man kann es mal mindestens als Vorlage nehmen...außerdem sollte man es an alle Landtage, Kreistage etc. weiter leiten...
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  • engeng Juli 2011
    @cab196: Danke für die Info und gute Idee mit dem Thread.

    Vieleicht von Dir noch ein Hinweis wie man Netzgeräte mit Trafo von Schaltnetzteilen sicher unterscheiden kann.
  • SileneSilene Juli 2011
    eng said:

    Vieleicht von Dir noch ein Hinweis wie man Netzgeräte mit Trafo von Schaltnetzteilen sicher unterscheiden kann.


    Am Gewicht des Trafos. Oder am Fiepsen des Schaltnetzteils. :-)
  • heinerheiner Juli 2011
    Ich bin Betreiber einer Windkraftanlage (seit 1993) und muss sagen, die beste Möglichkeit der Erhöhung der Akzeptanz ist Bürgerbeteiligung: Wenn Du selbst als Anwohner pro Umdrehung 'ne Mark bekommst, machen die Dinger nicht mehr Krach sondern Musik!
    Nebenbei bekommt man auch eine ganz andere Beziehung zum Wetter: November bis März sind echt tolle Monate :).
    Aber wenn EON &Co oder auch Stadtwerke solche Windparks hochziehen, ist das Bürgerinteresse daran eher mäßig.

    Die andere Frage ist, wo Ihr Euren Sparstrumpf habt, etwa bei der Deutschen Bank/Postbank/Commerzbank... und damit Investitionen von Energieriesen in Dinosauriertechnologie mit ermöglicht?
  • engeng Juli 2011
    @Silene: I break together ;)
  • engeng Juli 2011
    @heiner: Langsam, langsam, die Stadtwerke gehören rein theoretisch den Bürgern der Stadt, also müsste das Bürgerinteresse vorhanden sein.
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe sollen sich also Bürger zusammentun und Windkraftanlagen aufstellen. Das nennt man im weitesten Sinne Sozialismus und hat schon mal ganz fürchterlich nicht funktioniert ... ;)
    Mal ganz abgesehen davon was ich von der Deutschen Bank halte - aber ist es nicht etwas zuviel verlangt, wenn die Bürger jetzt in den Börsennachrichten darauf achten sollen, bei welchen Firmen die Banken und vor allem auch die Versicherungen gerade das Geld anlegen? Und dann jeweils die Bank und/oder Versicherung wechseln?
  • TimTim Juli 2011
    Sorry eng...

    Direkte Mitbestimmung und selbst Verantwortung übernehmen ist etwas ganz anderes.

    Das hat nur rein gar nichts mit Sozialismus zu tun.

    Wieso sollte man Großbanken unterstützen, die Staat und Gesellschaft mit ihren unverantwortlichen Risikogeschäften zur Haftung und Übernahme der Verluste zwingen?
  • engeng Juli 2011
    @Tim: Ich glaube die Diskussion Sozialismus / Mitbestimmung / Selbstverantwortung würde hier etwas zu weit führen, weil es auch zwangsläufig eine sehr umfangreiche Diskussion wäre.
    Und mit Deinem Einwand in Bezug auf Großbanken meinst Du jetzt aber etwas anderes als heiner.
  • JorindeJorinde Juli 2011
    @eng
    Auch wenn Stadtwerke theoretisch den Bürgern der Stadt gehören, heißt das noch lange nicht, dass sie deren Interessen vertreten. Unsere Stadtwerke haben vor ein paar Wochen angekündigt, dass sie ab 01. Juli keinen Atomstrom mehr im Portfolio haben werden. Liegt wohl daran, dass viele Menschen mit der Argumentation "ich will keinen Atomstrom mehr" gewechselt haben. Vorher wurde seitens Grünen, BUND etc. der Dialog gesucht, aber von den Stadtwerken kamen immer nur ausweichende Antworten. Es geht halt doch nur über die Kohle - wenn denen die Kunden weglaufen, überlegen sie sich plötzlich andere Möglichkeiten...Aktuell bieten unsere Stadtwerke jetzt einen "local green" Tarif an, mit dem Anlagen im Stadtgebiet gefördert/gebaut werden sollen.
  • engeng Juli 2011
    @Jorinde: Ich möchte das hier eigentlich nicht weiter ausführen, aber man sollte sich von der Illusion lösen, das es eine "Bürgerfirma" geben könnte. Irgend jemand muss das Sagen haben, und schon gibt es Interessenkonflikte. Man kann schließlich nicht jeden Tag Bürgerbefragungen durchführen wenn Firmenentscheidungen anstehen. Und es fallen jeden Tag viele wichtige Entscheidungen in einer Firma an, auch wenn das Außenstehende nicht so mitbekommen. Der Aufwand, jeden einzelnen Bürger bei jeder Frage über die Details so zu informieren das er in der Lage ist sinnvoll mitzuentscheiden wäre gigantisch - und ist praktisch unmöglich.

    Thema Stadtwerke. Wenn ich da in verantwortlicher Position wäre würde ich auch kein Harakiri mit meinem Job machen. Man kann nicht immer von heute auf morgen alles total ändern. Sind die Stadtwerke mit Ihrem Strompreis nämlich wesentlich teurer als die Konkurenz laufen die Kunden auch ganz schnell weg. Wer ist nicht alles noch nach Teldafax gerannt als schon lange klar war das die nur noch den Bach runtergehen konnten. Waren das die "verantwortungsvollen Bürger" die eine Firma leiten sollen?
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  • SileneSilene Juli 2011
    Carbazol? Ein ziemlich fieser Stoff:

    Von dem Stoff gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus. Verdacht auf krebserzeugende Wirkung. Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. Die LC50 (96h) für Fische liegt bei 0,93 mg/l, d.h. die Hälfte der Tiere stirbt dann innerhalb von 96 Stunden. Glücklicherweise ist Carbazol so gut wie unlöslich in Wasser.
    (Quelle: GESTIS-Stoffdatenbank)

    Müssen die Carbazol-Zellen eigentlich beheizt werden? Im verlinkten Text steht: "Beim Tanken wird das „entladene“ (wieder energiearme) Carbazol einfach abgepumpt und durch frisches (energiereiches) ersetzt. ". Aber der Schmelzpunkt von Carbazol liegt bei über 240 °C!
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  • JorindeJorinde Juli 2011
    Ja, ist es. Zwar auch nicht unbedingt gesund, LC50 Fisch liegt zwischen 1 und 10 mg/l. Aber wenigstens ist es leicht abbaubar. Am gefährlichsten ist das enthaltene Benzol.
  • SileneSilene Juli 2011
    Vielleicht sollte man die Carbazol-Zelle lieber mit einer Redox-Flow-Zelle vergleichen. Die Energiedichte wird sicher geringer sein (um welchen Faktor eigentlich?), aber dafür sind die verwendeten Elektrolytlösungen (Titan, Eisen, Zink) ziemlich harmlos, flüssig und unbrennbar.

    Carbazol ist in meinen Augen nur ein Versuch der Ölindustrie, uns ein giftiges petrochemisches Abfallprodukt, das man sonst teuer entsorgen müsste, als neuen Wundersprit anzudrehen.

    Edit: Hier ein paar Energiedichten im Vergleich (z.T. aus o.g. dem Elektor-Artikel).

    Wasserstoff -> 37000 Wh/kg
    Superbenzin -> 12000 Wh/kg
    Carbazol -> 1900 Wh/kg
    Redox-Flow (Vanadium) -> 15-25 Wh/kg

    Die Unterschiede sind natürlich beträchtlich, allerdings beziehen sich die Werte von Wasserstoff und Carbazol auf die Reinsubstanz, während sich der Wert bei Redox-Flow auf die Gebrauchslösung bezieht.
    Auf den ersten Blick erscheint Wasserstoff der klare Sieger zu sein. Leider verschlechtert die nötige Verpackung (in Form von Metallhydriden, in Drucktanks o.ä.) die Bilanz.
    Wie sieht das bei Carbazol aus?
  • SileneSilene Juli 2011
    [Yomiuri Shimbun] Solar industry expected to expand
    Major domestic companies are planning or considering entry into the business of so-called mega solar power plants, a move that may accelerate the expansion of the nation's renewable energy industry.

    Mitsui & Co. is currently planning to build large-scale solar power plants in areas hit by the Great East Japan Earthquake. The trading giant not only intends to support reconstruction efforts in those areas, but also turn renewable energy into one of its core businesses.

    Public attention toward renewable energy sources has grown considerably in the wake of the crisis at the Fukushima No. 1 nuclear plant, with momentum for a shift away from nuclear energy gathering strength.

    Mitsui is considering installing solar panels on idle land in several sites across the Tohoku region, with total power generation capacity expected to be about 100,000 kilowatts. The firm hopes to improve profitability by building solar plants with generation capacities far exceeding those of current plants, which stand between 1,000 kilowatts to tens of thousands of kilowatts.

  • TimTim Juli 2011
    > Potenzial für japanische Energiewende ist vorhanden
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1504378/

    Experte bewertet geplanten Atomausstieg
    Holger Techert im Gespräch mit Georg Ehring

    Besonders im Bereich der Photovoltaik habe Japan großes Potenzial, sagt Holger Techert vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Kurzfristig könne der Strombedarf des Landes bei einem Atomausstieg aber noch nicht vollständig gedeckt werden.


    4 Minuten Audiobeitrag

  • TimTim Juli 2011
    > Wir müssen das Konsumniveau "drastisch senken"
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1505045/

    Journalist Marcel Hänggi über die Herausforderungen einer globalen Energiewende

    Wenn die Menschen in den Industrieländern weniger Energie verbrauchen, müssen sie deswegen nicht schlechter leben, sagt der Schweizer Journalist Marcel Hänggi. Zudem müsse erreicht werden, dass Menschen in ärmeren Regionen elektrische Energie nutzen und am modernen Leben teilhaben könnten.


    7 Minuten Audiobeitrag

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  • SileneSilene August 2011
    [Asahi Shimbun] Natural energy sources a growth sector everywhere but Japan
    Japan is lagging behind the world in the development of electricity from natural sources and Softbank Corp. President Masayoshi Son wants to do something big to change that.

    Son's pet project involves installing solar panels in fallow rice paddies. With about 540,000 hectares of rice paddies currently not in production, if just 20 percent of those paddies were covered with solar panels enough electricity would be generated to equal the 50 million kilowatts now generated by Tokyo Electric Power Co.

    Because the idea kills two birds with one stone by helping to spread the use of natural energy sources and dealing with concerns in local communities over the decline of agriculture, 35 prefectural governments have already expressed interest. [...]

    While Son is taking on the electric power industry head-on, others in the business sector are trying to seek out opportunities in creating communities and homes that do not depend on electric power companies to begin with. [...]

    All the various moves are expected to lead to a greater abundance of electricity both in homes and communities. Currently, the Electric Utilities Industry Law is fundamentally a one-way street with electric power companies supplying all the electricity.

    However, Hitoshi Ikuma, who heads the Center for the Strategy of Emergence at Japan Research Institute Ltd., believes there is a need to change that status quo.

    "The time will come when one can sell electricity to one's neighbor and with households generating and supplying electricity among themselves," Ikuma said. "Placing legal restrictions on such a trend will stop industrial development."

    In the smart cities and smart homes of the future, the electricity from electric power companies will only play a supplementary role.

    While worldwide energy sources are a growth sector, Japan has not kept up with the trend. [...]

    Unless Japan frees itself from the domination of electric power companies and fosters a new industry centered on natural energy sources, it will be left behind.
  • hobbyphysikerhobbyphysiker August 2011
    @alle

    Auch ich bin kein Freund von Atomkraft aber die Frage in diesem Forum ist sehr leicht zu beantworten. Wir werden in Deutschland aus Atomkraft aussteigen, obwohl es sehr ruhig geworden ist um die Aktionen von Frau Merkel.....

    Danach werden wir teuer den Atomstrom aus Frankreich beziehen, deren aktuelle Abdeckung bei derzeit ca. 80% liegt. Ich denke die EDF ist da schon gut vorbereitet darauf....

    Die Folgen sind sehr einfach, die Wirtschaft in Deutschland wird massiv belastet mit teuren Energiepreisen und der Standortnachteil von Deutschland wird sich erweitern - weitere Industrie wird abwandern.

    Es ist lobenswert, dass wir alle sparen und wir haben alle ein gutes Gewissen dabei, nur der Energieverbrauch steigt mit der Anzahl der Personen auf dem Globus und das hat eine ganz andere Groessenordnung. Und der Hebel um etwas zu ändern, sitzt ganz woanders.

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