Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

[Blog] Strahlenwerte in Japan
  • AndiHAndiH April 2011
    Strahlenwerte in japanischen Städten: 
    Tokio geht auf „pre-disaster-level“ zurück, in Fukushima-Stadt lag das Maximum am Dienstag bei 2,1 Mikrosievert (pro Stunde?); in Namie, 30 km nordwestlich der Anlage, wurden um 16:20 Uhr 26,4 Mikrosievert gemessen. 

    http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/85233.html
  • SamSam April 2011
    Kleiner Nachtrag

    Der 2-te Link unter "ACRO - Association pour le Contrôle de la Radioactivité dans l’Ouest" ist falsch zugeordnet.
    Er wurde diesem Dokument entnommen:

    IRSN Report
    http://www.irsn.fr/FR/Actualites_presse/Actualites/Documents/IRSN_Residents-Japon_Bulletin2_08042011.pdf
  • pr001pr001 April 2011
    Laut KYODO Ticker stieg "Radioaktivität" im Grundwasser auf dem Gelände des Kernkraftwerks in einer Woche um das 10 fache.
  • SamSam April 2011
    Huge radiation release led to severity hike
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110413005584.htm


    Ein Auszug:

    "...Junichi Matsumoto, acting head of Tokyo Electric Power Co.'s Nuclear Power & Plant Siting Division, acknowledged the seriousness of the Fukushima accident at a press conference Tuesday. "Although the details of the [Chernobyl and Fukushima] accidents are different, from the standpoint of how much radiation has been released, [Fukushima] is equal to or more serious than Chernobyl."

    Taichi Maki, guest professor of climatic environmental studies at the University of Tsukuba, said, "It's significant the discharge is still going on. As long as the reactors are unstable, we have to worry about an increase in the quantity of radiation released. I assume the increase to Level 7 took that into consideration."

    The nuclear safety agency and the Nuclear Safety Commission on Tuesday announced separately their calculations of how much radioactive material has been released from the Fukushima plant.

    The commission, which is in charge of measuring radiation, made its calculations based on air measurements taken at 33 locations near the plant and data from the System for Prediction of Environmental Emergency Dose Information, which forecasts the spread of radioactive material. The commission concluded the total amount released was 630,000 terabecquerels of iodine-131 and cesium-137, which was converted into iodine-131 to make the calculations.

    The agency, which monitors nuclear reactors, calculated the total quantity of radioactive material that was in the Nos. 1-3 reactors when the crisis began and how much leaked when steam in the containment vessels was released into the air. The agency concluded that 370,000 terabecquerels of radioactive iodine and cesium have been released.

    According to TEPCO, at the time of the March 11 earthquake, 660 million terabecquerels of radioactive material was in the Nos. 1-4 reactors.

    Comparing this figure with the calculation made by the nuclear safety commission and agency, about one-500th of the reactors' radioactive material has been released. This means most of the radioactive material likely is still in the reactors......."

  • engeng April 2011
  • TimTim April 2011
    Seawater radiation checks off N-plant to be widened
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110417002493.htm

    Die Karte mit den existierenden und geplanten Messstationen ist mir neu.
    Kombiniert mit den Strömungsverhältnissen wäre die noch besser.
    Hatte die Tage dazu eine Karte gesehen - jedoch für ein größeres Gebiet und damit ungenauer.

    Ausm Text auch interessant:

    > Seawater checks near the coastline have proved insufficient, TEPCO said.
    und
    > According to TEPCO, samples collected from the previous areas were inconclusive. There were not enough to study whether radioactive substances are spreading south and north from the nuclear plant. The new checking points will enable the company to study more accurately whether its measures to prevent radioactive substances from spreading in the sea are working, TEPCO said.
  • engeng April 2011
    Radioaktivität im Seewasser und im Landesinneren

    Seewasser am Kraftwerk:
    http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu11_e/images/110418e11.pdf

    Meßpunkte im Meer und Ergebnisse:
    http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1303106051P.pdf

    Meßpunkte im Landesinneren und Ergebnisse:
    http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1303106009P.pdf
  • SileneSilene April 2011
    Gut, dass jetzt weitere Messpunkte dazu kommen. Damit wird zumindest die Ausbreitung an der Wasseroberfläche besser dokumentiert. Um die Gefährdung für die Umwelt und die Fischerei besser beurteilen zu können wären drei Dinge aus meiner Sicht wünschenswert:

    • eine detailliertere Wasseranalyse (Uran!)
    • eine Messung der partikulär gebundenen Radioaktivität (Plankton!)
    • Stichproben aus tieferen Wasserschichten und aus dem Sediment, damit man erkennen kann, wohin die verschiedenen Stoffe wandern

    Wollte ich nur mal gesagt haben. ;-)
  • AnonymousAnonymous April 2011
    20 April 2011
    Radiation at Fukushima Schools

    A visualization of the overall situation of the radioactive environment at schools in Fukushima Prefecture is available at:
    https://files.me.com/yoshi1977/7maz9d
    (courtesy of Dr Y. Ishihara of National Astronomical Observatory of Japan)

    or can be seen with mapping at:
    http://atmc.jp/school/

  • TimTim April 2011
    Japan: Verseuchte Zone um Fukushima soll dauerhaft gesperrt werden

    Die japanische Regierung denkt darüber nach, eine dauerhafte Sperrzone rund um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima einzurichten. Ein entsprechender Vorstoß werde derzeit mit den lokalen Behörden diskutiert, teilte Regierungssprecher Edano in Tokio mit. Vorstellbar sei der Erlass eines rechtlich bindenden Zutritts-Verbots. - Die japanischen Behörden hatten nach der Atomkatastrophe eine 20-Kilometer-Sperrzone um die Anlage in Fukushima eingerichtet. In dem mittlerweile radioaktiv verseuchten Gebiet hatten vor dem Unglück bis zu 80.000 Menschen gelebt.

    http://www.dradio.de/nachrichten/201104200700/4
  • engeng April 2011
    Kontamination Seewasser mit Jod-131, Stand 18.04.2011:
    http://fukushima.grs.de/sites/default/files/Daten_Seewasser_I131_20110419-0800.pdf
    Die Messwerte sind seit Tagen rückläufig. Die eingeleiteten Maßnahmen scheinen zu greifen.

    Gemessene Dosisleistung der Anlage Fukushima Daiichi, Stand 19.04.2011:
    http://fukushima.grs.de/sites/default/files/Messwerte%20ODL%20Fukushima%20Daiichi_110419-1230_Gesamt.pdf
    Die Lage hat sich stabilisiert, die Werte sind leicht rückläufig. Es sind keine neuen "Ereignisse" hinzugekommen.

    Gemessene Ortsdosisleistung (ODL) in verschiedenen japanischen Präfekturen:
    http://fukushima.grs.de/sites/default/files/ODL-Werte-Poll_20110419-1030.pdf
    Auch hier alle Werte stabil bzw. rückläufig.
  • engeng April 2011
    Zusammenfassung der radiologischen Situation (GRS, Stand 19.04.2011):
    http://fukushima.grs.de/sites/default/files/Radiologischer_Lagebericht_Stand%2020110419_1230.pdf
  • SileneSilene April 2011
    Die Evakuierung wird über den 20km-Radius hinaus ausgeweitet. Die Bewohner der Städte Iitate, Katsurao, Namie, Kawamata und Minamisoma sollen bis Ende Mai ihre Heimat verlassen.

    http://english.kyodonews.jp/news/2011/04/87112.html
    image
  • TimTim April 2011
    Von NISA gab es sehr Karten für die gemessene Strahlung und mit ihrem System berechnete Strahlung Richtung Nordwesten.
    Konnte die leider nicht mehr finden. Die Bilder in den Folien helfen zumindest etwas:
    http://blog.energy.gov/content/situation-japan/

    Noch n Bild wo zumindest einige Städte eingezeichnet sind:
    http://blogs.nature.com/news/thegreatbeyond/2011/04/evacuations_are_now_mandatory.html

    Und die Messungen von Greenpeace in Google Maps:
    http://blog.greenpeace.de/blog/2011/04/11/greenpeace-in-fukushima-landkarte-mit-messergebnissen/

    Der Post von Xaar weiter oben hat auch zwei gute Links:
    http://fukushima.physikblog.eu/discussion/comment/317#Comment_317
  • TimTim April 2011
    *NNSA Bild in groß:
    http://k.min.us/imWXac.jpg
  • SileneSilene April 2011

    image



    Viel Danken für den Link, Tim!
    Ich wusste nicht, dass die atmosphärischen Messungen der Amerikaner öffentlich zugänglich sind. Die rote Zone entspricht übrigens einer geschätzten Dosis von umgerechnet >20 mSv im ersten Jahr (die Halbwertszeiten der Isotope wurden dabei berücksichtigt).
  • engeng April 2011
    @Silene: wie sind diese >20 mSv zu bewerten?
  • SileneSilene April 2011
    Die >20 mSv sind eine Schätzung für die Strahlendosis, die man beim Aufenthalt im Freien abbekommt. Wenn man das mit anderen Orten auf der Erde vergleicht, sieht das erstmal nicht weiter beunruhigend aus. Es soll ja Städte geben, wo die Strahlenbelastung zehnmal so hoch liegt.

    Bei der hier gemessenen Strahlung geht allerdings von einem Nuklidgemisch aus, das sich in der obersten Bodenschicht abgesetzt hat. Prinzipiell ist es denkbar und wahrscheinlich, dass die Stoffe wieder aufgewirbelt werden (Staub) bzw. von über die Nahrung (Gemüse, Milch) inkorporiert werden.

    Menschen im Alter über 45 müssen sich wahrscheinlich keine großen Gedanken machen. Es erhöht sich zwar für sie die Wahrscheinlichkeit, langfristig an chronische Krankheiten oder Krebs zu erkranken, aber vermutlich wäre das für die meisten in Anbetracht ihres Alters "akzeptabel".

    Wer jedoch noch Kinder in die Welt setzen möchte, sollte sich klar machen, dass sich das Risiko für chromosomale Defekte (Down-Syndrom), genetische Schäden und Totgeburten signifikant erhöht.
    Auch Schilddrüsenkrebs bei Kindern wird infolge der Iod-131-Belastung vermutlich verstärkt auftreten.

    Kinder und junge Menschen, die länger in diesem Gebiet leben, werden mit der Nahrung vermutlich überdurchschnittlich viel Caesium-137 und Strontium-90 aufnehmen. Das könnte das Risiko von Kreislauferkrankungen, Schädigungen des ZNS bzw. Krebs erhöhen und die Lebenserwartung verringern.
  • engeng April 2011
    @Silene: Danke für die sehr verständliche Erläuterung.
  • TimTim April 2011
    Zur Info:

    Govt to test locals for radiation near N-plant
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110421005845.htm

    > The number of people subject to the medical checkups totals about 150,000, he said.
  • SileneSilene April 2011
    Hosokawa stressed the need to measure radiation exposure levels of people living in the affected areas.

    Wie man das mit der erforderlichen Präzision in diesem Umfang bewerkstelligen will, ist mir ein Rätsel.
  • SileneSilene April 2011
    [Kyodo News] Radiation over 100 microsieverts detected 2-3 km from troubled plant

    An vier Stellen, die 2-3 km vom Kraftwerk entfernt sind, wurden Werte von >100 mSV/h gemessen, das sind über 2 mSv täglich, annähernd 1 Sievert pro Jahr!
  • TimTim April 2011
    nuclear seawater forecast map (until April 20th simulation) Tokyo Japan


    Scheinbar eine Simulation der Japaner/einer japanische Regierungsorganisation.

    In seinem Channel finden sie noch weitere Simulationen für die Ausbreitung in der Luft:
    http://www.youtube.com/user/harisenbon7777777
  • TimTim April 2011
    Hier ein Simulationstool für die Ausbreitung über die Luft:
    http://transport.nilu.no/browser/fpv_fuku?fpp=conccol_Xe-133_;region=NH
  • AnonymousAnonymous April 2011
    TEPCO 23, in der Nähe von Reaktorgebäude Nr. 3 wurde ein Wrack gefunden mit einer Strahlung bis zu 900 mSv pro Stunde.
    http://bit.ly/dFkdhV
  • AnonymousAnonymous April 2011
    Wrackteil nun bestätigt durch Tepco und NHK http://www3.nhk.or.jp/daily/english/24_01.html
  • TimTim April 2011
    Bei GRS findet sich am Ende dieser Seite eine gute Grafik der geplanten erweiterten Evakuierungszone.
    http://fukushima.grs.de/informationen-zur-lage-den-japanischen-kernkraftwerken-fukushima-onagawa-und-tokai
  • TimTim April 2011
    Atmospheric radiation leak underestimated
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/20110424dy04.htm

    Mich verwirrt der Text jedoch etwas.
  • clancy688clancy688 April 2011
    Da wurde gar nichts "underestimated". Die haben einfach die Mathematik hinter den Zahlen geändert.

    Die INES-7 Einstufung kam ja zu Stande, weil NISA und NSC die atmosphärischen Freisetzungen auf mehrere hunderttausend TBq einschätzen (was nebenbei gerade mal so 1% der Kerninventare entspricht...)
    Jetzt hat man allerdings dummerweise immer Aktivitätswerte verschiedener Isotope. Und langwierig gesehen sind 1000 Bq C137 viel schlimmer als 1000 Bq I131 - das Jod ist nach einem Jahr praktisch weg, während das C137 immer noch mit etwas weniger als 1000 Zerfällen pro Sekunde rumstrahlt.
    Daher hat sich die IAEO gedacht, man multipliziert die Aktivitätswerte aller Nuklide mit Vorfaktoren (40 im Fall von C137) und bringt sie so auf eine "biologische Gefährlichkeit", welche äquivalent zu der von I131 ist. Steht alles im INES-Manual, Seite 15 und folgend.

    Zurück zum aktuellen Problem: Mittlerweile haben ja die atmosphärischen Freisetzungen so gut wie aufgehört. Wenn man sich die Plots vom GRS anguckt, dann merkt man, dass seit dem 19./21. März so gut wie gar kein Fallout mehr dazu kam. Und es wurde verkündet, dass mittlerweile weniger als 1 TBq pro Stunde frei werden. Die Zahl kam folgendermaßen Zustande:

    0,69 TBq/h I131 + 0,14 TBq/h C137 = 0,83 TBq/h Gesamtaktivität (die messbar ist)

    Da ist allerdings nicht diese biologische Gewichtung nach I131-Äquivalenz drin. Das hat man nachher scheinbar festgestellt und noch mal neu gerechnet. Also:

    0,69 TBq/h I131 * 1 + 0,14 TBq/h C137 * 40 = 6,29 TBq/h Gesamtaktivität in I131-Äquivalenz

    Und jetzt ist irgendwer mit einem ganz gemeinen Trick angekommen - die 6,29 TBq/h hat er auf einen Tag hochgerechnet, also 150,96 TBq/d.
    Das gegenübergestellt den "weniger als 1 TBq/h" von vorher und schon sieht's so aus, als ob irgendwer totale Scheiße gebaut hätte und 150 Mal so viel frei wird wie gedacht.
    Tatsächlich kam man auch mit der vorherigen Rechnung auf 19,92 TBq/h Gesamtaktivität, nur eben nicht gewichtet.

    Alles, was diese neue Rechnung aufzeigt, ist folgendes:

    Die 20 TBq/d an Jod und Cäsium, die in Fukushima frei werden, sind so schädlich wie 150 TBq Jod.
  • AnonymousAnonymous April 2011
    Die atmosphärische Freisetzung steigt gerade wieder, hatte ich in "Übersicht Anlagensituation" auch schon angesprochen...
    http://www.bfs.de/de/ion/imis/ctbto_aktivitaetskonzentrationen_caesium.gif
    http://www.bfs.de/de/ion/imis/ctbto_aktivitaetskonzentrationen_jod.gif

    Anhand der Webcambilder konnte man schon sehen, dass wieder vermehrt Dampf/Rauch abgesondert wird.
    http://www.weatheronline.co.uk/weather/news/fukushima?LANG=en&VAR=webcam&SAT=201104220800
  • AnonymousAnonymous April 2011
    Weiß Jemand, wo man die hier angesprochene neue Karte zur Prognose der kummulierten Jahresdosis des japanischen Wissenschaftsministeriums (MEXT) findet?
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/27_10.html

    Ich finde sie auf der Seite des MEXT nicht: http://www.mext.go.jp/english/
    Mir ist nur die ältere Karter der NSC bekannt: http://www.nsc.go.jp/info/110323_top_siryo.pdf
  • AnonymousAnonymous April 2011
    Dankeschön, das auf Seite 2 in dem Dokument ist die gesuchte Karte. Die Verwendung der Heisei-Zeit statt dem gregorianischen Kalender hat mich allerdings kurz irritiert. ;)
  • MatthiasMatthias April 2011
    „Greenpeace wird von japanischen Behörden untersagt, Strahlungsmessungen vor der Küste des havarierten Atomkraftwerks Fukushima durchzuführen. Nur Stunden zuvor sagt Regierungschef Kan volle Transparenz zu. Derweil werden in Fisch und Spinat erhöhte Cäsium-Werte festgestellt.“
    http://www.n-tv.de/panorama/Greenpeace-darf-nicht-messen-article3198121.html
  • SileneSilene Mai 2011
    [Kyodo News] U.S. medical group blasts Tokyo radiation policy on Fukushima children
    Physicians for Social Responsibility, a U.S. nonprofit organization of medical experts, has condemned as ''unconscionable'' the Japanese government's safety standards on radiation levels at elementary and middle schools in nuclear disaster-stricken Fukushima Prefecture.

    The PSR statement directly challenges the Japanese government stance that it is safe for schoolchildren to use playgrounds on school premises in the prefecture as long as the dose they are exposed to does not exceed 20 millisieverts over a year.
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Auf http://www.dailykos.com/blog/Not%20A%20Mothership (aus Tims Linksammlung) wundert sich ein Kollege über die Diskrepanz zwischen erwartetem und (innerhalb der Stahlbarriere) gemessenem Verhältnis von Jod-131 zu Cäsium.
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    Seabed radiation 100-1,000 times normal level off Fukushima plant
    http://english.kyodonews.jp/news/2011/05/89154.html
  • TimTim Mai 2011
    > Radiation forecast data released
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/03_20.html

    Bild: http://www3.nhk.or.jp/daily/english/update/images/03_20_v_s.jpg

    Das System scheint eine recht gute und genaue Vorhersage gemacht zu haben.

    Such data had been withheld for fear of causing panic.

    ...

    He said that he now believes that panic can be avoided if proper explanations are offered. Hosono promised to release data promptly in the future.


  • SileneSilene Mai 2011
    @ Matthias
    Die von TEPCO veröffentlichten Werte aus dem Sediment in 20-30m Wassertiefe sind alarmierend:

    3km off the coast of Odaka Ward (10:17 am April 29, 2011; 15km north of plant)
    I-131 --> 190 Bq/kg
    Cs-134 --> 1300 Bq/kg
    Cs-137 --> 1400 Bq/kg

    3km off the coast of Iwasawa Beach (8:30 am April 29, 2011; 20km south of the plant)
    I-131 --> 98 Bq/kg
    Cs-134 --> 1200 Bq/kg
    Cs-137 --> 1200 Bq/kg

    Trotzdem sieht die Firma die Kontamination wie üblich recht gelassen:
    TEPCO says it's difficult to evaluate the readings as there are no official limits for these substances, but it will continue monitoring the radiation levels and their impact on seafood.
  • SileneSilene Mai 2011
    Realsatire: TEPCO hat vor, den Pazifik zu dekontaminieren.

    [NHK] TEPCO developing device to decontaminate seawater
    Tokyo Electric Power Company is developing a device to remove radioactive substances from seawater. It hopes to install it in the Pacific Ocean near the troubled Fukushima nuclear plant at the end of May.

    TEPCO says it will fill a metal container with zeolite, a mineral that absorbs radioactive materials. The company will use a pump to continuously inject seawater into the container.

    Dabei hat man doch schon drei große Säcke mit Zeolith ins Meer geworfen. Hat das etwa nicht gereicht?
  • WalterWalter Mai 2011
    Yep. Wie war das noch bei Monty Phyton? "Always look of the bright side of life..."
  • WalterWalter Mai 2011
    Aber Spass beiseite. Ich habe mal hier im Thread auch die alten Kommentare durchgeforstet. Da waren schon einige dabei, die das sehr genau vorhergesagt haben.

  • AnonymousAnonymous Mai 2011
    Ist das hier ein Panikmacher-Blog? Die 1200 bq/kg entsprichen den Grenzwerten für Lebensmittel in Deutschland. Ausserdem ernährt sich niemand von Meeressand.

    Mann oh Mann... wo bin ich hier hingeraten?
  • AnonymousAnonymous Mai 2011
    Noch was wichtiges:

    wo stammen solche Werte eigentlich her? Von Fukushima oder von den Atomwaffenversuchen in den 50er und 60er Jahren? Die Cäsiumwerte in Wildschweinen, die damals nach der Tschernobylkatastrophe gemessen wurden, hatte man schon davor gemessen. Eben wg. der Atomwaffenversuche.

    Genauso wie die Plutoniumwerte, die man kürzlich an der Anlage in Fukushima-Daichi gemessen hat. Auch dieses Plutonium stammt noch von den Atomwaffenversuchen.

    In einem Physikblog würde man sich etwas mehr Fachkompetenz wünschen.
  • AnonymousAnonymous Mai 2011
    @Cendrillon: Bei den gefundenen Plutonium-Spuren konnte man teilweise die Atomwaffentests ausschließen aufgrund der Konzentrationsverhältnisse der verschiedenen Nuklide. Man hat natürlich auch Referenzmessungen von vor der Katastrophe so wie das an einem AKW halt üblich ist. Die TEPCO selbst führt die Plutonium-Funde teilweise auf das Reaktorunglück zurück. Aber vielleicht will der Betreiber auch nur Panik verbreiten?
  • SileneSilene Mai 2011
    @Cendrillon:
    wo stammen solche Werte eigentlich her? Von Fukushima oder von den Atomwaffenversuchen in den 50er und 60er Jahren? Die Cäsiumwerte in Wildschweinen, die damals nach der Tschernobylkatastrophe gemessen wurden, hatte man schon davor gemessen. Eben wg. der Atomwaffenversuche.
    Vor der Fukushima-Havarie lagen die Werte für Cs-137 in japanischen Meeressedimenten bei ca. 2-3 Bq/kg (Trockenmasse). Das kann man in der IAEA-Studie "Worldwide marine radioactivity studies (WOMARS) Radionuclide levels in oceans and seas" (vgl. S. 37) nachlesen.
    Übrigens empfinde ich Pressemeldungen wie "Seabed radiation 100-1,000 times normal level off Fukushima plant" [Kyodo News] als irreführend, da die zuvor messbaren Werte alles andere als "normal" waren. In der Natur kommt nur das Caesiumisotop Cs-133 vor, die normale Aktivität von Cs-137 in marinen Sedimenten liegt somit bei 0.0 mBq/kg!

    Die Cäsiumwerte in Wildschweinen, die damals nach der Tschernobylkatastrophe gemessen wurden, hatte man schon davor gemessen. Eben wg. der Atomwaffenversuche.
    Radiocaesiumwerte von mehr als tausend Becquerel pro Kilo? Das halte ich für ein Gerücht. Für eine Quellenangabe wäre ich deshalb dankbar.

    Ist das hier ein Panikmacher-Blog? Die 1200 bq/kg entsprichen den Grenzwerten für Lebensmittel in Deutschland. Ausserdem ernährt sich niemand von Meeressand.
    Nein, Panikmache betreibt hier niemand. Zur Sache:
    Der Grenzwert für Radiocaesium (Cs-137 + Cs-134) wurde bei uns 1986 je nach Nahrungsmittel und Verwendungszweck auf 370-600 Bq/kg erhöht (Quelle). Auch wenn du dich nicht von Sand ernährst, ist deine letzte Aussage dennoch nicht korrekt: viele Fische und wirbellose Organismen ernähren sich von Meeressedimenten (die bestehen nämlich nicht nur aus Sand). Auf diese Weise können die radioaktiven Isotope wieder in die Nahrungskette gelangen und sich unter bestimmten Umständen sogar noch weiter konzentrieren.
  • SileneSilene Mai 2011
    Also, nichts gegen Deutschlandradio Kultur, aber derartige Aussagen helfen nun wirklich nicht weiter:
    Der Gedenktag von Tschernobyl war für die Medien willkommener Anlass, uns vor der Strahlengefahr in Wildschweinen und Waldpilzen zu warnen. Noch immer überschreiten einzelne Exemplare die Höchstmengen in Sachen Cäsium. Dank einer intensiven Aufklärung pflegen wir derartige Befunde stets den Russen in die Schuhe zu schieben. Doch da gibt es Zweifel. Denn die Kollegen in den Labors haben damals Irritierendes gemessen: Sie versicherten in privater Runde, sie hätten bei manchen Tieren, die vor der Katastrophe geschossen worden waren, deutlich höhere Gehalte gefunden als nach Tschernobyl.

    Wenn tatsächlich etwas gemessen wurde, sollte auch ein ordentliches Messprotokoll vorhanden sein, das man zitieren kann.

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