Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Status Reaktorgebäude 1 (ab 12.05.11)
  • engeng Mai 2011
    Die Kranhalle ist, wie schon lange bekannt, 'zerbröselt', über das Abklingbecken liegen keine detaillierten Informationen vor.
    Laut den letzten Meldungen von Tepco befindet sich weder im Reaktor noch im Containment eine nennenswerte Kühlwassermenge.

    Als Diskussionsgrundlage:
    - Ist das zugeführte Kühlwasser verdampft? Wenn ja, wo ist der Dampf ausgeströmt?
    - Können Rohrleitungen durch Explosion und/oder Überdruck zu den Leckagen geführt haben?
    - Gibt es Leckagen sowohl im Druckbehälter als auch im Containment?
    - Wenn es Leckagen gibt, sind diese durch einen Überdruck entstanden oder durch eine Kernschmelze oder beides?
    - Wie radioaktiv müsste das Wasser sein wenn es eine Kernschmelze gegeben hat?
  • SileneSilene Mai 2011
    - Ist das zugeführte Kühlwasser verdampft? Wenn ja, wo ist der Dampf ausgeströmt?

    Rohübersetzung von TEPCOs letzter Pressekonferenz (Quelle):

    "Wir versuchen, das herauszufinden. Anfangs, als der Reaktorkern noch heiss war, könnte das Wasser verdampft und aus dem Sicherheitsbehälter entwichen sein. Aber nun beträgt die Reaktortemperatur 100-120 Grad Celsius, deshalb bleibt das Wasser flüssig. Wir vermuten, dass das meiste Wasser aus dem Sicherheitsbehälter in das umgebende Reaktorgebäude entwichen ist. Jedoch gibt es, soweit wir das mit den Kameras erkennen können, in der nordwestlichen Ecke des Untergeschosses des Reaktorgebäudes kein Wasser. Wir wissen nicht, wohin das Wasser verschwunden ist. Es könnte irgendwo in das Reaktorgebäude, das Turbinengebäude oder in die Abfallentsorgung gelaufen sein. Aber das haben wir noch nicht ermittelt."
  • SileneSilene Mai 2011
    [Kyodo News] Nuclear fuel at Fukushima No. 1 unit melted after full exposure
    [TEPCO] revealed Thursday that holes had been created by melted nuclear fuel at the bottom of the No. 1 reactor's pressure vessel.

    The company said it has found multiple holes adding up to several centimeters in welded piping. Earlier in the day, it said the amount of water inside the troubled reactor was unexpectedly low -- not enough to cover the nuclear fuel -- hinting that a large part of the fuel melted after being fully exposed.
  • clancy688clancy688 Mai 2011
    Der Wasserstand in Reaktor 1 ist einen Meter unterhalb der Brennelemente. Das bedeutet, dass da irgendwo nennenswerte Lecks sein müssen.
    Denn es wird ja seit Wochen mit 6m³/h Wasser in den Druckbehälter gepumpt - und dennoch ist das Wasser auf einem derart niedrigen Stand. Irgendwo muss das Zeug hin, verdampfen kommt dafür imho nicht in Frage. Außerdem hat man bei Einheit 1 nie eine Dampffahne beobeachtet. Und im Containment ist ja auch zu wenig Wasser. Beziehungsweise nicht so viel, wie vermisst wird.
    Da müssen richtige Löcher sein, in Containment wie in Druckbehälter, durch die der Kram abfließt. Noch dazu bedeutet das, dass der Drucksensor des Druckbehälters nur Mist anzeigt. Steigender Druck seit Wochen aber große Lecks in Druckbehälter und Containment? Das passt absolut nicht...

    Ich vertrete jetzt die Meinung, dass der komplette Kern von Einheit 1 geschmolzen ist und sich im unteren Plenum des Druckbehälters gesammelt hat.
    Bereits um 11 Uhr am 12.03. ragten die BEs in Einheit 1 fast einen Meter aus dem Wasser. Um 15 Uhr flog das Gebäude auseinander, da waren es fast zwei. Und ab diesem Zeitpunkt war der Wasserstand nahezu festgenagelt! (Ergo der Sensor kaputt)
    Einspeisung von Meerwasser begann erst um 20 Uhr, und auch das nur mit 2 m³/h Stunde. Ein IAEA-Dokument über Reaktorunfälle besagt hingegen, dass ein 3000 MWt-Kern in den ersten 1-10 Tagen mit 15-20 m³/h gekühlt werden muss, bei Einheit 1 also knapp die Hälfte, sagen wir mal 7-10 m³ pro Stunde.
    Also noch mal, um 11 Uhr lagen die BEs fast einen Meter frei, um 15 Uhr fast zwei Meter (also ca die Hälfte glaube ich), um 20 Uhr wurde erstmals Wasser eingespeist, aber gerade mal 20-30% dessen, was für eine adäquate Kühlung nötig gewesen wäre.
    Es wäre daher durchaus möglich, dass noch am 12. die BEs komplett frei lagen und schmolzen. Das Corium sammelte sich dann im unteren Plenum. Eine Caltech Präsentation zu Fukushima behauptet, dass Corium nach vier Stunden Löcher im Druckbehälter verursachen kann, Risse nach 10-13 Stunden.
    Daher ist es nun möglicherweise zu einer Penetration des Druckbehälters gekommen. Corium floß zusammen mit Kühlwasser in das Containment. Nachfließendes Wasser (möglicherweise wurde mittlerweile der Kühlwasserfluss erhöht) spühlte weiteres Corium nach.
    Dort sammelte es sich irgendwo und durchbrach nun ebenfalls das Containment in Richtung Boden, schuf also einen Abfluss für das Kühlwasser - das würde auch erklären, warum es verschwunden ist. "Nach unten" ist die einzige Richtung, die TEPCO nicht überwachen und überprüfen kann. Teile des Coriums sind im Druckbehälter geblieben, so wenig, dass das vorhandene Wasser nun normal kühlen kann.
    Und das restliche Corium hat sich irgendwo auf dem Weg durch die Erde verteilt und ist erstarrt.
  • WalterWalter Mai 2011
    Yup. Es wird langsam Zeit, die Mainzelmännchen von Tepco zu entfernen. Die verseuchen noch den halben Pazifik um billig aus der Sache zu kommen.
  • SileneSilene Mai 2011
    Jetzt ist es sozusagen offiziell:

    [NHK] No.1 reactor is in a "meltdown" state
  • TimTim Mai 2011
    Nuclear fuel rods may have mostly melted
    http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110512006539.htm

    Der Artikel ist diesmal leider nicht so toll. Die Grafik ist jedoch hilfreich.


    @Silene: Dein Link geht leider nicht. War wohl der:
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/13_03.html
  • TimTim Mai 2011
    Guter Kommentar von chris - hoffe das Reinsetzen hier ist ok für dich:

    Von Lecks im Druckbehälter von Reaktor 1 wusste die TEPCO wohl schon länger, sie haben es aber erst heute/gestern offenbart. Das Corium hat durch den Druckbehälter ins Dry Well durch gefressen.
    Wenn man das weiß, ergeben auch die Bestrebungen der TEPCO Sinn, das Dry Well von Reaktor 1 mit Wasser zu füllen, obwohl man eine Verschlechterung der Erdbebensicherheit durch die Maßnahme fürchtet. Aber wenn man das Corium im Dry Well kühlen will, dann geht das halt nur, wenn man das Dry Well flutet. Und auch die Fokussierung der Wiederherstellungsmaßnahmen auf Reaktor 1 zeigt an, dass hier besonders Not am Mann ist.

    Und angesichts des anhaltenden Wasserverlustes befürchte ich sogar ein Leck im Containment von Reaktor 1. Das würde zusätzlich das Aufsteigen von kontaminiertem Grundwasser bei den Reaktoren 5 und 6 erklären.

    Offen ist für mich noch, woher die hohen Konzentrationen an radioaktivem Cäsium in den Kläranlagen 60 km vom Kraftwerk entfernt kommen. Auch über das Grundwasser?

    Das AKW scheint mir buchstäblich ein Fass ohne Boden zu sein ...



    Ref: http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=8728062&postcount=3179



  • engeng Mai 2011
    @Walter: Wer soll denn Deiner Meinung nach die Anlage übernehmen? Politiker? Die Bevölkerung? Wie hier im Forum bereits diskutiert: selbst Experten aus anderen Atomkraftwerken könnten nicht so einfach die Anlage in Fukushima übernehmen. Dafür ist so ein Atomkraftwerk viel zu komplex, man braucht sehr spezielle Anlagen- und Ortskenntnisse. Es gibt dort Probleme die es vorher noch nie gegeben hat und die auch nicht so einfach zu bewältigen sind - egal wer die Anlage übernehmen würde.
  • engeng Mai 2011
    Also wenn Tepco von Löchern im Druckkessel durch die Schmelze spricht, muss das Wasser ins Containment gekommen sein. Wenn dort auch kein nennenswerter Wasserstand ist, muss auch das Containment (Drywell) ein Leck haben?
    - Die Frage ist wodurch? Schmelze, Druck oder Wasserstoffexplosion?
    - Die Frage ist wo? Containment selbst (also einschließlich meterdicker Beton) oder Torus?
    - Wenn das Containment (Drywell) ein Leck hat, wie kann es dann geflutet werden?
    - Tepco spricht von zentimetergroßen Löchern in Rohrleitungen. Ist bekannt um welche Rohrleitungen es sich dabei handelt? Kann darüber der Wasserverlust erfolgt sein?
  • dirkdirk Mai 2011
    @eng
    sehe ich auch so, vor allen reden wir ja nun über keine kleine Menge Wasser. Selbst wenn, wie schon spekuliert, die Schmelze sich durch Beton gefressen hat und dort das Wasser abgelaufen sein sollte.. dann müsste Block1 schwimmen.
  • engeng Mai 2011
    In den Torus (Wetwell / Ring unten um den Reaktor) passen ca. 6.500 m³ Wasser, in den umgebenden Betonkanal nochmals ca. 3.500 m³ Wasser, also in Summe ca. 10.000 m³. Leider ist auf den Zeichnungen nicht ersichtlich ob das Wasser irgendwo aus dem Betonkanal abfließen kann.
  • SileneSilene Mai 2011
    [NHK] NISA: no need to flood No.1 reactor
    TEPCO says the melted fuel has apparently cooled, even though much of the injected water is leaking through holes at the bottom of the vessel.

    Da muss es sich wohl um das erste Wunder in der Geschichte der Kernphysik handeln. Bisher dachte man ja, dass die Energieabgabe des Kernbrennstoffs einer Exponentialfunktion folgt und einfach zu berechnen ist. Scheint in diesem Fall aber anders zu sein.
  • dirkdirk Mai 2011
    Komisch ist es schon, Tepco will immer fluten und die Nisa (und andere) sind dagegen.
  • SileneSilene Mai 2011
    @eng
    Selbst wenn, wie schon spekuliert, die Schmelze sich durch Beton gefressen hat und dort das Wasser abgelaufen sein sollte.. dann müsste Block1 schwimmen.

    Ich hab hier mal zwei Messreihen, die die Caesium-137-Aktivität im Wasser aus den Gullis (sub drains) neben den einzelnen Gebäuden zeigen:

    13. April
    Block 1 -> 60000 Bq/l Cs-137
    Block 2 -> 9100 Bq/l Cs-137
    Block 3 -> 2400 Bq/l Cs-137
    Block 4 -> 2700 Bq/l Cs-137
    Block 5 -> 280 Bq/l Cs-137
    Block 6 -> 280 Bq/l Cs-137

    11. Mai
    Block 1 -> 10000 Bq/l Cs-137
    Block 2 -> 15000 Bq/l Cs-137
    Block 3 -> 270 Bq/l Cs-137
    Block 4 -> 45 Bq/l Cs-137
    Block 5 -> 22 Bq/l Cs-137
    Block 6 -> 56 Bq/l Cs-137

    Sowohl Block 1 als auch Block 2 scheinen demnach undicht zu sein. Oder hat sich in den Gullis womöglich nur Löschwasser gesammelt? Im Tiefbrunnen von Fukushima Daiichi war niemals Radioaktivität nachweisbar. Wo fließt die Brühe also hin?
  • vosteivostei Mai 2011
    Welchen Tiefbrunnen meinst du?
  • SileneSilene Mai 2011
    Wird in den verlinkten PDFs erwähnt: "Deep well, Fukushima Daiichi"
  • vosteivostei Mai 2011
    http://www.google.de/m/url?ei=FwrNTeCtEMya8gOs94y_Ag&gl=de&q=http://japan.mfa.gov.ge/files/japan/tsunami/25-04-11/25-5.pdf&source=mog&ved=0CCkQFjAF&usg=AFQjCNH__PitzO7fOU2_lk2ui-H4VP2xwg
    Der Tiefbrunnen ist außerhalb des Werks, westlich, in der Nähe des Westtors. Wo ist das Wasser wann hin? Ich denke, dass es die Brennelemente schon früher zerlegt hat, somit das Wasser zusammen mit dem von Block 2 in den Kellern und Drainagen gelandet, abgepumpt wurde, teils in den Bereich Richtung See verklappt wurde, auch dort
    hin versickerte und sich der Rest in diversen prov. Becken und in den Kondensatbecken unter den Turbinen befindet.
    Weg vom Tiefbrunnen Richtung See, ostwärts.
  • SileneSilene Mai 2011
    @vostei: Ein sehr interessantes Dokument!
  • vosteivostei Mai 2011
    In der Quelle sind noch mehr pdf. Das verlinken via Touchpad muss ich aber noch üben irgendwie. Falls jemand ein App kennt für Android... ^^
  • dirkdirk Mai 2011
    Endlich mal jemand mit vernünftigen Betriebssystem.. ^^
  • dirkdirk Mai 2011
    Commencement of a preparation work for the installation of a cover for the reactor building of Unit 1, Fukushima Daiichi Nuclear Power Station

    In accordance with "Roadmap towards Restoration from the Accident at
    Fukushima Daiichi Nuclear Power Station" published on April 17th, 2011, we
    will commence a preparation work from May 13th for the installation of a
    cover for the reactor building of Unit 1, Fukushima Daiichi Nuclear Power
    Station to prevent the diffusion of radioactive substances.

    This cover for the reactor building will be installed as an emergency
    measure to prevent the diffusion of radioactive substances until
    mid-to-long term measures including radiation shielding are implemented.
    In the installation work of the cover, moreover, we are now considering
    utilizing crawler cranes (i.e. large heavy machineries) in order to
    minimize the exposure dose of the workers and shorten the work period.
    Prior to the installation work of the cover for the reactor building, we
    have decided to commence the preparation work from May 13th, including
    flattening the ground to bring crawler cranes into the site.

    ■ Schedule
    We plan to start the installation of the cover for the reactor building
    from June.
  • TimTim Mai 2011
    > #Fukushima I Nuke Plant: TEPCO To Put Cover Over Reactor 1 in June
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/05/fukushima-i-nuke-plant-tepco-to-put.html

    Hier eine Zeichnung von TEPCO wie man sich das vorstellen muss.
    Robbie001's Kommentar im Anschluss ist wohl schon passend..


    > #Fukushima I Nuke Plant: Radiation on 2nd Floor of Reactor 1 Exceeded 1,000 Millisieverts/Hour
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/05/fukushima-i-nuke-plant-radiation-on-2nd.html

    Ma schauen wie es da weiter geht mit R1..
  • HenningHenning Mai 2011
    @tim "boondoggle", was für ein hübsches neues Wort ich in dem Kommentar von Robbie001 gelernt habe :) Und genau dafür halte ich diese Maßnahme auch. Ob sie wieder kleine blaue Wölkchen darauf malen, damit es schöner aussieht?

    Aber im Ernst und in die Runde gefragt: Auf der tec-sim Seite habe ich gelernt, dass ein Durchbruch des Coriums auf Grund der Temperaturverteilung in der Schmelze unten seitlich des RDB zu erwarten ist. Aber was ist mit den zig Bohrungen für die Steuerstäbe. Sind die nicht die eigentliche Schwachstelle oder schmelzen die vorher zu?
  • thowabuthowabu Mai 2011

    ThoWaBu spinnt den statischen Fall:

    Der Antrieb der Steuerstäbe läuft in angeschweissten Rohren.
    Vom Prinzip vergrössert man die Oberfläche.
    Man entwärmt das "Corium" damit effektiver -- im gegensatz zur eigentlichen Kalotte die die Fläche auf ein Minimum reduziert.

    Zusätzlich dürfte auch das Skirt mit dem das RPV auf den Boden geschraubt ist Wärme etwas verteilen.

    Es wird also eher die Kalotte durchbrennen...
  • vosteivostei Mai 2011
    hm. Kommt drauf an. Wenn die Zirkalloyröhren für die Uranpellets am Stück gezogen sind, dann zerbröseln, verspröden sie mit dem sinkenden Wasserspiegel von oben her und geben ihre Fracht Stück für Stück frei. Dann verteilen sich die Pellets erstmal unter Wasser im Labyrinth der Steuerstäbe und deren Führungshülsen. Platzen die Brennstabumhüllungen jedoch schlagartig durch die Druckeigenspannungen der ungleichen Temperaturverteilung und geben alles frei, dann gehts Richtung Seite. Ich denke eher mal, dass es punktuelle Durchschmelzungen sind, oder wohl eher Undichtigkeiten durch Probs im Materialmix der Steuerstabführungen/Kessel unten und. dass der Prozess ein schleichender war und ist über lange Zeit hin, bis zu dem momentanen Level. Sonst hätte es schon temperaturmäßig heftiger laufen müssen.
    Attachments
    rpv.jpg 380K
  • SileneSilene Mai 2011
    Yomiuri Online schreibt dazu:
    "TEPCO has announced that water has been leaking through small openings in the bottom of the No. 1 reactor's pressure vessel.

    Combined, the openings would be equivalent to a hole several centimeters in diameter, and according to TEPCO, were made when melted nuclear fuel damaged the bottom."
  • thowabuthowabu Mai 2011
    Hmm,

    müsste man nicht davon ausgehen das sich der Überwiegende Teil des Brennstoff unten gesammelt hat ?


    Silene:
    Da im moment keiner in den Steuerstabraum kommt,
    wie will TEPCO das wissen ?

    Da dieser Raum von ausserhalb betreten werden kann (als Teil des Containment) dürfte der schon recht "Dicht" sein.
    Das Wasser sollte doch dann dort stehen... ?
  • vosteivostei Mai 2011
    Schaut euch mal das Bild an, welches ich angehangen habe. Wenn die RPV unten durchdrungen ist, müsste sich das Material innerhalb des Podests aus Beton befinden. Der biol. Schild wiederum ist hochgezogen bis zum Normlevel des Wasserspiegels. Das Ganze wiederum steht auf einem linsenförmigen Betonfundament innerhalb des birnenförmigen stählernen Drywells. Da die Wässer aber entkommen, muss weitaus mehr beschädigt sein, als nur several centimeters in diameter in the bottom of the No. 1 reactor's pressure vessel. Die Wortwahl wäre zwar richtig, was den Druckkessel betrifft, aber das weitere drumrum....
    Schwachpunkt der Siedewasserreaktoren sind auf jedenfall die Leitungsdurchführungen und der Materialmix, sowie beim GE-Mark-I dieser Kondensationsring ganz unten. Die Flansche der Zuführungen dorthin - die sind teils geschweißt, aber auch teils verschraubt, weil nicht schweißbar. Da liegt der Hund begraben und man kann froh sein, wenn alles solange hält bis die einzelnen Schmelzherde durchkühlt sind.
  • Nur eine Frage an die versammelte Gemeinde, wenn es richtig ist, dass bei der normalen Spaltung von Kernen aus Uran durch Neutroneneinfang über Neptunium Plutonium gebildet wird, so muss dies auch in unit 1 der Fall sein. Gibt es irgendwo eine Quelle, die in "Abwässern" über einen Plutoniumgehalt berichtet? Die Bodenanalysen sind hier nicht mehr relevant, denn mittlerweile wird Kernmaterial offen gekühlt und damit können PuO2 Partikel ausgetragen werden.

    Es ist an der Zeit, dieses Thema öffentlich zu machen, ansonsten muss man warten, bis vielleicht Greenpeace in den Algen etwas findet - und das wäre dann megapeinlich!

    TEPCO und die Japanische Behörde müssen Alles tun, um die Bevölkerung vor weiterem Schaden zu bewahren, daher ist diese Analyse mehr als überfällig und eine Bewertung der Ergebnisse ebenfalls.
  • TimTim Mai 2011
    Versteh mich nicht falsch, jedoch scheinst du dich zu sehr auf das Plutonium zu konzentrieren.
    Ob das wirklich das wichtigste Problem oder im Vergleich zu den Anderen so wichtig ist, solltest du mal kritisch hinterfragen.
  • SileneSilene Mai 2011
    Über Plutonium oder Uran im Kühlwasser können wir nur spekulieren. Es gibt es keine veröffentlichten Messwerte.
  • Plutonium ist nur eines von vielen Themen, keine Frage, aber es ist offenkundig wie so Vieles, was man uns verschweigt.

    Problematisch ist die Ungewissheit, was nun wirklich in den Anlagen passiert. Die diskutierten Modelle finde ich sehr gut, genauso wie das ganze Niveau dieses Forums.

    Aber es bleibt eine offene Kühlung und solange Wärmetauscher und Aufbereitungsanlagen (Ionentauscher, Umkehrosmose) nicht installiert sind und arbeiten, wird diese Kontamination weitergehen. Es weiss heute noch niemand, wo sich eigentlich diese Wassermassen aufhalten und es kann gut sein, dass sich die Brühe mittlerweile im Meer verabschiedet und auch hier ist es völlig offen, wo es das tut. Nach einem Erdbeben der Stärke neun, gibt es massive Risse, da hält auch kein Stahlbeton, und keiner kann sagen, ob die Fundamente noch intakt sind. Die Kontamination im Meer hat sich auf einem geringen Pegel +/- eingeregelt, aber das sieht nach einer konstanten Leckage aus. Und wenn ich viel spüle gehen auch die Konzentrationen runter, besonders dann, wenn ich nur die wasserlöslichen Isotope angebe....

    Und dann sind wir wieder bei der Frage, welche Isotope findet man noch im Meer und wie hoch ist der Gehalt an Pu? Und der ist nicht null, da bin ich mir ganz sicher!

    Die Isotope werden über die Nahrungskette zurückgeführt und wir haben nicht den Verdünnungsfaktor wie bei Tschernobyl, wonach 80% des Inventars in die Stratosphäre gepustet wurden. Japan hat Inselstatus und ist nicht wirklich groß! Daher plädiere ich für die Messung und Kommunikation insbesondere der langlebigen Isotope, inkl. Plutonium.
  • TimTim Mai 2011
    When the PackBot examined the power plant's No. 1 reactor building in April, it found radiation levels had reached 1,000 millisieverts per hour at some pumps. Levels at the other pumps were 10 to 49 millisieverts per hour.


    Von: http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T110513005828.htm

    Das an einigen Pumpen so hohe Werte gemessen wurde, hatte ich bisher nicht gelesen.
    Wäre natürlich wieder mal wichtig zu wissen, um welche es sich genau handelt..

  • dirkdirk Mai 2011
    Die Frage ist: laufen die Pumpen? Bis jetzt wurde noch nichts gemeldet das "Sieb 1" wieder mit Strom versorgt wird.
  • dirkdirk Mai 2011
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/05/fukushima-i-nuke-plant-reactor-1-bldg.html
    1,000 millisieverts/hour on the 2nd floor was bad enough. And this was supposed to be the reactor that was well on its way to stable cold shutdown.

    From Yomiuri Shinbun and Asahi Shinbun, on 5/15/2011 (in Japanese):

    2,000 millisieverts, or 2 sieverts, per hour radiation was detected inside the southeast double door of the Reactor 1 reactor building. Measurement was done by a remote-controlled robot on May 13. The location is where the pipe is that goes into the Reactor Pressure Vessel (RPV).

    3,000 tons of contaminated water probably leaked from the RPV and the Containment Vessel was found in the basement of the reactor building (where the Suppression Chamber is). TEPCO suspects the water is leaking from the seams of the pipes that connects the Containment Vessel body and the torus-shaped Suppression Chamber.
  • TimTim Mai 2011
    Actually - it will be higher.
    Their detectors will be overloading, and not recording real measurements.
    Also, the neutron dose will probably be in the 10 Sv per hour range.

    What your readers need to understand, is that in fission, roughly equal quantities of neutrons and gammas are produced ... along with decay series isotopes.
    They are not measuring the neutron component.


    Kann das jemand bestätigen?

  • ReinhardReinhard Mai 2011
    Yomiuri Shinbun, May 15, 2011:

    Flash News (11:49)A TEPCO source said damage to the Fukushima No. 1 nuclear plant might have been caused by the March 11 quake, not the tsunami as previously thought.
  • SileneSilene Mai 2011
    image
    Wie erklärt sich TEPCO die ungewöhnliche Strahlungsverteilung? Wurde eigentlich untersucht, ob die Extremwerte tatsächlich durch Radioaktivität in der Luft verursacht werden? So ein Hot-Spot kann doch eigentlich nur von einer hochradioaktiven Wasserlache (da hätte der Robot aber durchfahren müssen) oder einer Strahlungsquelle im Keller hervorgerufen werden?

    image
    "A picture was taken by a remote-controlled robot on May 13th at the southeastern side of the Number One reactor building. Equipment that appears to be an electrical circuit board can also be seen near a double door. No debris can be seen on the floor.
    Around this area, extreme high levels of radioactivity have been observed -- up to 2,000 milisieverts per hour, thus workers can only stay in the vicinity for around 8 minutes." (Quelle: NHK)
  • TimTim Mai 2011
    In anderen Artikeln wurde gesagt, die sehr hohe Strahlung wurde an Pumpen/Rohren festgestellt.
    Ob das nun diese sind oder doch nicht, no idea.
  • dirkdirk Mai 2011
    Wo kommen die Fotos her??
    @eng wenn ich die Zeichnungen nicht richtig gelesen habe, bitte Korrektur.
    Dort wo die höchten Werte sind,gehen die Hauptdampfrohre (HDR) in das Turbinengebäude über. Wenn man auf das Bild mit den Werten sieht, gehen links und rechts von Druckbehälter die HDR ab und sammeln sich unterhalb von DB mittig und laufen dann nach rechts weg in das Turbinengebäude.
    Ich habe das mal versucht ein zu zeichnen, leider geht das ohne Maus nicht gut, ich habe auch nur MS Paint zur Verfügung.
    Attachments
    Radiation.jpg 29K
  • SileneSilene Mai 2011
    @dirk: "The Tokyo Electric Power has released 5 photographs of the crippled Number 1 reactor of the Fukushima Daiichi plant." -> Link

    Auf TEPCOs Pressefoto-Seite sind sie allerdings noch nicht aufgetaucht.
  • dirkdirk Mai 2011
    @silene, kannst du die Fotos posten? Ich bekomme mit verschiedenen Browsern nur das eine Standbild. Video abspielen geht nicht.
  • SileneSilene Mai 2011
    @dirk: ich kann den Film zwar abspielen, aber auch nur in kleiner, eingebetteter Form (Safari, Mac).
    :-(

    image
    Attachments
    Leck1.jpg 88K
  • dirkdirk Mai 2011
    Danke, besser wie nichts. Das obere Bild ist am interessantesten. Dort sind. a.a die Rohrleitungen eingezeichnet
  • vosteivostei Mai 2011
    In der Quelle der Pics ist von hoher Strahlung in der Südostecke von Unit1 die Rede - imho sind dort die Achlüsse fürs Ventingrohr Richtung Schornstein - auserdem müssten da die Gaswäscher sein.
  • vosteivostei Mai 2011
    Die Sole zwischendurch könnte ein guter Puffer sein - zwar nicht effektiv zwecks Wärmeabfuhr und nicht gut fürs Material, aber, höherer Siedepunkt und Süßwasser obendrauf.
    @eng: worauf ich hinaus will ist, dass es garantiert nicht gut wäre einen der drei Blöcke randvoll zu machen. Sie haben alle mehr als 400° abbekommen, der 3er könnte evtl auch aus Duplex sein, da gehts ab 280° los - sie müssen ihre Blecheimer schonen. Mit Beton verhält es sich btw ähnlich, aber das is ne andere Kostenstelle, da kenn ich mich null aus, außer, dass es zwickt beim anrühren ohne Schutz ;)
  • engeng Mai 2011
    @dirk: Auf dem Bild von Silene sieht man zwei Linien direkt rechts zwischen Reaktor und Containment-Betonring und direkt rechts mittig neben dem Contianment eine Aufteilung in mehrere Linien. Das ist die Lage der Dampfrohre aber nicht die Stelle mit der hohen Strahlendosis.
  • dirkdirk Mai 2011
    Wir brauchen das Bild im Original. Da stehen überall Zahlen.

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