Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Status Reaktorgebäude 1 (ab 12.05.11)
  • TimTim Mai 2011
    Das PDF von dirk hat TEPCO ja schön (lange vorher) vorbereitet.
    Leider nicht mal das korrekt, wenn die Infos aus dem Leak stimmen, oda?
  • TimTim Mai 2011
    Hier ma ein paar Daten gegenübergestellt:
    http://sky.geocities.jp/writingslate/sequence.html

    14:46 - Erdbeben
    15:30 - Tsunami
    16:00 - Wasserstand fängt an zu fallen
    18:00 - Wasserstand erreicht oberes Ende der Brennstäbe
    18:00 - Überhitzung der Brennstäbe beginnt (300°)
    19:00 - Wasserstand am unteren Ende der Brennstäbe
    19:30 - Fuel beginnt in der Mitte zu schmelzen
    19:50 - Das meiste Fuel in der Mitte schmilzt
    20:00 - Nach 2 Stunden sie sind bei 2800° angelangt
    06:00 - Die Brennstäbe sind mehrheitlich eine lavaartige Masse
    06:00 - Alles Wasser ist weg
    06:50 - Alle Brennstäbe sind "weg"
  • TimTim Mai 2011
    > Quake 'hurt reactors before tsunami'
    >> Tepco detected sharp rise in radiation in reactor 1 immediately after temblor struck
    http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110516a3.html

    ...

    Workers entered the No. 1 reactor building during the night to assess the damage only to hear their dosimeter alarms go off a few seconds later, sources at Tokyo Electric Power Co. said. Since they thought the building was filled with highly radioactive steam, the workers decided to evacuate.

    Based on the dosimeter readings, the radiation level was about 300 millisieverts per hour, the source said, suggesting that a large amount of radioactive material had already been released from the core.

    The source of the steam was believed to be the No. 1 reactor's overheated pressure vessel.

    But for that scenario to hold, the pressure in the reactor would have to have reached enormous levels ~~~- damaging the piping and other connected facilities. It should have taken much more time to fill the entire building with steam.

    A source at Tepco admitted it was possible that key facilities were compromised before the tsunami.

    "The quake's tremors may have caused damage to the pressure vessel or pipes," the official said.

    ...


  • TimTim Mai 2011
    > Core of reactor 1 melted 16 hours after quake
    http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110516a1.html

    ...

    Asked about initial plans to completely submerge the 4-meter-tall fuel rods by entombing the vessel in water, Hosono said, "We should not cause the (radioactive) water to flow into the sea by taking such a measure."

    Hosono said the government will instead consider ways to decontaminate the water being used to cool the fuel so that it can be recirculated instead of letting it flood the facility.

    ...

    In a related revelation concerning a major mixup after the six-reactor complex lost power, Tepco and other sources said the same day that the utility had assembled 69 power supply vehicles at the plant by March 12 but that these proved virtually useless.

    The inability to use the vehicles delayed the damage control work at the plant, significantly worsening the emergency.

    Tepco earlier said it had tried to connect the vehicles to power-receiving equipment needed to operate the water pumps intended to cool down the reactors. But this failed because the equipment was submerged in seawater from the tsunami, which posed the risk that the equipment would short out.

    Tepco's account conflicts with the one detailed by the Nuclear and Industrial Safety Agency, which mentioned the first arrival of such a vehicle on the evening of March 11 but stopped mentioning it the following day, as the focus of attention had shifted to the need to release radioactive steam to relieve pressure that had built up inside the containment vessel of reactor 1.

    The different versions of the story given by Tepco and the agency might come to a head as investigations progress to determine why efforts to immediately contain the crisis failed.


  • SileneSilene Mai 2011
    NHK News Flash meldet:
    "TEPCO says the melted fuel in the No.1 reactor is partially exposed above the water's surface."
  • dirkdirk Mai 2011
    hmm. jein, ich hatte das gestern Abend auch gefunden, leider fehlen die Zahlen (Werte).
    Aber man kann schon einiges erkennen.Die PDF im Anhang sind von gestern von der METI Seite
    Hat jemand eine Idee was die mm Angaben bedeuten? Von PDF 4.
  • vosteivostei Mai 2011
    Habt ihr jemanden, der es übersetzen kann?
  • dirkdirk Mai 2011
    ein Prgramm das PDF Dokumente übersetzen kann wäre gut.
  • engeng Mai 2011
    @Tim: Interessante Mitteilungen. Dieses Gerücht mit den falschen Steckern der Notstromagregate ist damit endgültig Unsinn. Wie wir hier im Forum gleich zu Beginn geschrieben haben sind durch den Tsunami wichtige elektrische Einrichtungen (Schaltschränke usw.) zerstört worden. Man konnte die Notstromaggregate also gar nicht anschließen.
    Und auch die Aussagen hier im Forum das durch das Erdbeben Rohrleitungen zerstört sein könnten aus denen das Kühlwasser abläuft bzw. radioaktive Dämpfe austreten gingen in die richtige Richtung. Es war also gleich von Anfang an für die Mannschaft vor Ort alles noch schwieriger als bereits angenommen.
  • engeng Mai 2011
    @Silene: Danke für den guten Floorplan. Das Wasser ist oben links gefunden worden (Nordwest), die hohen Werte aber unten rechts (Südost).

    @dirk: den Temperatur- und Füllstandsanzeigen kann man sowieso nicht trauen. Tepco ist ja angeblich selber von den Abweichungen überrascht worden.
  • vosteivostei Mai 2011
    eng said:

    @Silene: Danke für den guten Floorplan. Das Wasser ist oben links gefunden worden (Nordwest), die hohen Werte aber unten rechts (Südost).

    @dirk: den Temperatur- und Füllstandsanzeigen kann man sowieso nicht trauen. Tepco ist ja angeblich selber von den Abweichungen überrascht worden.



    Was den Südosten betrifft. Dort sind die Gaswäscher des Ventingssystems und die Verrohrungen Richtung Kamin - die sich i.Ü. mit Nr 2 dann den Weg teilen...

  • dirkdirk Mai 2011
    @eng. Oben links ist die Treppe in die Kellergewölbe

    Das man den Werten nicht trauen kann ist schon klar, mir ging es um die mm Angaben im PDF4, das ist jetzt aber auch geklärt. Es handelt sich um die Wasserstände in den Trench und Turbinen Gebäuden
  • vosteivostei Mai 2011
    Standby Gas Treatment (SBGT)
    http://www.beyondnuclear.org/storage/japan/ge-bwr-diagrams/ge_bwr_dtvs_schematic.jpg

    Und das punktuelle Temperaturmessungen ihre Tücken haben, habe ich gestern schon in irgendeinen Thread versucht anzubringen... ;) (Die Forennavi ist etwas schwierig hier, muss ich mich noch einfinden)
  • engeng Mai 2011
    @dirk: Ja gut, nicht ganz oben links, etwas rechts von der Treppe, dieses "Wolkengebilde" mit den japanischen Schrfitzeichen dran. ;)

    Rohrleitungen, Schieber, Pumpen und sonstige Aggregate aus denen Wasser auslaufen kann gibt es ja reichlich im Gebäude.
  • SileneSilene Mai 2011
    Das Wasser ist oben links gefunden worden (Nordwest), die hohen Werte aber unten rechts (Südost).
    Nur um Fehlinterpretationen zu vermeiden: das ist eine Wasserpfütze aus dem Jahr 2003! ;-)
  • Diese Nachricht hat Qualität:

    http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110516-1-7.pdf

    Wenn ich die Daten richtig lese und die Grundfläche von Reaktor 1 mit 50*50m (grobe Schätzung aus google earth) annehme, dann stehen derzeit 4,2 m = 10500 t Wasser im Gebäude, und zwar hochkontaminiert.

    Falls der groundfloor identisch ist mit dem Erdniveau, wovon ich ausgehe, dann passen noch 6 m Wasserhöhe hinein oder 15000 t, dann wäre auch das voll, falls nichts ausläuft vorher oder abgeleitet wird. Vielleicht gibt es ja Pläne, die hier weiterhelfen könnten.

    Bei der derzeitigen Einspeisemenge von 8m^3/h sind das nach Adam Riese noch ca. 78 Tage bei konstanter Einspeisung und ohne Abfluß, und dann läuft der Reaktor 1 einfach aus.

    Ist das Erdniveau tiefer als der angenommene Punkt bei 10.2 m wird jede Öffnung zu einem Springbrunnen und das Gebäude wird niemand mehr betreten können.

    Die Lage in den anderen Gebäuden wird sich ähnlich verhalten. Vielleicht ist ja der Ausfluß in unit 3 ein erstes Indiz, dass dort bereits eine Rohrleitung oder ein Kabelschacht sich zu einem Springbrunnen verwandelt hat...

    Auf der anderen Seite hat das auch etwas Gutes, geht man von einer Eispeisemenge von 6,5 m^3/h aus und rechnet das hoch, dann kommt man auf die rund 10000 t Wasser, das heisst diese riesen Mengen sind noch da und nicht im Meer!
  • vosteivostei Mai 2011
    @hobbyphysiker: das ist schwierig.
    Tepco versucht von Anfang an herauszufinden, woher genau die Sickerwässer stammen - es ist ihnen nicht gelungen.
    1+2 und 3+4 sind ohnehin Doppeleinheiten, darüber hinaus sind diese wiederum in den felsigen Untergrund eingelassen. Außer in den Kelletagen finden sich Wässer auch in den Souterains der Turbinengebäude. Auch die Drainagen für die Gebäude sind betroffen und schlussendlich wiederum Schachte, die überhaupt nichts mit Wasser zu tun hätten.
    2007 wurden Block 5+6 und 1 und 2 erdbebentechnisch etwas modifiziert und die Schlöte wurden verstärkt. Davon abgesehen, dass die einzelnen Blöcke unterschiedliche Baujahre haben und auch unterschiedliche Revisionstände - ich denke mal dass sie alle vom Beben und den Wellen so erschüttert wurden, dass es quasi überall unterschiedlich stark rinnt und sickert. Hinzu kommt dann noch die thermische Überlast in den ersten Tagen für die Kessel und Leitungen... - das macht es für den Betreiber schwer und für uns aus Distanz noch schwerer.
    Daumen drücken. Und hoffen, dass man dort für den Fall der Fälle, falls einer der Units kollabiert noch was in der Hinterhand hat, um reagieren zu können. Augenfällig nach außen sieht man dahingehend leider wenig.
  • TimTim Mai 2011
    Ma eine "blöde" Frage:
    Vom Tsunami ist nichts in die Gebäude, Schächte und Gräben geflossen?
  • Danke für die Infos mit den Doppelunits, in welcher Höhe sind diese miteinander verbunden, oder ab wo hat man kommunizierende Röhren, gibt es da etwas dazu?

    Und ganz so schlimm sehe ich das Bild nicht, sonst würde die Brühe nicht so hoch in unit 1 stehen, das wäre schon längst ins Meer gelaufen sonst und wir hätten ganz andere Messwerte...

    Vielleicht noch ein update zu unit 1.

    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/16_17.html

    Dieses Bild hat Tepco von der Lage gezeichnet, die Löcher sind mal weggelassen, aber die Aussage ist hart, nämlich das Corium säße trocken und es bildet sich Dampf nach oben.

    Dass dies so nicht sein kann, wissen wir alle mittlerweile. Das Bild ist eher ein Sieb in welchem das Corium mehr oder weniger noch drin ist. Ansonsten könnte es auch schon zu einem Teil den Weg des Wassers genommen haben und im Keller liegen. Um das abzuschätzen, braucht man nur ein paar Temperaturmessungen gegen die Zeit bei bekannter Einspeisemenge an Frischwasser und dessen Temperatur und schon gibt es Grössenordnungen, es soll keinen Anspruch einer Calorimetriemessung haben.......

    Vielleicht noch eine Hypothese:
    Dazu fällt mir auch noch ein, dass es Dampf gab im Gebäude, der das Betreten erschwert hat, auch der könnte von einem "heissen" Keller kommen und würde auch eine Erklärung darstellen, warum man die Einspeisemenge so nach oben genommen hat. Man flutet kein Containment, sondern kühlt den Keller, wie gesagt, nur eine Hypothese. Geht man von 60 Tagen und die Validität der Abklingkurve aus, so haben wir immer noch ca. 1.26 MW Restleistung. Damit bringt man rein theoretisch 10.000 t Wasser in einem guten Monat zum Kochen.
  • @ Tim

    Das ist eine sehr berechtigte Frage, aber das Wasser wird langsam stimmig zumindest mit dem was in unit 1 im Keller steht.
  • SileneSilene Mai 2011
    image
    The company also says the temperature of the reactor's upper section fell more than 15 degrees after it increased the amount of cooling water being injected into the reactor from 8 to 10 tons per hour on Sunday.
    Das begreife ich nicht. Wenn das Corium von oben mit Wasser berieselt wird, müsste der entstehende Dampf den oberen Teil des Druckbehälters doch noch weiter erhitzen, oder? Stattdessen fällt die Temperatur. Wohin wird die Energie denn abgeführt?
  • @ Silene

    Genau das sind die Probleme, das gezeigte Bild stimmt einfach nicht mehr. Auch den Messdaten würde ich nicht mehr trauen, und zwar aus 2 Gründen:

    1. sie messen was sie in ihrer direkten Umgebung "sehen", das kann 1 m daneben völlig anders sein,

    2. Die Daten werden durch Ströme beeinflusst und geben nur ein kinetisches Bild ab.

    Hypothese, das Bild könnte so aussehen:
    Das Corium liegt noch teilweise wie auf einem Sieb und glüht vor sich hin. Das Wasser findet seinen Weg zu ihm und an ihm vorbei und kühlt es etwas ab, dabei verdampft es selbst. Der sich bildende Dampf wird durch nachlaufendes Wasser kondensiert und landet im Keller. Damit ist auch die Energie im Keller.
  • engeng Mai 2011
    @Silene 10.29: Tolle Falle. ;)

  • engeng Mai 2011
    @hobbyphysiker 11.16: Also Gebäude 1 hat oben eine Fläche von ca. 39x30 und Gebäude 2-4 von ca. 43x33 Meter. Bis ca. 12 Meter Höhe ab Oberkante Straße sind die Gebäude ca. 10 bis 12 Meter breiter. Gesamte Höhe ab Oberkante Strasse ca. 45 bis 50 Meter. Ab Oberkante Straße geht es noch ca. 14 Meter in die Erde.

    Jetzt kann man diesen Klotz aber nicht einfach mit Wasser vollrechnen. Es gibt zahlreiche Trennwände und Räume aus Beton die das verhindern. Die Reaktorgebäude sind außerdem sowohl über als auch unter der Erde mit den Turbinengebäuden verbunden. (die Turbinengebäude sind ca. 60 x 100 m in der Fläche, und ca. 15 Meter tief ab Oberkante Strasse). Nicht zu vergessen auch die Kabelkanäle und Kabelschächte aus Beton die die Gebäude untereinander verbinden. Durch Kernbohrungen für die Kabeldurchführungen kann das Wasser, wie ja bereits geschehen, hin und her 'vagabundieren'. Das Wasserproblem gibt es seit längerer Zeit und es wurde ja auch bereits reichlich radioaktives Wasser (wie viel bisher eigentlich genau?) ins Meer gepumpt bzw. abgelassen.

    Schnittzeichnungen Reaktor 1:
    http://userdisk.webry.biglobe.ne.jp/018/971/96/N000/000/000/130392700032716415809_reactorblueprint_fukushima1.jpg (Achtung: Oberkante Strasse ist OP 10.000)
  • SileneSilene Mai 2011
    Das Wasserproblem gibt es seit längerer Zeit und es wurde ja auch bereits reichlich radioaktives Wasser (wie viel bisher eigentlich genau?) ins Meer gepumpt bzw. abgelassen.
    Etwa 10000 m³ "leicht" radioaktives Wasser wurden abgepumpt und etwa 520 m³ hochradioaktives Wasser sind laut IAEA aus dem Graben des Turbingebäudes von Block 2 entwichen.
  • @eng danke für die Info, und vor allem für die Zeichnungen. Danach gibt es im unteren Bereich zumindest keine eingezeichneten Verbindungskanäle etc. Auch habe ich keine Ahnung, ob weitere Anlagenteile durch Corium durchlöchert wurden und die Anlage damit kein Druckhindernis mehr darstellt.

    Es ging auch nur um die Grössenordnung und das exakte Ergebnis ist garantiert falsch, keine Frage. Da stehen rund 10000 m^3 im Keller und ob das 8000 oder 9000 sind, ist mir in erster Näherung egal. Aber es sind keine 500m^3 oder weniger, das wäre dann dramtisch und das Gebäude hätte massive Ausgänge.

    @Silene diese 10000m^3 Wasser kommen aus einem Zwischenlager, das man leer gepumpt hatte für stark kontaminierte Abwässer und das war wirklich nur schwach aktiv.
  • Und eine neue Strategie

    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/16_32.html

    und zum ersten mal höre ich von TEPCO als Plan B
    das Wasser aus dem Keller zu holen,
    zu kühlen,
    zu dekontaminieren und wieder einzusetzen!

    Was noch fehlt ist ein Partikelfilter für Schrauben und sonstige Maschinenteile, sowie ein Feinfilter für Partikel, wie z.B. Uranoxid oder auch Plutoniumoxid....
  • SileneSilene Mai 2011
    @hobbyphysiker (15:43):
    Wenn das abgepumpte Wasser wirklich 1000-10000 Bq/ml Gesamtaktivität hatte, wären da nicht mal 10-100 Terabecquerel zusammengekommen. Das ist etwa in der selben Größenordnung wie die Radioaktivität, die täglich vom Kraftwerk an die Atmosphäre freisetzt wird. Ich kann das nicht so ganz glauben, wenn ich mir die Kurven für die Kontamination des Seewassers bei der GRS ansehe.
  • SileneSilene Mai 2011
    @hobbyphysiker (16:28)
    Dieser Plan wurde schon vor einem Monat veröffentlicht.

    image
  • @silene

    http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110416-10.pdf

    Nach diesem Bericht wurden 1,7*10^11 Bq Gesamtmenge angekündigt und das wurde unterschritten.

    Und danke für den Plan, den hatte ich nicht gesehen damals.
  • SileneSilene Mai 2011
    @hobbyphysiker
    Das habe ich auch gelesen, aber Grafiken wie die folgende lassen mich doch etwas zweifeln:

    image
    Quelle: NISA

    (Die Diskussion ist schon wieder sehr off-topic, ggf. können wir sie an einen anderen Ort verlagern)
    Attachments
    Discharge.png 214K
  • Aber dieser Artikel bringt Schwung in die Sache, denn unit 1 hat auch als erste die Schmelze erfahren, obgleich diese die kleinste Anlage ist. Dieser Artikel passt also!

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,762868,00.html

    Was auch eine gewisse bessere Chance für die units 2 und 3 in sich birgt!
  • engeng Mai 2011
    @hobbyphysiker: der Artikel ist sehr oberflächlich. Es kann durchaus sein das Rohrleitungen durch das Erbbeben beschädigt wurde, das ist hier immer schon in Erwägung gezogen worden. Dann hätte das Wasser also nicht den regulären Kreislauf genommen, sondern wäre im Keller gelandet. Nicht schön, aber die Pumpen hätten neues Kühlwasser reinpumpen können und hätten den Reaktor weiter gekühlt. Außerdem haben alle Leitungen direkt vor und nach dem Reaktor Absperrschieber.
    Nochmal: alle Hauptkühlleitungen, Nebenkühlleitungen und Kreislaufleitungen sind mehrfach, jeweils voneinader getrennt vorhanden. Es können nicht alle Leitungen durch das Erdbeben zerstört worden sein. Und EINE hätte nach der Abschaltung zur Kühlung gereicht.

    Bestenfalls kann man über folgendes nachdenken: Reaktor 1 sollte Ende März 2010 endgültig vom Netz gehen. War alles noch so wie es sein sollte?
  • TimTim Mai 2011
    Ma schauen wann das in Englisch heute kommt:

    NHK news (5:14) : Part of the emergency cooling systems didn't work right after #FNPP1-1 accident 一部の冷却装置 十分機能せず http://nhk.jp/N3vj6gMA

    R_isolation condenser shut down manually, HPIS batt flooded; Edano not happy to learn that now, wants details (NHK: http://nhk.jp/N3vj6gSX)

    von http://twitter.com/#!/daniel_garcia_r
  • SileneSilene Mai 2011
    Ma schauen wann das in Englisch heute kommt:
    Hier ist die Meldung
    [NHK] Back-up cooling systems at Fukushima failed
  • engeng Mai 2011
    Da machen wir doch einmal für das Back-up Cooling System eine eigene Diskussionsrunde.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • clancy688clancy688 Mai 2011
    cab196 said:

    In Gletscherseen schmeisst man Farbpatronen und schaut, wo es wieder zu Tage tritt.
    Warum nicht einfach eine Farbpatrone in den Reaktor 1 mit reinpumpen und schauen wo es überall rausläuft?



    So eine Aktion mit Badesalz hat TEPCO doch bei einer der anderen Units gebracht. Ich kann mich an so was erinnern. Das Problem war nur, dass das Zeug nicht mehr zum Vorschein kam. Wenn man so etwas macht, dann muss man auch alle Ausgänge überwachen können.
  • TimTim Mai 2011
    > Cooling system of Fukushima plant's No. 1 reactor not functioning before tsunami
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20110517p2a00m0na008000c.html

    > TEPCO documents reveal chaos at Fukushima nuke plant after quake, tsunami
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20110517p2a00m0na010000c.html

    Einige spannende Details zum Ablauf und den Verhältnissen am ersten Tag/den ersten Tagen.
  • MatthiasMatthias Mai 2011
    A TEPCO official said the workers, following an operating manual, probably tried to prevent the inside of the reactor from getting too cold.

    Was passiert denn, wenn ein Reaktor "zu kalt" wird?
  • vosteivostei Mai 2011
    @matthias:
    Zu dem Zeitpunkt, war nicht klar, was aus der Sache wird.

    Gesetzt dem Fall, es wäre nichts weiter passiert - zu kalt heißt, den Ofen wieder anschüren, das dauert und da geht (ging) es um die Weiternutzung.
    Hauptaspekt ist aber, dass es zu Spannungen kommt, im Material des Kerns, des Kessels usw.
  • thowabuthowabu Mai 2011
    Nach meinem Verständnis vermag kaltes Wasser die Neutronen besser zu Bremsen.
    Dadurch kann der Reaktor schnell wieder "Anheizen".

    Zu einen :
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfblasenkoeffizient#Negativer_Dampfblasenkoeffizient

    Zum anderen:
    http://www.hzdr.de/FWS/publikat/JB98/jb01.pdf
    Hier geht es zwar um PWR und Poisoning aber die Aussage über den Moderator dürfte genauso für den BWr stimmem. Besonders da hier keine Gasphase vorliegen kann.
  • vosteivostei Mai 2011
    "Dadurch kann der Reaktor schnell wieder "Anheizen"."

    Schnell kann aber auch zu schnell sein. Deswegen versucht mans zu vermeiden und eben die genannten Verspannungen. Dichtigkeit zwischen verschiedenen Werkstoffen, deren unterschiedlicher Ausdehnungskoiffizient usw... zu kalt ist nicht gut, zu heiß auch nicht.
  • thowabuthowabu Mai 2011
    Wir beide können ja recht haben...
    Hier geht es auch um eine Leistungsexkursion.
  • vosteivostei Mai 2011
    ;) logo.
    Mir / Uns gehts um das fragile Gleichgewicht.

    (Steuern und Rätseln, so nannte ich das weiland im Schulstundenplan :D)
  • dirkdirk Mai 2011
    "gefunden" in einem anderem Forum. Die Erklärung zu den PDF Daten
    pp1,2.APRM Average Power Range Monitors 6 channels show scram at around 1446 hr
    p3. Narrow Range and Wide Range Reactor water level shows shrink due to void collapse at scram followed by level recovery due to feedwater control system opening wide to recover level. Main Steam Isolation valve closure then bottled up the reactor and SRV cycling to maintain pressure within ipen and closed setpoints.
    pp 4,5 Core Spray - electrical noise on p4. this system should not have any flow at high pressure. p5 is as expected.
    pp 6, 7. High Pressure Coolant Injection not used.
    p 8. residual heat removal RHR pumps A and C started at 1508 hr probably in containment cooling mode with suction on torus. Would need valve operation information to be certain.
    p 9. RHR service water pumps A and C start to support containment cooling mode. (cooling water to heat exchanger)
    p10 Reactor Core Isolation Cooling RCIC started automatically on low reactor water level at 1450 but was turned off manually to prevent overfilling RPV (RWL does not appear to have reached high level trip on pp 3,4. Normal operating practice. RCIC restarted at 1502 at approx 27 l/s injection to vessel from condensate storage tank.
    p 11. not sure but top graph may be low level enable signal for RCIC.
    p 12,13. EDG 2A and 2B started on LOPA Loss of Offsite Power. EDG 2A was loaded about 1506 hr.
    p 14 LOPA at 1447, No loss of coolant accident LOCA signal
    p 15. Narrow range and wide range reactor pressure. After scram and void collapse pressure dropped, After Main steam isolation valve closure pressure rose to SRV cycling setpoint.
    p 16 SRV F was cycling. gradual change in cycling rate shows decay heat decreasing.
    p 17 Main steam isolation valve closure at 1448
    p 18. Probably main steam flow rate t/hr showing MSIV closure.
    pp 19-20 nothing to note
    p 21. RWL slow change up to 1800 mm and dow to 300 mm uder operation of RCIC and SRVs
    pp 22-25.nothing significant to note
    pp 26, 27. Loss of AC trips RHR and RHRSW pumps at 1537.
    p 28. RCIC flow dialed back due to increasing RPV level and RCIC secured at 1528. Restarted at 1540 at 31 l/s.
    p 29. EDG 2A tripped at 1537. EDG 2B tripped at 1542 due to tsunami, flooding.
    pp 30-32. nothing to note
    p 33. RPV pressure continues to cycle on ERV setpoint
    p 34. SRV F continues to cycle.
    p. 35. Nothing significant.
    http://www.tepco.co.jp/nu/fukushima-np/plant-data/f1_6_Katogensho2.pdf
  • SileneSilene Mai 2011
    Bei allthingsnuclar.org gibt es eine Analyse der Faktoren, die zur Kernschmelze in Block 1 geführt haben.
  • SileneSilene Mai 2011
    [NHK] No.1 reactor has 4.2 meters of contaminated water
    Two workers who went into the building on Friday morning stayed there for about one hour, and confirmed that water in the basement was roughly 4.2 meters deep. That's slightly more than a week ago, when TEPCO first confirmed the existence of water there.

    4 other workers later took over and spent about 90 minutes on the ground floor using a gamma camera to measure the spread and densities of radiation.

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