Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Status Reaktorgebäude 3 (ab 12.05.11)
  • dirkdirk Dezember 2011
    "Now They Tell Us" Series: NISA Says Reactors 1 and 3 Explosions May Have Been Caused by Vent

    (In case you haven't read about it during my absence...)

    Nikkei Shinbun reports that NISA admitted the hydrogen explosions that took place in Reactor 1 and Reactor 3 at Fukushima I Nuclear Power Plant in March may have been caused by hydrogen flowing back from the exhaust stack. In other words, vent may have caused the explosions.
    The Nuclear and Industrial Safety Agency under the Ministry of Economy, Trade and Industry disclosed during the experts hearing on December 27 on the cause of the Fukushima I Nuclear Power Plant accident that a possible cause of the hydrogen explosions in Reactors 1 and 3 may have been that the hydrogen that was vented from the Containment Vessel [to the exhaust stack] flowed back into the reactor building through a different pipe. As the power was lost due to tsunami, the valve of this different pipe remained open, and unable to prevent the reverse flow of hydrogen, according to the NISA.
    In Reactors 1 and 3, hydrogen accumulated in the Containment Vessels after the core meltdowns, and TEPCO carried out the vent in order to remove hydrogen. The exhaust pipe for the vent connects to the exhaust pipe for the "standby gas treatment system" for the air ventilation of the reactor building, and then to the exhaust stack.The valve of the exhaust pipe for the standby gas treatment system opened when the power was lost, so that the air ventilation of the reactor building would continue. In fact, the investigation of Reactor 3 after the accident showed the valve was open. When TEPCO did the vent, hydrogen may have flowed back to the reactor building through the open valve, and with the hydrogen leaked from the top lid of the Containment Vessel caused the hydrogen explosion.
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/now-they-tell-us-series-nisa-says.html
  • TimTim Dezember 2011
    Danke dirk fürs Posten.

    War dieser Umstand nicht mehr oder minder seit langem klar?
    a) Es macht ja wenig Sinn ins Gebäude zu "venten".
    b) Selbst Arnie hat gesagt, dass die Stacks Strom brauchen um zu funktionieren.

    Neu ist der scheinbare Weg zurück durch n offenes Ventil die Gase durch n zweiten Rohrnetz.

    Die Frage ist hierbei wie viel das ändert im Vergleich, wenn sich die Gase "nur" am Stack aufgestaut hätten (oder schon auf dem Weg dahin?).
    Ist genau bekannt wie das Venting, sprich die Leitungen, in den Kraftwerken verlaufen?
    Wenn ich mich recht erinnere, ist das doch nach TMI erst nachgerüstet/eingebaut worden und scheinbar wird das in jedem Kraftwerk anders gelöst?!?
  • dirkdirk Dezember 2011
    Das macht aber richtig Sinn, man bläst die Schadstoffe durch den Schornstein ins Freie, meint man zumindest, allerdings kommen durch GEÖFFNETE Ventile die Schadstoffe wieder zurück ins Gebäude, sowohl in U3 UND in U4. Deswegen haben sie ja auch in U2 die Wand und in U5,U6 Löcher ins Dach gemacht.
  • clancy688clancy688 Dezember 2011
    Das Loch in U2 ist laut dem INPO-Bericht durch die Explosion von Unit 1 entstanden. Zumindest steht dort, dass Satellitenfotos das Loch bereits kurz nach der Explosion von Unit 1 zeigen.
  • TimTim Dezember 2011
    Zwei Comments dazu bei EX-SKF:

    netudiant said...


    This report deserves some real thought, not just airy dismissal as a design flaw.
    The reactor containments were ruptured because some valves sealed shut when power was lost. Here we have valves staying open that also caused problems. So Prof Narabayashi is entirely right when he says that the vent process must be improved fundamentally.
    A possible element of such a solution might be the use of a gravel filter mandated in Scandinavian reactors to allow direct venting of the reactor without fear of spreading a radioactive plume all over the country. That might solve some of the conflicting design requirements that helped create this disaster.


    ---

    Zworld said...

    Its my understanding that around 2000 they put in an emergency bypass line for venting high pressure loads, as the gas treatment system line was found not to be able to handle high pressures. It was primarily that filtering didnt work, so the emergency bypass line was just a straight shot out with no filters.

    All systems involved in the venting process are set to fail/open, and there are no backdraft dampers in the stack or vent lines. In essence, even without the fan system working, the pressure from the vent and the fact that hydrogen is very much lighter than air, should cause there to be a strong draft up the exhaust stack, carrying the hydrogen with it. Cam pics show this happening.

    The fact that both Unit 3 and Unit 4 are airtight structures does not seem like the hydrogen would have an easy path into either, having to pass through multiple filtering systems on both lines.

    I think this is more a "changing the backdrop to fit the scene" kind of thing. Tepcos been doing it since day one. I find the original explanations are usually closer to the truth, like when Tepco first reported detecting Cl.

    But theyve been hiding and covering up all along, so who knows what the truth is.


  • engeng Dezember 2011
    @clancy688: Die Info das dieses Loch in U2 durch eine Explosion entstanden wäre ist falsch und auch hier im Forum bereits mehrfach widerlegt worden. Auf Bildern, u.a. vom Inneren des Gebäudes, ist eindeutig zu sehen das es sich um eine Öffnung (Montagetor) handelt, die von Menschenhand absichtlich entfernt wurde. Es fehlt auch jegliche Art von Beschädigung die auf ein gewaltsames Öffnen schließen lässt.
    So weit ich mich erinnern kann, wurden hier im Forum auch schon relativ früh offizielle Mitteilungen veröffentlich, das in Gebäude 2 absichtlich diese Öffnung zwecks Entlüftung geschaffen wurde.
  • clancy688clancy688 Dezember 2011
    Hm, okay. Werd's in Erinnerung behalten.

    @Venting:
    Das würd dann auch erklären, warum Unit 2 nicht explodiert ist (vom Loch mal abgesehen). In Unit 2 gab's kein Venting. Das Ding hat sich irgendwann durch Containment-Bruch selbst geventet. Aber definitiv nicht über die Stacks.
  • TimTim Dezember 2011
    Zwei sehr interessante Artikel zu den Problemen mit dem Venting in Fukushima:

    > In Japan Reactor Failings, Danger Signs for the U.S. - NYTimes.com
    http://www.nytimes.com/2011/05/18/world/asia/18japan.htm?_r=1

    > All Things Nuclear • Possible Cause of Reactor Building Explosions
    http://allthingsnuclear.org/post/3940804083/possible-cause-of-reactor-building-explosions

    Besonders aus der Kombination der Infos der beiden Artikel könnte es sich wirklich so oder vergleichbar angespielt haben.
  • dirkdirk Dezember 2011
    14.03. ~11.00Uhr Opened the Relief Panels on the Reactor Building 2.

    http://sky.geocities.jp/writingslate/sequence.html
  • JgodellJgodell April 2012
    Interessante Theorie zur Explosion von Unit 3:

    http://iangoddard.com/fukushima01.html
  • TimTim April 2012
    moin Jgodell,

    das wurde hier schon im Forum gepostet und etwas diskutiert.
    Versuch ma die Suchfunktion mit "iangoddard".
    Auch im Physicsforum AFAIK - jedoch haben sie den Thread nach einiger Zeit raus genommen..
  • clancy688clancy688 April 2012
    In dem Thread tauchten immer wieder Knallköpfe mit Verschwörungstheorien auf, und Verschwörungstheorien oder auch nur unfundierte Spekulationen sind im physicsforums (per Forenregeln) deutlich unerwünschter als Pornos in einer Kirche.
    Nur dummerweise hat das Fehlen einer offiziellen Erklärung dazu warum der Knall so anders aussah als bei Unit 1 natürlich dafür gesorgt, dass man im physicsforums nicht wirklich zu Schlussfolgerungen gekommen ist. Was so meiner Meinung nach auch richtig war, die Abwesenheit von offiziellen Informationen berechtigt nicht zum grundlosen Spekulieren, da kommt dann letztendlich genausoviel Wahrheit raus, wie wenn man gar nichts tut.
    Aber leider sorgte diese Abwesenheit von datentechnisch fundierterten Erkenntnisse für eine Schwemme an Forumsneulingen, welche unbedingt ihre fantastischen Theorien teilen wollten. Das hat dann mehr als einmal dafür gesorgt, dass der Thread abgeschossen, aufgeräumt und wieder neu geöffnet wurde. Ein Mod erwähnte mal, dass der Thread 709 Posts + 66 gelöschte (!) hatte.
    Das ging ein paar Mal gut... aber dann lief irgendwas schief und der ganze Thread war futsch. Die Mods können sich nicht erklären, wie es passiert ist, aber es ist dummerweise passiert... :(

    http://boardreader.com/thread/What_caused_the_big_explosion_at_fuku_re_14veXau5a.html?o=0 hier ist dann noch ein externes Backup, aber ich weiß nicht, wie man es hinbekommt, mehr als nur die Vorschau zu lesen... vielleicht mit Account.
  • JgodellJgodell April 2012
    Die Möglichkeit einer Dampfexplosion sehe ich hier noch nicht ausreichend diskutiert. Diese These in eine Reihe mit Verschwörungstheorien zu stellen ist kein guter Stil, Clancy.

    Ich wünsche mir etwas gehaltvollere Posts.
  • TimTim April 2012
    Ich denke clancy bezog sich auf andere Theorien in dem Thread.
  • clancy688clancy688 April 2012
    Jo, das war auf nicht auf die These von Ian Goddard bezogen.

    Ging mir einfach nur darum, schnell ne kurze Erklärung zu geben, warum der betreffende Thread (das war ein allgemeiner Thread über die Ursache der Diskussion, ging nicht nur um eine spezielle These, vielleicht kam das schlecht rüber...) im physicsforums so oft gekillt wurde.


    Zur These selber: Die wurde garantiert in erwähntem Thread diskutiert... es könnte sogar sein, dass ich denselben Link dort mal gepostet hab. Nur weiß ich nicht mehr wirklich, was draus wurde, sorry. ^^;;

    Was in meinen Augen gegen so einen Rumms spricht:

    - Soweit ich weiß, hat das Containment im Betrieb eine Stickstoffatmosphäre. Eben um Explosionen zu verhindern.
    - Direkt unter dem Reaktorbehälter ist ja der Steuerstabraum. Der dürfte erst einmal einen Großteil der Dampfexplosion abfangen.
    - Wo soll das Wasser unter dem Reaktor hergekommen sein? Wenn sich der Kern durch den Reaktorboden schmilzt, dann würd ich erwarten, dass ZUERST die Lava runter kommt und erst im Nachhinein das Wasser. Zudem lag das Problem ja eher darin, dass zu wenig Wasser in dem ganzen Teil vorhanden war anstatt zu viel. Gut, etwas Wasser mag da durch irgendwelche Rohrrisse etc. schon hingelangt sein. Aber genügend für eine solche Dampfexplosion?
    - Nach der Explosion kam es zu keinem Strahlungsanstieg wie z.B. nach den explosiven Geräuschen aus Block 2 am Morgen des 15:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Fukushima_I_Radiation_March_26.png
    Laut Goddards These hat sich bei der Explosion hochgradig kontaminierter Dampf, der direkt mit dem Brennstoff in Kontakt stand, nach draußen geblasen.
    - Die Druckdaten für den Drywell passen nicht. Goddard gibt ja selber eine Quelle an, und wenn man sich die Daten dort anschaut, sind sie nicht das, was ich nach so einer Explosion erwarten würde:
    Vor der Explosion hat der Drywell 0.45 MPa abs.
    Nach der Explosion hat der Drywell 0.38 MPa abs, der Druck steigt allerdings binnen vier Stunden wieder auf 0.48 MPa abs. Goddard hingegen schreibt "pressure did not return to normal after the explosion" und verweist auch noch auf diese Daten. Entweder hab ich mich da verlesen oder er.
    Fakt ist, wenn so eine Explosion Löcher in den Rand der Kappe geblasen hat, die groß genug für eine solch sichtbare Explosion sind, dann würde ich erwarten, dass das komplette Containment schlagartig auf Atmosphärendruck geht. Und da bleibt. Was es allerdings nicht getan hat, sofern die Sensoren korrekt funktionierten.

    Was dafür spricht:

    - Der Zeitpunkt würde eigentlich passen... 26 Stunden vor der Explosion wurde der Kern freigelegt.
  • JgodellJgodell April 2012
    Ja, gute Argumente. Allerdings sehe ich auch Folgendes:

    - Der Stickstoff nützt bei einer Dampfexplosion nichts.
    - Das Wasser kann durchaus auch nach dem Durchschmelzen plötzlich auf das Corium gefallen sein: nach der Schmelze und dem Sammeln am RPV-Boden bildet sich eine feste Schlackeschicht AUF dem Corium weil es nur von oben gekühlt wird. Als es dann durch den Boden ist, fiel es in den Steuerstabraum. Der Schlackedeckel hielt noch einen Augenblick bis er dann kurz darauf aufgrund des Gewichts des Wasser über ihm durchbrach und sich plötzlich viele Tonnen Wasser auf das Corium ergossen. Das Corium hatte kurze Zeit Gelegenheit sich am Boden im Steuerstabraum auszubreiten und eine riesige, heisse Oberfläche zu bilden, auf die dann das Wasser fiel.
    Ist natürlich rein spekulativ aber dennoch denkbar.
    - Die Messung der Strahlung ist sicher windabhängig, die Messstellen liegen ein bischen abseits.
    - Goddard schreibt von einer Kombination von Dampf- und Wasserstoffexplosion. Wenn ich das richtig verstehe meint er, dass die Dampfexplosion die Wasserstoffexplosion im Servicebreich (durch Kompression?) gezündet hat.

    Was ich allerdings an seiner These fraglich finde ist Folgendes:
    - Die Thermografie deutet zwar darauf hin, dass der Reaktorbuchtdeckel undicht ist, für eine grössere Dampferuption hätte er sich aber anheben und wieder genau in die Öffnung zurück fallen müssen, um das jetzt beobachtbare Bild zu geben. Er kann sich daher eigentlich nur ein paar Zentimeter angehoben haben - wenn überhaupt. Aber ob das reicht, um genügend Dampf herauszulassen , um das Knallgas im Servicebreich zu entzünden?
  • clancy688clancy688 April 2012
    Dass sich viel Wasser über dem Corium befunden hat, halte ich eher für unwahrscheinlich. TMI hat gezeigt, dass ein Reaktordruckgefäß (PWR) im Grunde genommen den Kern auffangen kann, ohne zu schmelzen. Das Problem der BWRs ist, dass die Dinger durch die Fassungen für die Steuerstäbe eine Schwachstelle haben. Das wäre ein weiteres Gegenargument. Bisher wurde eigentlich immer davon ausgegangen, dass der Kern langsam und in kleinen Mengen durch diese Öffnungen tropfte und eben kein riesiges Loch geschmolzen hat.

    Außerdem geht er davon aus, dass eine Dampfexplosion im Steuerstabraum eine Wasserstoffexplosion im Drywell ausgelöst hat. Und nicht im Servicebereich. Das sieht man gut in seiner Figure 5. Die Druckwelle dieser Explosion hätte sich dann durch die Fassung des Containmentdeckels gefressen.
  • TimTim April 2012
    Bin nicht tief in den Daten drin - soweit ich mich erinnere wollten/haben sie Wasser außerhalb des Containments in der Anfangsphase einleiten/eingeleitet um "von außen zu kühlen" (weil der Druck zu stark war direkt ins Containment zu leiten) - ob und wie das konkret ausgesehen haben soll, ist mir jedoch nicht bekannt.

    Bin kein Experte bei TMI clancy, doch das Reaktordruckgefäß ist fast durch geschmolzen laut Aussage der Berichte - es fehlten noch 30 Minuten ohne (stärkere) Kühlung.
    Ich würde vermuten die Bedingungen bei TMI waren im Reaktordruckgefäß unterschiedlich zu Fukushima - vielleicht sogar nicht vergleichbar. Sprich der Kühlungsvorgang lief dort ganz anders und "besser" ab.
  • dirkdirk April 2012
    Wenn es so eine Explosion ereignet hätte, müssten die Betonplatten über der YelloCab sich verflüchtigt haben, dem ist nicht so. Sie liegen weiterhin an Ort und Stelle.
  • JgodellJgodell April 2012
    Interessant und besorgniserregend ist aber schon, dass die Thermografie mehrere Wäremequellen am Rand der Reaktorbuchtabdeckung gezeigt hat. Auf dem einen Video, das diesen Bereich im Detail zeigt, sieht man auch gelegentlich dort Dampf entweichen. Sieht so aus, als wäre die Abdeckung undicht, Dampf ist an der Stelle kaum anders zu erklären. Und das könnte auch bedeuten, dass die PCV/Containment Cap undicht ist.
    Oder hat jemand eine andere Erklärung dafür?
  • dirkdirk April 2012
    Undicht auf jeden Fall, fragt sich nur was.
  • dirkdirk April 2012
    Bilder vom Pool (Teile der Lademaschine zu sehen)
    http://www.tepco.co.jp/en/nu/fukushima-np/images/handouts_120413_03-e.pdf
  • clancy688clancy688 April 2012
    Hm... anfangs gab's viel Spekulation, dass die Lademaschine in der Explosion "went ballistic" und irgendwo in den Trümmern / Turbinengebäude gelandet ist.
  • http://newsinfo.inquirer.net/177155/new-underwater-images-show-damage-at-fukushima

    Nun ja ein Rätsel ist gelöst, Teile des Krans sind wohl der Schwerkraft folgend in den spent pool gefallen....

    Wieviele Stäbe dabei geknackt wurden ist die nächste Frage, da hier MOX Stäbe lagern.......
  • clancy688clancy688 April 2012
    Haben denn MOX-Brennstäbe vor dem Gebrauch prozentual mehr Pu als normale Brennstäbe nach dem Gebrauch?
    Würd mich mal interessieren... ich hab die ganze Hysterie um die MOX-Brennstäbe immer für lächerlich empfunden. In allen Brennstäben und insbesondere den gebrauchten ist Plutonium drin. In den MOX-Dingern vielleicht etwas mehr...

    Mal ganz davon abgesehen, dass Plutonium ein extrem schweres Metall und bei weitem nicht so flüchtig ist wie Cäsium. Selbst wenn die Dinger lecken, wird sich der Großteil der Masse im nahen Umfeld des AKWs niederschlagen. Den weiter entfernten Gemeinden kann es egal sein, wie viel Plutonium frei gesetzt wird, weil deren Problem ohnehin nur das Cäsium und Strontium ist.

    Das freigesetzte Plutonium in Tschernobyl ist fast ausnahmslos in wenigen Kilometern Umfeld vom Kraftwerk gelandet.
  • Ja der Gehalt ist deutlich höher gem

    http://fukushima.grs.de/radioaktive-stoffe-im-brennstab

    Die Freisetzung von Pu in Tschernobyl kam durch den Graphitbrand, hier haben wir es mit einer konstanten Wäsche zu tun und das freigesetzte Pu wird sich als Sediment vor der Küste ablagern. Inwieweit es in die Nahrungskette gelangt, bleibt abzuwarten......

    Leider habe ich noch keine Daten gesehen zu diesem Thema und wenn man über Sr (nicht flüchtig) Kontaminationen in Seewasser berichtet, sollte man im gleichen Atemzug über Pu sprechen, und diese Info fehlt völlig!
  • http://www.tepco.co.jp/en/nu/fukushima-np/images/handouts_120309_10-e.pdf

    Was haben 133Xe und 135Xe im Aktivkohlefilter der unit 3 verloren, diese Kerne haben eine HWZ von 5d oder 9h. Sie entstammen also nicht mehr einer Spaltung aus dem März letzten Jahres........
  • clancy688clancy688 April 2012
    Das Kleingedruckte lesen:


    We evaluate the density and detection limits of rare gas (Kr-85, Xe-131,Xe-133, Xe-135) by calculating rate of
    capture of rare gas at charcoal filter from the sampled data at gas vial container. (Please note that this time, since
    the result of rare gas at gas vial container is below detection limit,, we used the highest rate of capture of the Unit
    2 in the past. *-1)


    Kein Plan was das soll.
  • Das Problem ist, man Kerne gemessen oberhalb des detection limits die an dieser Stelle nichts mehr verloren haben, egal wie man das auch rechnet, es sei denn es gibt weiterhin:

    Unkontrollierte Spaltungen, sei es durch Neutroneinfang oder Selbstzerfall von Kernen.

    Dann sollten sich abere weitere Isotope nachweisen lassen - vor allem auch flüchtige....
  • JgodellJgodell April 2012
    Naja, sie fluten ja auch immer noch mit Stickstoff weil sie Wasserstoffbildung befürchten. Das deutet zumindest darauf hin, dass es (im Corium) noch sehr hohe Temperaturen gibt. Ich halte es nicht für abwegig, dass es auch noch Kritikalisierungen gibt.
    Aber das könnte man vor Ort eigentlich ganz gut mit einem Netronendetektor überprüfen. Aber was das angeht, schweigen sie ja hartnäckig - wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass Tepco die Neutronenstrahlung nicht dauernd checkt.
  • clancy688clancy688 April 2012
    Noch mal: Der wichtige Satz ist der folgende.

    "Please note that this time, since the result of rare gas at gas vial container is below detection limit,, we used the highest rate of capture of the Unit 2 in the past. *-1"

    Die haben gar keine Edelgase gemessen. Nur die höchsten Werte hingeschrieben, die in der Vergangenheit mal gemessen wurden. Und ich hab keinen Plan wieso.

    Aber Fakt ist - da wurden KEINE Edelgase gemssen.
  • JgodellJgodell April 2012
    Ja, das stimmt. Aber ich sehe es so: dass sie bei der PR nicht wissenschaftlich vorgehen, überascht nicht.
  • clancy688 said:

    Noch mal: Der wichtige Satz ist der folgende.

    "Please note that this time, since the result of rare gas at gas vial container is below detection limit,, we used the highest rate of capture of the Unit 2 in the past. *-1"

    Die haben gar keine Edelgase gemessen. Nur die höchsten Werte hingeschrieben, die in der Vergangenheit mal gemessen wurden. Und ich hab keinen Plan wieso.

    Aber Fakt ist - da wurden KEINE Edelgase gemssen.



    Danke, "in the past".....
    Warum generiert man diese Nebelkerzen?
  • JorindeJorinde Dezember 2012
    Gute Zusammenfassung des aktuellen Stands unter

    http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/fukushima/AJ201212180087

    Quelle: Asahi Shinbun
  • JgodellJgodell April 2013
    Ich bin ja immer noch von dem verschobenen Shield Plug beeindruckt. Tepcos These mit der Wasserstoffexplosion erscheint mir immer weniger zutreffend...

    http://www.tepco.co.jp/en/nu/fukushima-np/images/handouts_120419_03-e.pdf
  • DonDonDonDon April 2013
    Symposium Q&A: Explosion at Fukushima Unit 3 drove nuclear fuel out of storage pool — Scattered up to 2 miles away http://enenews.com/symposium-qa-explosion-unit-3-drove-nuclear-fuel-pool-scattered-particles-miles-away-video

    Arnie Gundersen, Fairewinds Energy Education: Unit 3 started as a hydrogen explosion – I am in the minority, but I think it’s more than a hydrogen explosion.

    I actually think it was something called a prompt moderated criticality that was caused by a hydrogen explosion, which then drove the fuel and scattered particles of fuel for as far as two miles from the fuel pool. […]

    The important thing though is that it was a detonation. How it was created is less important than the fact that it was a detonation shockwave and no containment can withstand that.

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