Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Wohin mit dem radioaktiv belasteten Kühlwasser?
  • TimTim Oktober 2011
    nuckelchen - die Frage ist dabei, ob das a) notwendig für die konkrete Tätigkeit und Situation und b) praktikabel ist.

    Bin jetzt kein Freund von TEPCO, jedoch ganz ohne Ahnung/Wissen/Einblick sollte man nicht irgendetwas unterstellen, meinst du nicht?
  • vosteivostei Oktober 2011
    Im 1er Thread gibt es Bilder, als Arbeiter das erste Mal nach dem Desaster den Reaktor betraten. Sie trugen Vollschutz mit einem Kreislaufatemsystem.
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/nuklearkatastrophe-in-japan-fukushima-arbeiter-betreten-reaktor-eins-1.1094096
    hier eine Bilderserie aus der SZ
  • TimTim Oktober 2011
    Drei Tonnen radioaktives Wasser in der Anlage des AKW Fukushima Daiichi ausgetreten:

    Wie bekannt wurde teilte TEPCO bereits am Dienstag mit, dass drei Tonnen radioaktives Wasser aus einer Einheit ausgetreten sind in der hochgradig radioaktiv belastetes Wasser gereignigt wird. Seitdem im Juni sechs Tonnen ausgetreten waren handelt es sich hiermit um die zweitgrößte Menge an ausgetretenem radioaktiv belastetem Wasser.

    Der Austritt des Wassers wurde an der Cäsiumreinigungsanlage des US-Herstellers Kurion festgestellt. Ursache und genaue Stelle des Lecks werden untersucht. Die ausgetretene Wassermenge habe eine Belastung von Cäsium-137 in Höhe von 290.000 Becquerel pro Kubikzentimeter aufgewiesen

    Dennoch wurde beruhigt: Das radioaktiv kontaminierte Wasser sei innerhalb der Reinigungsanlage verblieben und nicht in die Umwelt freigesetzt worden, zudem sei das Wasser bereits wieder der Entsorgungsanlage für radioaktive Abwässer zugeführt worden, meldet die Asahi Shimbun.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-austritt-von-radioaktivem-wasser-am-akw-fukushima/1116595/
  • engeng Oktober 2011
    @nuckelchen: "seit märz habe ich kein bild von einem tepco-arbeiter in abc-anzug gesehen". Sorry nuckelchen, aber hier im Forum wurden seit März bereits zahlreiche Bilder und Videos von Arbeitern in 'schweren' Schutzanzügen veröffentlicht.
    Ob immer wenn es nötig wäre die Arbeiter mit diesen Schutzanzeigen ausgerüstet waren und werden, und wenn nicht in welcher Häufigkeit, können wir allerdings von hier aus nicht abschließend beurteilen.
  • TimTim Oktober 2011
    #Fukushima I Nuke Plant: 450 Tonnes of Groundwater Per Day Seeping into Reactor/Turbine Bldgs | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/10/fukushima-i-nuke-plant-450-tonnes-of.html

    Since the end of June when the contaminated water treatment system started the operation, total 50,000 tonnes of groundwater have seeped into the reactor buildings and turbine buildings at Fukushima I Nuke Plant. Now, the total amount of contaminated water (highly contaminated water plus not-so-highly contaminated, treated water) at the plant has grown from 127,000 tonnes at the end of June to 175,000 tonnes as of October 18, according to Asahi Shinbun.

    Does TEPCO have any plan to stop the flow of groundwater into the reactor buildings and turbine buildings, which just adds to the amount of highly contaminated water to be treated and stored? TEPCO is fast running out of storage space, even with cutting down more trees to make room for the storage tanks.

    Other than spraying the low-contamination, treated water on the premise, the answer is no. No plan, as TEPCO is running out of money that it is willing to spend on Fukushima I Nuke Plant.


    More details inside.
  • vosteivostei Oktober 2011
    Kurzer Einschub mit Frage: ich dachte Tepco wäre seit Sommer quasi staatlich - verstaatlicht oder teilverstaatlicht. (?)
  • JorindeJorinde Oktober 2011
    "Wohin mit dem belasteten Kühlwasser?"
    Na, ganz einfach: großräumig verteilen!
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/10/fukushima-i-nuke-plant-low.html
    Auf die Gefahr hin, dass dies eine ungeprüfte Information ist.

    Fukushima I Nuke Plant: Low-Contamination Water Being Sprayed (Video)

    TEPCO is running out of
    TEPCO is running out of space for the water storage tanks for ever-increasing treated water. (Remember 450 tonnes of groundwater coming in to the turbine and reactor buildings, every single day.) So the company has been spraying the treated water (still radioactive) on the compound, ostensibly to suppress dust and prevent fire.

    TEPCO released the video of that first spraying on October 7. What they are spraying is the water from Reactors 5 and 6, supposedly not as contaminated as the water in other Reactors. But no one clearly knows because the company hasn't released the nuclide analysis for the water in Reactors 5 and 6, except to say it is well below the limit for release from a nuclear facility.
  • TimTim Oktober 2011
    Könnte jemand aus einer Feuerwehr kommentieren, ob die Aktion und in der Umsetzung eine sinnvolle Brandvermeidungsmaßnahme ist?
  • dirkdirk Oktober 2011
    Wenn man tgl sprüht und es länger keinen regen gegeben hat.
  • vosteivostei Oktober 2011
    Dort ist Herbst. Etwas wärmer, als hier, aber genauso regnerisch. ZB vorgestern Regen, gestern sonnig bis 24°C - heute wolkig bei 9 - 15°C.
  • dirkdirk Oktober 2011
    Also nix mit Holz Selbstendzündung.
  • hamham Oktober 2011
    Selbst wenn das "dekontaminierte" Wasser sauber ist (im Rahmen von sinnvollen Grenzwerten!). Damit werden evtl. Hot-Spot-Partikel einfach nur verteilt und diese unkontrollier- und kausal nachweisbar verteilt, mit dem Vorteil das "dekontaminierte" Wasser (für das einfach kein Platz mehr ist! Warum dann nicht einfach ins Meer?) los zu sein.
  • TimTim Oktober 2011
    TEPCO will nun doch keine Schutzwand gegen Meereskontamination:

    Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi hat den Plan auf der Landseite eine Staumauer gegen das Sickern von radioaktivem Wasser in das Grundwasser zwar aufgegeben, man werde jedoch meerseitig eine Dammmauer errichten, um die Belastung des Meeres durch kontaminiertes Wasser zu verhindern. Die Arbeiten hierzu sollen am morgigen Freitag beginnen.

    Der zuvor geplante unterirdische Damm zum Schutz des Grundwassers hätte alle vier Seiten der Reaktoren 1 bis 4 sowie die Turbinengebäude umschlossen. Dieses Konzept wurde nun jedoch als “ineffektiv” verworfen. Unter anderem hätte solch eine landseitige Grundwasser-Schutzmauer auch den Grundwasserpegel um die Anlage herum gesenkt, was das Risiko, radioaktives Wasser könne heraussickern erhöht hätte. Zudem wäre die Entfernung oder Standortänderung von Einheiten, die um die Gebäude herum liegen, notwendig geworden.

    Um nun das Alternativ-Dammprojekt durchführen zu können, will TEPCO nun vor Beginn der Arbeiten die zwei Jahre andauern werden Probebohrungen durchführen, um die Tiefe des Grundwassers dort zu ermitteln. Für den Bau sollen insgesamt 700 Teile, jeweils 22 bis 24 Meter lang und einem Gewicht von zwei Tonnen zu einer Wand mit einer Gesamtlänge von etwa 800 Metern zusammengefügt werden Das berichten die Mainichi Shimbun sowie die Nachrichtenagentur jiji.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-stilllegung-des-akw-fukushima-soll-mindestens-30-jahre-dauern/1116801/

    Entweder das oder TEPCO muss sparen..
  • vosteivostei Oktober 2011
    Logisch. So was ist extrem teuer und komplex, weil man zwecks menschlicher Arbeiter die Strahlung im Auge behalten muss.
    UND DAS RADIOAKTIVE WASSER RINNT SO ODER SO!!!!!!!!!! :D Eine Bankrotterklärung erster Güte ist das.
    Das einzig wahre wäre es mit Schlitzfräsen zu senken, mit Bentonit eindringende Wässer zu verdrängen, diese aufzufangen und die Schlitzgräben mit Bewehrungsstahl, sowie Beton zu füllen. Nur Stahl gammelt - seeseitig hat mans ja mit Brackwässern zu tun. Hinzu kommt, dass zu befürchten ist, dass die Tonsteinlage, auf der alle Blöcke stehen offensichtlich vom Beben beschädigt wurde. Man müsste weiter runter, dass es einen Zopf hat. Das ist noch teuerer. Auf die o.g. Tour panschen die dann ein Vierteljahrhundert mit Strahlewasser rum und das Ganze verwandelt sich in ein Hochmoor :o
  • nuckelchennuckelchen Oktober 2011
    @vostei:
    bild eins zeigt eine person im papieranzug mit einem "Ding" umgeschnallt, dass mit meinem dampfreiniger von kärcher mehr ähnlichkeit hat, als mit einer druckluft-gesteuerten atemluftversorgung.Zumal dort kein regelbares ventil zu sehen ist.
  • vosteivostei Oktober 2011
    Hm. Das umgeschnallte Ding nennt sich exakt Atemschutzkreislaufgerät.
    http://www.draeger.com/media/10/01/09/10010903/langeratemlangeeinsaetze_br_9044869_de.pdf

    Viel Spaß beim lesen. Vorteil: lange Einsatzzeit bzw mehrmals einsetzbar, dafür leichter als Pressluftflaschen Nachteil: teuer, komplexe Wartung
  • nuckelchennuckelchen Oktober 2011
    und ähm, die hosenbeine,die einfach nur in die (arg wenig nach sicherheitsschuhen aussehenden) schuhe gestopft sind,nochnichteinmal getapt sind,und oder die handschuhe,die ca grademal kondomstärke haben dürften...kann ja nicht die zig-tausende euro kostene schutzpelle sein.

    die schutzkleidung entspricht in der regel dem jeweiligen sachverständnis des trägers, wobei ab einem gewissen punkt vertändnis man sich selbst auch in schutzkleidung nicht mehr dorhin begeben würde.

    aber mal back to the topic:
    tepco gibt ja zumindestens mal zu, dass es sich hier um wasser von 5 + 6 handelt.
    rechnet man jetzt die zeitdifferenz zw dem public tepco posting mit dem wasserversprühen und dem messbaren verteilen von wasserlecks von 5 +6,
    thema heisst dot:
    Les réacteurs n°. 5 et 6 de Fukushima Daiichi semblent relâcher de plus en plus de radio-césium dans l'océan
    http://www.gen4.fr/

    @vostei:merci, wird direkt mal angeklickt.
  • vosteivostei Oktober 2011
    Ui - hmmm njaaa - französisch, ich meine die Sprache, ist schon ein Weilchen her bei mir - es ist mühsam, gibts den blog auch auf englisch oder gar deutsch?

    Das mit den 5er und 6er ist mir neu, wobei die Messpunkte ziemlich nahe bei dem Megafloat wären bzw es dort überall sickt und rinnt - es hatte die Tage auch geregnet und der Untergrund ist ziemlich durchlässig geworden.

    Btw.: Wie gehts in Marcoule voran mit dem Strafantrag von CRIIRAD gegen Centraco bzw EDF?
    http://fukushima.physikblog.eu/discussion/86/akw-marcoule-explosion-in-verbrennungsofen#Item_9
  • vosteivostei Oktober 2011
    http://www.awb.co.jp/pro_respi/pro_respi_top_e.html
    Das ist der verwendete Respirator, eine jap. Firma namnes AWB stellt den her. (Oxy Gem)
  • TimTim Oktober 2011
    > Fukushima Daiichi: Treatment of Contaminated Water 1



    TEPCO - October 2011. Tokyo Electric Power Company continues its series of explanatory videos concerning Fukushima Daiichi with its first installment covering the accumulation and treatment of contaminated water at the site.


  • TimTim Oktober 2011
    > #Fukushima I Nuke Plant: 2,600 Bq/Liter Tritium in Water Being Sprayed in the Plant Compound | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/10/fukushima-i-nuke-plant-2600-bqliter.html

    Kann das bitte jemand von euch kommentieren - unbedenklich oder nicht so ganz?
  • vosteivostei November 2011
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795115,00.html
    "Parlamentarischer Staatssekretär Sonoda trinkt Wasser aus einer radioaktiven Pfütze im havarierten Atomkraftwerk Fukushima."

    Wieviele parlamentarische Staatssekretäre hat Japan? ^^ Wenn genug zusammenkommen hätte man ja eine vorzügliche Art der Wiederaufbereitung gefunden....
  • dirkdirk November 2011
    gröööl
  • vosteivostei November 2011
    Hab inzwischen herausbekommen, dass es sich um das Wasser handelt, welches derzeit zwecks "Brandschutz" versprüht wird - also aus Block 5 + 6, dekontaminiert, entsalzen und gefiltert. Dem Bild im Artikel nach zu urteilen war dem Troll dennoch nicht ganz wohl dabei... ^^
  • TimTim November 2011
    > Japan lawmaker drinks water from Fukushima plant | The Raw Story
    http://www.rawstory.com/rs/2011/11/01/japan-lawmaker-drinks-water-from-fukushima-plant/

    Hier als Video:

  • hobbyphysikerhobbyphysiker November 2011
    Hallo mal eine Frage,

    nach dieser Meldung stagniert die Wassermenge in den Kellern bei ca 80 m^3 http://www.tec-sim.de/

    Andererseits laufen ca. 684 m^3 pro Tag bei nicht geschlossenen Kreisläufen dazu.

    Gibt es aktuelle Daten zur Wassermenge, die pro Zeit mit welcher Qualität dekontaminiert wird.

    Im Idealfall sind es diese 684 m^3/d was ich aber nicht glaube, da durch das Beben die Konstruktion der Gebäude massiv beschädigt wurde und ein Teil davon ins Grundwasser gedrückt wird. Wenn man die Dekonmenge/d im Schnitt wuesste, dann könnte man auf die Menge schliessen, die aus den Gebäuden läuft.
  • hobbyphysikerhobbyphysiker November 2011
    Wenn die Zahl von 6,3E17Bq für die Freisetzung von Tschernobyl valide ist,

    dann hatten wir im Mai einen kompletten Kern von Tschernobyl im Keller gelöst,
    heute wären es noch rund 16%, ergo 84% sind irgendwo.

    Nun mal auf die Dekon gerechnet. Diese läuft seit ca. 100 Tagen, geht man davon aus, dass diese mit 684 m^3/d läuft dann wären das immerhin 68400 m^3 seit dieser Zeit und geht man von einer Abreicherung von 100% aus, dann kommt man grob auf 85% Abreicherung, was zu den 16% Rest passen würde.

    Das ganze ist natürlich nur eine grobe Abschätzung, aber es passt ganz gut.

    Für mich bleibt die Frage nur, was passiert mit den Absorbentien, wo werden diese aufgearbeitet? Entsorgt?
  • vosteivostei November 2011


    @hobbyphysiker: 3:54 und 4:04

    und ein akt. Tepco vid zum waterprocessing


    bei 7:13 Tanks in Bau
  • engeng November 2011
    @hobbyphysiker: "... da durch das Beben die Konstruktion der Gebäude massiv beschädigt wurde und ein Teil davon ins Grundwasser gedrückt wird ..."

    Das kann aber keine Tatsache sein, sondern nur eine Annahme. Art und Umfang der Gebäudebeschädigungen sind nämlich bei weitem nicht abschließend bekannt.

    Über die Wasser-Mengenbilanz können von hier aus überhaupt keine genauen Angaben gemacht werden, da es viel zu viele Unbekannte gibt.
    (Temperatur, Verdunstung, Versickerung, Kreisläufe, Pumpleistungen, Speicherkapazität usw. usw.)


  • JorindeJorinde November 2011
    Und anscheinend läuft die Dekontamination auch nicht nach Wunsch, momentan mit 53% Kapazität. Speicherbehälter für hoch belastetes Material zu 68% gefüllt. Auch da arbeitet man am Limit...
  • hobbyphysikerhobbyphysiker November 2011
    @eng
    Zustimmung keine Frage, aber es sieht zumindest danach aus, als hätte man die Lage einigermassen nun unter Kontrolle, da die Wasserstände in den Kellern stagnieren, obgleich man mit Frischwasser kühlt. Das ist mein Fazit for the time being.
  • JorindeJorinde November 2011
    Stagnieren, ja, aber sie werden beständig radioaktiver:

    Cäsium Gehalt des Wassers in den Kellerräumen der Anlage: 6.0*10^11 Bq/Liter Cs-134, 7.2*10^11 Bq/Liter Cs-137
    Cäsium Gehalt nach Dekontamination: 6.0*10^7 Bq/Liter Cs-134, 7.2*10^7 Bq/Liter Cs-137
    Cäsium Gehalt in den Abklingbecken
    Block 1: 1.8*10^10 Bq/Liter Cs-134, 2.3*10^10 Bq/Liter Cs-137
    Block 2: 1.1*10^10 Bq/Liter Cs-134, 1.2*10^10 Bq/Liter Cs-137
    Block 3: 7.4*10^10 Bq/Liter Cs-134, 8.7*10^10 Bq/Liter Cs-137
    Block 4: 8.2*10^6 Bq/Liter Cs-134, 1.2*10^7 Bq/Liter Cs-137

    Quelle: http://www.tec-sim.de/

    Im August waren es noch Gigabecquerel (=10^9 Bq) in den Kellern.
  • stephan_kstephan_k November 2011
    @Jorinde, bist du sicher?

    Die Werte im August waren:
    Block-1: 1.2*10^11 Bq/Liter Cs-134, 1.3*10^11 Bq/Liter Cs-137
    Block-2: 3.1*10^12 Bq/Liter Cs-134, 1.3*10^12 Bq/Liter Cs-137
    Block-3: 1.5*10^12 Bq/Liter Cs-134, 1.6*10^12 Bq/Liter Cs-137

    Quelle: TEPCO (Achtung dort: Werte in BQ/ccm)
  • JorindeJorinde November 2011
    @Stephan
    hab die Werte hier aus dem Forum, nicht extra bei TEPCO nachgeschaut
    @dirk
    das sind die Werte aus den spent fuel pools, ich hab die Daten vom Kellerwasser von tec-sim abgeschrieben
  • dirkdirk November 2011
    Woher hat Tec denn die Daten aus den kellern?
    @stephan auf dem o.a. PDF sind die Angaben in L nicht in ccm
  • JorindeJorinde November 2011
    @dirk: Ja, gute Frage...jetzt stehen Werte mit Faktor 1000 drunter auf tecs Seite! Anscheinend Einheiten verwechselt (ist zumindest das Naheliegendste). Auf tecs Seite auch Widerspruch zwischen "aktuellen" Werten oben und Werten von gestern (Faktor 10!).
    Hier gibts eine neue Grafik von TEPCO dazu:
    image

    Finde aber NIRGENDS auf diesem Blatt die Werte für das Wasser im Keller...
  • dirkdirk November 2011
    Ich schaue tgl die Handouts von Tepco nach. Von den keller Werten habe ich noch nichts gesehen, das heisst natürlich nicht das ich sie übersehen habe.
    Tec-Sim mag ja im Thema sein, zumindest sagt er es, nur manche Aussagen von ihm....
    aber das Thema hatten wir hier schon mal.
  • hobbyphysikerhobbyphysiker November 2011
    @ all

    Vielleicht hat jemand Daten zur Zusammensetzung der Wässer in den Kellern der Anlagen mit Primärquellenangabe, denn es wäre schon schön zu sehen, wohin der Trend läuft.

    Die löslichen Anteile sollten weitgehend extrahiert sein, bis auf die geringen Anteile, die sich noch bilden. Daher würde ich erwarten, dass sich die Aktivität des Wassers im Keller nun langsam verdünnt, oder halt weitgehend konstant ist mit leicht fallender Tendenz.
  • katze13katze13 November 2011
    Answer and question at Tepco’s press conference.

    Oshidori mako asks:
    When Tepco purifies contaminated water, a Reverse Osmosis Membrane is used, but strontium is water soluble so you need ion-exchange filtration or coagulating sedimentation to remove it from the contaminated water. -> How do you filter strontium out?

    Tepco, Matsumoto answers:
    When the equipment of AREVA was working, we used coagulating sedimentation to filter out strontium.
    However, now that AREVA’s equipment is out of order. – Strontium is not filtered out.

    Oshidori mako asks:
    I understand that water is not leaked to the sea now, but when water WAS leaking into the sea from Reactor 2, how did you filter out strontium?

    Tepco, Matsumoto answers:
    No, we haven’t filtered out strontium. Strontium must have leaked to the sea.


    Nicht die seriöseste Quelle, aber ich halte es für glaubwürdig:
    http://fukushima-diary.com/2011/11/strontium-flow-directly-into-the-sea-at-fukushima-daichi/
  • TimTim November 2011
    TEPCO holzt Bäume für Wassertanks ab:

    Vor der Katastrophe vom 11. März 2011 war das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in vergleichsweise idyllischer Lage. Das Yacho-no-mori (Wildvogel-Wald) genannte Areal umfasste 370.000 Quadratmeter und war Heimat für viele Vogelarten. Doch die Bäume fielen der steigenden Menge von kontaminiertem Wasser zufolge. Um das abgepumpte Wasser lagern zu können, wurden Wassertanks gebraucht, welche wiederum Platz benötigten. Somit trifft man dort statt sattem Grün nur noch graue und blaue metallische Wassertanks.

    Die Pläne, das Wasser bis Ende des Jahres endgültig aus den Gebäuden auszupumpen und vollständig durch einen Kühlkreislauf der auf dekontaminiertem Wasser basiert zu ersetzen, sind nicht zuletzt aufgrund des unerwarteten Einflusses von Grundwasser in Keller als vermutlich gescheitert anzusehen. Mittlerweile enthalten die Tanks 90.000 Tonnen Wasser, damit sind 80 Prozent ihrer Kapazität bereits erschöpft und die Behälter fast voll. Schätzungen zufolge sind jedoch noch weitere 80.000 Tonnen radioaktiv kontaminiertes Wasser in den Kellern der Reaktorgebäude 1 bis 4 enthalten. Das meldet die Asahi Shimbun.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-fehlalarm-in-fukushima-reaktor-vier/1117431/

  • hobbyphysikerhobbyphysiker November 2011
    @tim

    Danke, aber diese Mengen halte ich auch für realisitsch und es zeigt ganz klar auf, dass man die Situation bezogen auf die Wassermengen nicht im Griff hat. Auch wenn die Dekontamination läuft, so enstehen nach wie vor problematische Abwässer, die behandelt werden müssen. Leider habe ich noch keinen Plan gesehen, was man damit nun wirklich machen möchte. Vielleicht gibt es dazu Infos hier im Raum. Das Versprühen auf Landflächen halte ich für mehr als kritisch, da man auf diese Weise das Grundwasser weiter kontaminiert.
    Ich bleibe bei meiner Aussage, Fukushima ist deutlich kritischer Einzustufen als Tschernobyl, da das nukleare Inventar lokal begrenzt geblieben ist und mittel- bzw langfristig kumulativ eine massive lokale Kontamination auslöst durch das Auswaschen der Kerne.
  • vosteivostei November 2011

    Leider habe ich noch keinen Plan gesehen, was man damit nun wirklich machen möchte. Vielleicht gibt es dazu Infos hier im Raum.


    unzipped ist das was man vor hat bzw was bereits gemacht wird in dem größten der fünf pdf hier drinne:
    http://cryptome.org/0005/daiichi-111711.zip

  • TimTim November 2011
    Probleme mit Pumpen am AKW Fukushima:

    Bereits am 18. November war es am Abend zu einem Alarm gekommen, der vor hohem Druck des bereits behandelten Wassers warnte. In Folge stoppte eine Entsalzungseinheit, da sich eine Hochdruckpumpe und eine Druckerhöhungspumpe automatisch abschalteten. Auf die Zuführung von Wasser zum Reaktor habe dies jedoch keinen Einfluss gehabt, da es noch ausreichend Frischwasservorräte gebe.

    Am 22. November überprüfte man die Einheit von außen und stellte nach Angaben von TEPCO keine Anomalien fest. Daher wurde das Wasser durch eine Ablaufleitung entfernt, der Alarm zurückgestellt und die Einheit neu gestartet. Trotz der Kontrolle wurde jedoch am 23. November erneut Alarm ausgelöst, der auf hohen Druck des behandelten Wassers hinwies. Auch diesmal hielt die Einheit automatisch. Die Ursache werde nun untersucht - einen Einfluss auf die Wasserversorgung des Reaktors habe der erneute Zwischenfall jedoch nicht gehabt.

    Doch damit nicht genug, gab es heute weitere Pannen: Nachdem man die Einheiten einer Entsalzungsanlage gestartet hatte, um zu überprüfen, ob das Wasser wie vorgesehen fliesst, wurde festgestellt, dass am Ausgangsende die Rohrleitung gebrochen war und dort bereits behandeltes Wasser leckte. Die Anlagen wurde sofort abgestellt. An den Einheiten der Anlage wurden 14 bzw. 15 Liter ausgetretenes Wasser entdeckt. Mittlerweile läuft dort jedoch kein Wasser mehr aus. Einen Einfluss auf die Reaktoren bestehe nicht, da die übrigen Entsalzungsanlagen weiterhin laufen und genug Wasser vorrätig sei.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-pannen-mit-pumpen-am-akw-fukushima/1117543/
  • TimTim Dezember 2011
    > Radioactive Water Treatment 4: Fukushima Daiichi - YouTube



    TEPCO press video. Fourth and final video in the water treatment and storage series. This video covers the diverse variety of storage tank types on the Fukushima Daiichi site; it describes tank location, construction, and usage. The shortcomings of some of the water treatment equipment are also discussed, as is the long term plan for water treatment and storage


  • TimTim Dezember 2011
    x
  • TimTim Dezember 2011
    > #Fukushima I Nuke Plant: 45 Tonnes of Treated Water May Have Leaked to the Ocean | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/fukushima-i-nuke-plant-45-tonnes-of.html

    While that may not much (45 tonnes), the water may contain extremely high levels of beta-nuclides like strontium; according to TEPCO, the density of strontium could be as high as 100,000 becquerels per cubic centimeter. That's 100 million becquerels per liter.

    The leak was found at the post-Kurion/SARRY treatment facility that condenses the treated water (TEPCO calls it "evaporative condensation apparatus).

    Here's TEPCO's handout for the press on December 4, 2011.

    Here's from Yomiuri Shinbun (12/4/2011; since I'm at the terminal in the public library I cannot quote the original Japanese as it won't allow copying. Stupid. But Yomiuri Shinbun tends to retain the link for a long time):

    TEPCO announced on December 4 that about 45 tonnes of contaminated water leaked at the water treatment facility at Fukushima I Nuclear Power Plant and part of the water has leaked outside the facility.

    The water may have gone into the drains and leaked into the ocean, according to TEPCO, but "It would be a small amount even if the water had leaked, and very little effect [on marine life]", says the company.

    The leak was found at the evaporative condensation facility, which the water goes after being treated to remove radioactive cesium [Kurion and SARRY]. The leaked water is 5 centimeter deep inside the facility. On the surface of the water, the radiation level measuring gamma rays is 1.8 millisievert/hr, but it is 110 millisieverts/hr measuring beta rays. In order to mop up the water in the facility, the workers would have to do it without coming in contact with the water to avoid exposure to beta-ray radiation.

    According to TEPCO, 100,000 becquerels/cubic centimeter of strontium, a beta nuclide, may be in the water. The level is 100,000 to 1 million times the safety limit for seawater.


  • vosteivostei Dezember 2011
    http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/fukushima-daichi-tonnenweise-atomwasser-ins-meer-geflossen_aid_690921.html

    Die gleiche Meldung ausnahmsweise mal zeitnah in einem Wirtschaftsmagazin - ^^ - interessant auch, dass Focus weiß, das Wasser aus Atomen besteht...
  • TimTim Dezember 2011
    image

    > Wasser im Gebäude nach Leck an Entsalzungseinheit am 4. Dezember 2011 (Foto: TEPCO)

    Austritt von Wasser mit radioaktivem Strontium:

    Den Meldungen der NHK zufolge teilte TEPCO, der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi am Sonntag mit, gegen 11:30 Uhr Ortszeit sei an einer Einheit zur Entsalzung bereits dekontaminierten Wassers ein Leck festgestellt und anschließend nach einer Abschaltung geschlossen worden. Dennoch seien mindestens 45 Tonnen mit radioaktiv kontaminiertem Wasser zunächst in das Gebäude hinausgelangt und von dort offenbar durch einen seitlichen Nebengraben der nach etwa 600 Metern das Meer erreicht, geflossen. Mittlerweile hat das Unternehmen Sandsäcke im Graben gestapelt, um ein weiteres Einfliessen ins Meer zu verhindern.

    Die Anlage war 21 Stunden zuvor zuletzt kontrolliert worden und habe keine Störungen oder Probleme gezeigt. TEPCO räumte umgehend Versäumnisse ein. Das Unternehmen habe das Leck stiefmütterlich behandelt und nicht genug getan um es zu schliessen, da man davon ausgegangen sei, das Wasser werde im Gebäude verbleiben. Nun werde man Maßnahmen ergreifen um derartige Lecks schneller ausfindig machen zu können.

    Zur Radioaktivität des Wassers machte TEPCO laut NHK folgende Angaben: Zwar sei der Gehalt an radioaktivem Cäsium durch den bisherigen Verarbeitungsprozess auf 45 Becquerel pro Kubikzentimeter gesunken und es seien im Meerwasser um die Mündung des Ausgusses lediglich leicht erhöhte Cäsiumwerte gemessen worden. Der niedrige Wert seie auf die Prozesse zurückzuführen, die das Wasser aus dem Reaktor während der Dekontamination durchläuft.

    Beunruhigend sind allerdings die Werte an radioaktivem Strontium die von der NHK gemeldet wurden, da das Wasser insgesamt 130.000 Becquerel pro Kubikzentimeter aufgewiesen habe. TEPCO bestätigte, dass die Aufnahme der im Wasser enthaltenen Menge von Strontium durch den Menschen eine Gesundheitsgefährdung darstellen könne.

    Am gestrigen Sonntag berichtete die Nachrichtenagentur jiji, über den gleichen Zwischenfall, der sich um kurz nach 11:30 Uhr ereignet habe, das Leck sei um 12:30 Uhr geschlossen worden. Zudem sei noch unklar gewesen, ob Wasser aus dem Gebäude gelangt sei.

    Die an der Stelle des Wasserlecks gemessenen Strahlenwerte hätten eine Belastung mit Gamma-Strahlen von 1,8 Milisievert pro Stunde festgestellt. Dieser vergleichsweise niedrige Wert sei auf die bereits teilweise Behandlung des Wassers und das Sinken des Cäsiumgehalts zurückzuführen, die gemessenen 110 Millisievert Beta-Strahlung wären dagegen auf das Strontium zurückzuführen.

    Am heutigen Montag berichtete jiji dann, die Arbeiter hätten zum Zeitpunkt der Entdeckung 45 Kubikzentimeter ausgetretenes Wasser im Gebäude festgestellt – es sei vermutlich durch einen Riss im Beton mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Liter pro Minute herausgelangt.

    Innerhalb der Zeitspanne von der Entdeckung um 11:30 Uhr bis zur Abdichtung mit Sandsäcken um 15:30 Uhr am gestrigen Tag, wären maximal 300 Liter unmittelbar in das Meer geflossen.

    Die Asahi Shimbun merkt an, insgesamt seien 220 Tonnen Wasser aus der Aufbereitungsanlage gelangt, darunter auch die besagten 45 Tonnen. Der Cäsiumgehalt des freigesetzten Wassers habe 45.000 Becquerel pro Liter betragen, das wäre 300 Mal höher als der gesetzlich zulässige Wert für Meerwasser. Im Bezug auf Cäsium sprächen erste Schätzungen von 100 Million Beccquerel, was eine Millionen Mal über dem zulässigen Bereich liegen würde. Allerdings betont TEPCO, es handele sich lediglich um Schätzungen anhand erster Daten, man müsse die vollständige Auswertung abwarten.

    Das austretende Wasser habe sich zunächst gesammelt und sei dann durch einen Riss in einen Ausguss gelangt, der etwa 500 Meter weiter ins Meer geführt hätte. Der Austritt sei dann von TEPCO mit Sandsäcken gestoppt worden. Eine Untersuchung der Cäsiumwerte im Meer habe 31 Becquerel pro Liter Wasser ergeben und läge damit nur leicht über den bislang beobachteten Werten. TEPCO sprach von einer “mittleren” Konzentration von radioaktivem Material im Meer – bei den Werten die im April ins Meer gelangt waren, hatte man noch von einer “niedrigen” Konzentration gesprochen.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-radioaktiv-kontaminiertes-wasser-von-akw-fukushima-ins-meer-gelangt/1118233/
  • JorindeJorinde Dezember 2011
    Sorry, ich finde das nicht kohärent.
    Wo ist jetzt wie viel Wasser welcher Belastung ausgetreten? 45 t oder 45 ml (=ccm) ist ein geringfügiger Unterschied.

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