Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Wohin mit dem radioaktiv belasteten Kühlwasser?
  • TimTim Dezember 2011
    More pics

    > TEPCO's Solution to Leaking Strontium-Contaminated Water: Sandbags | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/tepcos-solution-to-leaking-strontium.html
  • TimTim Dezember 2011
    Übrigens scheint die Lösung (fast) gefunden zu sein (siehe Topic Name):

    > University Researchers: Let's Dump Contaminated Soil into the Ocean! | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/university-researchers-lets-dump.html

    (Von Soil zu Water ist zumindest nicht weit)
  • TimTim Dezember 2011
    Regierung verordnet TEPCO Schutzmaßnahmen:

    Die japanische Atomenergiesicherheitsbehörde NISA hat einem Artikel der Mainichi Shimbun zufolge den Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi den Energiekonzern TEPCO angewiesen, geeignete Präventionsmaßnahmen gegen Lecks an der Anlage zu treffen.

    Die Mainichi Shimbun berichtet nun, TEPCO spreche beim Zwischenfall vom Sonntag von 45.000 Litern bzw. 45 Kubikmetern die austraten. Etwa 300 Liter seien aus dem Reaktorgebäude gelangt und möglicherweise durch einen Riss im Beton und einen Ausguss ins Meer gelangt. Die NISA fordere nun Maßnahmen, wie etwa die Anbringung von Detektoren gegen Wasserlecks.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-babynahrung-mit-radioaktivem-casium-belastet/1118347/
  • TimTim Dezember 2011
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    > #Fukushima I Nuke Plant: Amount of Strontium in Leaked Water, per TEPCO | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/fukushima-i-nuke-plant-amount-of.html
  • TimTim Dezember 2011
    > Water containing strontium leaked into sea from Fukushima plant - The Mainichi Daily News
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20111207p2g00m0dm028000c.html
  • TimTim Dezember 2011
    TEPCO verschärft Maßnahmen gegen Wasserlecks:

    TEPCO erklärte am heutigen Mittwoch, man plane als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse nun die Nutzung von Geräten zur Entdeckung von Wasserlecks. Bis diese Maßnahmen abgeschlossen sind, werde man Kontrollgänge und andere Überprüfungen verschärfen. Diese Schutzmaßnahmen wurden auch in den Sicherheitsplan zur mittelfristigen Sicherung des AKW Fukushima Daiichi übernommen, der in aktualisierter Fassung heute auch der NISA weitergeleitet wurde, berichtet die Nachrichtenagentur jiji. TEPCO hat zudem seine Versuche, den kontrollierten Zustand des Cold Shutdown bis Jahresende zu erreichen, noch nicht aufgegeben.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-bestatigt-strontium-im-meerwasser/1118407/
  • TimTim Dezember 2011
    > #Fukushima I Nuke Plant: 220 Tonnes, not 45, of Strontium-Contaminated Water? | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/fukushima-i-nuke-plant-220-tonnes-not.html
  • TimTim Dezember 2011
    > TEPCO mulling release of low-level radioactive water in sea - The Mainichi Daily News
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20111208p2g00m0dm139000c.html

    Tokyo Electric Power Co. said Thursday that it is considering releasing into the Pacific Ocean low-level radioactive water now stored in tanks at the premises of its crippled Fukushima Daiichi nuclear power plant as the storage capacity may run short by March next year.

    The plant operator known as TEPCO said that the water would be released only after it clears the country's legal concentration limit of radioactive substances, including cesium and strontium, but a fisheries group immediately expressed strong concerns about the idea.

    The plant has been plagued with highly radioactive water accumulating inside reactor turbine buildings as a result of the continuing injection of water to cool the stricken Nos. 1 to 3 reactors.

    The water is currently recycled as a coolant after reducing its radioactive level through a water processing facility, installed after the plant was hit by the March 11 megaquake and tsunami.

    But as about 200 to 500 tons of groundwater a day flows into the reactor turbine buildings, the amount of water that is processed has exceeded that needed for injection into the reactors, according to TEPCO spokesman Junichi Matsumoto.

    He said that the capacity of tanks installed at the plant's premises is expected to total 15.5 tons, but there is a possibility that the capacity would fall short possibly by early March.

    "We cannot keep on increasing the number of tanks in the next year or two. So we are considering the possibility of releasing water into the sea," Matsumoto told a press conference.

    The water processing facility reduces the amount of radioactive cesium, but does not remove radioactive strontium, which tends to accumulate in bones and is feared to cause bone cancer and leukemia.

    TEPCO has not only accidentally released highly radioactive water into the sea after the nuclear crisis, but also intentionally dumped low level radioactive water as an emergency measure in April, drawing concerns from neighboring countries.

    As another accidental case, TEPCO said Tuesday that around 150 liters of processed water has flowed into the sea, saying that the water is estimated to contain strontium.


    Überraschung..
  • TimTim Dezember 2011
    TEPCO will Wasser aus Fukushima ins Meer ablassen:

    Der Poesie der Namen wenig zugänglich, versucht man in Japan auf bewährte Weise der großen Mengen radioaktiven Abfalls nun Herr werden zu können. Nachdem Japan mit Yumenoshima, der künstlichen “Trauminsel” bereits zeigte, was man aus in die Bucht gekippten Abfall machen kann, überlegt TEPCO nun offenbar im Fall von Fukushima, der “Glücksinsel” ähnlich zu verfahren. So steht nach wie vor die Überlegung im Raum, die bei den Dekontaminationsarbeiten abgetragenen Erdschichten sowie sonstigen radioaktiv belasteten Schutt in geeigneten Behältern im Meer zu lagern.

    Nun kündigte TEPCO an, beim Lagerungsproblem radioaktiv belasteten Wassers ebenfalls auf das Meer als Lösung zurückzugreifen – und erneut Abwässer des AKW in den Ozean zu leiten. Hintergrund dieses Plans ist der Umstand, dass durch den zirkulierenden Kühlkreislauf, zwar ein Teil des in den Reaktor gespeisten Kühlwassers dekontaminiert und erneut verwendet werden kann, dennoch ist die Lage in den Kellern der Turbinengebäude aufgrund des weiterhin durch Risse nachfliessenden Wassers von täglich 200 bis 500 Tonnen pro Tag. praktisch unverändert,

    Da die angesammelten Wassermengen das Maß, das für die Kühlung der Reaktoren benötigt wird übersteigt, muss das von dort abgepumpte Wasser dekontaminiert und anschließend in Wassertanks gelagert werden. Um Platz für diese Mengen an Wasser zu schaffen wurde auf ein riesiges Tankfloß zurückgegriffen und die Abholzung von Baumbeständen angeordnet um dort Wassertanks lagern zu können. Auch wurde schwach radioaktives Wasser bereits mit Schläuchen versprüht – zur Brandprävention wie es hieß (Spreadnews berichtete).

    Um Abhilfe zu schaffen will der Betreiber der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, wie bereits zuvor geschehen, erneut Wasser kontrolliert ins Meer ablassen, versichert jedoch, lediglich abgepumptes Wasser das zuvor ausreichend dekontaminiert wurde und dessen verbliebener Gehalt radioaktiver Substanzen den gesetzlich vorgegebenen Grenzwerten entspreche, in den Ozean einzuleiten.

    Während TEPCO also argumentiert, bei einem gleichmäßigen Verlauf wären die bisherigen Lagerungskapazitäten bis zum März erschöpft und das Unternehmen daher Platz für stärker belastete Abwässer schaffen will, meldete der japanische Fischereiverband bereits starke Bedenken gegen das Vorhaben an. Ein derartiges Vorgehen könne aus Angst vor Radioaktivität zu einem Rückgang des Verzehrs von Fisch führen und mit Einbußen beim Fischereigeschäft einen großen japanischen Industriezweig schädigen. Auch das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), dem unter anderem auch die Atomenergiesicherheitsbehörde NISA untergeordnet ist, wird sich voraussichtlich mit den Plänen des Konzerns beschäftigen müssen.

    In Anbetracht, dass neben dem kontrollierten Ablassen bereits unabsichtlich radioaktive Abwässer ins Meer gelangt waren, die zuletzt sogar Strontium enthielten, ist die Skepsis der Betroffenen durchaus verständlich. Der Asahi Shimbun zufolge berichtete TEPCO, ursprünglich sei man von 45 Tonnen freigesetzten Wassers ausgegangen, es habe sich jedoch lediglich um 15 Tonnen gehandelt. Hiervon seien 240 Liter durch den Riss in einer Betonwand gedrungen, 90 Liter hätten sich im Gebäude angesammelt in dem die Anlage untergebracht ist und 150 Liter seien ins Meer gelangt.

    Bei einem Treffen zwischen dem Vorsitzenden des nationalen Fischereivereinigung, Ikuhiro Hattori und dem Präsidenten des Energiekonzerns TEPCO, Toshio Nishizawa, wurde dem Unternehmen die Bedenken vorgebracht und dieser erklärte, man werde entsprechende Maßnahmen treffen, welche die Proteste berücksichtigen.

    Doch zumindest die japanische Fischereibehörde ist für Tierschützer ebenfalls nicht ohne Tadel, denn wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace mitteilte, habe die Behörde eingeräumt, Teile der Hilfsgelder für den Wiederaufbau nach den Naturkatastrophen vom März stattdessen in den Walfang investiert zu haben.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-abwasser-aus-akw-fukushima-sollen-ins-meer-geleitet-werden/1118456/
  • TimTim Dezember 2011
    > Fukushima I Nuke Plant: TEPCO Defers Decision on Dumping Treated Water into the Ocean | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/fukushima-i-nuke-plant-tepco-defers.html

    400 tonnes of groundwater is flowing into the building basements per day. 12,000 tonnes per month. 144,000 tonnes per year.


    Was könnte/müsste TEPCO machen? Ist ein Abdichten realistisch unter den Bedingungen möglich? Wenn nicht, was ist die Konsequenz daraus?

  • engeng Dezember 2011
    400 Tonnen Grundwasser pro Tag? Wie und woher will man das denn so genau wissen?
  • TimTim Dezember 2011
    Siehe:
    http://fukushima.physikblog.eu/discussion/comment/5599#Comment_5599
    http://fukushima.physikblog.eu/discussion/comment/6156#Comment_6156

    Meine Vermutung wäre durch Berechnungen. Sie können ja gut sagen, was sie selbst zuführen. Wenn kein Regen ist und trotzdem der Wasserstand in der Gebäuden steigt/nicht sinkt, werden sie wohl annehmen, dass es eintretendes Grundwasser ist.

    Ein weiterer Gedanke fällt mir noch ein: TEPCO hatte ja ursprünglich vor Spundwände(?) um das Gelände einzuziehen um ein Austreten das Wasser in die Umgebung zu verhindern.
    Vor einiger Zeit wurde dann verkündet, dass dies doch nicht mehr geplant sein, da das Grundwasser "eh dagegen drücke".
  • engeng Dezember 2011
    Eine gesicherte Wasserbilanz unter Berücksichtung der mittlerweile fast unzähligen Maßnahmen und Ereignisse dürfte sehr schwierig sein. Ich bin sehr skeptisch ob Tepco da wirklich noch den Überlick hat bzw. haben kann. Und selbst wenn Tepco den Überblich hat könnte man nicht ganz sicher sein ob der auch Tatsachengemäß dargestellt wird.
    (Nur mal ein angenommenes Beispiel: vielleicht wird viel mehr Kühlwasser für die Reaktoren benötigt als mitgeteilt. Dann wäre eindringendes Grundwasser eine gute Ersatzerklärung. Aber bitte - ich möchte hier nichts unterstellen).
  • stephan_kstephan_k Dezember 2011
    Aus meiner unbedeutenden Sicht der Dinge versucht TEPCO, den Wasserpegel innerhalb der Anlage mit dem Grundwasserspiegel (bzw. dem etwaigen Pegels des drückenden Oberflächenwassers, was wohl nicht das gleiche ist) auf gleicher Höhe zu halten, damit das was draußen ist auch draußen bleibt, und das was drinnen ist drinnen bleibt. Entsprechende Hinweise sind in alten TEPCO Dokumenten zu finden.
    http://fukushima.physikblog.eu/discussion/comment/5382#Comment_5382
    Dabei scheint wohl aus nachfliegenden Gründen wichtiger zu sein, dass nichts nach außen fließt; so nimmt man einen Wassereintrag in Kauf. Jedenfalls scheinen die Wände doch stellenweise recht durchlässig zu sein.
  • stephan_kstephan_k Dezember 2011
    Ach ja - und genau deshalb wären Spundwände aus TEPCO-Sicht wahrscheinlich eher kontraproduktiv, da durch den abgesenkten Wasserpegel außen kein Gegendruck mehr da ist, und die radioaktive Suppe erst recht ungehindert durch die Mauern nach außen und letztlich ins Meer läuft.
  • WalterWalter Dezember 2011
    Ja, und deshalb ist es technisch auch überhaupt nicht möglich, riesige Fundamente mittels Polymere gegen eindringendes Grundwasser zu sichern.

    Deswegen schwimmt auch das burj al arab und der big dig auf einem Gummiboot.
  • WalterWalter Dezember 2011
    Sorry für den bissigen Kommentar. Es wird aber langsam Zeit, energischere Maßnahmen einzuleiten. Momentan wird recht hübsch oberirdisch verpackt, um die Öffentlichkeit zu beruhigen. Wichtiger ist es m. E. aber, endlich einen geschlossenen Kühlkreislauf für die Reaktoren zu bauen und eine "dichte Wanne", um die Verseuchung des Grundwassers bzw. des Meeres zu minimieren.

    Es ist natürlich eine Mammut-Aufgabe und teuer. Tepco wird das nicht bezahlen wollen.
  • stephan_kstephan_k Dezember 2011
    Ich glaube nicht, dass riesige Fundamente, die irgendwo gebrochen sind und aus denen hochradioaktives Wasser läuft, so bald man die Umgebung trocken legt, je schon einmal nachträglich abgedichtet wurden. Klingt für mich eher nach einer Herausforderung.
  • JorindeJorinde Dezember 2011
    Es gab mal die Meldung, dass man versuchen wollte, das Wasser in den Kellergebäuden zu verfestigen:
    http://fukushima.physikblog.eu/discussion/comment/5574#Comment_5574
    Damals hab ich mich noch gefragt, wohin denn dann das Wasser läuft, was von oben durch die Kühlung der Reaktoren nachkommt.
    Im Lichte der Überlegung von stephan_k ergibt diese Planung eher Sinn. Aber nach wie vor: eigentlich doch erst, wenn man einen geschlossenen Kreislauf hat.
  • WalterWalter Dezember 2011
    @stephan

    Es geht mir nicht um die Fundamente von den Reaktorblöcken 1 - 3. Die sind sehr massiv und haben das Erdbeben gut überstanden. Das Problem sind die Schwachstellen wie Kabelschächte und die Trenches sowie die angeschlossenen Turbinengebäude an 1 - 3. In den Kellern der Reaktorgebäuden könnte man sehr einfach Polymere einschießen, die die Risse zusetzen - nur zur Vorsicht.

    Das Problem ist der Überlauf aus den Reaktorgebäuden in die Turbinengebäude und die Trenches/Kabelschächte.

    Diese kann man sehr wohl abschotten, wenn man will. Nur kostet das in der ersten Phase knapp eine viertel bis halbe Milliarde Euro und dauert so 10 -15 Monate.
    Danach hat man so 80.000 - 130.000 Tonnen wirklich hochradioaktives Kreislauf-Abwasser, das entsorgt werden muß.

    Bei 1.800 Euro Entsorgungskosten pro Tonne sind das ja nur 234 Mio.......

  • TimTim Dezember 2011
    > Just in - New Leak at Fukushima I Nuke Plant: 230 Tonnes of Water Called "Puddle" By TEPCO | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/just-in-new-leak-at-fukushima-i-nuke.html
  • TimTim Dezember 2011
    > #Fukushima I Nuke Plant: 230 Tonnes of Leaked Water Is Rather "Hot" | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/fukushima-i-nuke-plant-230-tonnes-of.html
  • vosteivostei Dezember 2011
    im Vergleich zur Gesamtmenge an Wässern sind 230t tatsächlich 'ne Pfütze.... *soifzt*

  • TimTim Dezember 2011
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    > #Fukushima I Nuke Plant 230-Tonne Leak: TEPCO Admits It Is Highly Contaminated Water | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2011/12/fukushima-i-nuke-plant-230-tonne-leak.html

    More pics and details inside.
  • vosteivostei Dezember 2011
    http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tunnel-am-akw-fukushima-uberflutet/1119062/
    Spreadnews widmet sich auch den 230t Strahlewasser...
    54 m Länge und 5,4 m Breite des Schachtes wären ca 78 cm Wassertiefe - eine ziemlich mächtige Pfütze und je flacher desto... :)

  • dirkdirk Dezember 2011
    Und das durch einen tropfenden Stromkasten....
  • TimTim Dezember 2011
    > Toshiba, IHI develop mobile radiation-tainted water treatment system - The Mainichi Daily News
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/national/archive/news/2011/12/23/20111223p2g00m0dm013000c.html

    Toshiba Corp. and IHI Corp. said Thursday they have developed a mobile system for the treatment of water contaminated with radiation outside of the Fukushima Daiichi nuclear power plant.

    The SARRY-Aqua system to reduce radioactive cesium operates in a container that can be loaded on a trailer and transported to contaminated reservoirs or swimming pools to treat water on the spot.

    The new system can process 1 ton of water containing radioactive cesium of 500 becquerels per kilogram and reduce it to 10 becquerels per kilogram in an hour. It can treat a total of around 200 tons using absorbent in four drums, according to the companies.

    It is around a 20th of the size of an earlier SARRY system that has been used to decontaminate highly radioactive water at the Fukushima plant. SARRY is an acronym for simplified active water retrieve and recovery system.

    The nuclear crisis at the plant triggered by the March 11 earthquake and tsunami has led to widespread contamination of water and soil outside the plant, and the companies aim to employ the system in such locations, they said.


  • JorindeJorinde Dezember 2011
    Schön - aber wohin mit dem kontaminierten Mist?! Das Problem bleibt, und so wie man jetzt mit hochkontaminierten Betonstücken und dergleichen umgeht, fürchte ich, auch hier handelt es sich mehr oder weniger um Augenwischerei.
  • hobbyphysikerhobbyphysiker Dezember 2011
    http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu11_e/images/111222e15.pdf

    Die gemessenen Werte liegen ja alle knapp am Level oder wenig darüber, die Frage ist wieviel fliesst denn da eigentlich. Geringe Gehalte bekomme ich auch durch hohe Verdünnung? Was ist die eigentliche Fracht die hier in Freiheit gesetzt wird?
  • TimTim Januar 2012
    > This Trailer Can Clean a Ton of Fukushima's Radioactive Water in an Hour
    http://gizmodo.com/5873612/this-trailer-can-clean-a-ton-of-fukushimas-radioactive-water-in-an-hour

  • TimTim Januar 2012
    Wassertank-Leck setzte stark radioaktives Wasser frei:

    Nachdem gestern ein Leck an einem Wassertank festgestellt und zehn Liter ausgetreten waren (Spreadnews berichtete), ist in diesem Zusammenhang nun von stark radioaktiv belastetem Wasser die Rede. Das Material sammelt sich bei der Entsalzung an - das Wasser wird dann in diesem Behälter gespeichert.

    Die Nachrichtenagentur jiji meldete gestern dann noch Daten zum Belastungsgrad des Wassers. Demnach sei nur geringe Mengen an radioaktivem Cäsium festgestellt worden. Allerdings ist dafür der Gehalt weiteren radioaktiven Materials hoch, so dass 500.000 Becquerel an Beta-Strahlung pro Kubikzentimeter festgestellt wurden. Hierzu gehört auch Strontium–90. Die Atomsicherheitsbehörde NISA wies TEPCO an, Patroulliengänge durchzuführen und Maßnahmen zu treffen, um vergleichbare Lecks zu verhindern.

    Die Entsalzung und Dekontamination von Wasser ist für entscheidender Bedeutung für den Kühlkreislauf, da stark radioaktiv belastetes Wasser aus dem Reaktor in die Anlage gelangt und dort verarbeitet wird, bevor es wieder zur Kühlung eingesetzt werden kann.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tod-des-fukushima-arbeiters-bestatigt/1119665/
  • TimTim Januar 2012
    > 300 tons of tainted water found near No. 3 unit at Fukushima plant - The Mainichi Daily News
    http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20120113p2g00m0dm020000c.html

    Mit den Rundgängen findet man wohl jetzt immer mehr?!
  • hobbyphysikerhobbyphysiker Januar 2012
    http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu12_e/images/120111e4.pdf

    Das letzte Diagramm zeigt auf, dass der Lagertank für salzhaltige kontaminierte Abwässer im Mai voll sein wird, auf Basis der gezeigten Planung, denn das operational limit liegt bei 130900m^3 und das Fassungsvermögen von 140000m^3 ist nicht relevant und leitet zu falschen Schlussfolgerungen. Würde man die Aufkonzentrationsanlage durchlaufen lassen, dann ist der Tank in ca. 90 Tagen voll (operational level!).

    Was sind die mittelfristigen Pläne an dieser Stelle damit umzugehen?
  • TimTim Januar 2012
    Weiterer Tunnel mit 300 Tonnen radioaktivem Wasser überflutet:

    Nachdem am 18. Dezember 2011 ein Tunnel mit 220 Tonnen radioaktiv kontaminiertem Wasser entdeckt worden war, begannen am Mittwoch weitere Kontrollgänge – und erneut wurde ein Mitarbeiter bei der Suche nach Wasserlachen in derartigen Tunneln fündig (Spreadnews berichtete).

    Wie TEPCO gestern mitteilte, wurde jetzt sogar ein weiterer Tunnel der mit Wasser geflutet war, entedeckt, berichtet heute die Nachrichtenagentur Kyodo. Es handelt sich offenbar um einen Tunnel der als großer Kabelschacht zum Verlegen elektrischer Leitungen dient. Er befindet sich in der Nähe von Reaktor 300. Es soll sich um etwa 300 Tonnen Wasser, die mit relativ hohen Mengen an radioaktivem Material belastet sind handeln.

    Der Betreiber beziffert die Belastung durch radioaktives Cäsium auf zwischen 49 bis 69 Becquerel pro Kubikzentimeter. Noch sei unklar wie sich das kontaminierte Wasser dort ansammeln konnte - man untersuche die Herkunft. Wasser mit einer niedrigeren Konzerntration sei auch in einem Tunnel in der Nähe von Reaktor 1 entdeckt worden.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-atomkontrolle-nutzte-alte-handbucher-von-akw-herstellern-als-richtlinie-fur-uberprufungen/1119744/
  • TimTim Januar 2012
    @ hobbyphysiker

    TEPCO hatte ein paar Testballone im November-Dezember steigen lassen:
    # Wasser auf der Anlage versprühen
    # Wasser ins Meer einleiten

    Beides stieß "komischerweise" auf wenig Gegenliebe/Zustimmung..

    Wenn ich mit nicht täusche, gab es n paar Artikel das TEPCO die Problematik aus Druckmittel gegen die Regierung derzeit verwendet a la "wir haben kein Geld mehr für weitere Tanks - ihr müsst uns das Geld geben - OHNE VERSTAATLICHUNG!!!".
  • TimTim Januar 2012
    > #Fukushima I Nuke Plant Trenches Are Full of Contaminated Water, TEPCO Is Finding Out 10 Months After the Accident | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2012/01/fukushima-i-nuke-plant-trenches-are.html

    Remember the "puddle" of highly contaminated water in a trench discovered in Fukushima I Nuclear Power Plant right after Prime Minister Noda declared a "cold shutdown state" to the derision of the world in December?

    Without the press reporting on it further, TEPCO has been checking the trenches at the plant, and finding that the contaminated water is "puddled" just about every trench that they look.

    Here's the latest update on trench water from TEPCO (1/16/2012). Note the unit of measurement. It is "becquerels per cubic centimeter". Also note that TEPCO is not saying how many tonnes of water there may be. They are "under evaluation".


    image

    Wer nicht sucht, der nichts findet. Oder so..
  • TimTim Januar 2012
    > (At Least) 1,100 Tonnes of Highly Contaminated Water Found in Trenches at #Fukushima I Nuke Plant | EX-SKF
    http://ex-skf.blogspot.com/2012/01/at-least-1100-tonnes-of-highly.html

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  • hobbyphysikerhobbyphysiker Januar 2012
    @ tim

    Falls die Wasserstände in den trenches mit dem Niveau des Wasserstandes in den Kellern übereinstimmen (kommunizierende Röhren) dann gäbe das einen indirekten Hinweis auf das tatsächliche Niveau in den Kellern. Gibt es Angaben wie tief diese Kanäle sind und ob diese Höhen zu den Angaben der Wasserstände in den Kellern passen? Im Juni hatten wir diese Überlegung schon einmal als wir versuchten die Lagerkapazität der Keller abzuschätzen......

  • TimTim Januar 2012
    Müssten/würden da die gemessen Strahlenwerte in den Trenches nicht um einiges höher liegen?

    Das dort einiges über Regen, das Auswaschen der Teilen der Umgebung und damit Konzentration in den Trenches klingt für mich nachvollziehbar.

    Oder kann durch ein Ausdrücken des Grundwasser sich das dort auch angesammelt haben?
    Wenn die Reaktor- und/oder Turbinengebäude unterirdisch lecken - kann dann substantiell Strahlung durch Erdreich, Fundamente etc in die Umgebung und in die Trenches gelangen?
  • TimTim Januar 2012
    TEPCO berichtet von weiterem Leck:

    TEPCO meldete am Samstag, der Arbeiter eines Tochterunternehmens habe gegen 7:00 Uhr Ortszeit am Turbinengebäude von Reaktor 4 ein Leck entdeckt, aus dem radioaktives Wasser ausgetreten sei. Das Unternehmen nimmt an, dass das Leck in einer Leitung stammt, die schwer radioaktiv belastetes Wasser aus dem Keller des Turbinengebäudes von Reaktor 2 zur Anlage für die Aufbereitung von Abfällen und der Verbrennungsanlage leitet. Der Wasseraustritt habe aufgehört, als man die Pumpe für den weiteren Wassertransfer unterbrochen habe.

    Das Wasser sei innerhalb des Turbinengebäudes geblieben und nicht nach draussen gedrungen, oder ins Meer gelangt. Die Menge auf dem Boden des Gebäudes belaufe sich auf etwa zwei Liter. Eine Messung der Strahlung an der Oberfläche der Flüssigkeit habe eine Belastung von 0,1 Millisievert pro Stunde ergeben. TEPCO geht davon aus, dass sich die Besorgnis, es könne sich um stark radioaktives Wasser handeln, somit nicht erfüllt habe.
    Die Leitung sei am Sonntag um 14:33 Uhr Ortszeit wieder aufgenommen worden.


    Source: http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-gesundheitsversorgung-fur-kinder-aus-fukushima-fraglich/1119918/
  • TimTim Februar 2012
    > TEPCO to ratchet up efforts to decontaminate water - AJW by The Asahi Shimbun
    http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/fukushima/AJ201201300001
  • TimTim Februar 2012
    [The 3rd mid-long term government-Tepco meeting] was held on 27 February. The multinuclide facility (the one which can remove strontium) will be introduced within the first half of 2012. Additional tanks for 40,000 tons of decontaminated water will bring the storage capacity to 200,000 tons by April. [...]

    According to the Ministry of Economy and Industry, recently the radiation released into the atmosphere by units 1,2,3 was 10 million Bq/hour, which is a decline from the 60 million Bq/hour estimated in December. Tepco tested multinuclide removal with 62 nuclides with a concentration 100 times lower than the legal level. At present 57 nuclides can be removed to below detection level. Using the multinuclide facility, it will become possible to bring the radiations below the legal level for releasing the water into the sea, but a Ministry of Economy and Industry official said "we are discussing with the local inhabitants etc. to decide whether we will actually do it".


    Source: http://physicsforums.com/showthread.php?p=3787196#post3787196
  • http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-radioaktiv-kontaminiertes-wasser-bleibt-hauptproblem-in-fukushima/1120674/


    Zitat: "Neben Regen, ist es auch gerade das Grundwasser, von dem täglich zwischen 200 und 500 Kubikmeter in die Keller der Gebäude gelangt, ein anhandeltendes Problem. Je mehr kontaminiertes Wasser abgepumpt wird, desto mehr Grundwasser fliesst aufgrund des Wechsels im Wasserdruck nach, fasst TEPCO-Sprecher Junichi Matsumoto zusammen. Daher lässt TEPCO zur Wahrung eines stabilen Wasserstands eine gewisse Menge an kontaminiertem Wasser in den Kellern stehen – eine wirkliche Lösung ist nicht in Sicht."

    Dumme Frage, woher weiss man denn welchen Pegel man einstellen muss, da der Grundwasserspiegel schwankt?

    Selbst im Idealfall, also einem identischen Pegelstand, steht die Brühe mit dem Grundwasser in Kontakt und der Ionentausch funktioniert auch über Ionenwanderung, daher sagt dieser Artikel ganz klar, dass die Anlage in erheblichen Maße das Grundwasser kontaminert!

    Auch ist die Botschaft klar, dass man bis dato keine Lösung hat! Und wie schon öfters gepostet, Fukushima hat im Vergleich zu Tschernobyl ein mehrfaches an atomaren Inventar und im Gegensatz zu Tschernobyl sitzt das alles, mehr oder weniger, noch vor Ort und kontaminiert die Umwelt, das sollte man sich immer wieder klar machen!
  • dirkdirk März 2012
    Schwierig schwierig...
  • Die hypothetische Nachreaktionswärme nach einem Jahr liegt etwa bei 6% der Menge, die nach 24 h vorgelegen hat, nach Einfahren der Kontrollstäbe. In einem weiteren Jahr, 2013, haben wir immer noch 3% dieser Menge......
  • http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu12_e/images/120322e0401.pdf

    35.000 m^3 werden also erwartet für die nächsten 3 Monate, wobei 2 weitere grosse Tanks installiert werden muessen.
  • http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/2012/1201880_1870.html

    Man beginnt die Wässer in Richtung Daini zu transportieren, anders ist das nicht zu interpretieren..........
  • marcus67marcus67 April 2012
    Dabei geht es nur um Proben die wohl in Daini analysiert werden.
  • Zieht man eine Bilanz (April 2012, Berichte 40 - 45) des "Treated water receiving tank" so steigt das storage volume mit ca 500m^3/Tag. Geht man von einer 100%igen Recyclierung aus, dann sollte dieser Wert nahezu konstant bleiben. Das fordert dazu heraus, sich die Einzelströme etwas näher anzusehen:

    Die wesentlichen Wasserströme gehen in die Kühlung der Blöcke 1-3, aus dem letzen Statusbericht findet man :

    Einspeiseraten für:
    unit 1: 6,3 m^3/h
    unit 2: 9 m^3/h
    unit 3: 7 m^3/h

    Das wären dann ca. 535 m^3/Tag Einspeisung. Die Differenz wäre dann die Recyclatrate von 35m^3/Tag, das weniger als 10% der benötigten Menge darstellt.

    Gibt es verlässliche Daten zu den Massenströmen von aufgereinigten Kühlwasser?

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