Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Wohin mit dem radioaktiv belasteten Kühlwasser?
  • SileneSilene Juni 2011
    @ hobbyphysiker: Leider wohl nicht flexibel genug, um die Kartuschen eines Stranges stündlich zu permutieren.
  • engeng Juni 2011
    Ich sage einfach mal, Tecpo hat an Material herangeschaft was auf die schnelle möglich war und es auch unter den gleichen Gesichtspunkten aufgebaut. Mit Sicherheit sind die selber nicht zufrieden damit und mit Sicherheit wird zur Zeit versucht weiteres Equipment heranzuschaffen. Aber das wird auch nicht einfach in irgendeiner Lagerhalle versandfertig rumliegen. Wir müssen also beobachten was alles so an Anlagenteilen noch eintrifft und aufgebaut wird.
  • thowabuthowabu Juni 2011

    Kann man behaupten das es fast egal ist wie kontaminiertes in die Umwelt gelangt ?
    Früher oder später scheint es sowieso die Nahrungskette zu erreichen.
    (und wenn es ein Jahrzehnt dauert)

    Wenn ich zwei Möglichkeiten habe :
    1. Mit Frischwasser kühlen und das Abwasser in den Ozean.
    2. Umlaufkühlung aus dem Keller mit entweichendem Dampf in die Atmospähre.

    Wie kontaminiere ich die Umgebung mehr ?
    Wieviel Zeit gewinne ich bei Option 2 um eine Nebenstromkühlung des Kellers einzurichten ?
  • AnonymousAnonymous Juni 2011
    Wer hat den Beweis für die Anwesenheit des Mega-Float am 21.Mai ?
    Und bitte nicht Tepco, nhk und Konsorten
  • MitleserMitleser Juni 2011
    Da gab es am 21.6. und den folgenden Tagen zig Pressemeldungen auch mit Bildern zu. Ich habe nur zwei Beispiele verlinkt. Google ein bißchen, und Du findest mehr. Wenn du das als "Beweis" nicht gelten lässt, gibt es natürlich keinen Beweis, denn ich schätze mal, niemand, der hier schreibt, ist persönlich beim Kraftwerk gewesen und hat gesehen, wie es angelegt hat.
  • SileneSilene Juni 2011
    [NHK] TEPCO: cleanup system could take time
    The device is also designed to remove oil and technetium.

    TEPCO says it may have absorbed larger-than-expected amounts of radioactive materials along with oil. The utility is now working on measures to solve the issue.
    Also geht es um das Vorfilter (skid for oil and technetium removal).

    Edit: siehe auch [EX-SKF] Kurion's System Was Stopped At the Very First "Skid"
  • SileneSilene Juni 2011
    [EX-SKF] NISA's Nishiyama Indicates There Is No Plan-B Right Now
    From Mainichi Shinbun Japanese (6/18/2011), commenting on the latest problem with the Kurion's absorption system:

    Hidehiko Nishiyama, spokesman for the Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA) under the Ministry of Economy, Trade and Industry, said, "We'll have to keep solving the problems as they arise. If the system doesn't work, we'll have to look for other alternatives."

    I take it to mean that they are not considering alternatives now.
  • @ SIlene

    Danke für den Hinweis, aber da passt Einiges nicht zusammen! Das Zeolith sollte doch eigentlich für das Cs sein. Der erste Filter soll Tc und Öl entfernen, also eine Art Wäsche für organische oder hydrophobe Substanzen. Ich gehe davon aus, das auch ein Feinfilter für Partikel eingeschlossen ist. Gibt es da Details dazu? Weiter oben ist zu lesen es wurde zuviel Cs absorbiert.... Also was nun??

    Cs oder Partikel oder hydrophobe radioaktive Salze??

    Ich denke das passt unter die Überschrift gezielte Desinformation!

    Wie lange benötigt man für die Reaktivierung? Damit gäbe es die erste Aussage zur Leistung der Anlage. Momentan steht sie bei 5h!
  • http://www3.nhk.or.jp/daily/english/19_03.html
    http://www.nisa.meti.go.jp/english/press/2011/06/en20110619-1-5.pdf

    Die Bedenken im oberen Artikel, dass man noch ca. 1 Woche Zeit hat, wird durch diese Tabelle von Tepco bestätigt. Die Steigung der letzten Tage liefert das als Ergebnis. Der Rest wird vom Wetter bestimmt werden und es ist Regen gemeldet!

    http://www.wetter.de/wettervorhersage/181-146-24/wetter-fukushima.html

    Also die Dekon muss laufen ansonsten wir die Zeit jetzt wirklich knapp!
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    Was passiert jetzt mit dem Wasser?? - Seit 16.6. morgens keine Zunahme in den Kellern! Wo sind die 1500 cbm gelandet?

    http://www.nisa.meti.go.jp/english/press/2011/06/en20110619-1-5.pdf
  • Diese Menge ist in dem Anstieg in den Kellern wiederzufinden. Einfach einmal die letzten vier Werte in excel auftragen (Achtung letzter Wert die Stunden berücksichtigen) und dann linear extrapolieren und schon ist man bei ca. 7 Tagen, aber ohne Regen!
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    Es gab seitdem keinen Anstieg mehr in den Kellern. Wenn du die Werte liest, wirst du sehen, dass die Pegelstände sich nicht mehr ändern. Höchst merkwürdig das. Nochmal: Wo ist das Wasser gelandet? In den "temporary tanks"?
  • SileneSilene Juni 2011
    @ stephan_k:
    Das Wasser wurde wohl ins Miscellaneous Solid Waste Volume Reduction Treatment Building gepumpt, dort ist der Pegel laut aktueller Statusmeldung seit dem 18.06. 7:00 Uhr um 30 cm gestiegen.
  • @ Silene
    ja das ist richtig, nur das ist nun auch voll!

    Auch dieser Artikel spricht für sich, es wird nun sehr knapp:
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/20_04.html

    Auf der anderen Seite hat man zwei Tage benötigt um einen weiteren Dekonversuch zu fahren ohne Aktualisierung des Durchsatzes. Damit hätte man ca. 250m^3 (5/24 der Nennleistung) in zwei Tagen durchgesetzt, und man hat einen Input von ca 500m^3/d.
    Auch wenn man den input nun reduzieren will, aber viel wird da nicht gehen! Daher bleiben mit dem kommenden Regen keine 7 Tage mehr, leider
  • SileneSilene Juni 2011
    Uff. Nur für die Akten (weil NHK-Meldungen ja nach einiger Zeit gelöscht werden):

    [NHK] TEPCO races to restore decontamination system
    The operator conducted about 4-hour experiment on Sunday night to determine the cause of a rapid rise of radioactivity in the system. [...]

    TEPCO says greater than anticipated amounts of radioactive substances flowing into the system may be the cause of the trouble.

    The company investigated the system's ability to absorb radioactive substances on Sunday. After examining the results on Monday, TEPCO may add more equipment to remove oil or lower the amount of water flowing into the system.

    Contaminated water is increasing by 500 tons a day as fresh water is continuously being injected into the reactors to cool them down.

    The storage facilities for the contaminated water are filling up and a delay in restarting the system could cause the water to overflow in about a week.

    TEPCO is planning to reduce the injection of the fresh water.

    In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch die Meldung interessant, dass im Block 2 ein Venting durchgeführt werden soll.
  • SileneSilene Juni 2011
    [EX-SKF] 75 Tonnes of Water Processed in 5 Hours
    Information I found in Chunichi Shinbun says the Toshiba-Kurion-Areva-Hitachi water treatment system at Fukushima managed to process 75 tonnes of highly contaminated water in 5 hours before it was manually shut down.

    That's 15 tonnes per hour.

    At that pace, it is 360 tonnes per day, and they are pouring 500 tonnes of water per day.

    And it also means the contamination level that they expected the Kurion's subsystem to reach in a month was reached in 5 hours. That means the contamination was 144 times more than they had calculated. [...]

    Why do they need to do this serially? [...] If you pour literally tons of water that needs to be cleaned fast, if you connect the cylinders serially, of course the very first cylinder would take a radioactive hit and the whole system would stop.

    Why can't they just fill up a 20-foot container with zeolite, dump water from the top, put the spigot at the bottom, connect a hose to collect water back into a tank, dump the water again until the zeolite in the container gets too dirty? Have several such containers and do it at the same time.

    Or for that matter, forget the neat system set up inside the building. Just dump bags of zeolite in the building basements where the contaminated water sits. And forget the idea of circulating the water to cool the reactor. The reactors are cool already because they are devoid of the corium.
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    Das ist genau das, was wir auch herausgefunden haben. Nur würde ich, nachdem ich die Zeolithsäcke in ein Becken geworfen habe, den Inhalt dieses Beckens sofort durch die Filteranlage ins Meer pumpen (oder in einen temporären Tank, hinter den man die Anlage von Kurion schalten würde). Danach sofort wieder auffüllen, neue Säcke rein, abpumpen - und wenn der Sarg voll ist, Bleiplatte drauf und zubetonieren.
  • SileneSilene Juni 2011
    stephan_k said:

    Nur würde ich, nachdem ich die Zeolithsäcke in ein Becken geworfen habe, den Inhalt dieses Beckens sofort durch die Filteranlage ins Meer pumpen (oder in einen temporären Tank, hinter den man die Anlage von Kurion schalten würde). Danach sofort wieder auffüllen, neue Säcke rein, abpumpen - und wenn der Sarg voll ist, Bleiplatte drauf und zubetonieren.


    Warum sofort? Man kann doch solange warten, bis man sicher ist, dass der Großteil der Isotope gebunden wurde (bitte per Analyse überprüfen!). Der Überstand kann danach in die Wassertanks abgepumpt werden, die ohnehin angeschafft wurde. Das Meer sollte man so lange vor Kontamination schützen, wie es nur geht.

    Einbetonieren und verdeckeln erscheint mir sinnvoll, damit man später kein Problem mit hochradioaktivem Zeolithstaub bekommt.

  • SileneSilene Juni 2011
    [EX-SKF] Contaminated Water Processing at Fukushima: The Water Was Simply Too "Hot"
    From Asahi Shinbun (1:02PM JST 6/20/2011):

    TEPCO investigated the contaminated water treatment system that was halted [when the radiation on the Kurion's subsystem exceeded the limit (4 millisieverts/hour) set by TEPCO] and announced on June 20 that the problem was caused by the flow of the water that contained much more radioactive materials than expected. TEPCO is conducting the test again and measure the radiation level.

    Well, over 100,000 tonnes of highly contaminated water at Fukushima I Nuclear Power Plant are estimated to contain 720,000 terabecquerels of radioactive materials.

    If Kurion's vessel absorbed enough radioactive materials in 5 hours and it should have taken 30 days, as I wrote in my previous post, the water was 144 times as radioactive as the system had anticipated.

    If the water actually turns out to be 144 times as radioactive, the Fukushima accident would need a new INES category and should not be placed in the same category (Level 7) as the Chernobyl accident which released only 5.6 million terabecquerels of radioactive materials. Maybe it should be simply called "Level Fukushima".
  • SileneSilene Juni 2011
    [Wall Street Journal] Decontamination System Set to Restart at Tepco Daiichi Plant
    While it was initially feared that the system might have been clogged with sludge, resulting in an accumulation of radioactive material, "the high levels of radiation were due to the radioactivity of the water the system was treating," Tepco spokesman Junichi Matsumoto said.

    Tepco expects the system to resume operations Tuesday after trial runs are conducted. [...]

    The water treatment system has four different components—a Toshiba Corp. oil separator, a cesium removal device developed by Kurion Inc. of the U.S., a decontamination device from France's Areva SA, and desalination equipment built by Hitachi Ltd. and others. The involvement of so many manufacturers and the need to rush the construction has brought about a system that has been plagued with glitches from the beginning.

    On Sunday, for instance, a pressure-relief valve in the Kurion equipment sent false alarms for the second time in four days, forcing Tepco to disable the valves to prevent them from holding up the system.

    The Kurion facility has four separate lines, with each consisting of six zeolite-containing cartridges: one for removing oil and radioactive technetium, four for radioactive cesium, and one for iodine.

    After the first five hours of operation, Tepco found that the cartridge for removing oil and technetium was absorbing radioactive material far more than initially projected, indicating the need to frequently change the cartridges. Tepco is now working to figure out how the process of removing radioactive material can be evened out among the six cartridges.
  • MitleserMitleser Juni 2011
    Sie haben doch sicher ein paar Proben gezogen von dem Wasser, das in die Anlage ging. Die Werte wären ja mal interessant.
  • SileneSilene Juni 2011
    Unbedingt. Die letzten veröffentlichten Daten stammen aus den Turbinenhäusern vom 24. März. Seitdem ist viel passiert.
  • SileneSilene Juni 2011
    [NHK] TEPCO struggling to restart water treatment system
    TEPCO engineers suspect that the density of radioactive substances in the contaminated water was greater than had been predicted.

    They have also learned that the radiation level of the original filtering device remained high even after contaminated water was removed, which means the device had already absorbed much radioactive material.

    Das ist eindeutig. Die Absorber funktionieren tadellos und halten die Isotope fest. Leider ist die radioaktive Fracht im Wasser viel zu groß. :-(
  • MitleserMitleser Juni 2011
    Wenn das die Fachleute bei TEPCO verwundert, kann es ja nur bedeuten, dass die Verseuchung gegenüber den bekannten Messungen weiter zugenommen hat. Wenn das Kühlwasser über das Corium fließt und dann durch die defekten Sicherheitsbehälter weiter in die Kellergeschosse, kann das ja eigentlich nicht sein (zumindest nicht in so extremem Außmaß). Denn das Wasser wäscht im Fließen einmalig Isotope aus und landet dann eine Etage tiefer. Also bedeutet dass eventuell, dass mehr Corium, als einem lieb sein kann, den Weg raus aus dem Sicherheitsbehälter und nach unten gefunden hat?

    "Suspect" ist ja echt ein Scherz, denen müssen ja Messproben von der Filteraktion vorliegen.
  • SileneSilene Juni 2011
    @ Mitleser: Genau so ist es. Um die Situation zu beurteilen, braucht man ja keine detaillierte Analyse der einzelnen Isotope im Wasser. Eine Gesamtmessung der Alpha- und Beta-Aktivität reicht ja schon.

    Ich habe wenig Zweifel, dass Teile des Coriums aus dem RDB gerutscht sind und sich der Brennstoff nun durch Korrosionsprozesse im Wasser zersetzt. Das Material verteilt sich dann nicht nur in gelöster, sondern wahrscheinlich auch in feinpartikulärer Form. Falls man bisher nur die Aktivität in filtriertem Wasser gemessen hat, wird man sich jetzt sicher wundern.
  • MitleserMitleser Juni 2011
    @ Silene. Stammen die Messwerte, aus denen Tepco 720 Petabecquerel Gesamtbelastung für das gesamte Wasser berechnet hat, tatsächlich vom 24. März, also fast drei Monate alt? Soviel Wasser war damals doch nicht gar nicht vorhanden.

    Zu der verlinkten Info, dass TEPCO eine Reduzierung der Kühlmengen plant:

    Die Wasserdampfbildung über Reaktor 3 und 4 ist aktuell sehr extrem. Ich scrolle immer mal durch die Zeitrafferaufnahmen durch, so extrem habe ich das noch nie gesehen. Wollen wir mal nicht hoffen, das das Wassersparen sich rächt:

    http://www.youtube.com/fuku1live#p/u/1/P8w1gfH4CbA

    (ab ca. 20.20 Ortszeit geht es los)
  • SileneSilene Juni 2011
    Die 720 Petabecquerel wurden Anfang Juni von TEPCO geschätzt. Es wurden Messwerte von I-131, Cs-134 und Cs-137 verwendet, die vom 31. Mai stammen. Die letzte mir bekannte vollständige Isotopenanalyse (inkl. Strontium, Uran, Plutonium), die man öffentlich gemacht hat, betrifft Wasser aus den Turbinenhäusern und stammt vom 24. März. Zu diesem Zeitpunkt war in den Proben relativ wenig schwere Elemente nachweisbar. Bei der Messung der Alpha-Aktivität kam es aber offensichtlich zu extremen Messwertschwankungen (Faktor 10000000000!). Das werte ich als Indiz dafür, dass hochradioaktive Partikel im Wasser suspendiert sind.

    Wenn man die Werte vergleicht, stellt man fest, dass die gemessenen Aktivitäten im Zeitraum zwischen den Messungen z.T deutlich angestiegen sind (Faktor 5-10). Der Materialeintrag hat sich also kontinuierlich erhöht. Mit steigender Kontamination dürfte sich auch die Isotopenzusammensetzung im Wasser geändert haben, da es zur Oxidierung und Mobilisierung von Metallsalzen kam. Die gelbe Farbe des Wassers spricht Bände. Die allein auf den drei leichtlöslichen Leitisotopen beruhende Schätzung von TEPCO war meiner Meinung nach zu optimistisch.
  • SileneSilene Juni 2011
    [Kyodo News] Key water treatment system halts at Fukushima plant
    Tokyo Electric Power Co. said Tuesday that a pump of a newly installed radioactive water treatment system at its crippled Fukushima Daiichi nuclear power plant halted automatically during its trial run early that morning, freezing the operation of the entire apparatus.

    The utility said it believes that the pump, which is a component developed by France's Areva SA to inject chemicals into the key system to decontaminate radioactive materials, had stopped as it was overburdened by excessive liquid flow.

    The plant operator, known as TEPCO, said it aimed to restart a trial run as early as Tuesday afternoon after adjusting the liquid flow.
  • MitleserMitleser Juni 2011
    http://ex-skf.blogspot.com/

    Ein Wunder, sinkende Wasserstände. Pumpen sie ab, oder pumpen sie um?

    Reactor 2 trench pit:
    6/20: 180 millimeters
    6/19: 217 millimeters
    6/18: 255 millimeters
    6/17: 292 millimeters
    6/16: 337 millimeters
    6/15: 321 millimeters
    6/14: 304 millimeters

    reactor 3 trench pit
    6/20: 147 millimeters
    6/19: 147 millimeters
    6/18: 140 millimeters
    6/17: 159 millimeters
    6/16: 178 millimeters
    6/15: 165 millimeters
    6/14: 155 millimeters
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    Entweder noch ins Incinerator Building oder schon in die temporary tanks.
  • AnonymousAnonymous Juni 2011
    Hallo und Danke erstmal in die Runde, für die vielen guten Infos und die Mühe die dahintersteckt.

    Ähm...sinkende Wasserstände ?
    Die messen vom oberen Rand zur Wasseroberfläche.

    Reaktor-Pit 2 läuft (bei gleichbleibendem Trend) in knapp 5 und Reaktor 3 in knapp 3 Tagen über
  • stephan_kstephan_k Juni 2011
    @ anonymous
    Danke für die Berichtigung. Ich kannte den ex-skf Pegelmesser noch nicht.

    Das mit den 5 Tagen kommt hin, wenn der Keller im Incinerator bis OP.5000 gefüllt werden kann ohne dass er überläuft.

    http://www.nisa.meti.go.jp/english/press/2011/06/en20110620-1-5.pdf

    Dieser Keller ist die letzte betonierte Reserve, der Pegel dürfte um 30 cm/tag steigen, allerdings nur ohne Regen - und der lässt sich wohl noch Zeit bis zum nächsten Wochenende:

    http://www.windguru.cz/de/index.php?sc=296586
  • MitleserMitleser Juni 2011
    Danke für die Korrektur, da war ich etwas vorschnell (Wie lautet die Regel. erst denken, dann posten ;-))
  • MitleserMitleser Juni 2011
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/21_27.html

    Tuesday, June 21, 2011 18:58 +0900 (JST)

    The operator of the Fukushima Daiichi nuclear plant has resumed testing of a filtering system for decontaminating highly radioactive wastewater at the facility.

    The Tokyo Electric Power Company resumed the test shortly after noon on Tuesday. The test began before dawn, but was halted around 7:20 AM after a pump to send water into French-made decontamination equipment stopped automatically. The firm adjusted the amount of pumped water before the resumption.

    The firm had begun running the system last Friday night, but stopped it after only 5 hours due to a sharp rise in radiation levels around US-made equipment for absorbing radioactive substances.

    The firm plans to continue testing the system for 2 or 3 days before resuming full-scale filtering operations.

    The plant's temporary storage facility for radioactive wastewater is expected to overflow in about a week.

    Tokyo Electric has therefore begun [b]reducing water input at 3 reactors[/b], and is carefully monitoring them for possible resulting temperature rises.

    The firm is also considering transferring highly radioactive wastewater to a makeshift tank for filtered wastewater.

  • @ Silene

    Sorry war einige Zeit offline, aber so wie das aussieht haben wir eigentlich keine Änderungen gegenüber letzter Woche, ausser das der Regen wie erwartet noch dazu kommt.....
  • AnonymousAnonymous Juni 2011
    @Stephan und Mitleser Kein Problem ;-)

    So.
    Wenn ich nun lese, dass Sie bei 3 Reaktoren JETZT ERST testen, wie die Stellschraube Kühlwasserzufuhr funktioniert, fehlt mir das Verständnis.

    Worse/worst case Szenarien durchspielen und so schnell wie möglich die verfügbaren Stellschrauben kennenlernen. Mögliche Reaktionen abklopfen UND verfügbar machen.
    Steht in jedem japanischen (Toyota-)Managementbuch.
    Sie haben nicht viele Stellschrauben und nur wenige Optionen. Aber das was man hat, muss doch verstanden werden. MannMannMann !!!!

    Wie die Reaktoren auf Kühlwasseränderungen reagieren, müsste schon längst bekannt sein.

    Ich bin zwar (nur) QM-Techniker mit etlichem an Problemlösungsschulungen, aber das sind Basics oder einfach gesagt....gesunder Menschenverstand.

  • JorindeJorinde Juni 2011
    Hier ein Video zur Abwasserbehandlungsanlage:
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/movie_21_05.html?

    In Kürze: Es klappt prinzipiell, nur ist die Belastung viel höher als gedacht, und "natürlich schaffen sie es bevor die Speicher in ein paar Tagen überfließen..." sagt der Berater des Premierministers...
  • MitleserMitleser Juni 2011
    Ich glaube nicht dass sie das jetzt erst austesten, nur gehen sie vermutlich erstmals für längere Zeit an den unteren Rand des Tolerablen, was ein Eiertanz und sehr gefährlich ist. Und dieses Risiko wollten sie bislang nicht eingehen, da sie auf das Anlaufen der Filteranlage hofften.

    Ich habe ja weiter oben die TEPCO-Kamera verlinkt (Zeitrafferaufnahmen). Das Abklingbecken von Reaktor 4 scheint sehr heiß geworden zu sein, in den letzten 24 Stunden war fast durchgängig eine sehr starke Wasserdampfbildung zu beobachten.
  • JorindeJorinde Juni 2011
    Ja, Temperatur ist mittlerweile bei 92 °C, in den kühlen Nächten fällt das besonders auf.
    Siehe http://www.nisa.meti.go.jp/english/press/2011/06/en20110621-1-2.pdf
  • AnonymousAnonymous Juni 2011
    Hmmm.....tu ich mich schwer mit.

    Wenn es ausgetestet ist, dann wird man (ab diesem Kenntnisstand) an der Untergrenze Wasser zuführen.
    Und sei es nur um neuen Lösungsstrategien ein größeres Zeitfenster zu geben.
  • SileneSilene Juni 2011
    [EX-SKF] Contaminated Water Processing at Fukushima: TEPCO Is Ready for Full Run Again
    Kyodo News Japanese (7:21PM JST 6/21/2011) says TEPCO successfully treated the highly contaminated water at a rate of 50 tonnes per hour, after adjusting the water pumps at AREVA's subsystem.

    No information on how long TEPCO ran the system at the 50 tonnes/hour rate, or when the full run resumes.
  • dirkdirk Juni 2011
    Dann wollen wir mal die Daumen drücken.
    Ich denke mal das so eine Anlage (drei/vier Hersteller) noch nie gebaut wurde. Vor allem nicht mit solchem Voraussetzungen und Bedingungen.
    Da kann schon mal was nicht auf Anhieb klappen.
  • SileneSilene Juni 2011
    [Mainichi News] TEPCO considers new locations for storing contaminated water as overflow threatens
    TEPCO is checking on the safety of tanks it is setting up to take water with low-level radioactive materials to see if they can store highly radioactive water.

    "We can't release the contaminated water into the environment," said TEPCO spokesman Junichi Matsumoto at a press conference. "We will take every measure we can."

    Goshi Hosono, advisor to Prime Minister Naoto Kan, said, "We have a considerable number of tanks for storing low-concentration contaminated water. We apologize for the worry we have caused to the public. The government will support the response to this problem."
  • TimTim Juni 2011
    Der letzte Satz ist schon bizarr. Anderseits mag die Bedeutung im Japanischen durchaus anders sein und die kulturellen Umgangsformen/Sprachformeln sind ebenso anders.
  • SileneSilene Juni 2011
    [NHK] Plant decontamination not working
    The Tokyo Electric Power Company is looking into why a system for decontaminating radioactive water at the Fukushima Daiichi plant is not working as expected, delaying resumption of the system's full-scale operation.

    The firm on Wednesday published data showing the amount of radioactive materials that had been removed from contaminated water during a test run of the US-made system.

    The data show that density of Cesium-13 and Cesium-137 dropped to only one-100th of initial levels.

    An earlier test run using water with a lower density of radioactivity showed a drop to about one-1000th.
  • TimTim Juni 2011
    Wenn sie jetzt noch die aktuelle "density" in den Filtern oder im Wasser was sie in die Anlage einbringen bekannt geben würden..
  • dirkdirk Juni 2011
    left column is before treatment, (1) is after the Kurion treatment, and (2) is after the Areva treatment.
    http://www.tepco.co.jp/nu/fukushima-np/images/handouts_110622_04-j.pdf
  • SileneSilene Juni 2011
    [TEPCO] Results of accumulated watere treatment analysis

    Central RW basement
    High level waste water (accumulated water)
    I-131 -> 6.9E+06 Bq/l
    Cs-134 -> 2.0E+09 Bq/l
    Cs-137 -> 2.2E+09 Bq/l

    Treated water by Cesium adsorption instrument
    I-131 -> 9.9E+05 Bq/l
    Cs-134 -> 4.3E+07 Bq/l
    Cs-137 -> 4.8E+07 Bq/l

    Treated water by Decontamination instrument
    I-131 -> 8.9E+05 Bq/l
    Cs-134 -> ND (<1.0E+05 Bq/l)
    Cs-137 -> ND (<1.0E+05 Bq/l)

    Dass Werte unter 100000 Bq/l von TEPCO in diesem Dokument als ND (also "nicht nachweisbar") bezeichnet werden entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
  • @ Silene

    ND bedeutet halt man hat kein Problem.
    Nach diesen Werten funtioniert das System einfach nicht.

    Daher bleibe ich dabei wie auch in den Posts vor einigen Monaten, hier müssen andere Technologien herangezogen werden, wie z.B. Ionentausch oder Umkehrosmose. Aber das wäre halt deutlich teurer gewesen!!!

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