Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Umweltschutz - unbekannte Dreckschleudern
  • engeng Juli 2011
    Anlass für diese Diskussionsrunde ist ein Beitrag in der WAZ vom 30.07.11 über die Umweltschmutzung durch Schiffe:
    http://www.derwesten.de/leben/reise/NABU-kritisiert-hohe-Luftverschmutzung-durch-Luxus-Kreuzfahrtschiffe-id4914389.html
    Das die 15 größten Frachtschiffe der Welt z.B. statistisch jährlich mehr Schwefeldioxide ausstoßen als alle 760 Millionen Autos weltweit war mir in diesem Ausmaß nicht bekannt. Und das immer noch neue Schiffe mit Schwerölantrieben in Betrieb genommen werden kann man kaum glauben - vor allem das noch niemand etwas dagegen unternommen hat.

    (Wer weitere nennenswerte unbekannte Dreckschleudern kennt bitte hier posten).
  • Da ich nicht weis, wie "unbekannt" definiert ist, poste ich mal diese Sache....

    http://de.wikipedia.org/wiki/Abfackelung

    Falls mal jemand die Chance hat nach Japan zu fliegen, dann kann man die Fackeln über Sibirien vom Flugzeug aus sehen......

    Die Kontamination durch Chemieanlagen ist da eher minimal, wenn auch politisch immer wieder in den Vordergrund gespielt. Die grosse Masse kommt aus den Erdölquellen und das Methan sollte man einfangen und in den GTL Anlagen zu Benzin verarbeiten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/GtL-Verfahren

    Offensichtlich "rechnet" sich das aber noch nicht. Daher sollte man den Druck auf die Länder erhöhen und das Verbot der Abfackelung auch durchsetzen!
  • SileneSilene Juli 2011
    Die Radioaktivität, die bei der Öl- und Gasförderung freigesetzt wird, ist auch so ein Thema:

    [Deutschlandfunk] Unbekannte Gefahr - Radioaktive Abfälle aus der Öl- und Gasindustrie
  • SileneSilene August 2011
    Nicht gerade harmlose radioaktive Isotope findet man auch in einigen Allerweltsartikeln, wie z.B. Rauchmeldern und Glühstrümpfen. Hier ein schöner Artikel zum Thema (verfasst übrigens von einem Fünfzehnjährigen!):

    Rauchmelder und Kernreaktoren

    Dass diese Produkte mehr als nur eine theoretische Gefahrenquelle darstellen, zeigt die folgende, offenbar authentische Geschichte: Tale of the Radioactive Boy Scout

    Es hat wohl gerade einen ähnlich gelagerten Fall in Schweden gegeben.
  • fulleren60fulleren60 August 2011
    Energiesparlampen enthalten Quecksilber in der Beschichtung - früher gabs mal ein Pfandsystem (zumindest in AT)
    Die Produktion von Energiesparlampen verschlingt auch viel mehr Energie, als die klassische Glühbirne

    (überwachungsbedürftiger Sondermüll - müsste in einer Sondermüll-Verbrennungs-Anlage entsorgt werden und die Hg -haltigen Filter müssten gelagert werden)

    in den 70ern ? war auch eine ionisierende radioaktive Substanz in einigen Gasentladungslampen (ich erinnere mich noch gut)
    ob das heute noch so ist oder obs nur verschwiegen wird, weiß ich nicht - jeder behauptet nein, aber ich misstraue der Industrie

    die Energiesparlampen sind jedenfalls ein Ettikettenschwindel

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktleuchtstofflampe
  • fulleren60fulleren60 August 2011
    Keramische Fliesen strahlen mitunter stark

    Ein Problem ist die Glasur bei Fliesen, die mitunter radioaktive Stoffe enthalten kann. Zur Farbgebung (rot, gelb, braun) werden uranhaltige Pigmente verwendet, wobei 2 mg Uran pro cm² erlaubt sind.

    http://umweltinstitut.org/fragen--antworten/radioaktivitat/radioaktivitat-35.html
  • fulleren60fulleren60 August 2011
    radioaktive Bestrahlung von Schmucksteinen
    Am häufigsten werden Topase bestrahlt, die dadurch eine intensive blaue Farbe erhalten. Aber auch bei Rubin, Saphir, Aquamarin, Turmalin oder Diamanten und Perlen wird die Farbe durch Bestrahlung verbessert. So werden z.B. gern die so genannten "Katzenaugen" mit Neutronen bestrahlt, da sich dann die gelbe Farbe in dunkelbraun wandelt und die Steine wertvoller sind.

    http://umweltinstitut.org/fragen--antworten/radioaktivitat/radioaktivitat-35.html
  • fulleren60fulleren60 August 2011
    @silene

    es ist nicht nur Gas und Öl sondern auch Kohle betroffen
  • fulleren60fulleren60 August 2011
    aus Mülldeponien entweicht Methan

    dies kann ausgasen
    abgefackelt werden
    oder als Biogas verwendet werden
  • SileneSilene August 2011
    Michael Beleites - Altlast Wismut
    »Die wohl größten Atommülldeponien der Welt befinden sich in Sachsen und Thüringen – und zwar unter freiem Himmel und auf nicht abgedichtetem Untergrund.« Mit diesen Worten beginnt Beleites sein Buch über den deutschen Uranbergbau und benennt damit einen Skandal, den er auch mit seinen seit 1983 – z. T. mit versteckter Kamera – aufgenommenen Fotos auf eindrucksvolle Weise belegt. Es geht um Hunderttausende, die in über vier Jahrzehnten im ostdeutschen Uranbergbau der SDAG Wismut ihre Gesundheit ruiniert haben, es geht um die radioaktive Verseuchung einer ganzen Region im vereinigten Deutschland, es geht um die moralischen Altlasten des Atomstaates im SED-Staat, und es geht um eine kaum zu bewältigen- de Sanierung, deren Ausmaße bis heute in ihrem Umfang und in ihren Kosten unterschätzt werden.
  • TimTim September 2011
    > Die Konsequenzen aus dem größten deutschen PCB-Skandal? Null! - egghat's not so micro blog
    http://egghat.tumblr.com/post/10512389261/envio-skandal-keine-konsequenzen

    Zumindest bis heute.

    Dieser Skandal fliegt seltsamerweise weitgehend unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle der überregionalen Presse. Und wenn ich nicht zufällig in der Region wohnen würde, wahrscheinlich auch an mir. Dabei ist es einer der größten Umweltverschmutzungsskandale der Nachkriegszeit in Deutschland und dazu noch einer, der einen Haufen Mitarbeiter mit extrem hohen PCB-Dosen verseucht hat, was am Ende auch nicht viel lustiger ist als eine Überdosis Radioaktivität (die aber, da bin ich mir sicher - mit Riesentamtam durch die Presse gejagt würde). Immerhin 6 Mitarbeiter sind bereits an Krebs erkrankt.

    Das interessanteste an dem Skandal ist dabei nicht die kriminelle Energie von Envio. In ihren Unternehmensbroschüren wurde immer von patentierten Verfahren zur Entsorgung der PCB-belasteten Transformatoren gesprochen, am Ende konnte Envio (aus Kundensicht) besser sein, weil sie auf die Gesundheit der Mitarbeiter gesch****en haben.

    Der eigentlichen Skandal aber: Die Überwachung, der Envio als potenziell umweltgefährdendes Unternehmen ausgesetzt war, hat komplett versagt. Und dabei nicht nur passiv (also gepennt), sondern aktiv. In der Kommunikation zwischen der Aufsichtsbehörde in Arnsberg (jaja, aus diesem Kaff tief im Sauerland heraus wird die 600.000 Einwohner-Stadt Dortmund regiert … ) wurde besprochen, welche Informationen denn an die Grünen weitergegeben werden dürfen und welche nicht. Alles was möglicherweise kritisch war, wurde als Geschäftsgeheimnis klassifiziert und war damit nicht öffentlich zugänglich.

    Das ist so skandalös, dass kleinere Details wie die Tatsache, dass Überprüfungen immer frühzeitig angekündigt wurden, schon fast keine Rolle mehr spielen.

    Irgendwie erinnert diese Art der Überwachung doch stark an die Kontrolle des Finanzsektors, bei der auch so gut wie keine Transparenz herrscht und wo man als Außenstehender eigentlich permanent das Gefühl hat, dass einem die wirklich wichtigen Informationen vorenthalten werden.

    Man kann den Piraten viel vorwerfen, eines aber sicherlich nicht: Dass die Idee der Piraten, Transparenz in die öffentliche Verwaltung zu bringen, eine dumme ist. Nein, das ist es nicht und es ist auch keine Spinner-Idee. Man kann nach Skandinavien schauen und sehen, wie eine transparente Verwaltung zu weniger Fehlern und viel weniger Korruption führt. Und damit zu einer Verwaltung, die den Bürgern dient. Die die Nummer ja am Ende immerhin bezahlen ….


    http://www.ruhrbarone.de/kaum-konsequenzen-aus-envio-skandal/
  • TimTim Oktober 2011
    > Waking a Sleeping Giant: The Tobacco Industry’s Response to the Polonium-210 Issue
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2509609/

    Abstract
    The major tobacco manufacturers discovered that polonium was part of tobacco and tobacco smoke more than 40 years ago and attempted, but failed, to remove this radioactive substance from their products. Internal tobacco industry documents reveal that the companies suppressed publication of their own internal research to avoid heightening the public’s awareness of radioactivity in cigarettes. Tobacco companies continue to minimize their knowledge about polonium-210 in cigarettes in smoking and health litigation. Cigarette packs should carry a radiation-exposure warning label.


  • TimTim Januar 2012
    > Die wahren Kosten der Seltenen Erden - Umweltzerstörung in der Inneren Mongolei | Weltzeit | Deutschlandradio Kultur
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1655511/

    Im Norden der Volksrepublik, in der Inneren Mongolei, betreibt China mit den begehrten Rohstoffen der Seltenen Erden internationale Handelspolitik. Die Spezialmetalle sind zwar nicht wirklich selten, aber schwierig abzubauen. Die Umweltschäden vor Ort sind unübersehbar.


    15 Minuten Audiobeitrag

  • TimTim März 2012
    > Folgen der Ölkatastrophe in Louisiana: „Die Ölpest hat unser Leben verändert“ - taz.de
    http://taz.de/Folgen-der-lkatastrophe-in-Louisiana/!88954/

    Kann von euch das jemand kommentieren?

    Hab in die Richtung schon einige gelesen - kann das aber nicht beurteilen.
    Es soll auch einige gute Dokus dazu geben. Leider kommt man an die nur schwer ran.

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