Willkommen zum Fukushima-Info- und -Diskussions-Forum des physikBlogs.

Die Zahl der Kommentare auf unsere Fukushima-Beiträge ist jenseits der 1000er Marke. Es wird zu unübersichtlich!
Daher gibt's dieses Forum, bei dem ihr über den Unfall von Fukushima kommentieren könnt, was das Zeug hält!

Zu einer kleinen Einführung, hier entlang.

Ihr seid neu hier? Das physikBlog hat in vier Artikeln den Unfall von Fukushima begleitet. Eine Lektüre, zumindest des Aktuellsten, empfiehlt sich vor dem Mitdiskutieren!

Es sei erwähnt, dass wir bei der Moderation der Kommentare hier weniger streng sind, als im Blog. Ihr seid freier in eurer Themenwahl.

Viel Spaß, André & Andi vom physikBlog.

Status Reaktorgebäude 4: (ab 13.4.11 inkl. Abklingbecken)
  • SileneSilene Mai 2011
    Ist Euch eigentlich die schöne Wasserfarbe im Pool aufgefallen?
    image
    Je nach Oxidationszahl variiert die Farbe von Uran in wässriger Lösung ebenso wie in festen Verbindungen: U3+ (violett), U4+ (grün), UVO2+ (blasslila) und UVIO22+ (gelb). [Wikipedia]
    OK, ich gebe zu, bei Aufnahmen einer Videokamera in einem gekachelten Pool sollte man die Farben besser nicht überinterpretieren. Aber wenn meine Hypothese stimmt, müsste die Wasserfarbe nach Hydrazinzugabe kurz nach violett umschlagen, danach sollte sich das Wasser leicht eintrüben, weil UO2 ausfällt. Mal sehen.
  • dirkdirk Mai 2011
    Silene said:

    Hm, wenn das, was Du da andeutest, wirklich stimmt... müssten die Messwerte auf dem Gelände dann nicht viel höher sein?


    Da wir alle nur spekulieren können...
    Ich hatte auf die neuen Fotos gehofft, aber auch die sehen so aus als wenn Tepco die gestreut hat. Nichts neues, bzgl der Blöcke drauf, aber das Umfeld schön fotografiert so das die dummen I-Net User was in den Foren zu bereden haben.
    Tepco beobachtet alles sehr genau, gut zu sehen an den 4 riesen Flatscreens und an jede Menge PC´s in dem Anlagenvideo

  • engeng Mai 2011
    @dirk: danke für das Video. Na kann man nur sagen: Ach du dicke Sch.... Da haben die Jungs aber eine Aufgabe.
  • dirkdirk Mai 2011
    Irgendwas haben die mit AB4 gemacht. Im April wurde noch täglich Wasser mit der Betonpumpe nachgefüllt. Jetzt nur noch alle 3-6 Tage. Zuletzt am 11.5. Ich tippe das am Montag wieder nachgefüllt wird. KOmischer Weise ist das so nach der Meldung 28.4., das der Poolnicht undicht sei.
  • vosteivostei Mai 2011
    hmja. Wenn sie Hydrazinlösung einsprühen, dann darf mans nicht übertreiben, da sich das sonst hochkonzentriert. Soll ja beim 3er und 4er Abklingbecken so sein, dass sie die Base als Antioxidanz verwenden. Variante 2 wäre sich mit der Lösung und Reinwasser abzuwechseln und zwischenrein Wasserproben zu analysieren - zwecks Konzentration, weil zu verdünnt funzts auch nich.... Das Zeug ist btw ziemlich giftig.
  • vosteivostei Mai 2011
    "According to Tepco, hyrogen produced in the overheating of the reactor core at Unit 3 flowed through a gas treatment line and entered Unit No. 4 due to a breakdown of valves. Hydrogen leaked from ducts in the second, third and fourth floors of the reactor building at Unit 4 and ignited a massive explosion."
    http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703509104576325110776621604.html

    "Tepco zufolge wurde der Wasserstoff bei der Überhitzung des Reaktorkerns von Einheit 3 erzeugt, floss durch eine "Gasbehandlungsleitung" und strömte in Einheit No 4 wegen eines Ventilschadens ein. Wasserstoff strömte aus Schächten in den zweiten, dritten und vierten Stock des Reaktorgebäudes der Einheit 4 und entzündete sich dort in einer massiven Explosion."

    In irgendeinem Nisa-Pdf ist btw die Rede davon, dass seit 9.5. Verstärkungen unter dem Becken montiert werden.
  • dirkdirk Mai 2011
    Was ist denn mit Tepco los? Die geben ja Infos raus.
    Aber dann ist das geklärt warum Block 4 so komisch aussieht
  • vosteivostei Mai 2011
    Das Pontius Pilatus Prizip: die Blöcke sind inzwischen so marode, dass das weitere Vorgehen ein Glücksspiel ist. Im Fall der Fälle ist es also gut, wenn man dann zuvor etwas gesprächiger wird. Sie hatten die letzten Woche Glück, ab nach den Explosionen - hoffen wir, dass es weiter so bleibt.
  • engeng Mai 2011
    @dirk: wie wir von Anfang an für Block 4 vermutet haben: Explosionen an mehreren Stellen durch die Wasserstoffverteilung über den Montageschacht und das Treppenhaus.
  • vosteivostei Mai 2011
    The work to install a supporting structure for the floor of the
    Spent Fuel Pool of Unit 4 was started. (From May 9.)
    http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110510-1-1.pdf

    Die Hydrazinebeimischungen für die Pools in 2 3 und 4 liegen btw wechselnd bei 0,2 bis 0,5 bzw 1 Prozent und werden ca alle zwei Tage beigemischt.
  • engeng Mai 2011
    Aber wenn schon Maßnahmen für die Beschädigungen am Ablingbecken Block 4 eingeleitet wurden dann muß Tepco für die Schadensaufnahme doch schon viel früher im Gebäude gewesen sein als mitgeteilt. Von außen ist das Beurteilen der Schäden jedenfalls nicht möglich.
  • vosteivostei Mai 2011
    Ich denke sie sprechen von vorbereitenden Maßnahmen dafür. The work to install... die Arbeiten um zu installieren, statt installation of...

    Mit dem Hydrazin müssen sie aber dann aufhören und spülen, das Zeug ist heftig. Ich würde ja zu gerne mal sehen, wie die mit dem puren Zeug umgehen...
  • engeng Mai 2011
    @vostei: wir schaffen es wohl immer das gleiche zu meinen aber trotzdem aneinander vorbeizureden. ;)
    Ob sie nun die Maßnahmen einleiten oder vorbereiten, in beiden Fällen müssen sie wissen wie es innen aussieht. Also waren sie schon drin und kennen die Schäden.
  • vosteivostei Mai 2011
    :D passtscho ^^

    Ich denke mal da reichts auch, wenn die Loits dort hinhören vor Ort. Wenn große, schwere Strukturen arbeiten, dann hörst du das auch durchs Fauchen von Hydraulikeinheiten der Putzmeisters und Pumpen hindurch.
  • dirkdirk Mai 2011
    Da gehe ich auch von aus, mir kommt so einiges komisch vor:
    AB 4 -haben die einen Kühlkreislauf im Gang
    Neueste Statements - Warum auf einen Schlag soviel Info
  • engeng Mai 2011
    @vostei: also wenn du Stahlbeton arbeiten hörst - dann ist es zu spät ...
  • vosteivostei Mai 2011
    Spannbeton. Wenns bei Spannbeton knackt machts peng und weg.

    Stahlbeton kann massiv arbeiten - sogar ganze Stücke rausbrechen. Ne, ich meine das Metall, das des äußeren Kessels zB, wenn sich das dehnt innerhalb der Betonummantelung dann macht das richtig Lärm - die Rohre, Flansche, Verstrebungen. Und in den allerersten Tagen, haben sich die Metallstrukturen garantiert lauthals beklagt bei den Temperaturpeaks.
  • engeng Mai 2011
    @vostei: Bei Wänden aus Stahlbeton können zwar Betonstücke durch ein 'Ereignis' herausbrechen, aber die Stahlarmierung kann das eventuell noch zusammenhalten. Bei Stützen ist das in der Regel nicht der Fall, weil eine derartig geschwächte Stütze einknickt, und zwar kurz nach dem Ereignis. Ein langsames 'vorsichhinarbeiten' ist bei so einem Betongebäude selten. Entweder es hält ein Ereignis aus oder es stürzt kurz danach ein.
    Und wenn Rohre und Flasche durch die Wärmedehnung knacken sollten kann man daraus nicht ableiten ob es Schäden am Stahlbeton im inneren des Gebäudes gibt.
    Oder wir reden wieder aneinander vorbei. ;)
  • vosteivostei Mai 2011
    Ne, wir meinen beide das Gleiche. Wobei ich nicht die Stahlarmierung des Betons meine, sondern diesen Mix.
    RPV innerhalb einer Struktur, bestehend, aus einem Betonsockel und einem räumlich getrennten Betonschild. Das Ganze ist durchdrungen von Rohren - Zu- und Ableitungen. Das wiederum steht auf einem linsenförmigen Betonfundament innerhab der Stahlbirne - dem Drywell. Verstrebt - und auch wieder durchbrochen von Flanschen und Rohren. Das DW wiederum ist direkt in Stahlbeton eingefasst. Unten ragen sehr große Verrohrungen heraus gen Kondensatorring. Ein furchtbarer Materialmix.
  • engeng Mai 2011
    @vostei: Ah ja. ;)
    Aber das Betongebäude wurde unabhängig von den ganzen Metallteilen gebaut.
    Dem Beton ist es statisch gesehen deshalb egal ob sich das Metall dehnt.

    Als Anlage übrigens mal das 'Metall-Drywell' (drumherum ist meterdicker Beton):
    http://pbadupws.nrc.gov/docs/ML0911/ML091140358.pdf
    http://pbadupws.nrc.gov/docs/ML0911/ML091140357.pdf

    Und die Übergänge vom Drywell zum Thorus einschl. Fundamentdetails:
    http://pbadupws.nrc.gov/docs/ML0911/ML091140362.pdf
    http://pbadupws.nrc.gov/docs/ML0911/ML091140360.pdf
    http://pbadupws.nrc.gov/docs/ML0911/ML091140363.pdf

    (Zeichnungen Oyster Creek, ähnlich Fukushima)
  • http://www3.nhk.or.jp/daily/english/16_02.html

    Wasserstoff steigt normalerweise nach oben, daher habe ich einige Zweifel, aber ich poste dass mal hier, weil man die Überschrift so gesetzt hat.
  • vosteivostei Mai 2011
    Eben. Er gelangte unter Druck aus dem 3er in Verrohrungen und im 4er über ein beschädigtes Ventil in die Baulichkeiten / Schächte. Dort stieg er dann auf. Es gab damals ja mehrere Brände dort und Explosionen. Das Ding stand unter Revision. Da könnten also zusätzlich auch Gerätschaften, wie Schweißgeräte rumgestanden haben und zusätzlich hatten sie anfangs ja etwas das Abklingbecken aus dem Auge verloren. Immer dran denken, dass es Doppeleinheiten sind.
    Jeder Block hat eigene Gaswäscher - ein Teil des regulären Ventings. Da gehts dann Richtung Kamin und ab da wird es verwirrend, weil sie sich die teils teilen.
  • thowabuthowabu Mai 2011
    Mich würde mal interessieren was dort bitte Autogen geschweisst wird !??
  • vosteivostei Mai 2011
    Auf solchen Baustellen gibts auch ne Menge, was ganz normal wie beim Gaswassershiceee-Installatör abläuft, oder in der Schlosserei. Irgendwo ist mir auch ein Bild über den Weg gelaufen, was mich darauf brachte. Dort war so eine rollbare Werkbank zu sehen, wie sie von Schlossern mobil verwendet wird.
  • engeng Mai 2011
    @Thowabu: Mit dem Brenner in der Hand kommst Du durch das ganze Land. Ohne Schneidbrenner geht bei großen Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten so gut wie gar nichts.
  • thowabuthowabu Mai 2011
    Das hätte ich jetzt nicht gedacht.
    Wenigstens Schutzgas...
  • vosteivostei Mai 2011
    Unterschätze selbst Schutzgasdruckbehälter nicht, wenn sie überhitzt oder beschädigt werden. Die mutieren dann zwar NICHT wie in Hollywood zu Raketen, kreiseln dann aber mit beträchtlicher Energie auf der Stelle und hauen alles kurz und klein, wo sie anecken. Auch festinstallierte Druckspeicher, wie zB für Hydraulik oder Pneumatik können beträchtliche Energien entwickeln, auch kleine.
  • thowabuthowabu Mai 2011
    Ich habe schon öffnende Berstscheiben an Kohlefaserverstärkten Gasbehälter erlebt.
    Da fällt es einem schwer Cool zu bleiben.
    Besonders wenn 10l@200bar Erdgas ausströmt... ;)

    Aber bis so eine Flasche wirklich Platzt brauchts schon richtig (aktivierungs-) Energie.
  • RolandRoland Mai 2011
    @vostei Dann waren ja die früheren Vermutung richtig, dass über Reaktor und das Ventingsystem der Wasserstoff in Reaktor 4 kam.
    Trotzdem, wenn der Wasserstoff über das defekte Ventil in R4 geleitet wird, muss ihm irgendwetwas den Weg in den offenen Kamin versperren. Kann dies ein Gaswäscher hinter dem Abzweig im offenen Kamin sein? Dann hättte nicht jeder Reaktor einen, sondern zwei teilen sich je einen. Die Ausbreitung des Wasserstoffs geschieht rückwärts über die Verrohrung bis in den Reaktor 4. Hier sollte aber sicher noch mal ein Ventil sitzen. Da aber der Reaktor geöffnet war, kann auch dieses geöffnet gewesen sein und der Wasserstoff sammelte sich im Dachbereich.
    Woher kam aber der Zündfunken? Vom Reaktor 3 oder aus dem AB4. Was machen 2 MW thermische Leistung im AB4, wenn sie nicht abgekühlt werden? Normalerweise müssten sie das ganze Wasser schnell verdampft haben. Wir haben die Explosion am 15.3 immer einer Kernschmelze zugeordnet. Vielleicht hatte Tepco hier Glück und die Batterien haben den unbeschädigten (?) Kühlkreislauf doch länger als vermutet in Gang gehalten.
  • vosteivostei Mai 2011
    Wasserstoff brennt sehr leicht. Wie Alkohol. Man sieht es erst, wenn er was anschmort sozusagen. Als Zündquelle reicht schon Glut. Es kann auch ein Überschlag von außen ausreichen, eine Pumpe zB. Außerdem haben die ja auch die Tage am Anfang am Strom rumgemacht. Auch in Schaltschränken gibts Akkus oder Kondensatoren. Und eben die Sache mit dem Abklingbecken, dass sie mal anfangs aus dem Auge hatten. Naja, und dann noch meine Theorie mit dem versauten Meerwasser, Dieselgase sind auch heikel und wer weiß was sonst noch drin war.
  • Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
  • ReinhardReinhard Mai 2011
    Antwort von Christoph Müller (http://www.tec-sim.de/) auf meine Anfrage zur

    "Theory for Fukushima Daiichi 4 explosion"

    http://www.world-nuclear-news.org/RS_Theory_for_Fukushima_Daiichi_4_explosion_1705111.html

    Na ja,
    Block 3 wurde am 14.3. um 11:01 völlig zerstört. Dabei wurde wie auf den Fotos sichtbar auch das gemeinsame Lüftungssystem zerlegt.

    Block 4 wurde am 15.3. um 6:10 zerstört, also 19 Stunden später.
    Und das von Wasserstoff, der durch die Abluftleitung gekommen sein soll?

    Ich denke, die Japaner haben im Gegensatz zu mir noch nie ein stark oxydiertes Brennelement gesehen und können die Schäden in Bock 4 nicht einschätzen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Christoph Müller


    > Neue Hyothese zu den Wasserstoffexplosionen von Christoph Müller <<br />
    Die große Überraschung bei den Wasserstoffexplosionen in den Abklingbecken war der frühe Zeitpunkt, zu dem sie erfolgt sind. Die Wärmeerzeugung in den Abklingbecken reicht bei weitem nicht aus, dass die Becken in so kurzer Zeit so weit trocken fallen konnten, dass Wasserstoffbildung durch die Zirkon-Dampf-Reaktion möglich gewesen wäre. Damit bleibt nur die Erklärungsmöglichkeit, dass massive Leckage zu dem raschen Kühlmittelverlust geführt hat. Aber diese Erklärung hat einen großen Schwachpunkt: bei einem entsprechenden Leck hätte auch nach den Explosionen weiter massiv Kühlwasser verschwinden müssen, was aber nicht der Fall war. Mit einem Wort, mit den Explosionen ist auch das Leck wieder verschwunden.

    Der Admin hat eine neue Hypothese aufgestellt, die hier ausführlich auf englisch vorgestellt wird.
    ( pdf-Datei zum Herunterladen http://www.tec-sim.de/images/stories/fusfpfail.pdf )

    Das Abklingbecken ist wie ein Schwimmingpool gebaut und hat am Boden und an den Seiten keine Durchführungen. Das Kühlwasser kommt von Systemen, die weiter unten im Reaktorgebäude untergebracht sind. Die Einspeiseleitung kommt von unten und führt in Form eines auf dem Kopf stehenden "U" über den Beckenrand bis hinunter bis zum Boden des Abklingbeckens. Der Abfluß aus dem Abklingbecken erfolgt über einen Überlauf in ein kleines Vorratsbecken. Ein Schalter, der von der Höhe des Wasserspiegels gesteuert wird, regelt die Wasserzufuhr, ähnlich wie bei der Toilettenspülung. An sich eine todsichere Sache, bei der nicht viel schief gehen kann, da über den Brennelementen genug Wasser steht, um diese wochenlang zu kühlen.

    Was ging nun schief in Fukushima? Als die Batterien nach ein paar Stunden leer waren, blieben die Pumpen einfach stehen. Auch die motorgetriebenen Ventile, die sonst bei Pumpenstillstand zugefahren werden, blieben offen. Damit bestand ein offener Strömungspfad aus den Abklingbecken zu den weiter unten liegenden Systemen. Die Druckverhältnisse in der Einspeiseleitung kehrten sich um und infolge der Schwerkraft kehrte sich auch die Strömungsrichtung um. Jetzt wurde das Wasser aus den Abklingbecken heraus in die unten liegenden Systeme gesaugt, vermutlich in die Kondensationskammer. Nach ein paar Tagen waren die Wasserspiegel in den Abklingbecken soweit abgesunken, dass sich die kritischen Brennelemente überhitzten und die Wasserstoffbildung durch die Zirkon-Dampf-Reaktion einsetzte. Als genug Wasserstoff produziert worden war, kam es zu den Explosionen.


    Durch die Explosionen wurde der Abfluß durch die Einspeiseleitungen gestoppt, da die Explosionswelle die Strömung abreißen ließ. Danach gab es keine umgekehrte Strömung in den Einspeiseleitungen mehr und aus den Abklingbecken wurde nur soviel Wasser verdampft, wie es der Wärmeleistung der Brennelemente in den Abklingbecken entspricht.

    Ob diese Hypothese richtig ist, wird man erst in ein paar Jahren mit Sicherheit wissen, aber sie erklärt, warum die rätselhaften Kühlmittelverluste plötzlich aufhörten.

  • dirkdirk Mai 2011
    @eng du hattest Recht, man war in Block 4. Und, es wird aufgeräumt.
    Die Bilder sind angeblich aus einem Dokument was Tepco am Montag veröffentlicht hat.
    Ich finde nichts...
    Attachments
    8.jpg 226K
    17.jpg 267K
    7.jpg 182K
    19.jpg 204K
  • vosteivostei Mai 2011
    Auf Russia Today nennen sie die Arbeiter Liquidators. ^^ *soifz* Und nur so nebenbei - wenns sickt und dröppelt im 4er, dann ist auch Hydrazin mit im Spiel.
  • engeng Mai 2011
    @Reinhard: Die Hypothese mit dem Abklingbecken 4 ist ein sehr guter Beitrag.
  • engeng Mai 2011
    @dirk: Gute Bilder. Die Quelle wäre nicht schlecht. Man sieht mittlerweile immer mehr was da bereits schon alles in Arbeit ist.
    Auf einem der Bilder ist auch die geplante Verstärkung für das Abklingbecken sichtbar. Aber warum das gemacht werden muss ist nicht erkennbar.
  • SileneSilene Mai 2011
    Und hier das gesamte Dokument auf Englisch:
    http://www.houseoffoust.com/fukushima/tepcopics.html
  • dirkdirk Mai 2011
    Das Tepco PDF ist anders.
    Weiß jemand wie man PDF übersetzen kann?
    Im Original Doku:
    Was ist das auf Seite 6? Scheinwerfer für die Kamera an der BT, mit der LAN Anbindung an einen PC?
    Und was ist bei B3 (Seite 5) eingekreist? Das der Zugangstunnel hinten ein Loch hat?
  • dirkdirk Mai 2011
    @eng. Das sieht mir so aus als wenn der senkrechte Träger nicht mehr so ganz ok wäre und deswegen eine Betonummantelung mit Anbindung an das Containment bekommt.
    Evtl. hat Tepco die Vermuntung das die Explosion da was angestellt hat, würde mich nicht wundern das sie da mal mit einer Kamera rein sind. Ich meine das von aussen ein Loch in dem Bereich ist. Tepco weiss viel mehr als das sie veröffentlichen. B4 zeigt das grad eindeutlich. Es gibt Bilder von innen und keine (englische) Mitteilung.
  • dirkdirk Mai 2011
    Futami: I did not experience serious operational problems. Instead of that, I was fighting against stress corrosion cracking of internal components in the reactor pressure vessels. Those components are highly radioactive and are inside the reactor pressure vessels. However it was necessary to work inside the reactor pressure vessels in order to replace a component called a shroud, although we used remote and automatic equipment as much as possible. I led the shroud replacement program of unit 1, 2, 3 and 5 and completed the world’s first shroud replacement in 1998.

    Stress corrosion cracking is an aging problem. Some Fukushima Dai-1 reactors exceeded 30 years while I was a superintendent. I put my best effort into replace aging equipment based on preventive maintenance philosophy.

    IEEE Spectrum: Can you explain what a shroud is?

    Futami: The shroud is a large component inside the reactor pressure vessel. It's a very large cylindrical form made of stainless steel. In the space between the shroud and the reactor pressure vessel's outer walls, the water flows down from the top to the bottom of the reactor vessel. Then in the reactor core, which is inside the shroud, the water flows from the bottom to the top.

    We found many stress corrosion cracks on the shroud’s welding lines, so we decided to replace the shrouds. We had to stop the plant about a year, and it cost about 8 billion Yen.

    Coincidentally, at the number 4 reactor unit at Fukushima Dai-1 they were just replacing the shroud in this year’s annual inspections. That’s why all the core fuel was removed from the reactor pressure vessel, and installed in the spent fuel storage pool. That may have generated more heat than is usual at the spent fuel pools, and may have contributed to the fires that broke out around the spent fuel pool in the number 4 building.

    IEEE Spectrum: Do you think the spent fuel storage pools are a hazard?

    Futami: Japan is constructing a reprocessing plant in Aomori prefecture, but the construction schedule is very much behind. We cannot remove the spent fuel from the power stations, so a lot of spent fuel is stored inside the spent fuel storage pool of each power station. TEPCO just last year started to construct intermediate storage facilities, also in Aomori prefecture, but these are also behind schedule. So Fukushima Dai-1, Fukushima Dai-2, and all nuclear power stations in TEPCO have a lot of spent fuel stored inside the power stations.

    In a normal condition that’s not so dangerous. But in the case of the Fukushima Dai-1 accident, I think such a large amount of spent fuel storage inside the plant increased the difficulties and the risks.
    ...
    If the spent fuel pools collapse, large amount of radioactive materials in the spent fuel will be released into the air, and a large amount of radioactive water will be released at the same time. So we have to put our best efforts to keep the spent fuel pools intact.
    http://spectrum.ieee.org/tech-talk/energy/nuclear/the-scale-of-the-accident-was-beyond-my-imagination/?utm_source=techalert&utm_medium=email&utm_campaign=051911
  • b_vizb_viz Mai 2011
    Ich hätte hier noch ne Verständnisfrage zur Wasserstoff-/Dampf-/Druck-ausbreitung von R3 zu R4 durch vorhandene Rohrsysteme und kaputte/offene Ventile:
    Wenn von Venting die Rede ist, dann wird doch Druck durch ein Ventil nach oben aus dem Gebäude abgelassen (dachte ich..)? Oder doch durch ne Leitung zum Turm von 3 und 4? Welche Rohrleitungen sind das? Weiter oben war die Rede von "rückseitig" .. und ich suche gerade auf Bildern nach diesen Schäden. Sollte ja eigentlich möglich sein, die betreffende Stelle, wo die Beschädigung den Druck aus R3 Richtung R4 durchlässt ausfindig zu machen.
    Könnte vielleicht mal jemand kurz n Kringel auf n Bild machen? Ich steh da gerade etwas aufm Schlauch ..
    Dankeschön.
  • SileneSilene Mai 2011
    So sah das Venting von Block 1 am 12. März aus:
    imageAm "Schornstein" rechts sieht man den Dampf entweichen.
  • b_vizb_viz Mai 2011
    Dankeschön Silene.
    Aber die VentingSysteme von 3 und 4 laufen doch nicht erst unten am Turm zusammen, oder? Da sind nämlich keine Schäden sichtbar.

    ____
    Tepco said hydrogen from venting unit 3 could have flowed into certain levels of unit 4 through its Standby Gas Treatment System (SGTS).

    When called upon, the SGTS moves air from the reactor building to the environment through a series of filters and discharge via an exhaust stack. Its operation maintains low pressure within the reactor building and prevents any potentially contaminated air leaving through tiny holes. Fukushima Daiichi 3 and 4 share the same stack, used for this purpose as well as for venting from containment when a reactor is at high pressure.

    Tepco said that hydrogen from unit 3 could have 'flown' into unit 4 during venting to emerge in five different locations on the 4th and 5th floor. The company has yet to ascertain whether the system valves were in a position to make this possible, but it considers damage to the building to be consistent with the theory.

    (Quelle: http://www.world-nuclear-news.org/RS_Theory_for_Fukushima_Daiichi_4_explosion_1705111.html )
    ____


    Wie/wo dieses SGTS entlangläuft weisst Du nicht zufällig auch?
  • b_vizb_viz Mai 2011
    muss doch dann hier irgendwo sein, oder?image

    also spätestens nach der Explosion von Gebäude3 gabs da keine Verbindung mehr zum Turm ..
    Attachments
    top-34.jpg 164K
  • dirkdirk Mai 2011
    Ihr denkt daran was als Überschrift steht...
    Das komplette Englische Dokument (s.o.)
    http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/betu11_e/images/110517e5.pdf
  • TimTim Mai 2011
    Hab mehrmals gehört die "Stacks" würden nur mit Strom funktionieren, da dafür Ventiltoren notwendig seien.
    Ob das wirklich auf diese Anlagen zutrifft oder in einem Zusammenhang steht - keine Ahnung.
  • RolandRoland Mai 2011
    @dirk: Interessant, hier endlich mal ein Bild (Seite 6) über den Wasserzufluß von dem Reinhard sprach. Allerdings scheint es hier mindestens zwei Mechanismen gegen Rückfluß zu geben. Das ist einmal die Tülle am Boden von AB4 und andererseits das Ventil links über dem AB. . Funktioniert eigentlich der Siphon am Boden des Überleitungsbeckens noch oder ist hier auch ein Leck.
    Was gegen die Theorie von Reinhard spricht, ist der gesunde Menschenverstand des Klempners meines Vertrauens und die Tatsache, dass die AB5 und 6 keine Wasserverluste hatten.
  • vosteivostei Mai 2011
    Die Blöcke 5 + 6 stehen quer zu den horizontalen Schockwellen des Bebens. Außerdem waren die dort schwächer.

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